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Was wissen Sie über Ihre Gehaltsabrechnung?│28.01.2019

Gehaltsabrechnung

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Können Sie genau nachvollziehen, wie aus dem Brutto- der Nettolohn wird? In unserer Serie „Dokumente verstehen“ erklären wir Ihnen Abkürzungen, Fachbegriffe, Hintergrundwissen zu wichtigen Unterlagen – dieses Mal zum Thema Gehaltsabrechnung.

Nicht jeder, der einen Blick auf seine Gehaltsabrechnung wirft, ist glücklich über den Betrag, der am Ende tatsächlich auf dem Konto landet. Der Grund? Vom Bruttolohn gehen allerhand Steuer- und Sozialversicherungsbeiträge ab – der ausgezahlte Betrag reduziert sich teils deutlich. Aber wissen Sie, was genau Ihnen abgezogen wird? Schauen wir uns den Gehaltszettel von Benedikt Mustermann, der bei der Firma GmbH angestellt ist, genauer an:

So wird aus Ihrem Brutto- der Nettolohn

A – Tarifgehalt: Die Firma GmbH ist ein Tarifunternehmen, das Benedikt monatlich, also laufend = lfd., ein Tarifgehalt von 2.834 Euro zahlt. An dieser Stelle könnten zusätzlich zum laufenden Tarifgehalt auch Sonderzahlungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld oder VL-Zuschüsse und Zuschläge aufgeführt sein, sofern Sie vertraglich vereinbart sind. Alle regelmäßigen Bezüge zusammen ergeben den Basisbezug – der nicht zwingend das zu versteuernde Einkommen darstellt.

B – Steuerbrutto: Der Basiswert für die Berechnung der Steuerabgaben, ist das Steuerbrutto oder anders gesagt, das zu versteuernde Einkommen. Dieses kann durchaus niedriger sein, als das „Gesamtbrutto“, oft auch als Bruttoeinkommen bezeichnet. In dieses werden zusätzlich Bezüge reingerechnet, die nicht steuerpflichtig sind – etwa steuerfreie Zuschläge für Sonn-/Feiertags- und Nachtarbeit.

C – Steuerklasse: Ausschlaggebend für die Höhe der Steuerbelastung ist die Steuerklasse. Benedikt ist in Steuerklasse I, da er ledig ist und keine Kinder hat. Sobald er heiratet, ändert sich auch seine Steuerklasse. Er käme dann automatisch in Steuerklasse IV. Je nach Einkommensverhältnis der Ehepaare ist z.B. auch die Steuerklassenkombination III/V möglich oder die Nutzung des sogenannten Faktorverfahrenes (siehe dazu auch G). Die Steuerklassenkombination 4/4 wird häufig bei annähernd gleichen Einkommen der Partner gewählt, die Kombination 3/5 bei unterschiedlicher Einkommensverteilung.

D – Lohnsteuer: Die Lohnsteuer richtet sich einerseits nach der Steuerklasse und andererseits nach der Höhe des Steuerbruttos. Benedikts Lohnsteuersatz beträgt mit seinem Gehalt 13,3% und entsprechend 376,83 Euro.

E – Kinderfreibeträge: Benedikt hat keine Kinder, weshalb dieses Feld auf seiner Abrechnung mit 0,0 gekennzeichnet ist. Den Kinderfreibetrag erhalten nur Eltern. Dieser gibt an, dass ein bestimmter Anteil des Einkommens steuerfrei bleibt. Für 2019 liegt der jährliche Freibetrag bei 7.620 Euro und kann in der Steuer geltend gemacht werden. Zusätzlich zum Kinderfreibeitrag gibt es noch weitere Frei- und Pauschbeträge. Der wichtigste ist der Grundfreibetrag, der jedem Bürger Deutschlands zur Verfügung steht. Er beträgt derzeit 9.168 Euro und wird bei der Steuer- und Gehaltsberechnung automatisch berücksichtigt.

F – Soli (und Kirchensteuer): Der Solidaritätszuschlag, kurz Soli, wird seit 1995 zur finanziellen Unterstützung der Deutschen Einheit erhoben und beträgt 5,5% der Lohnsteuer. Das heißt: Je mehr Lohnsteuer Benedikt zahlt, umso höher ist der Soli. Aktuell macht das bei ihm einen Abzug in Höhe von 20,72 Euro aus. Wäre Benedikt Kirchenmitglied, müsste er zusätzlich Kirchensteuer zahlen. Sie berechnet sich ebenfalls anhand der gezahlten Lohnsteuer. In Bayern und Baden-Württemberg zahlen Kirchenmitglieder 8%, in den übrigen Bundesländern 9% der Lohnsteuer als Kirchensteuer.

