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Chart of the Week | 03.08.2018

Weniger ist nicht mehr

Die positive Wirtschaftsentwicklung in Deutschland hält an, trotz Handelskriegs zwischen den USA und China. OECD-Prognosen erwarten ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 2,1% für das Jahr 2018 und auch auf dem deutschen Arbeitsmarkt sieht es derzeit gut aus. Dass starkes Wirtschaftswachstum allerdings nicht alles ist, zeigt sich in der Lebenszufriedenheit. Hier schneidet Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern nicht ganz so gut ab wie erwartet.

 

Unser Chart of the Week zeigt die Lebenszufriedenheit in den OECD-Ländern, welche dem Better Life Index entnommen ist. Deutschland liegt bei der Lebenszufriedenheit mit einem Punktewert von 7 zwar über dem OECD-Durchschnitt von 6,5, schafft es jedoch nicht unter die Top 10. Am zufriedensten sind Menschen in den skandinavischen Ländern, den Niederlanden, Kanada und Neuseeland. Die üblichen Verdächtigen zeigen, dass starkes Wirtschaftswachstum alleine nicht ausreicht für hohe Lebenszufriedenheit. Andere Faktoren, so wie die Einkommensverteilung, Bildung, Gesundheit und soziale Bedingungen spielen auch eine wichtige Rolle.

 

Lebenszufriedenheit und Arbeitszeiten in OECD-Ländern

Quelle: OECD

Häufig wird angenommen, dass die Arbeitszeit auch zur Lebenszufriedenheit beiträgt, die harten Fakten bestätigen diese These allerdings nicht. So arbeiten die Deutschen mit durchschnittlich 1.356 Stunden pro Mitarbeiter weniger als die Bürger in allen anderen OECD Ländern, die Lebenszufriedenheit liegt allerdings nur leicht über dem OECD-Durchschnitt. Dass Arbeitszeit und Zufriedenheit wenig miteinander zu tun habe, sieht man auch in der Spitzengruppe der zufriedensten Länder. Während die Dänen im Schnitt gut 1.400 Stunden pro Jahr arbeiten, sind es in Island knapp 1.700. Die Lebenszufriedenheit ist in beiden Ländern gleich hoch.

 

Alles in allem sind die Deutschen im OECD-Vergleich zwar nicht die Zufriedensten, aber immerhin zufriedener als der OECD-Durchschnitt. Wer denkt, dass mehr Freizeit zufriedener macht, irrt. Bei Arbeitszeit und Lebenszufriedenheit gilt „weniger ist nicht immer mehr“.

 

Autor: Svenja Lüling