Weihnachtsbaum: Preise bleiben stabil

Mit diesen Kosten ist zu rechnen

Verbrauchertipps 4 min Lesedauer 30.11.2022

Was bei den meisten Deutschen zum Fest nicht fehlen darf: der Weihnachtsbaum. Zwischen 23 und 26 Millionen Bäume stehen nach Schätzung der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) jährlich in unseren Wohnzimmern. Doch kann ich mir dieses Jahr überhaupt einen Weihnachtsbaum leisten? Das fragen sich derzeit viele Familien. Denn aufgrund von Inflation und Energiekrise mussten sie zuletzt bei vielen Dingen tiefer in die Taschen greifen.

Stabile Preise trotz steigender Kosten

Es scheint Entwarnung zu geben: Auch dieses Jahr sollen die Preise für den Christbaum trotz steigender Kosten für Produktion und Personal stabil bleiben. Nach Einschätzung des Bundesverbands der Weihnachtsbaum- und Schnittgrünerzeuger in Deutschland e.V. (BWS) und des Verbands natürlicher Weihnachtsbaum (VNWB) soll es lediglich „moderate Preisanpassungen“ geben. 

Preisvergleich: So viel kostet der Baum in diesem Jahr

Nach Verbandsangaben können die Deutschen in der Saison 2022 mit folgenden Preisen rechnen:

  • Nordmanntannen: Der beliebteste Weihnachtsbaum in Deutschland kostet pro Meter 21 bis 27 Euro. Das entspreche laut Bundesverband dem Preis vom letzten Jahr.
  • Blautannen: kosten wieder zwischen 12 und 16 Euro.
  • Fichten: Am günstigsten sind Fichten. Die gibt es erneut für 9 bis 12 Euro pro Meter.

Auch Bio-Weihnachtsbäume nicht teurer

Eine umweltfreundlichere Alternative zum herkömmlich Baum sind Bio-Weihnachtsbäume. Auch diese sollen im Preis stabil bleiben: „Wir werden in dieser Saison unsere gestiegenen Produktionskosten nicht in die Verkaufspreise unserer Bio-Weihnachtsbäume einpreisen“, sagt Bernd Pirrone, der Sprecher der Initiative Bioweihnachtsbaum. Die gute Nachricht ist: „Bio-Weihnachtsbäume kosten nicht mehr als konventionelle Bäume“, erklärt Rudolf Fenner von der Umweltorganisation Robin Wood. Laut Pirrone liege der mittlere Preis pro Meter bei 20 Euro für Bio-Nordmanntannen. „Grundsätzlich kann man sagen, dass die Preise auf dem Land niedriger sind als die in der Stadt“, so der Verbandssprecher.

Tipp: Eine Liste mit Verkaufsstellen von Bio-Weihnachtsbäumen hat die Umweltinitiative Robin Wood zusammengestellt.

Keine Engpässe – gute Qualität

Auch bei der Qualität der Bäume soll es laut BWS und VNWB in diesem Jahr keine Abstriche geben. Der Grund: Die Wetterbedingungen haben gestimmt, da es im Frühjahr kaum gefährliche Spätfröste gab. Außerdem sollen genügend Bäume zur Verfügung stehen.

Trend: Deutsche wollen kleinere Bäume

Die Preise für den Weihnachtsbaum sind in den vergangenen Jahren zwar stabil geblieben, doch bei der Größe lässt sich ein Trend erkennen: „Früher hat man eher zwei Meter große Bäume gekauft. Nun geht der Trend zu Bäumen zwischen 1,50 und 1,75 Meter“, stellt Eberhard Hennecke, Vorsitzender des BWS, fest. Außerdem setzen die Deutschen laut SDW mehr auf Regionalität: So werden 30 Prozent der Bäume direkt bei landwirtschaftlichen Betrieben gekauft. Weitere 30 Prozent kommen aus dem Straßenhandel ins Wohnzimmer und 40 Prozent aus Super-, Garten- und Baumärkten.

Energiekrise: Bei der Beleuchtung sparen

Funkelnde Lichter machen die Wochen vor Weihnachten zu etwas ganz Besonderem. Doch die steigenden Strompreise dämmen die Freude. Laut Vergleichsportal Verivox liegt der durchschnittliche Strompreis für Haushalte aktuell bei rund 48 Cent pro Kilowattstunde. Das macht sich auch bei der Weihnachtsbaum-Beleuchtung bemerkbar. Der Bund gibt auf seiner Seite Tipps, die nicht nur die Umwelt schonen, sondern auch den Geldbeutel. Zwei davon sind:

  • Bei Lichterketten auf LED setzen: LED-Lichterketten verbrauchen bis zu 90 Prozent weniger Strom als herkömmliche Lämpchen und halten wesentlich länger.
  • Nur bei Bedarf anschalten: Dabei können Zeitschaltuhren helfen, die es bereits für weniger als zehn Euro gebe. Man kann zum Beispiel einstellen, dass die Lichter automatisch nach 22 Uhr ausgehen.

Alternative: Echte Kerzen

Eine energiesparende Alternative sind echte Kerzen am Baum. Viele Familien bevorzugen diese sogar, weil sie für eine gemütliche Stimmung im Wohnzimmer sorgen. Auch einige Höfe reagieren auf die Energiekrise und bieten traditionelle Kerzenhalter, Baumkerzen und kleine Feuerlöscher als Paket an, sagt Christian Mai aus dem BWS-Vorstand.

Wichtig: Wer auf echte Kerzen setzt, sollte darauf achten, dass immer jemand im Raum bleibt. Tipps, um Brände zu vermeiden, gibt Stiftung Warentest.

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