Finanzfrage des Monats

Was ist dran an der 50/30/20-Regel beim Sparen? | 07.12.2020

Geld, das von Himmel fällt?

Geldsparen ist mit (Konsum-)Verzicht verbunden, ja klar! Aber es gibt auch Sparstrategien, bei denen man sich durchaus zwischendurch etwas gönnen kann. Schon mal von der 50/30/20-Regel gehört? Viele Sparfüchse schwören auf dieses Modell, mit dem sich diesmal unsere Finanzfrage des Monats befasst.

Geld beiseitelegen, ein kleines Vermögen anhäufen – das klingt gut. Doch viele scheitern daran, ihre Sparpläne in die Praxis umzusetzen und vor allem: durchzuhalten. Woran liegt es? Vielleicht daran, dass man die richtige Sparmethode noch nicht kennt. Sparstrategien gibt es viele - eine davon ist die 50/30/20-Regel. 50% für Fixkosten wie Miete, 30% für den Lifestyle wie etwa Restaurantbesuche und 20% fürs Sparen. Aber was ist dran an diesem Modell - und funktioniert es tatsächlich? Das ist diesmal unsere Finanzfrage des Monats.
 
„Die Regel ist für viele gerade in der aktuellen Zeit unrealistisch, in einigen Städten entfallen bereits 50% des Einkommens allein auf die Miete“, gibt Sally Peters, Geschäftsführende Direktorin des Instituts für Finanzdienstleistungen (iff) in Hamburg, zu bedenken.

Die 50/30/20-Regel – so funktioniert sie

Machen Sie einen Kassensturz, schauen Sie sich Ihr monatlich verfügbares Einkommen genau an und teilen Sie sich die Summe ein.
 
Mal angenommen, Ihnen stehen pro Monat 3.000 Euro zur Verfügung:

  • 50% dieser Summe, also 1.500 Euro, reservieren Sie für Ihre Fixkosten. Dazu zählen Ausgaben wie Miete, Lebensmittel, Hygieneartikel, Versicherungen, Internet, Telefon und Strom. Richten Sie sich zum Beispiel bei Ihrer Bank ein Haushaltskonto ein und überweisen Sie darauf diesen Betrag jeden Monat selbst per Dauerauftrag von Ihrem Gehaltskonto. Von Ihrem Haushaltskonto bestreiten sie ausschließlich die immer wiederkehrenden Ausgaben sonst nichts.
  • 30% Ihres Einkommens, nach der Beispielrechnung also 900 Euro, nutzen Sie für Ihren Lifestyle. Das können etwa Ausflüge mit der Familie, ein schicker Mantel, ein Opern-Besuch, Bücher, CDs oder ein neues Tablet sein. Bleibt von diesem Teil Ihres Einkommens noch etwas übrig, dann legen Sie das Geld doch beispielsweise für den nächsten Urlaub zurück.
  • 20% Ihres monatlichen Einkommens, nach der Beispielrechnung also 600 Euro, sparen Sie. Diesen Betrag überweisen Sie sich Monat für Monat zum Beispiel auf ein Tagesgeldkonto. Oder Sie zahlen in einen ETF-Sparplan ein. Das Jahr über sparen Sie also 7.200 Euro. Nicht schlecht, oder?

Was für und was gegen die 50/30/20-Regel spricht

Dafür spricht: „Die Regel hilft konsequent zu sein, sie ist einfach und unkompliziert und erspart eine lange Auseinandersetzung“, sagt iff-Expertin Peters. Dagegen spricht: Nicht nur wegen der Miethöhe ist die Regel in vielen Fällen unrealistisch. „Fraglich ist auch, ob 20% Sparen genug ist“, sagt Peters. Das angesparte Geld soll schließlich für akute Notfälle, Altersvorsorge und den Vermögensaufbau reichen.

Ausgaben immer im Blick haben

Wer sich dennoch für die 50/30/20-Regel beim Sparen entscheidet, muss in jedem Fall diszipliniert beim Geldausgeben sein. Dazu gehört: Kosten im Blick haben, Preise vergleichen. Damit Sie den Etat, den Sie sich für Ihre Fixkosten oder für Ihren Lifestyle genehmigt haben, nicht überziehen, müssen Sie geschickt vorgehen.

  • Legen Sie sich ein Haushaltsbuch zu, das geht auch bequem via App. So können Sie nachvollziehen, wann und für was sie konkret Geld ausgegeben haben und welche Ausgabenposten die größten sind. Wer die jeweiligen Summen kennt, kann überlegen, ob sich da nicht noch der Rotstift ansetzen lässt. So verschafft man sich bei den Fixkosten womöglich einen Puffer.
  • Entwerfen Sie mit Ihrer Familie einen Speiseplan für die gesamte Woche und stellen Sie einen Einkaufszettel zusammen. Wenn Sie mit diesem losziehen, senkt dies das Risiko, dass Sie noch dieses und jenes in den Einkaufskorb legen, was Sie eigentlich nicht benötigen.
  • Kennen Sie eigentlich Ihren Energieverbrauch? Wer monatlich den Zählerstand von Strom und Gas aufschreibt, schärft sein Bewusstsein für den Verbrauch. Das kann dazu beitragen, dass Sie mit Energie sparsamer umgehen. Damit sinken die Kosten – und Ihnen bleibt mehr Geld.
  • Strom und Gas – einer der Posten bei Ihren Fixkosten – sind teuer. Oft rechnet es sich, die Tarife mehrerer Anbieter einmal pro Jahr zu vergleichen. Mit einem Wechsel des Gastarifs etwa können Sie mitunter 100 Euro und mehr im Jahr sparen.
  • Was für Strom und Gas gilt, kann auch bei Versicherungen hilfreich sein. Stellen Sie diese einmal im Jahr auf den Prüfstand: Brauchen Sie die jeweilige Police tatsächlich? Bietet eventuell ein anderer Anbieter bei gleichem Versicherungsumfang günstigere Konditionen? Auch hier lässt sich mit einem Wechsel mitunter viel Geld sparen.

Autor: ING


Ihre Meinung

Kommentare (92)


Kommentare

Dieter 2

15.01.2021

Auch derzeit gibt es beim Handelsblatt einen längeren Artikel zum Thema "Generation Börse". Das Fazit des Artikels: weil die Apps so einfach sind, die Brokergebühren oft so niedrig und die Covid-19 Einschränkungen viel Langeweile erzeugen, treiben die Generationen X und Z derzeit unglaublich die Kurse an der Börse. Aber viele wissen gar nicht, was sie da tun ... . Und der angebliche Börsen-Guru Andy rät Euch auch noch zum Kauf von weiterer Verwirrungsliteratur.


Markus

15.01.2021

>"Mal angenommen, Ihnen stehen pro Monat 3.000 Euro netto zur Verfügung:"
Ich lache mich tot. Damit gehört man als Singel ja zu den Top 25%


Sparen fängt klein an ...

14.01.2021

Laut Vattenfall sind 2000 kWh Norm für einen Einpersonenhaushalt im Jahr. Tochter kommt mit 1200 kWh aus, 2 Raum-Wohnung 64 qm, mit jeder Menge Elektronik. Für einen 2 Personenhaushalt sind 3000 kWh die Norm - bei uns genügen 2100 kWh trotz 150 qm Eigentumswohnung mit extrem viel Elektronik, täglich Kochen, intensiver Wäschetrocknernutzung auch im Sommer und so weiter.
Aber bei uns werden auch die TV-Geräte nachts richtig ausgeschaltet, genauso wie die PC - und nicht nur "standby". Und LED statt anderer Beleuchtung spart auch jede Menge. Und sparen kann man auch durch Kaufverzicht bei Abzock- und Verblödungsmedien zum Thema Finanzen. Besser ist die Nutzung einer angeborenen Fähigkeit: dem Denken und dem gründlich Nachdenken - und viel Skepsis bei supertollen Ratschlägen aus dem Misthaufen WWW.


Andy

14.01.2021

Es ist doch alles ganz einfach, oder?. Setzt doch alle Sparvorschläge um die hier gemacht wurden. 3 Monatsgehälter als Puffer. Urlaubsreise.

Wenn alle Kosten gedeckt sind lege ich den Rest an der Börse an.
Fachmagazine gibt es wöchentlich.

Alle die ihr Geld auf dem Sparkonto haben verbrennen ihr Geld.
Riestervertrag lohnt nur für Eigentum, alle andren haben ein Rohrkrepierer im Depot.
Wenn man das gezielt umsetzt, kommt man gut durchs leben.
Hat jemand einen besseren Vorschlag?


Al

13.01.2021

Die Lebenshaltungskosten (vor allem Wohneigentum oder Miete) sind in der Tat erheblich gestiegen. Vor der Selbstkasteiung und jeglichem Verzicht auf Genuss (will man damit warten bis man alt ist?), sollten vielleicht auch andere Überlegungen angestellt werden. Man sollte in die Ausbildung investieren und bei dem Thema "Heirat" nicht ganz verdrängen, dass es "in the long run" nicht schlecht ist, wenn beide in gleicher Weise und gleich stark am selben Strang ziehen können. Ansonsten sind Immobilien und Aktien/ETFs sicherlich das Beste um Vermögen aufzubauen.