G – Faktor: Wäre Benedikt verheiratet und hätte sich für die Steuerklassenkombi IV/IV mit Faktor entscheiden, wäre das an dieser Stelle ersichtlich. Ehepartner oder Lebenspartner, die eine Aufteilung der Lohnsteuerbelastung untereinander gemessen an dem Verhältnis ihrer Arbeitslöhne anstreben, wählen oft diese Kombi. Mit dem Faktorverfahren kann dann die voraussichtliche Steuerschuld sehr genau ermittelt werden. Der entsprechende Faktor wäre an dieser Stelle eingetragen.

H – Krankenversicherung (KV): Den Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung in Höhe von 14,6% teilen sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber zu gleichen Teilen. Das gilt ab Januar 2019 auch für den Zusatzbeitrag von durchschnittlich 1%, der zuvor von Arbeitnehmern allein getragen wurde. Benedikts Krankenkasse ist etwas teurer und er zahlt mit dem bislang allein getragenen Zusatzbeitrag 8,8% – bei seinem Gehalt entspricht dieser Wert 249,93 Euro.

I – Rentenversicherung (RV): Auch der Beitrag zu Rentenversicherung in Höhe von 18,6% wird zu gleichen Teilen von Arbeitnehmer und Arbeitgeber getragen. Aus diesem Grund zahlt Benedikt 9,3%, also 263,56 Euro für die RV.

J – Arbeitslosenversicherung (AV): Seit 2011 lag der volle Beitragssatz für die Arbeitslosenversicherung bei 3%. Davon zahlten ebenfalls Arbeitnehmer und Arbeitgeber je die Hälfte. Ab Januar 2019 kommt es auch bei der AV zu einer Beitragssenkung: Der Beitragssatz liegt dann bei insgesamt 2,5 % – also jeweils 1,25% für Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Benedikt zahlte nach dem bis 2018 geltenden Satz 42,51 Euro.

K – Pflegeversicherung (PV): Anders als bei der KV und AV erhöhen sich die Beiträge zur Pflegeversicherung ab 2019 um 0,5 Prozentpunkte auf 3,05%. Grund sind steigende Ausgaben des Pflegesektors. Bis Ende 2018 lag der Satz bei 2,55%. Da auch dieser Beitragssatz von Arbeitnehmer und Arbeitgeber geteilt wird, zahlte Benedikt 1,275% sowie als kinderloser Arbeitnehmer einen weiteren Zuschlag von 0,25%. Das zusammengerechnet entsprachen 1,525% und insgesamt 43,22 Euro.

L – Gesetzliches Netto: Die Steuer- und Sozialabgaben belaufen sich bei Benedikt zusammengerechnet auf 31,15% und dementsprechend rund 996 Euro. Von seinem Bruttolohn in Höhe von 2.834 Euro bleibt ihm am Monatsende ein gesetzliches Netto von 1.837,77 Euro. Ob dieser Betrag tatsächlich an Benedikt ausgezahlt wird, hängt davon ab, ob beispielsweise noch vermögenswirksame Leistungen oder Beträge zu einer Betrieblichen Altersvorsorge abgeführt werden.

M – Überweisung: Dieser Betrag landet dann als Überweisung tatsächlich auf Benedikts Konto.

Beitragsbemessungsgrenzen deckeln die Belastung der Sozialversicherung

Festzuhalten bleibt, dass die Abzüge etwa nach Höhe des Einkommens oder des Wohnorts schwanken. Eine Religionszugehörigkeit macht durch die Zahlung der Kirchensteuer ebenfalls einen finanziellen Unterschied, genau wie eine Hochzeit, Scheidung oder Kinder.

Ebenso entscheidend für die Berechnung der Sozialversicherungsbeiträge sind Beitragsbemessungsgrenzen. Sie legen fest, dass von Gehältern über diesen Werten nur ein Maximalwert abgezogen wird. Es gibt von diesen Steuergrenzen zwei verschiedene. Erstens liegt die monatliche Beitragsbemessungsgrenze 2019 für die gesetzliche Renten- und Arbeitslosenversicherung bei 6.700 Euro im früheren Bundesgebiet und bei 6.150 Euro in den neuen Bundesländern. Und zweitens: Für Ost und West gleichermaßen liegt die Obergrenze für die Beitragsberechnung zur gesetzlichen Krankenversicherung seit Januar bei 4.537,50 Euro im Monat.

