Mehr Ersparnisse – weniger Sparer

Chart of the Week

Nach zwei Anstiegen in Folge ist der Anteil der Deutschen, der angibt, über Ersparnisse zu verfügen, zuletzt wieder deutlich gesunken.

Nachdem die Rekordinflation des Jahres 2022 nicht nur an der Kaufkraft der Ersparnisse gekratzt hatte, sondern in vielen Fällen auch dafür verantwortlich war, dass die deutschen Verbraucher gar keine Ersparnisse bilden oder sogar bestehende auflösen mussten, war der Anteil, deren Haushalt über Ersparnisse verfügt, in den Jahren 2023 und 2024 wieder deutlich angestiegen.

Auch die Ersparnisse deutscher Privathaushalte insgesamt stiegen seitdem wieder deutlich an, von unter 8 auf über 9 Billionen Euro. Doch obwohl sich dieser Anstieg auch im vergangenen Jahr fortsetzte, zeigt eine repräsentative ING-Umfrage aus dem Dezember 2025, dass der Anteil der Deutschen, deren Haushalt über Ersparnisse verfügt, nicht nur mit dieser Entwicklung nicht Schritt halten konnte, sondern sogar zurückging.

Weniger sparen – und mehr wollen gar nicht erst antworten

„Verfügt Ihr Haushalt über irgendwelche Ersparnisse?“

Der Chart zeigt die Antworten auf die Frage „Verfügt Ihr Haushalt über irgendwelche Ersparnisse?“ für die Jahre 2024 und 2025.
Quelle: ING Consumer Research
  • Das Geldvermögen deutscher Privathaushalte erreichte im 3. Quartal 2025 mit knapp 9,4 Billionen Euro einen neuen Höchststand.
  • Dennoch nahm im Vergleich zum Vorjahr der Anteil deutscher Verbraucher, deren Haushalt über Ersparnisse verfügt, deutlich ab – von 71 auf 64 Prozent. Außerdem gab ein höherer Anteil als im Vorjahr an, die Frage nach dem Vorhandensein von Ersparnissen nicht beantworten zu wollen.
  • Knapp die Hälfte der Befragten ohne Ersparnisse gibt an, dass dafür hauptsächlich ein zu geringes Einkommen verantwortlich ist.

 

Zum Download: unsere Studie „Mehr Ersparnisse – weniger Sparer“

Autor: Sebastian Franke