Joe

13.01.2021

Ich kaufe aus Überzeugung bei kleineren Läden ein statt bei Kaufland und Co, weil ich diese Multimilliardäre nicht unterstützen will. Und ich bestelle nur dann bei Amazon, wenn ich woanders nichts Ähnliches finde (was leider öfters vorkommt). Oft sind die Unterschiede nur ein oder zwei Euro, aber den kleineren Händlern tut dieser geringe Betrag gut. Amazon schafft Jobs vor allem im unteren Lohnsektor, und vermeidet Steuern so gut es geht. Das ist nicht gut, und das will ich nicht unterstützen. Solange am Ende des Jahres immer noch ordentlich was übrigbleibt, und das tut es, mache ich das weiterhin. Ich kaufe auch lieber Qualität, die mir lange erhalten bleibt, statt irgendwelche kurzlebigen Modeartikel. Auch damit kann man sparen, und es schafft in Deutschland bzw. mindestens in Europa Arbeitsplätze.


Sparen falsch gemacht - von Dieter 2

13.01.2021

Vor einigen Jahren konnte man viele Bitcoin für wenige Euro kaufen. Neulich war so ein einziger Bitcoin satte 40 000 USD Wert. Also sollte man jetzt wohl viele damals gekaufte Bitcoin in Euro zurück tauschen und feiern. Dumm aber nur für jene, die dass Passwort für den digitalen Safe vergessen haben. Und so sind inzwischen Bitcoin im Wert von über 165 000 000 000 USD nicht mehr für ihre Besitzer erreichbar. Wie man bei der ARD-Tagesschau derzeit nachlesen kann, gehören zu den Pechvögeln und Besitzer verschlossener Bitcoin-Sparschweine auch waschechte IT-Profis.


Sparen täglich

13.01.2021

Nun ja, wer aus diversen Gründen immer bei EDEKA einkauft statt bei Kaufland und Co, der kann bei einer Familie aus 3 Personen schon mal unbemerkt 1000 bis 2000 Euro verteilt über das Jahr mehr ausgeben. Aldi verkauft Reisen von Berge und Meer, einer Tochter von TUI. Bei TUI gebucht kostet die identische Reise (z.B. Südamerika) schon mal das doppelte wie bei Aldi. Bei einem Spezialreisanbieter zahlt man für die absolut identische Reise sogar das dreifache. Und wer da meint der Fastfood bei MD ist günstig, der kann sowieso mit Geld nicht umgehen.
Und wer öfters (1 mal pro Woche und mehr) in Gaststätten speist, der kommt auch nicht zum Sparen. Aber laut Handelsblatt ist im letzten Jahr die Zahl der Eröffnung neuer Depot explodiert - da die von Bonner und Weis so treffend beschriebenen Generationen X und Z die Börse als Bestätigungsplatz ihres Selbstüberzeugung entdeckt haben.


Hermjard @Joe

12.01.2021

Falls Sie sich auf die 14,5% Verlust beziehen, so steht da bewusst auch nichts von Rendite, sondern vom Realverlust am Ende des Betrachtungszeitraumes - zeitinvariant, einzig bezogen auf den ursprünglich investierten Betrag, wie ich gerne erläuternd ergänzen will. Natürlich ergibt sich dabei die von Ihnen berechnete, negative Rendite p.a. (von der, wie gesagt, an der Stelle aber gar nicht die Rede war).

Wem übrigens mein -95%-Beispiel zu drastisch ist, der möge es nach eigenem Gutdünken modifizieren. Vielleicht wären vier Rücksetzer von jeweils -35% im fünften, zehnten, fünfzehnten und zwanzigstens Jahr des fünfundzwanzigjährigen Betrachtungszeitraumes realistischer?

Nur zu, auf die Taschenrechner, fertig los! Sie werden aber stets zum gleichen, ernüchternden Ergebnis kommen: Bereits wenige mittelmäßige Rücksetzer in einem längeren Betrachtungszeitraum reichen aus, um trotz einer herrlichen, positiven, zweistelligen sog. "Durchschnittsrendite" eine finanzmathematisch korrekte Realverzinsung p.a. im niedrigen, einstelligen Bereich zu "erzielen" (wenn überhaupt).

Also: Finger weg, wenn Ihnen irgendein Finanzberater etwas von Durchschnittsrenditen erzählt. Denn selbst wenn er Recht behält, können Sie trotzdem am Ende mit weniger als keinem Gewinn dastehen.


Sparen beginnt bei den einfachsten Dingen

12.01.2021

Schon allein der Auto-Fahrstil kann beim Sparen helfen. Nicht nur wegen der Vermeidung von Bußgeldern. So waren laut TÜV beim Verkauf von meinem Familien-Auto nach 11 Jahren und 172 000 km die Bremsen noch voll in Ordnung - trotz Originalteile seit Kauf! Insgesamt hat mich das Auto damals nur einmal Geld gekostet: nach 7 Jahren einen neuen Nachschalldämpfer. Selbst der erste Satz Sommerreifen war noch drauf, weil gesetzlich noch nutzbar, wenn auch porös. Mit dem Auto waren wir u.a. am Nordkap und auf der höchsten Passstraße Europas unterwegs. Auch die Dienstwagen fuhr ich mit 4,5 L Diesel auf 100 km, wo Kollegen satte 13 Liter brauchten. Bitte wie lange halten bei Euch Bremsen, Kupplung und Reifen?


Joe @Hermjard

12.01.2021

Ich schätze Ihre Beiträge, aber die Renditenberechnung kann doch nicht richtig sein. Man kann doch nicht die Prozentwerte für jedes Jahr berechnen und davon den Durchschnitt nehmen.
Richtig wäre, das Endkapital durch das Anfangskapital zu teilen und von diesem Faktor die x-te Wurzel zu ziehen, wobei x die Anzahl der Jahre ist. Das wäre dann die 25. Wurzel aus 0,855 = 0,9937, was eine Rendite von -0,63% ergibt.


J.

11.01.2021

Ich finde in der Schule sollte den Kindern und Heranwachsenden der Umgang mit Geld/Kapital intensiv/regelmäßig vermittelt werden, schließlich begleitet uns das Thema bis zum Lebensende.

Meine Inspiration fürs Sparen und meine Einstellung für die Mittelverwendung habe ich aus der Literatur. Hier empfehle ich vor allem das Buch von George S. Clason - Der reichste Mann von Babylon. Die dort beschriebenen Ansätze (u. a. mind. ein Zehnt sparen) setze ich seit Anfang der 2000er konsequent um. Bei Schwächeanfällen, z. B. unnötiges Konsumverlangen, lese ich das kurzweilige Buch einfach nochmals um in der Spur zu bleiben. Vor den 2000ern war ich in Sachen Mammon unwissend/unerfahren/dumm - also eine regelrechte Geldvernichtungsmaschine. Von 2000 - 2010 hatte ich zw. 1.300 - 1.700 € netto (Single/Mietwohnung/Auto) und es ging gut mit dem Sparen. Heute bin ich von den 3.000 nicht mehr allzu weit weg und habe eine Sparquote von rund 35%. Für Lifestyle - bei mir nennt sich das Konsum (außerhalb Lebensmittel) - gehen nochmal rund 40% auf ein separates Konto. Den Rest erhält meine ebenfalls berufstätige Frau zur freien Mittelverwendung, u. a. für Lebensmittel/Mietanteil.


Hermjard

11.01.2021

Nur zwei Hinweise als allgemeiner Beitrag zu dieser Diskussion:

1. Wertpapiere brauchen nicht der Einlagensicherung zu unterliegen, da sie keine Einlage im schuldrechtlichen Sinne sind. Im Falle der Insolvenz einer Bank hat diese die im Auftrag der Kunden lediglich verwahrten Wertpapiere vollständig herauszugeben, zumindest nach deutschem Recht, egal ob die Wertpapiere in ein und demselben Depot 100.000 €, 200.000 € oder 1.000.000 € wert sind. Eine Einlagensicherung ist (normalerweise) auch nicht gegenüber der Insolvenz der derjenigen Institution erforderlich, die die Wertpapiere herausgibt: Aktien stellen Eigenkapital dar und ETFs sind als Sondervermögen vor dem Zugriff einer insolventen Fondsgesellschaft geschützt (bei ETCs und Derivaten sieht es anders aus). Freilich hat der Inhaber von Wertpapieren andere Risiken zu tragen: Neben dem Risiko des Substanzwertverlustes, sind als Risiken die Liquidierung, die Veruntreuung und die physische Zerstörung der Wertpapiere zu nennen.

2. Ein weit verbreiteter, mathematischer Irrtum, mit dem Banken leider auch sehr häufig für Aktien werben, ist die Aussage, dass Aktien im langjährigen Durchschnitt 8% Rendite p.a. erzielt haben. Selbst wenn dies stimmt, und in Zukunft auch weiterhin stimmen wird, sind durch einfache Prozentrechnung Betrachtungszeiträume denkbar, in denen ein konkreter Anleger tatsächlich durchschnittlich 8% Rendite p.a. erzielt und dennoch unterm Strich am Ende des Betrachtungszeitraums einen Wertverlust eingefahren hat - dann nämlich, wenn unter vielen leicht überdurchschnittlichen Jahren ein massiv schlechtes Jahr mit bspw. einem Crash ist und dieses Jahr tendenziell am Anfang des Betrachtungszeitraumes liegt - kein so unwahrscheinliches Szenario für jemanden, der jetzt mit dem Erwerb von Wertpapieren anfängt.

Beispiel: Ein Anleger legt einmalig 100.000 € an, hat im ersten Jahr nach Anlage einen Verlust von 95% und in den nächsten 24 Jahren jeweils eine Rendite von +12,5% p.a. erzielt. So hat er im gesamten Betrachtungszeitraum von 25 Jahren durchschnittlich +8,2% Rendite erzielt - dennoch steht er am Ende der 25 Jahre mit nur ca. 85.500 € der ursprünglichen 100.000 € da. Er hat also trotz deutlich positiver Durchschnittsrendite am Ende des Betrachtungszeitraumes einen Realverlust von ca. 14,5%.