Soviel wird den Deutschen vom Bruttolohn abgezogen

Deutlich wirken sich in erster Linie private Lebensumstände auf die Gehaltsabrechnung aus. Wie das Statistische Bundesamt 2017 bekannt gab, bleiben ledigen Männern ohne Kinder im früheren Bundesgebiet mit durchschnittlich 59% ihres Bruttoeinkommens das geringste Netto. Kinderlose Ehepaare, bei denen beide verdienen liegen mit 60% vom Brutto im den alten Bundesländern fast gleichauf. Bei ledigen und kinderlosen Frauen ist der Nettolohn mit im Schnitt 62% etwas höher. Eine Alleinerziehende Frau mit zwei Kindern muss im früheren Bundesgebiet derzeit mit durchschnittlich 35% Abzügen rechnen. Besteht die Familienkonstellation beispielsweise aus einem Ehepaar mit zwei Kindern, bei dem der Mann der Alleinverdiener ist, sind die Abzüge vom Bruttolohn am geringsten.

Autor: ING


Ihre Meinung

Kommentare (42)


Kommentare

Jürgen

10.04.2019

Hier fehlt eine Druck Möglichkeit.


ING

11.03.2019

Hallo Frau Uhlig, danke für Ihre Nachfrage! Wir schauen mal, ob die Kollegen dies noch im Artikel ergänzen können. Viele Grüße, Ihr Social Media Team


Katrin Uhlig

10.03.2019

Wie sieht es denn mit der Konstellation aus, wo BEIDE Elternteile arbeiten gehen und zwei Kinder haben? DAS wäre interessant zu wissen.


Sebastian

28.02.2019

Das mit den Prozentpunkten ist nicht durchgehend umgesetzt worden.


HTh

26.02.2019

Unabhängig von diversen Spezialfällen ist doch die grundlegende Logik hinter der Abrechnung eigentlich immer die gleiche. Man muss sich v.a. von der Vorstellung lösen, dass es nur genau ein Bruttogehalt gibt. Stattdessen gibt es oft individuelle kalkulatorische Bruttogehälter, die jeweils die Berechnungsgrundlage für die Ermittlung der Einkommensteuer (+KirchenSt,+Solz) bilden und dann eben auch für die einzelnen Sozialversicherungsbeiträge.
So reduziert sich bei Entgeltumwandlungsmodellen (bAV etc.) in der Regel das Steuerbrutto und somit auch die Steuerlast. Die damit berechnete Steuerlast wird aber wieder vom "normalen Brutto" abgezogen usw.
Bei der Versteuerung von geldwerten Vorteilen ist hingegen das Steuerbrutto größer als das "normale" Brutto, so dass dann eben eine größere Steuerlast ermittelt wird, die wieder vom normalen Brutto abgezogen wird.

Nicht regelmäßige/d.h. nicht monatlich gezahlte Gehaltsbestandteile (Bonus, Urlaubsgeld) werden zudem bei den Abzügen getrennt berechnet - bei mir steht auf der Abrechnung dann "Steuerbrutto EZ" (Einmalzahlung). Diese Gehaltsbestandteile werden virtuell auf das reguläre, monatlich gezahlte Bruttojahresgehalt aufaddiert. Die sich hieraus ergebende zusätzliche Steuerlast wird berechnet und in die Gehaltsabrechnung übernommen. Aufgrund des progressiven deutschen Steuertarifs unterliegen derartige Zahlungen also gewöhnlich recht hohen Abzügen/Grenzsteuersätzen.


Marco

26.02.2019

Vielen Dank für die Erklärung, aber auch ich möchte anmerken, dass man sich für dieses Beispiel doch eine sehr leichte Gehaltsabrechnung heraus gesucht hat.

Interessanter zum erklären wäre doch tatsächlich, wenn man noch arbeiten am Wochenende mit drin hätte, ein paar Überstunden, sowie Krankheits- und Urlaubstage und deren Zuschläge, dann VL Leistungen sowie ZVK, natürlich verheiratet mit Kind und am besten noch die Frau mit anderer Lohnsteuerklasse daneben gelegt.

Ja das wäre deutlich mehr Aufwand gewesen, aber eben auch nicht unüblich als Gehaltszettel, statt eines einfachen Brutto zu Netto Betrag.


