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Chart of the Week

Erfahrungen und Erwartungen: Ruhestandsalter und Lebensstandard im Ruhestand

Deutschlands Rentner und Pensionäre können sich glücklich schätzen – jedenfalls im Vergleich mit ihren künftigen Nachfolgern. Das geht aus den Ergebnissen einer ING-Umfrage hervor. Im Rahmen der Umfrage wurden nicht nur Angaben zu den Ersparnissen deutscher und europäischer Verbraucher erhoben, sondern auch nach den Ruhestandsplanungen und ‑vorbereitungen gefragt – beziehungsweise nach den entsprechenden Erfahrungen von Menschen, die sich bereits im Ruhestand befinden.

 

Wie unser Chart der Woche zeigt, sind dabei für die derzeitigen Ruheständler ihre Planungen sehr viel besser aufgegangen, als die aktuell noch im Erwerbsleben stehenden Befragten das für sich selbst erwarten. Weniger als 5 Prozent konnten sich erst später aus dem Arbeitsleben verabschieden, als sie das ursprünglich geplant hatten – fast 60 Prozent konnten sich hingegen früher zur Ruhe setzen. Beim Blick auf die Erwartungen der derzeitigen Erwerbsbevölkerung kehrt sich dieses Bild quasi um: Über die Hälfte geht davon aus, dass ihre derzeitigen Planungen später einmal Makulatur sein werden und sie länger werden arbeiten müssen, als sie es aktuell vorhaben. Und weniger als ein Sechstel macht sich Hoffnungen auf einen früheren Ruhestand.

Erfahrungen und Erwartungen: Ruhestandsalter und Lebensstandard im Ruhestand

Quelle: ING International Survey

Nicht ganz so rosig fällt für die derzeitigen Rentner und Pensionäre der Blick auf den Lebensstandard im Alter aus: Rund 40 Prozent geben an, dass sie gegenüber ihren Planungen Abstriche machen mussten. Aber von den immerhin 60 Prozent, deren Planungen aufgingen oder sogar übertroffen wurden, können die Jüngeren nur träumen: Fast drei Viertel sind es hier, die davon ausgehen, sich ihren für den Ruhestand geplanten Lebensstandard letztlich doch nicht leisten zu können.

 

Diese Skepsis vor allem der jüngeren Befragten beim Blick auf Ruhestand und Rentensystem zieht sich auch durch andere Ergebnisse unserer Umfrage – sei es die private Vorsorge, die Erwartung, später einmal zur Rente hinzuverdienen zu müssen, oder die generelle Frage, ob man denn im Ruhestand wenigstens das wieder herausbekommt, was man zuvor während des Erwerbslebens eingezahlt hat. Das schlechte Zeugnis, das dem Rentensystem ausgestellt wird, ist dabei vor allem vor dem Hintergrund bedenklich, dass eine Mehrheit nach wie vor den Staat in der Pflicht sieht, wenn es um die finanzielle Absicherung des Ruhestands geht – dem Rentensystem könnte ein Akzeptanzproblem bevorstehen.

 

Zum Download: unsere Analyse „Nicht alle sind Sparweltmeister“

Autor: Sebastian Franke