Um eine entscheidungsdienliche Kennzahl zu erhalten, müssten hier die Renditen auf einen bestimmten Betrachtungszeitpunkt auf- bzw. abgezinst werden. Dass dies unterbleibt, und stattdessen mit der "langjährigen Durchschnittsrendite" argumentiert wird, ist gelinde gesagt, finanzmathematische Kindergartendenke und fahrlässige Augenwischerei der mit dieser Zahl werbenden Banken.

Zugegeben, das obige Beispiel ist natürlich extrem - doch selbst wenn nach 25 Jahren aus den 100.000 € vielleicht 150.000 € geworden wären, entspräche das einer Realverzinsung von lediglich ca. 1,7% p.a. - noch immer ziemlich mies also, angesichts der großartigen Werbegröße von "8% durchschnittlicher Jahresrendite bei Aktien".


@Joe von Dieter 2

11.01.2021

Man konnte hier schon öfters lesen, dass 80% der Bundesbürger mit Geld nicht umgehen können. Dazu gehört auch, dass kaum einer das Thema Einlagensicherung beachtet und das auch schon Deutsche Opfer der angewendeten EU-Regelungen dazu wurden. Und Ihnen wünsche ich viel Glück an der Börse: laut einem aktuellen Artikel im Handelsblatt müssen Sie ja nur 40 Jahre lang monatlich 670 Euro sparen, um endlich Andy sein (angebliches) Niveau zu erreichen.
Übrigens: die Deutsche Schule Singapur ist keine UNI, aber deren Abschluss öffnet Aufstiegs-Wege - weil es keine deutsche Verblödungsschule ist.


Hermjard

09.01.2021

July51: "Ich habe lange nicht so viel Geld zur Verfügung, spende aber monatlich 10 % meines Einkommens."

Ich "spende" auch monatlich zwangsweise ca. 20% meines Einkommens. Es nennt sich "Lohnsteuer", und die Verwendungen sind denen ähnlich, die Sie sich vermutlich für Ihre freiwilligen Spenden erhoffen: Bspw. Unterstützung armer EU-Länder, armer Zuwanderer, Finanzierung vermeintlich "grüner" Infrastrukturprojekte und derzeit auch die Lebenserhaltung von Zombieunternehmen.

Eine grobe Überschlagsrechnung verdeutlicht die absoluten Zahlen: Bei grob 15 Mio. Nettosteuerzahlern (zu denen ich gehöre) und laut offiziellen Angaben jährlich ca. 30 Mrd. deutscher EU-Bruttozahlungen (post-Brexit), sowie Migrationskosten in gleicher Höhe ist jeder Nettosteuerzahler mit jeweils durchschnittlich 2.000 € pro Jahr allein für diese beiden Töpfe dabei.

Ja, als Betriebswirtschaftler weiß ich, dass es eigentlich keinen Zusammenhang zwischen Mittelherkunft und Mittelverwendung gibt. Es ist unzulässig, einen Zusammenhang ausschließlich zur Lohnsteuer herzustellen, denn genauso gut könnte man behaupten, dass die o.g. Staatsausgaben von der Energiesteuer (ehem. Mineralölsteuer) bestritten werden.

Gleichwohl existieren diese Staatsausgaben und geben mir das Gefühl, dass ich bereits mehr als genug "spende".


Joe

08.01.2021

Dieter 2, der auch gelegentlich ohne Namen auftritt, hat mit einem Gehalt, das 38% eines durchschnittlichen Gehalts entspricht, über 80 Länder bereist und seine Kinder auf teure Unis geschickt. Daneben braucht er 9 Konten, damit sie nicht überlaufen. Und das alles nur, weil er sich von der Börse fernhält? Und weil er nur eine Eigentumswohnung statt einem Haus hat?
Was bitte ist ein durchschnittliches Gehalt? Ist das der deutsche Durchschnitt von ca 40.000€ brutto pro Jahr? Also hat er 15.000€ brutto im Jahr! Und sind/war er Alleinverdiener? Wow! Respekt. Eindeutig armutsgefährdet.
Und Andy ist Teamleiter, hat aus nichts 1,4 Millionen an der Börse verdient und kann aus Charts die Zukunft lesen. Auch wow!
Ich bin Mitte 50, verdiene als Ingenieur recht gut, bin jedoch bei Weitem kein Spitzenverdiener. Ich habe nicht viele Fernreisen unternommen und lebe einigermaßen sparsam, gönne mir und anderen jedoch auch gelegentlich was. Das Geld, das neben meinem bezahlten Haus übrig ist, lege ich etwa zur Hälfte in Aktien an und habe dabei im langjährigen Durchschnitt eine Rendite von etwa 9%. Und ich halte mich von Optionen, Hebeln, Termingeschäften und Bitcoins fern (auch wenn es die letzten Monate schön gewesen wäre, dabei zu sein). Meine Konten laufen nicht über wie die von Dieter 2 und Andy. Aber ich gehöre ja angeblich auch zu einer Generation, die schon nicht mehr rechnen kann.


Der Werber für die Börse fallen auf

08.01.2021

Man bedenke: 7,3 Billionen Euro liegen mit Zinsen Nähe Null auf der hohen Kante -- und mit bisher nur mickrigen 0,6 Billionen Euro spielen die Bundesbürger an der Börse. Ist doch logisch, dass die Börsenhändler das gern ändern möchten - denn die gewinnen immer dabei. Geworben wird dann mit "ich lasse mein Geld für mich arbeiten". Die e-Commerz-Hype und Lehmann Brothers lassen grüßen. Und hoffentlich verkauft auch Ihr Eure Bitcoins rechtzeitig.


Andy

07.01.2021

Ich muss nicht alles aufzählen was ich besitze. Das ist nur ein Anstoß für die Leser.
Ich habe alles und kann mir alles leisten und brauche mir keine Sorgen machen egal was es kostet.
Ich möchte denjenigen Mut machen die wenig haben oder besitzen.

Das ist eine Neid geprägte Gesellschaft.

Alle praller stell ich in den Schatten ich arbeite nicht für Geld mein Geld arbeitet für mich.
Leider arbeite ich noch, weil mir es spaß macht.

Also alle die sich angesprochen fühlen. Jeder Erfolg ist planbar es braucht Ideen, Zeit und Geduld.


@Andy

07.01.2021

Wir haben seit unserer Hochzeit 1980 pro Jahr immer 3 mal Reisen unternommen - z.B. 1x 4 Wochen und 2x 1 Woche - oder auch 3 mal 2 Wochen. Und vor der Geburt unserer Kinder, wie auch ab deren Alter von 6 Jahren, war auch mindestens einmal im Jahr ein anderer Kontinent dabei. Und nur weil wir bis heute auf den Risiko und Spekulationsplatz Börse verzichtet haben und statt einem Eigenheim eine sehr große Eigentumswohnung besitzen, haben wir auch eine Masse auf der hohen Kante. Und das alles trotz nur maximal 38% des marktüblichen Gehaltes. Entscheidend ist nämlich der eigene Lebensstil abseits der Werbung - nicht etwa ein Kassensturz alle 3 Monate.


@Juli51

06.01.2021

Die nach dem Tsunami Ende 2004 im Jahr 2006 bekannt gewordenen diversen Skandale und viele andere sind Ihnen wohl völlig unbekannt. Aber lesen Sie doch bitte mal auf "Littlesmile" die langjährigen Erfahrungen eines ehemaligen bayrischen Journalisten, der inzwischen selbst eine durch Spenden finanzierte Einrichtung betreibt. Übrigens: wer als Tourist weltweit aufmerksam unterwegs ist (und nicht nur am Strand liegt oder in Discos abhängt), der kann sehr vieles sehen.


@Anni

06.01.2021

? Alle 2 Jahre einen Neuwagen? Das können sich real sehr viele selbständige Handwerker in Form von Auto-Leasing leisten. Wobei sich viele der Handwerker sogar jährlich einen Neuwagen leisten! Handwerk hat nun mal einen goldenen Boden. Allerdings haben viele davon keinen 8 h Arbeitstag und auch keine Konto bei der ING - weil die ING solche Kunden nicht haben will, genauso wie der Wettbewerber DKB.


Andy

05.01.2021

Wo ein Wille ist ist auch ein Weg. Egal mit oder ohne Kinder. Vielleicht sollte man sich in der Woche mal 1 Stunde Zeit nehmen, wie kann ich mir ein kleines Vermögen ersparen?
Ich werde mich mehr auf Lebensmittel Angebote konzentrieren.
Brauche ich 1 PKW und wann tanke ich?
Gas und Strom, Handyanbieter regelmäßig wechseln usw.
Das ersparte lege ich mir zur Seite und mache alle 3 Monate Kassensturz.
Das macht für einen 4 Personenhaushalt im Jahr 2400 € Ersparnis.
Dieses Geld kann ich entsprechend in einen ETF oder in Aktien anlegen.
Muss ich jedes Jahr in den Urlaub fahren?
Übrigens, wenn man vom Kleinkind an jeden Monat 100€ entsprechend in ausgewählten Aktien anlegt, ist man im Rentenalter Millionär und das kann man belegen.
Wie gesagt 1 Stunde pro Woche und man muss nur wollen.
Für vorgeschrittene kann man das verfeinern habe ich die 1. Million kommt die zweite automatisch.
Auch das kann man belegen.

Übrigens ich habe das persönlich umgesetzt und man kann täglich
1-2 Stunde Zeit investieren.

