ING Innovationsindex 2021

Krisenfest durch Innovation

Berlin bleibt Spitze im aktuellen ING Innovationsindex. Jedes Jahr küren wir das innovativste Bundesland Deutschlands – und zum sechsten Mal in Folge geht der Titel an Berlin. Eine Gründerszene, die landesweit ihres Gleichen sucht, und eine hohe Beschäftigung im Hochtechnologie-Sektor sorgen dafür, dass die Hauptstadt auf dem Siegertreppchen erneut oben steht. Doch das Rennen wird knapper – Hamburg, noch auf dem zweiten Platz – konnte den Abstand zum erstplatzierten Berlin in diesem Jahr deutlich verringern. In der Hansestadt haben wesentlich mehr Haushalte Zugang zum Glasfasernetz als es im Bundesdurchschnitt der Fall ist, während Berlin weit darunter liegt.

Ranking ING Innovationsindex 2021 (Veränderung zum Vorjahr im Klammern)

Quelle: ING Berechnungen

Im Verfolgerfeld sticht in diesem Jahr die starke Verbesserung Sachsens positiv hervor. Im Vergleich zum Vorjahr konnten vier Plätze gutgemacht werden und Sachsen kämpft sich, insbesondere durch einen relativ hohen Anteil an Haushalten, die Zugang zum Glasfasernetz haben, auf Platz acht. Die übrigen ostdeutschen Bundesländer bilden allerdings erneut das Schlusslicht unseres Rankings – strukturelle Schwächen, wie eine vergleichsweise ältere Demographie, überschatten Fortschritte in Digitalisierung und Bildung. Im Vergleich mit den Eurozone-Ländern verharrt Deutschland weiterhin nur im vorderen Mittelfeld. Den Titel des innovativsten Landes der Eurozone verteidigt Irland. Auch was die Resilienz betrifft liegt Irland weit vorne.

Allgemein zeigt sich erneut die Wichtigkeit der Förderung von Digitalisierung und Bildung, denn Innovationskraft stärkt die Resilienz. Eine schnelle Verbesserung der Innovationskraft Deutschlands muss damit Toppriorität der nächsten Bundesregierung sein. Das Sondierungspapier der möglichen Ampel-Koalition verspricht hier einiges. Bleibt nur zu hoffen, dass diese Versprechen schnell umgesetzt werden. Die detaillierten Ergebnisse des ING Innovationsindex 2021 finden Sie hier:

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