Unbedingt einkalkulieren

Diese Baunebenkosten kommen auf Bauherren zu | 07.04.2017

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Eine sorgenfreie Bauphase setzt voraus, dass Bauherren von Anfang an alle Baunebenkosten realistisch mit einplanen. An was Sie beim Hausbau neben Kaufpreis für das Grundstück und den Hausbau denken sollten.

Kaufnebenkosten richtig kalkulieren

Für den Grundstückskauf fallen zwischen sechs und 16% des Kaufpreises für Nebenkosten wie Grunderwerbsteuer, Notar und gegebenenfalls Makler an. Mehr zu den Kaufnebenkosten.

Nebenkosten für Baugenehmigung berücksichtigen

Baunebenkosten durch die Baugenehmigung sind regional sehr unterschiedlich. Als Faustregel können Sie 0,2% der Bausumme als Baunebenkosten einkalkulieren.

Erschließungskosten einplanen

Erkundigen Sie sich beim Grundstückskauf, ob alle Anschlüsse vorhanden sind. Erste Anhaltspunkte über den Erschließungszustand liefert das Makler-Exposé. Wichtig ist ein Vermerk, ob das Grundstück nicht, teilweise oder komplett erschlossen ist. Fallen Erschließungskosten an, ist mit 30-85 Euro pro Quadratmeter zu rechnen. Insgesamt variiert die Höhe der Baunebenkosten für die Erschließung regional und objektbezogen stark. Weitab vom Schuss wird’s in der Regel teurer. Wenn Ihr Haus steht, ist es sinnvoll, noch etwas Geld für die Außenanlagen zu besitzen.

Versorgung des Bauplatzes prüfen

Damit der Bau reibungslos verläuft, benötigen Sie Baustrom, Bauwasser und entsprechende Entsorgung. Planen Sie dafür zusätzliche Baukosten von 500 bis 2.000 Euro ein. Bei größeren Bauvorhaben können diese Baunebenkosten höher sein.

Versicherungen mitdenken

Für die Bauherrenhaftplicht und die Bauwesenversicherung empfiehlt es sich für Bauherren, dass Sie zwischen 400 und 1.000 Euro zurücklegen.

Umzug nicht vergessen

Wenn das Haus schlüsselfertig ist, fallen Umzugskosten an. Dieser Posten ist nicht zu unterschätzen. Das gilt genauso für Nebenkosten für neue Möbel, die Sie in Ihren Baunebenkosten einplanen müssen.

Bereitstellungszinsen verhandeln

Ab wann verlangt Ihre Bank, mit der Sie Ihre Baufinanzierung durchführen, Bereitstellungszinsen? Bestehen Sie auf eine faire Schonfrist von mindestens sechs Monaten. Bereitstellungszinsen zahlen Sie für Darlehensbeträge, die zu einem festgelegten Termin noch nicht ausgezahlt wurden. Das geht ins Geld, wenn sich Ihr Bau verzögert. Der Sollzins liegt oft bei 0,25% pro Monat, also 3% im Jahr, manche Direktbank ist günstiger. Mehr zu den Bereitstellungszinsen mit einem Berechnungsbeispiel.

Autor: interhyp


Ihre Meinung

Kommentare (6)


Kommentare

W.M.

18.05.2018

Ein Grundwissen wird vermittelt und das ist zunächst wichtig.


Bernd

29.12.2017

„schwammiger“ gehts wirklich nicht.


Volker

25.11.2017

Die Nebenkosten stimmen sicher nicht für alle Regionen. Es fehlt einiges uns das was angeführt wurde ist falsch.


Hausddobermann

15.11.2017

Ca. 30 % der geplanten Kosten müssen eingeplant werden.
Ansonsten gibt es graue Haare für den Mann und viele Falten im Gesicht für die Frau. Ich wohne bereits im vierten Haus und wurde immer wieder überascht


Melanie Lahl

10.11.2017

Ziemlich lapidar - "etwas Geld für die Außenanlage" - normalerweise (also bei der Aufstellung der Baufinanzierung etc.) rechnet man dafür 10 - 20% der Bausumme ein. Was in unserem (und in den meisten, uns bekannten Fällen, auch gepasst hat).


Pipal

29.10.2017

Nicht alle Kosten berücksichtigt