Auch der kleine Mann kann viel erreichen.

Viel Erfolg im neuen Jahr.


Bernd

05.01.2021

Die angeschnittene Generationenfrage greift viel zu kurz. Ich kenne junge Sparfüchse und ältere Menschen die nie die Gelegenheit hatten auch nur einen Cent auf die Seite zu legen. Unsere Gesellschaft ist in allen Altersgruppen finanziell hochgradig unterschiedlich aufgestellt. Das Thema finde ich hilfreich, erinnert es mich (56) doch daran, dass ich irgendwann mal auch etwas ansparen sollte, was mir bei vier Kindern, die später viele Steuern zahlen werden, bisher nicht möglich war.


Anni

05.01.2021

Was hier (innerhalb der Kommentare) nur allzu deutlich wird, ist meiner Meinung nach ein Generationenkonflikt. Ich finde das Sparmodell gut und prinzipiell umsetzbar. Meine Generation (Ü30) muss dafür allerdings Verzicht üben, während der Großteil der Generation Ü 50 dies nicht unbedingt muss. Wer in den 80er und 90er Jahre Vermögen aufbauen konnte (Mieten waren deutlich günstiger und auch die Anschaffung eines Eigenheims konnte problemlos in die Finanzplanung integriert werden) hatte gemäß der Zeit und des Wirtschaftswachstums auch einfach Glück. Die Zeiten haben sich aber geändert. Selbst mit einem guten Job und einem Studienabschluss stehen mir keine 3000 Euro zur Verfügung und von mancher Rentensumme, von der hier die Rede ist, kann ich wohl nur träumen. Auch einen Neuwagen kann ich mir nicht aller zwei Jahre leisten. Für mich ist das nicht schlimm aber es ist eben nicht jeder seines Glückes Schmied! Sparen ist dennoch möglich, wenn die Prioritäten richtig gesetzt werden. Etwas Demut, Nachhaltigkeitsbewusstsein und Gemeinsinn sollten jedoch an die Stelle von Egoismus treten. Wer nicht viel hat und trotzdem noch 10 % spendet, hat höchste Achtung verdient.


@ @July51 (5.1.21)

05.01.2021

Beweise? Quellen? Bitte keine Aussagen wie "habe ich von jemandem aus meiner Telegram-Gruppe gehört"...


@July51

05.01.2021

Ich danke für Ihre Finanzierung der üppigen Verstandsgehälter (so ab 300 000 Euro aufwärts) in zwar nicht allen aber bei vielen Stiftungen und für die Finanzierung der Luxusdienstwagen wie Bentley, Ferrari und Maybach. Dadurch kann man dann schon mal eine baufällige Hütte (Wert 3000 Euro) mit 80 000 Euro abrechnen. Beispiele gewünscht?


July51

04.01.2021

Ich habe lange nicht so viel Geld zur Verfügung, spende aber monatlich 10 % meines Einkommens. Ich finde, das ist eine gute Sache, unterstützt andere Menschen und gibt mir Freude ins Herz. Sehr nachahmenswert!


Hans

04.01.2021

zu Britta Autoversicherung und sonstiges für 500 Euro
das war mal.500 Euro schön wäre es ja ..


Dieter 2

02.01.2021

Laut heutigem Bericht des Handelsblatt haben die Bundesbürger derzeit satte 7,3 Billionen Euro auf Sparkonten zu liegen. Im Jahr 2020 betrug die durchschnittliche Sparquote laut den diversen Banken/Sparkassen 16%. Zusätzlich zu den o.g. Sparguthaben haben die in der Masse und Mehrheit noch immer sehr vorsichtigen Bundesbürger nochmals etwas mehr als 0,6 Billionen Euro (Zeitwert) in Form von Aktien und Co auf der hohen Kante. Das sind doch gute Nachrichten zum Jahresbeginn.


Jörg

01.01.2021

Ich habe mir durch Analyse meines Jahreskonto Auszuges einen Überblick über meine Festkosten geschaffen. Welcher Monat ist teuer, welche Monate sind entspannt. In Excel erfasst, entgeht mir keine minimale Preiserhöhung. So plane, spare und kontrolliere ich die Ausgaben und vergleiche mit der Endsumme des Vorjahres. Essen und Zahnpasta etc. mir ist bei gleichbleibendem Körpergewicht egal ! Ich spare . Jeder Festkostenträger versucht jährlich 1-2 Prozent aufzuschlagen. Dort muss an aufpassen. ! Wenn mir jeder Deutsche einen cent schenkt, dann würde das keinem weh tun. Ich hätte aber 800000 €, und würde sofort in Rente gehen.


? ING = Bank für Arme?

31.12.2020

Bei Porsche bekam mein Bruder (wie tausende andere dort) in guten Jahren Brutto 8000 Euro Urlaubsgeld und 20 000 Euro zu Weihnachten - als Arbeiter in der Fertigung. Meine Schwester war Tippse bei der Deutschen Bank: auch da gab es für Sie öfters Brutto 20 000 Euro zu Weihnachten. Habe bei der Degussa gelernt und dann dort 42 Jahre gearbeitet (so wie tausende Kollegen). Bekomme 3100 Euro Rente, 2500 Euro Betriebsrente und aus einer Anlage der ausgezahlten kap. bil. Lebensversicherung jeden Monat auch noch 2500 Euro. Jeder ist also selbst seines Glückes Schmied - jammert nicht über Eure falsche Jobauswahl - es war und ist allein Eure Entscheidung!


Carolin

30.12.2020

Und .... Gehaltserhöhungen stets sofort in die Sparquote (20%) schieben.


@Britta

30.12.2020

Mit demnächst 4 Kindern sind Sie (deutschstämmig) eine absolute Ausnahme in der BRD. Die Durchschnittsfamilie hat in der BRD 1,4 Kinder. In der Realität hat eine Alleinerziehende ein Kind und der höhere Durschnitt von 1,4 entsteht nur durch die kinderreichen Familien der Einwanderer. Ihre finanzielle Situation kann daher kein Maßstab sein.
Der Maßstab sind laut Bundesamt für Statistik nur mal 2 Erwachsene ohne Kinder mit zusammen 4460 Euro Netto monatlich - das ist nun mal der mathematische Durchschnitt in der BRD. Egal was da einige mosern.


Britta

29.12.2020

Generell ist das eine gute Idee. Als mein Mann und ich noch beide verdient haben, konnten wir jeden Monat 500 Euro zurücklegen und haben dabei noch gut gelebt. Leider können wir persönlich derzeit nicht so viel sparen. Zum einen ist mein Mann jetzt Alleinverdiener. 3000 Euro netto passt schon. Ich bin mit unserem 4. Kind schwanger und wir bauen derzeit an. Der ING zahlen wir jeden Monat ca. 1000 Euro Zins und Tilgung zurück. Die gesamten Betriebskosten für das Haus betragen ca. 400 Euro jeden Monat, 2 Autos mit 500 Euro (Steuer, Tanken, Versicherung, Reperaturen, TÜV), Lebensmittel mit 500 Euro. Dann noch Telefon, Versicherungen, Zusatzrenten, Vereinsmitgliedschaften, all die kleinen Kleckerbeträge und notwendige! Sonderausgaben. Auch mit dem Kindergeld bleibt da nicht mehr viel zum sparen.


Gerold M.

29.12.2020

@Realist: Sie verkennen hier vollkommen die Realitäten in Deutschland. Wenn 10% der Erwachsenen über 67% der Vermögen verfügen, dann können Sie sich leicht errechnen, was der "Bundesbürger" von diesen 3 Billionen hat. Hier eine Zahl ohne jeden Zusammenhang hinzuwerfen ist allenfalls Stimmungsmache gegen den großen Teil der Bevölkerung, der es sich eben nicht leisten kann 20% des Einkommens im Monat bei Seite zu legen


Realist

29.12.2020

Das aktuelle Sparvermögen der Bundesbürger beträgt laut Handelsblatt Ausgabe Dezember 2020 derzeit ca. 3 Billionen Euro. Es gab also bisher immer genügend Bundesbürger, die gut mit Geld umgehen konnten. Daher stammt die Mehrheit der jammernden Meinungsäußerungen hier in dem Faden anscheinend von genau jenen, die mit Geld absolut nicht umgehen können.


@Peter56

28.12.2020

Diese notwendige Ausgabendisziplin ist bei 85% unserer Mitbürger nicht mal mehr ansatzweise vorhanden, weil diese 85% Mitbürger längst alle komplett von der Werbung und dem Gruppenzwang gesteuert werden. Zumal extrem viele unserer Mitbürger ständig mehr als einen Kredit, Leasing oder sonstige sauteure Verträge zu bezahlen haben. Die kaufen halt auch erst einen A6 auf Kredit und fragen dann selbst bei den Winterreifen nach einer Finanzierungsmöglichkeit.


Finn

27.12.2020

Die Miete übersteigt bei mir schon die 50 %. Heutzutage unrealistisch.


Andy

26.12.2020

Viele Menschen sind verschuldet /überschuldet und eine große Anzahl
Können mit Geld nicht umgehen, weil der Konsum zu groß ist.
Allgemein gilt alle Verpflichtungen müssen bezahlt werden.
Für Lebensmittel kann man sich so ausrichten, dass gezielt Angebote gekauft werden.
Es gibt auch eine Methode für den Konsum, indem ich mich am dem Tag frage, brauche ich den Artikel und frage mich nochmal nach 3 und 7 Tagen. Das Kopfdenken ändert sich.
Der Rest vom Geld wird geteilt, für die Altersvorsorge in Aktien und einen Sparplan.
Danach bleibt das Urlaubsgeld übrig.
Man muss es nur wollen.


