Energieberater/-in

Mit der richtigen Beratung Energie und Geld beim Wohnen sparen | 15.02.2021

Geld, das von Himmel fällt?

Eins brauchen Sie unbedingt, wenn Sie beim Wohnen künftig weniger Energie verbrauchen möchten: die beste Energieberatung, die Sie bekommen können. Sie hilft Ihnen dabei, bares Geld zu sparen, und zeigt Ihnen alle Tricks für den Klimaschutz. So sichern Sie sich einen Experten oder eine Expertin.

Einer für alle

Egal, ob Sie mieten, neu bauen oder schon in den eigenen vier Wänden wohnen, Einsparpotenziale beim Energieverbrauch gibt’s in fast jeder Wohnsituation. In einem klimafreundlichen Zuhause, in dem die Gebäudehülle dicht ist, die Fenster isoliert und die Heizung auf dem neuesten Stand, senken Sie Ihre Energiekosten drastisch. Bis zu 75% Ersparnis sind gegenüber einem unsanierten Altbau im Einzelfall möglich.
 
Ein qualifizierte Energieberatung erkennt Schwachstellen im Gebäude, gibt Tipps fürs Energiesparen, begleitet Sie beim Sanieren oder hilft Ihnen beim Neubau einer energieeffizienten Immobilie. Je früher Sie sich beraten lassen, wie Sie Ressourcen künftig effizienter nutzen, desto besser für die Umwelt und Ihr Portemonnaie.

Kleiner Schritt, große Wirkung

Machen Sie jetzt den ersten Schritt: Die Verbraucherzentralen bieten Eigentümerinnen und Mietern eine Einstiegsberatung zum Thema Strom- oder Energiesparen zu einem günstigen Preis. Telefon- und Onlineberatung oder ein erster Basis-Check mit Besuch bei Ihnen zu Hause sind kostenlos. Für einen zweistündigen Check Ihrer Heizungsanlage oder einen kompletten Gebäude-Check zahlen Sie jeweils nur 30 Euro Eigenanteil, den Rest übernimmt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Alle von der Verbraucherzentrale beauftragten Energieberater/-innen sind Fachleute und erfüllen festgelegte Qualitätsstandards. Weitere Informationen finden Sie hier

Seit dem 01.11.2020 ist ein kostenloses Infogespräch mit jemandem, der Energieausweise ausstellen darf, Pflicht für Käufer oder Käuferinnen eines Ein- oder Zwei-Familienhauses und für Eigentümer/-innen bei bestimmten Sanierungen. Gesetzliche Grundlage ist das Gebäudeenergiegesetz. Diese kostenlose Pflichtberatung bieten die Verbraucherzentralen oder auch der Energieberaterverband GIH (geg-beratung.de) an.

Allein? Nein!

Den weiteren Weg zum klimafreundlichen Zuhause sollten Sie nicht alleine gehen: Wenn Sie Eigentümer/-in einer deutschen Wohnimmobilie sind, deren Bauantrag vor mehr als zehn Jahren gestellt wurde, können Sie sich von einem/einer vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zertifizierten Energieberater/-in einen individuellen Sanierungsfahrplan erstellen lassen. Damit erkennen Sie auf einen Blick den energetischen Zustand Ihrer vier Wände und entscheiden dann in aller Ruhe, wie Sie weiter vorgehen.
 
Das BAFA fördert die Beratung mit bis zu 80% des zuwendungsfähigen Beratungshonorars, höchstens 1.300 Euro für Ein- oder Zweifamilienhäuser oder 1.700 Euro für Gebäude ab drei Wohnungen. Der von der BAFA zertifizierte Energieberater oder die Energieberaterin beantragt den Zuschuss übrigens selbst und reduziert Ihre Rechnung dann entsprechend. Einfacher geht’s nicht.

Ohne geht gar nicht

Wenn Sie Fördermittel des Bundes in Anspruch nehmen wollen, hat der Staat die Energieberatung bei der weiteren Planung und Baubegleitung zur Pflicht gemacht. Zum Beispiel, wenn Sie Programme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) für die Sanierung oder den Neubau eines KfW-Effizienzhauses in Anspruch nehmen wollen.
 
In Verbindung mit den KfW-Programmen 151,152, 430 oder 153 können Sie sich mit dem Programm 431 die Hälfte der förderfähigen Kosten für einen zertifizierten Experten oder eine Expertin erstatten lassen, höchstens 4.000 Euro.
 
Ab dem 01.07.2021 löst die neue Bundes­förderung für effiziente Gebäude (BEG) die bisherigen KfW-Programme ab. Der Zuschuss für die Planung und Baubegleitung muss dann bei der KfW nicht mehr separat beantragt werden, es ist dann nur noch ein Antrag für die relevanten Förderprogramme erforderlich.
 
Wichtig: Beantragen Sie alle Fördermittel immer vor Beginn der Maßnahmen, also bevor Sie Aufträge erteilen. Am besten legen Sie erst los, wenn Sie die Förderzusage haben.

Unabhängig, schlau und zertifiziert

Der Begriff Energieberater/-in ist nicht geschützt, deswegen sollten Sie bei der Auswahl von Anfang an auf Qualität achten. Geprüfte Fachleute in Ihrer Nähe finden Sie auf der von der Deutschen Energie-Agentur (dena) betreuten Website energie-effizienz-experten.de/. Nur die in dieser Energieeffizienz-Expertenliste aufgeführten Sachverständigen sind für die Förderprogramme des BAFA oder der KfW zugelassen.

Aktueller Hinweis wegen Corona: Vereinbaren Sie am besten mit den Anbietern vorab telefonisch, ab wann eine Vor-Ort-Beratung wieder durchgeführt werden kann. 

Autor: ING


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