ING

25.02.2019

Hallo Denis, danke für Ihren Kommentar - und ein kleines Sorry für unsere verspätete Rückmeldung. Wir haben Ihre Rückmeldung intensiv diskutiert und sind zum Schluß gekommen, das sie sich nicht mit kurzen Worten beantworten lässt. Aber es kann gut möglich sein, dass wir aus dem Thema einmal einen eigenen, ausführlichen Artikel erstellen - wir schauen mal, was wir machen können... ;-) Viele Grüße, Ihr Social Media Team


ING

25.02.2019

Hallo Karin, wir sind Ihnen noch eine Antwort schuldig: Die Angabe zu Urlaubstagen ist keine Pflichtangabe. Welche Pflichtangaben es genau sind, können Sie in der Gewerbeordnung § 108 "Abrechnung des Arbeitsentgelts" nachlesen, z.B. hier: https://dejure.org/gesetze/GewO/108.html Viele Grüße, Ihr Social Media Team


HTh

25.02.2019

@Brutto-Netto-Versteher
Es kommt natürlich auf den Einzelfall an. Ich denke der Staat schafft trotzdem gute Voraussetzungen für jedermann eine angemessene Bildung zu erhalten.
Wie immer ist aber nun auch mal jeder selbst ein wenig "seines eigenen Glückes Schmied" (oder für Kinder manchmal auch deren Eltern) - es ist nicht Aufgabe des Staates jeden zu seinem Glück zu zwingen. Es ist aber auch nie zu spät. Selbst ein 40 oder 50jähriger kann sich noch weiterbilden mit vertretbarem Aufwand.


ING

25.02.2019

Hallo Frau Czekmany, haben Sie vielen Dank für Ihre Anregung! Die haben wir gleich mal an die Kollegen weitergeleitet. Viele Grüße, Ihr Social Media Team


Brutto-Netto-Versteher

23.02.2019

Hmm... Wer ist denn schuld, wenn das Bruttoeinkommen zu niedrig ist?
Der Staat? Der Arbeitgeber? Der Arbeitnehmer?
In der Regel braucht es für ein hohes Bruttoeinkommen ein gute Ausbildung. Also wer ist Schuld, wenn man keine gute Ausbildung hat?
Der Staat? Der Arbeitgeber? Der Arbeitnehmer? Die Mama? Die Merkel?


Ilka Czekmany

23.02.2019

Ich vermisse Erläuterungen zu Themen wie betriebliche Altersvorsorge oder Zeitwertkonten. Gerade diese Themen, die einem nicht bei jeder Einkommensteuer-Erklärung unterkommen, wären hilfreich.


ING

22.02.2019

Hallo zusammen, wir nehmen Ihre Hinweise zu % bzw. %-Punkten gern mit und überprüfen unseren Artikel. Viele Grüße, Ihr Social Media Team


?Klugscheißer?

22.02.2019

Schließe mich Björn und Friedrich an, bitte sprechen (schreiben) Sie von Prozentpunkten, nicht von Prozenten.
Oder halten Sie dies nicht für änderungswürdig?


ING

22.02.2019

Hallo Harald, das fragen Sie am besten Ihren Arbeitgeber. Viele Grüße, Ihr Social Media Team


Friedrich

22.02.2019

Kennen Sie den Unterschied zwischen Prozent und Prozentpunkten?


@anonym

22.02.2019

Natürlich muss das Gehalt an den Mindestlohn angepasst werden! Sprechen Sie mit Ihrem Arbeitgeber, vielleicht hat er die Erhöhung nicht mitbekomme). Wenn der Arbeitgeber sich weigert, das Gehalt entsprechend anzupassen, suchen Sie einen Anwalt auf.


Milchmädchenrechnung

22.02.2019

"bleiben ledigen Männern ohne Kinder im früheren Bundesgebiet mit durchschnittlich 59% ihres Bruttoeinkommens das geringste Netto. ... Bei ledigen und kinderlosen Frauen ist der Nettolohn mit im Schnitt 62% etwas höher."
Das kommt wohl nur daher, weil die Frauen im Schnitt weniger verdienen und daher in niedrigeren Steuerklassen eingruppiert sind. In tatsächlichen Beträgen bleibt ihnen daher weniger als den Männern.


Denis

22.02.2019

Vielen Dank für eine gute und strukturierte Erklärung. Können sie auch eine detailierte Erklärung erstellen, wie sich zum Beispiel eine Kombination aus jährlich gezahlten AG-Finanzierte BAV und monatliche Entgeltumwandlung auf dem Gehaltszettel darstellt?


Karin

22.02.2019

Soweit ist mir alles verständlich. Was mich noch interessiert ist, ob auch der Urlaubsanspruch und der bereits genommene Urlaub mit auf der Abrechung stehen muss?


Benni

21.02.2019

Ich komm mit meinen 7000€ im Monat trotz Abzüge ganz gut hin...