Uwe

26.12.2020

Den Tipp an sich finde ich gar nicht so schlecht für jemanden der nicht gut mit Geld umgehen kann. Aber ihr Beispiel mit einem monatlichen Betrag von 3000 Euro finde ich einen Witz. 1500 bis 2000 Euro halte ich im Durchschnitt für realistischer für einen Einzelverdiener zb einer Familie mit ein bis zwei Kindern. Und wenn man dann rechnet bleibt nämlich nicht mehr viel übrig zum Sparen. Das kann man erst dann wieder machen wenn die Kinder aus dem Hause sind und sein Geld für sich hat.


Kanja

25.12.2020

Einkommen sind verschieden, Wohnlage/ Miete muss berücksichtigt werden, soviel ist klar. 30% für Lifestyle würde ich nicht ausgeben. Sparen/investieren ist alternativlos. Egal welches Einkommen, 10% sollten es immer sein.


Peter56

24.12.2020

Ich habe durch meine Witwerrente mal HartzIV gehabt ohne Bezüge. Jetzt bin ich (noch) Lokführer und habe mit Rente gut über 3000 € im Monat Netto.
Wichtig bei der ganzen Diskussion ist die Disziplin, wenn man einmal damit angefangen hat. Die Prozentregeln müssen bei Bedarf angepasst werden. Ich gehe nächstes Jahr in Rente und meine Fixkosten bleiben. Da sieht's dann mit Sparen düster aus.


Andrea

24.12.2020

Die Bezeichnung "Lifestyle" ist vielleicht etwas irreführend. Ich nehme doch an, dass in diesem Posten auch Rücklagen für größere Anschaffungen wie Reparaturen, Ersatz für Haushaltsgeräte etc. enthalten sind. Ebenso, dass hier auch bewusst Rücklagen für den Urlaub gebildet werden, nicht nur "wenn was übrig bleibt". Denn 30 % nur für Kultur und Freizeit erscheint mir, wie einigen anderen, sehr hoch ...


Bernd

24.12.2020

ich habe mir 95einen Finanzplaner auf den Rechner geladen Der funktionierte ganz gut bis ich neuen neuen PC gekauft habe Auf den neuen PC hat mir mein Sohn ( Informatiker)von Libre Offis Calc eine Tabelle installiert Da werden Einnahmen und Ausgaben nach Datum sortiert und rauf bzw. runter gerechnet Funktioniert super. Da gebe ich schon Für den kommenden Monat alle Daten ein und sehe gleich was übrig bleibt. Grüsse Bernd


@Michael

24.12.2020

Bingo! Deshalb haben wir unserer Tochter mit 9 Jahren ein eigenes Konto ermöglicht (bei einer von Ihr selbst ausgesuchten Bank - die gibt es schon lange nicht mehr) und das Sparen beigebracht. Sie kaufte abgezinste Sparbriefe für 1000 DM. Und so hatte Sie mit 18 satte 90 000 DM auf der hohen Kante. Aber das ging nur durch Verzicht u.a. auf Drogenkauf, laufend teure Disco, teuren Fastfood und Co.
Nur heute gibt es keine Zinsen mehr - und wo geht es heute noch ohne Drogen, ohne Disco, ohne Fastfood, ohne jährlich neues iPhone ... . Und da die meisten Eltern selbst nicht mit Geld gut umgehen können - wie bitte sollen ihre Kinder das lernen? Zumal inzwischen die Masse der deutschstämmigen (!) Kinder bei Alleinerziehenden aufwachsen.


Michael

22.12.2020

Es kommt sehr auf das Einkommen, die familiäre Lage und die Wohnsituation (Eigentum/Miete, Stadt/Land) an.
Es empfiehlt sich, bereits in jungen Jahren mit kleinen Beträgen das Sparen zu beginnen, z.B. 25 Euro/Monat, und das dann langsam zu steigern. Wenn man 3 Nettogehälter erreicht hat und noch jung ist kann man dann über einen Sparplan in Sachwerte (z.B. in einen gut gemanagten Aktienfond) nachdenken.
Strebt man den Erwerb von Wohneigentum an, was m.E. die sinnvollste Investition des ganzen Lebens ist, vorausgesetzt Preis, Lage und Zustand des Objekts stimmen, sollte die Sparquote so hoch sein dass man nach 7-10 Jahren das nötige Eigenkapital zusammen hat. Leider sorgt die Nullzinspolitik der EZB dafür, dass man beim Sparen (fast) keine Zinsen mehr bekommt, also sozusagen der Inflation hinterher spart, und gleichzeitig die Immobilienpreise recht luftige Höhen erklommen haben.


Marcus

22.12.2020

30% für Lifestyle finde ich sehr unrealistisch.


René

22.12.2020

Was ich mitnehme ist nicht unbedingt die absolute Prozentwerte, sondern ein Bewustwerdungsprozeß daß sparen im Alltag integriert werden sollte.
Bei mir hat es angefangen daß bei mir Dispozinsen auf's Konto erhoben wurden obwohl genügend Einkommen da war.
Anschließend habe ich ein Kassensturz gemacht, ein Haushaltsbuch gepflegt und am Anfang des Monats den geplanten Betrag gespart auf ein Tagesgeldkonto.
So konnte ich ein Polster aufbauen für geplante und ungeplante Ausgaben in der Zukunft, sowie für die Rente zu sparen.
Falls notwendig wurde den benötigte Teil zurückgebucht (ungeplante Ausgaben oder z.B. den Kauf eines Autos).
Seit 2 Jahre lege ich den Teil oberhalb von meinem (großzügigen) Polster in Aktien und EFTs an für u.a. für meine Rente.
Ein anderes Beispiel war eine Freundin die trotz niedrigem Einkommen sich so ihre Fernreisen finanzieren konnte.
Allen viel Erfolg!


Björn

22.12.2020

Nur gut, dass hier die Meinungen sehr individuell sind. Eine Regel für das Sparen in solchen absoluten Prozentsätzen aufzustellen, halte ich nicht für praktikable und umsetzbar. Es kommt meines Erachtens beim Sparen darauf an, diszipliniert und ausdauernd zu sein. Und man muss sein Leben sonst finanziell im Griff haben. Das bedeutet, ein Polster muss da sein. Erst dann kann man an das Sparen denken. Sparen ist Luxus, nicht nur notwendig für ein besseres Leben im Alter. Ich spare mit Daueraufträgen und kleinen monatlichen Beträgen. Spardauer nicht unter 10 Jahren, besser 20 oder 30 Jahre, das wäre optimal. Mal die Raten ändern, ist okay, aber nicht aufhören und Strategien ändern. Sich vorher ausführlich informieren und mit seiner persönlichen Strategie umsetzen und laufen lassen, nicht jedem Hype hinterherrennen, mal etwas laufen lassen, nicht ängstlich sein. Kostolany sagte mal in etwa: Augen zu und schlafen, wenn man wieder aufwacht, hat es sich gelohnt.

Übrigens wenn man Kredite abzahlen muss, hat dies Vorrang. Dann kommt das Sparen.

Björn


Jule

22.12.2020

Keiner scheint hier die Kosten für ein Fortbewegungsmittel zu vermissen- ist schon erstaunlich...


Kölner Anwalt

21.12.2020

Die Regel klingt gut, ist aber auch mit relativ gutem Gehalt schwer umzusetzen, da 20 % von 10 TEUR mehr sind als 20 % von 1000 EUR und die Kosten steigen auch exponentiell. Was heisst denn Sparquote von 20 %, cash auf die Seite zu legen oder alle Sparformen? Unser Modell ist so, dass Mann alleine arbeitet, Frau zuhause ist und 3 Kinder versorgt, also Steuerklasse 3. Allein Altersvorsorge, Miete und private Krankenversicherung für Eheleute und drei Kinder fressen in Köln bereits ca. 70 % des Monatsverdienstes auf, dabei spielt es keine Rolle, ob man Miete zahlt oder einen Kredit für Eigentum abzahlt, der monatliche Posten ist die identisch, die FAZ hat dazu mal eine gute Rechnung gemacht, es gibt bestimmte Städte in BRD, wo mieten billiger als kaufen ist. Der Rest ist mäßiger Konsum, 2 TEUR zum sparen bleibt da nicht mehr. Wahrscheinlich müsste man mit den Fixkosten runter, aber die heißen ja Fixkosten, weil sie fix sind. Es sei denn, man zieht ins Sauerland und pendelt. Dann ist da wieder das Thema Lebensqualität. Wie gesagt, es kommt ganz auf das Lebensmodell an. Grüße


Hannes

21.12.2020

Durch Sparen kann i.d.R. kein Vermögen aufgebaut werden. Geld sollte angelegt und investiert werden. Vor ungefähr 20 Jahren war das übrigens noch die 1/3 Regel. Seither sind die Lebenshaltungskosten scheinbar immens gestiegen . .


Winfried

21.12.2020

Sicher eine schöne Regel. Ob man das einhalten kann hängt aber vor allem mal vom Einkommen ab. Ich kann mich noch gut an die Zeit nach dem Hausbau erinnern. Die Frau hat eine Jobpause gemacht um für die Kinder da zu sein. Also ein Einkommen (und das nicht so üppig) und hohe Fixkosten für die Tilgung des Hausbaukredites. Für Lifestyle und Sparen war da nix mehr übrig.
Inzwischen sind die Kinder groß und wir verdienen wieder zu zweit. Kredite sind getilgt. Da kann man auch mehr sparen.


Corinna

21.12.2020

Also ganz ehrlich: 30% für "Lifestyle" halte ich maßlos für übertrieben. Bei kleinen Einkommen wird einfach mehr für die Fixkosten gebraucht und man kann nicht soviel für Konsum etc. ausgeben.
Bei höheren Einkommen reichen vielleicht die 50% für die Fixkosten, doch hier sind 30% für "Lifestyle" doch sehr viel.
Außerdem: wie passen z.B. Kreditraten für selbstgenutzte Immobilien in die Rechnung? Sind die "Fixkosten" oder "Sparen"? Bei den heutigen Zinsen ist der Zinsanteil ja eher minimal, d.h. die Kreditrate ist eigentlich ein Invest in die Zukunft (weniger Miete, wenn die Immobilie abgezahlt ist). Mein Vorschlag: das, was eine vergleichbare Miete kosten würde, sind Fixkosten, der Rest sparen.
Nichts desto trotz kann ich nur zustimmen, daß jede/r einen mehr oder weniger großen Anteil seines monatlichen Einkommens zurücklegen sollte.


ingrid

21.12.2020

Ich finde diese Regel sollte heißen : 20/50/30. Wenn Sparen am Ende der Kette ist, erfahrungsgemäß ist nicht mehr da. Diese Regel sollte in der Schule beigebracht werden. Wir konsumieren, konsumieren, konsumieren, aber es wird nicht oft über Sparen (für die Jugendlich für Ihre Rente) aufgeklärt. Eine stolze Mutter von einer 17 jährigen Tochter die mit ETF gerade angefangen hat.


Dieter 2

21.12.2020

Die Diskussion zeigt es eindeutig: die wenigstens können gut mit Geld umgehen. Denn der (real teure) Fastfoodfrass und jährlich ein neues Handy - das müssen sein. Zumal nur im Rahmen von Single-Haushalten gedacht wird.
Geschrieben von einem, der seiner Tochter 6 Jahre deutsche Schule Singapur finanziert hat und ein Jahr Besuch einer Elite-UNI in Peking.
Und weil wir mit Tochter jeweils im Februar 1991, 1992 und 1995 (Little Lilly) 15 Tage auf den Malediven weilten - hielt man uns dort gleich für Millionäre und niemand glaubte uns unsere wahren Angaben zu unseren klitzekleinen Jobs.


Kaffeebohne

21.12.2020

Man kann es drehen und wenden wie man will. Dieses System passt für sehr viele nicht. Viele verdienen gar nicht so viel, Rentner schon gar nicht. Obwohl, wenn ich in Rente bin ist es zum Sparen für´s Alter eh zu spät. 20% auf die Seite legen, das können wohl die Wenigsten. Leider!


Michael

21.12.2020

Hier eine kleine Sammlung meiner Sparmethoden. Ich wohne mitten im teuren Hamburg - dadurch spare ich. Paradox? Nein:
- Weil ich nahe einer Ubahn-Station wohne und mein Arbeitsplatz ebenfalls neben einer U-Bahnstation liegt, brauche ich kein Auto. Wirklich nicht!
- Weil mir meine Wohnlage so gut gefällt,
entfallen etliche Kurzreisen (was nicht heißt, dass ich gar nicht reise)
- Weil ich von unzähligen Läden umgeben bin, nutze ich die vielfältigen Sonderangebote. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte mal Kaffee zum regulären Preis gekauft habe.
- Auch auf teure Bequemlichkeiten wie Essen per Lieferung bin ich hier nicht angewiesen.


Peter Dieckmann

21.12.2020

Alles eine Art des Betrachtungswinkels. Egal ob man zu den "Pfennigfuchsern" oder "Ausgabemillionären" gehört. Der eine findet genau dieses Ziel für erstrebenswert und der andere kann und will sich dieser Doktrin nicht unterwerfen. Grundsätzlich stelle ich fest, auch als Besserverdienender und Hauseigentümer mit deutlich über 3 T€ p. M. halte ich diese Aufstellung für ambitioniert.


Engelbert Buxbaum

21.12.2020

Eine Sparquote von 20% werden wohl nur wenige erreichen können, insbesondere wenn eine ganze Familie ernährt werden muß. Aber ein englisches Sprichwort sagt: "Whatever you earn, save 10% of it". Für kleine Einkommen sind das vielleicht 10% vom Netto, wer mehr verdient kann 10% vom Brutto sparen. Oder man rechnet vom verfügbaren Einkommen (Netto minus Fixkosten wie Miete, Versicherung, Energie, Telephon).


Georg

21.12.2020

Da schreibt jemand der in komfortablen Verhältnissen lebt. Ich habe genug Polster zur Seite gelegt und lebe höchst komfortabel in meinem Minireihenhaus am Rand des Münchner Speckgürtels. Schon mal versucht eine bezahlbare Wohnung zu finden? Und Kinder brauchen wir ja nicht, die kosten nur Geld. Aber ein aktuelles Handy muss sein damit man alle hilfreichen Apps herunteladen kann. Und mehrere Konten müssen sein; kosten die nicht auch Geld? Ein Schelm der dabei Schlechtes denkt.


Mande

21.12.2020

Unsere finanziellen Vorgänge lassen sich mit der Analyse Datei der ING ausreichend gut abbilden.


Axel Bender-Saebelkampf

21.12.2020

Schön Regel aber nicht für Rentner.
50% Miete; 30%Lebensmittel; 20% Kleidung, Erneuerung von Hausrat
Versicherungen usw.


Rainer

21.12.2020

Schon seit vielen Jahren nutze ich ein Haushaltsbuch oder besser gesagt eines der frei verfügbaren Softwaretools, um Einnahmen und Ausgaben zu notieren. Das macht etwas Arbeit und man muss sich daran gewöhnen, alle Geldflüsse wirklich zu notieren. Der große Vorteil ist der Überblick über die Geldflüsse und wie groß die Ausgabenblöcke sind.

Ich agiere mit feineren Ausgabeblöcken, habe Kategorien wie Wohnen, Essen, Kleidung, Gesundheit/Körperpflege, Fahrtkosten etc. Die Jahresendwerte übertrage ich in eine Excel-Tabelle. So kann ich die Entwicklung über Jahre verfolgen und sehen, wie sich Kostenblöcke verändern.

Bei mir stieg z. B. der Ausgabenblock Bildung in den letzten Jahren stark an, weil wir das Studium des Kindes finanzieren. Auf der anderen Seite war ein Teil der Baufinanzierung vor 3 Jahren zurückgezahlt, so dass der Kostenblock Wohnen geringer wurde. Mancher mag nun sagen „das weiß ich auch ohne Haushaltsbuch“. Ja, in dem groben Level vermutlich schon, aber viele Details sehe ich wirklich erst durch die Übersicht.

Für diesen Überblick lohnt es sich ergo wahrlich, ein Haushaltsbuch zu führen. Dieses Wissen über meine Finanzen möchte ich nicht wissen. Deshalb mache ich dies nicht nur mit der notwendigen Sorgfalt (Abstimmungen in etwa im 6-Monats-Rhythmus zeigen nur minimale Fehlbeträge, deren Erfassung ich vergessen habe), sondern zudem detailliert. Wenn jemand neu anfängt würde ich aber dazu raten, den Detailgrad erst mal etwas gröber zu wählen. Man steht sonst öfters mal vor der Frage, in welche Kategorie man eine Ausgabe einsortiert. Einfaches Beispiel: Ist die Fahrt in den Urlaub nun eine Aufwendung für Urlaub oder für Fahrtkosten?

Ich komme sicherlich nicht auf diese 50/30/20-Werte. Muss es auch nicht, viel wichtiger ist, dass man selbst den Überblick über seine Finanzen hat.


m3m

21.12.2020

Konkret: Single, Berlin, Netto 1600. Miete: 220 (WG), Heizung 30 (Kohle weil Kachelofen), Strom 60 (Durchlauferhitzer+Kochen mit Strom), Telephon/Internet 40 (Zeit, zu wechseln!), Versicherungen 12, Fahrrad 10, Lebensmittel 200 = 572 fix. Unterhaltung/Leben: ca. 200 variabel. Rest (ca. 50%): ETF, da mein Notgroschen (= 10x monatliche Fixkosten) steht. Habe nie aufgehoert, wie ein Student zu leben (keine Lifestyleinflation) und habe alles, was ich will. Nicht jeder hat so eine Miete oder Lebenssituation, aber manches ist moeglich,...


Gabriela

21.12.2020

Klingt logisch. Jedoch ist das ein Finanzplan, der ohne Berücksichtigung des Wohnungsmarktes aufgestellt wurde.
Deshalb sind 50% des Einkommens lange nicht mehr ausreichend, um alle existenziellen Aufwände zu decken.


Kaffeebohne

20.12.2020

Das hört sich alles gut an, aber bei uns in Niederbayern verdienen die wenigsten 3000 € im Monat. Tagesgeldkonto hört sich gut an, ist es derzeit aber nicht. Man bekommt ja keine Zinsen mehr. Ich habe ein Leben lang keine 3000 € im Monat verdient und mich trotzdem durch sparen für´s Alter abgesichert. Ich bin 1950 geboren und kenne die entbehrungsreichen Zeiten. Habe mich immer daran erinnert und immer nur das Nötigste gekauft. Für Schnickschnack, wie es heute meine Tochter macht habe ich kein Geld ausgegeben. Die heutigen Jugend ist einfach zu verwöhnt, da hilft auch kein Sparen.


David

20.12.2020

3000€ im Monat?
Ich kenne keinen der soviel Netto verdient.
Machen wir es mal realistischer Mindestlohn 2021 9,50€ bei 160 Stunden im Monat ergibt 1520€ Brutto.
Das sind in Steuerklasse 1 ohne Kinder und Kirche 1146,04€.
Vorgaben
Fixkosten 50% = 573.03€
Lifestyle 30% = 343.81€
Sparen 20% = 229.20€
In den Fixkosten sollen auch Lebensmittel, Strom und Internet mit drinnen sein.
Ich bezahle für meine kleine Wohnung 550€ mit Internet und Strom. Das bedeutet ich kann für 23€ Im Monat essen. Das oben ist einfach nur eine Milchmädchen Rechnung die nichts mit der Realität zu tun hat.


Andreas

20.12.2020

Mit dieser Regel kann ich überhaupt nichts anfangen, es kommt immer auf das Einkommen an. Wer kaum etwas verdient, kann nur da zur Seite legen was übrig ist und das sind bestimmt (viel) weniger als 20%. Und andere kaufen alle 2 Jahre ein neues Auto, da wird wohl mehr als 20% zur Seite gelegt. Eins weiß ich aber zu 100%, man braucht keine Konten bei 9 Banken damit das Geld sicher ist, man braucht ein Depot, am besten kostenlos, streut sein Geld (wenn man welches hat) auf verschiedene Aktien, Fonds oder ETFs und lässt es erstmal liegen. Ist alles Sondervermögen, wenn die Bank Pleite geht geht man damit zu einer anderen, kann keiner ran. Und nur weil man nie einen Kredit braucht ist man kein klügerer Mensch, manche brauchen einen andere nicht. Und gerade jetzt bietet es sich an einen zu nehmen, kostet doch nichts mehr. Ein Sparplan auf ETF oder Fonds würde ich jedem empfehlen, über lange Zeit bringen auch kleine Beträge etwas. Und 6 Monatsgehälter würde ich mir nicht hin legen, höchstens 3, gibt keine Zinsen und sollte ich doch mehr brauchen nehme ich einen Kredit. Und es gibt noch viele jungen Leute die mit Geld umgehen können, nicht von der Werbung gesteuert sind und nicht gleich alles weg schmeißen, warum immer diese Vorurteile, bringt doch keinen weiter. Vor allem haben die Jungen die Lasten zu tragen die, die Alten ihnen hinterlassen, weil sie über ihren Verhältnissen lebten.


opa

20.12.2020

Scheinbar betrifft dieses Sparen hier nur die Gutverdiener, auch gut an dem Kommentar zu Rebecca ablesbar.
Da ich ich auch nie an 3000 herankommen werde, halte ich das hier für Zeitverschwendung.
Dank an den Turbokapitalismus.


P. Ansen

20.12.2020

Eine Regel zur Aufteilung des Einkommens nach % macht insofern keinen Sinn, da man Miete, Benzin, Nahrungsmittel, Versicherung, Kleidung, etc. nicht in "Prozent von X" bezahlt, sondern als reale, finale Euro-Beträge.
Würden alle Menschen monatlich das gleiche Stück vom Kuchen haben, könnte man drüber nachdenken. Würden alle möglichen Kosten fix in % des Einkommens gerechnet werden (also wie die Steuer) könnte man ähnlich vergleichen. Das geht aber gar nicht.
Eine Krankenschwester im ersten Arbeitsjahr kann sicherlich nicht nur 50% für Fixkosten rechnen und ein erfolgreicher Anwalt einer namhaften Kanzlei könnte - würde er auf die typischen Statussymbole seiner Zunf verzichten - bestimmt problemlos 80% und mehr im Monat sparen.
Es gibt einen Grund warum unsere Einkommenssteuer progressiv steigt und es einen Freibetrag gibt. 42% von 100 € sind eben nicht vergleichbar mit 42% von 1000 Euro.


Thomas

20.12.2020

Die Sparquote ist sinnvoll bzw. sich selbst klar machen wohin das Geld fließt. 3000 netto sind wohl eher ein Traum für die meisten Leute...aber auch von weniger Geld kann man sparen und trotzdem noch in Urlaub fahren.


Maddin 1964

20.12.2020

Die Einteilung ist doch sehr grob, die Zuordnung was zu welchem Budget gehört ist dann auch sehr variabel.
Ich habe vor über 35 Jahren mit einer Haushaltskasse angefangen um mal eine Überblick über meine Ausgaben zu bekommen.
Den habe ich dann auch bekommen.
Dabei merkt man dann auch, dass die einzelnen Ausgabenposten doch sehr variabel und keine feststehenden Werte sind.
Ich bin dann dabei geblieben. Am Anfang eines Jahres mache ich mir einen Plan dazu, welche Ausgaben anstehen und welche Einnahmen ich erwarten kann und lege fest, wie viel Geld von jedem Euro, der reinkommt, auf die einzelnen Ausgabenposten entfallen.

Zur Zeit sieht die Aufteilung so aus: Miete 27,5%, Strom 4,4%, Telefon 1,3%, Rundfunk 0,7%, Vereine/Verbände 0,4%, Private Versicherungen 0,4%, Lebensmittel 9,2%, Textil 3,7%, Hobby 2,4%, Bücher 1,1%, Vergnügen 5,1%, Körperpflege 1,3%, Gesundheit 0,5%, Deko 0,3%, KFZ-Versicherung 2,1%, Dito Steuer 0,1%, Dito Benzin 4,8%, Dito Wartung 1,5%,Haushaltsausgaben 1%, sonstige Ausgaben1%, Rücklage 20% (ein Festwert, den ich bereits vor 35 Jahren festgelegt habe), Urlaub 2,5%.
Wer das nachrechnet, der sieht, dass das nicht auf 100 Prozent kommt, es ist stark gerundet, ich rechne mit drei Stellen hinter dem Komma.

Für das nächste Jahr weiß ich schon, dass ich durch die Energiesteuer die Budgets für Strom und Benzin um rund 9% aufstocken muss, auch alles andere, das Energie bedarf, wird im Preis deutlich steigen. Die KFZ-Versicherung geht marginal herunter, Ich werde deutlich höhere Kosten für Deko haben denn ich will ein paar Bilder neu rahmen lassen und die Gardinen erneuern.

Und die Erfahrungen aus diesem Jahr zeigen, dass ich die Lebensmittelkosten falsch eingeschätzt hatte. Ich hatte zum beginn des Jahres 2020 schon auf die Vorjahreszahlen 5% aufgeschlagen, die Wirklichkeit zeigte dann aber, dass dieses Jahr die Lebensmittelkosten um 13% gestiegen sind. Bei gleichbleibendem Konsumverhalten.

Die Rücklage dient im Grunde nur der Abschreibung. Sprich, wenn ich mir etwas neues kaufe, denn weiß ich genau, dass ich in X Jahren das Teil wieder brauche, weil es verbraucht ist. Die 20 Prozent decken im Moment nicht die notwendige Abschreibung. Ich bin im Moment aber in der komfortablen Situation, dass mehr Geld reinkommt, als ich notwendigerweise brauche. Daher konnte ich diese Jahr zusätzlich rund 6,2% in die Rücklage packen. Das deckt aber immer noch nicht die notwendige Abschreibung.
Größter Abschreibungsposten ist übrigens das Auto, das alleine frisst 40% der Abschreibung. Teures Objekt mit kurzer Lebensdauer.

Damit die Rücklage trotzdem zur Vermögensbildung beiträgt, liegen die Gelder nicht herum sondern sind angelegt. Dieses Jahr habe ich aus Erträge rund 20% zusätzliches Einkommen erzielt. Unabhängig von den Kursgewinnen, die es diese Jahr aber im Grund nicht gab. Da das im Moment nicht für laufende Zwecke gebraucht wird, wird es wieder angelegt.

Ich weiß, so eine Haushaltskasse hört sich spießig an, die Kostentransparenz kostet aber nur gut 3 Minuten aufwand am Tag und hilft ungemein bei finanziellen Entscheidungen.
Übrigens, eine meiner ersten Entscheidungen nachdem ich mit der Haushaltskasse angefangen hatte, war mit dem rauchen aufzuhören. Was da an Geld in eine Jahr in die Luft geblasen wurde…..das merkt man so gar nicht, wenn man immer nur vier Mark für die Schachtel zahlt.


David

20.12.2020

3000€ im Monat?
Ich kenne keinen der soviel Netto verdient.
Machen wir es mal realistischer Mindestlohn 2021 9,50€ bei 160 Stunden im Monat ergibt 1520€ Brutto.
Das sind in Steuerklasse 1 ohne Kinder und Kirche 1146,04€.
Vorgaben
Fixkosten 50% = 573.03€
Lifestyle 30% = 343.81€
Sparen 20% = 229.20€
In den Fixkosten sollen auch Lebensmittel, Strom und Internet mit drinnen sein.
Ich bezahle für meine kleine Wohnung 550€ mit Internet und Strom. Das bedeutet ich kann für 23€ Im Monat essen. Das oben ist einfach nur eine Milchmädchen Rechnung die nichts mit der Realität zu tun hat.


Manfred Hahne

20.12.2020

Sie haben das Auto vergessen. Ist sehr an der Realität vorbei gedacht.


Conny

20.12.2020

3.000 Euro im Monat, davon können viele nur träumen.
Insofern meiner Meinung nach eine Milchmädchenrechnung.


Ich_bei_Stuttgart

20.12.2020

Nette Pauschalrechnung, welche allein schon auf Grund der steigenden Immobilienpreise UND Mietpreise, nicht zu realisieren sind. Kita‘s nehmen hier im Süden mal eben 600-900€ pro Monat, Mieten für 3-Zimmer-Wohnungen liegen bei 800-1000 € kalt & das „nur“ im Stuttgarter Umkreis. Und bei der monatlichen Belastung, wenn man Eigentum erwirbt und nicht gerade zur Erbgeneration gehört, ist nochmals ein noch größerer Unterschied (3Zimmer —> 350.000€ +) im Bezug auf die Möglichkeit des Sparens.


Mathias Schulz

20.12.2020

Sehr geehrte Damen und Herren,
Leider ist diese Faustregel für viele Menschen eine Illusion. Sie gehen damit sicherlich eine andere Zielgruppe an. Aber ich beobachte sogar im weiten Bekanntenkreis das sogar Doppel verdienende Paare nicht diese Summe zur Verfügung haben.
Mit freundlichen Gruß


Ed. K

19.12.2020

ich fürchte, in diesem Beispiel hier wurde eine Kleinigkeit übersehen oder verwechselt: hat da schon mal jemand an Rentner/innen gedacht? Meist sind es Frauen, die eine Rente erhalten, die nicht einmal für die Miete reicht! Wie kann man sich da noch einen 20% Sparanteil erlauben? Geschweige denn, irgendwas anderes? Ich kenne niemanden, der ein Netto-Einkommen(!) von 3000,- € hat.


SP

18.12.2020

Das Problem an fast allen Sparkonzepten ist aus meiner Sicht, dass das „Sparen“ immer ans Ende gestellt wird.
Jeder, der mir in der Vergangenheit gesagt hat, dass er finanzielle Probleme hat, und wissen wollte, was er anders machen kann, der antwort schon auf meine erste Frage „führst du ein Haushaltsbuch?“ mit folgen Worten: „das ist mir zu anstrengend“. Kaum einer versteht, dass es wertvoller ist, sich etwa 30 Minuten im Monat mit seinem Geld zu beschäftigen, als einen ganzen Monat dafür zu arbeiten.

Jeder sollte sich mit finanzieller Bildung beschäftigen. Schon meine Oma sagte, spare in der Zeit, dann hast du in der Not. Einfach mal machen!


Tristan

18.12.2020

Ein Paar Eckdaten zu mir.
Ich bin 32 und wohne in Hamburg

Ich kenne in meinem Freundeskreis maximal 10% Leute die so ein Nettogehalt haben, nur so nebenbei.
Die Regel hört sich sonst gut an, wäre ich sofort dabei wenn ich so ein Einkommen hätte. Ich spare soweit ich das sehe aber Prozentual deutlich mehr.

Ich gebe B.Beutlin und Dieter 2 in den punkten recht das viele gerade jüngere super gut darin sind mit Geld um sich zu schmeißen und selten Geld zurück legen /sparen. Das ist zwar nicht immer so aber es wirkt sehr so.

@Rebecca, auch der aus ihrer perspektive "falsche" Job ist ein Job der gemacht werden will. Nicht der Job ist falsch, sondern das Gehalt!

Das gehate von Kommentaren hier von einigen finde ich übrigens schade. Job ist Job und Gehalt ist Gehalt. Jeder dieser Jobs will gemacht werden und die die hier besser verdienen brauchen auch oftmals die die hier weniger verdienen, also überlegt vorher mal wenn ihr solche Sachen schreibt!!


@B.Beutlin

18.12.2020

Die Regel lautet: jeder im Kopf gesunde Mensch sollte für nicht vorhersehbare Katastrophen jeglicher Art immer mindestens 6 Monats-Einkommen auf der hohen Kante haben. IMMER.
Die Praxis: 90% der Kollegen unter 30, 75% der unter 40 und 40% der unter 55 in meinem Team lebten von der Hand in den Mund. Und (fast) alles wurde auf Kredit gekauft - mit der Begründung: man will doch öfter mal etwas Neues. Und wenn man dann noch immer alle Reisen bei TUI bucht, statt mal Preise zu vergleichen ... . Warum wohl habe ich für Sri Lanka nur 25% des Preises von Meyers Weltreisen und 30% der Preises von TUI bezahlt - für die zeitgleiche absolut identische Reise?


Dieter 2

17.12.2020

@postmaus
Bin 67 und habe niemals im Leben einen Kredit oder ähnliches genutzt. Und obwohl ich, laut Gutachten einer Unternehmensberatung, niemals im Arbeitsleben mehr als 38% des marktüblichen Gehaltes bekommen habe, habe ich nicht nur Argentinien (1x) und Zypern(3x) gesehen, sondern auch noch weitere 83 Länder - viele mehrfach (Thailand 8 mal = zusammen 7 Monate). Und nebenbei brauche ich für die Sicherheit meiner Ersparnisse derzeit Konten bei 9 Banken.
Aber wer von der Generationen X oder gar Z kann noch mit Geld umgehen -- Ihr seit doch voll werbegesteuert und beherrscht nur noch "kaufen - wegwerfen".


B.Beutlin

17.12.2020

Die Fixkosten sollte man auf jeden Fall mal zusammen stellen.Da kann es schon die erste Überraschung geben.Zur diposition steht nur der danach noch freie Betrag.Da könnte man sich ein monatliches Sparziel vornehmen und versuchen es einzuhalten.Etwas Geld auf der Kante ist schon sehr beruhigend.Das hier und jetzt braucht aber auch sein Recht.


@postmaus

17.12.2020

Bitte nicht nur im Single-Modus denken. Als Ehepaar mit 1 Kind hat die Mehrheit monatlich 4500 Euro Netto - und mehr. Und wenn man dann nicht gerade in den sauteuren Hochburgen wohnt, dann kann man diese Regel locker umsetzen. Und wer sich nicht von der Werbung, der mainstream, dem Gruppenzwang und "let's have fun - must have" steuern lässt, der kann pro Jahr trotz 3 Wochen Familienreise Singapur-Vietnam locker nebenbei noch 12 000 Euro sparen.


postmaus

16.12.2020

Diese Sparmethode klingt super, aber zum einen verdient kaum jemand 3000 ,- € und zum anderen werden Kredite völlig vergessen. Wir haben eine Kündigung wg Eigenbedarf und hatten noch nichtmal den 1. UMZUG finanziell verkraftet und schon mussten wir wieder Schulden aufnehmen ! Und so gibt es zig Beispiele wieso man gezwungenermaßen einen Kredit aufnehmen muss....


@Rebecca

16.12.2020

Sie tun ja gerade so, als würde 90% der Bundesbürger Dacia Sandero fahren und obdachlos sein. Wie bitte werden wohl die vielen Porsche, Mercedes, BMW, Audi und Tesla S bezahlt?
Laut Handelsblatt haben viele Tätowierer im Monat 40 000 Euro Brutto.
Und wer als ITler gut ist, der hat locker 15 000 Brutto. Und ein Winkeladvokat verdient bei einer Scheidung in 45 Minuten (!) locker mal 12 000 Euro und mehr.
Haben Sie eventuell den falschen Job?


Beate heuschkel

16.12.2020

Wird schwierig mit sparen, hier wird 1500 für Fixkosten angegeben, do viel verdien ich nicht mal


Rebecca

15.12.2020

Wer hat denn bitte 3000 netto zur Verfügung?


Sebastian

15.12.2020

Meiner Meinung nach ein nur bedingt sinnvolles Konzept. 50% (im Beispiel 1500€) können durchaus schwierig zu realisieren sein, stellen aber durchaus eine gute Orientierung dar. Problematisch finde ich das Lifestylebudget. Da wird bei den Einsparmöglichkeiten auf Versicherungs- und Energiekosten herumgeritten, aber diese Position wird seltsamerweise nicht in Frage gestellt. Wer bei 3000€Netto ganze 900€ für Lifestyle ausgibt, hat meines Erachtens seine Finanzen nicht wirlich im Griff und sollte dringend dort mal etwas genauer hinsehen. Dies als tolle Aufteilung zu propagieren, wird mit Sicherheit nicht dazu führen, dass sich jemand wirklich soetwas wie Vermögen aufbauen kann. Grundsätzlich lässt sich die Azfteilung auch nicht sinnvoll auf alle Gehaltsklassen übertragen. Bei 3000€ mag es funktionieren, aber nicht sinnvoll sein, bei 1500€ wirds aufgrund der Fixkosten aber nicht machbar sein


Sabine

15.12.2020

50 Prozent des Einkommens für Fixkosten zu realisieren finde ich nicht machbar. Allein die Mieten sind in den meisten Städten so hoch. Und was ist mit den Kosten für Mobilität und Telekommunikation? Allein ein Auto, welches man zur Erzielung der Einkünfte oft benötigt, kostet mich im Monat 15 Prozent des Einkommens ...


Hannelore

08.12.2020

ING, in was für einer Welt lebt die Person, die diesen Artikel geschrieben hat? Nehmen wir nur die 50 Prozent = 1500 Euro für einen Single. Telefon & Smartphone = 40 Euro/Monat. Heizung, Strom, Wasser = 150 Euro. Versicherungen: 100 Euro. Auto: 200 Euro. Lebensmittel: 200 Euro. Bleiben 810 Euro übrig für Miete. Dafür bekommt man in München, Hamburg, Frankfurt, Stuttgart, Berlin eine 40m² kleine 2-Zimmer-Wohnung. Aber dann habe ich kein Geld mehr für die Hausverwaltung (30 Euro) und den Pkw-Stellplatz (60 Euro). Bei the Way: 3000 Euro Verdienst (Netto!) als Single in jungen Jahren - den Job müssen Sie mir zeigen...