Björn

21.02.2019

Prozentpunkte, nicht Prozent bei den Senkungen und Erhöhungen.


Harald

21.02.2019

Meine Gehaltsabrechnung verstehe ich und kann diese mit Ausnahme der privaten Krankenkasse auch nachvollziehen.
Wie berechnet mein Arbeitgeber seinen Anteil diese Leistungen?


Vega

21.02.2019

@Erol, das ist aber eine Milchmädchenrechnung. Die Umsatzsteuer ist eine Konsumsteuer und ist damit nicht auf das Netto-Einkommen anzurechnen, sondern ausschließlich auf den umsatzsteuerpflichtigen Konsum. Nicht umsatzsteuerpflichtig sind zum Beispiel Mieten für Wohnraum.
Abgesehen davon, dass du, wenn du die USt schon beim Steuernetto abziehst, sie auch bei den Konsumwaren abziehen müsstest, um ein realistisches Bild der persönlichen Kaufkraft zu erhalten, was das Ganze ad absurdum führt...


HTh

21.02.2019

Ich schreibe mal etwas provokant: wer sich wundert warum auf dem Gehaltszettel ganz unten so wenig Netto steht und dann nur die Abzüge dafür verantwortlich macht, der vergisst, dass die Abrechnung oben beim Brutto beginnt.
Wenn da schon wenig steht, kann unten natürlich nicht viel übrig bleiben. Meiner Meinung nach sollte man sich auch überlegen, ob man es nicht auch selbst ein wenig in der Hand hat, für ein höheres Bruttogehalt zu sorgen. Ich weiß - nicht bei jedem ist das möglich, aber viele, v.a. auch junge Leute, machen es sich auch zu bequem, anstatt mal den Popo in die Höhe zu schwingen. Man könnte sich z.B. weiterbilden und zusätzliche Qualifikationen erwerben oder auch einfach mal die Jobanzeigen durchschauen, ob da nicht was drin ist. Aufgrund der geringen Arbeitslosigkeit ist Arbeitskraft letztendlich hierzulande ein knappes Gut und oft lässt sich mit einem Wechsel auch eine Erhöhung des Bruttogehalts realisieren.


ING

21.02.2019

Hallo Anonym, wir können Ihnen Ihre Anfrage leider nicht beantworten. Am besten Sie holen sich einen Rat beim Steuerberater oder bei einem Anwalt, der auf Arbeitsrecht spezialisiert ist, ein. Viele Grüße, Ihr Social Media Team


Anonym

21.02.2019

Hab mit meinem Arbeitgeber einen Festlohn vereinbart. Ab Januar 2019 ist der Mindestlohn gestiegen. Wenn ich meinen Bruttolohn durch meine gearbeiteten Stunden teile so komme ich weit unter den Mindestlohn. Ist das Korrekt oder muss mein Gehalt der ein Festlohn ist auch dem Mindestlohn angepasst werden?


Nina

20.02.2019

Den letzten Abschnitt finde ich etwas irreführend: Bei der Höhe der Abgaben je Bevölkerungsgruppe handelt es sich um statistische Werte. Kinderlose, alleinstehende Männer zahlen wohl deswegen höhere Abgaben (hier Steuern) weil ihr Steuerbrutto höher ist. Und nicht per se, weil sie kinderlose, alleinstehende Männer sind.


Nina

20.02.2019

Thomas, bei Atheisten und Leuten, die keine Angaben zu ihrer Religion mach wollen, werden natürlich auch keine Kirchensteuern abgezogen.


Gottfried Ludwig

07.02.2019

Ich werde über alles durch meine Bank ING informiert und beraten


Thomas

05.02.2019

Die wenigsten wissen,auch mit der Lohnsteuer werden Kirchengelder abgezogene Ausnahme:Bei Moslems (noch) nicht.!!


Erol

05.02.2019

Macht nach Abzug der MwSt. (19% = 349,17) etwas 1488,59 € zum Tatsächlichen Ausgeben.

Gehen wir davon aus das Benedikt ein Auto besitzt und Miete zahlt? Sagen wir einfach mal er lebt in Frankfurt am Main und fährt öffentliche: Macht gemäß der 2019 er vgf-ffm tabelle 456 € wenn er in FFM Stadtmitte oder 715 € wenn er etwas außerhalb wohnt.

Bleiben also Stadtmitte: 1032 € (Außerhalb: 773,59 €) übrig

Miete in Offenbach bei 2-Zimmer: 520 € möbliert,Kalt: bleiben 512 €.

Kann er doch glatt die hälfte für sein alter zurücklegen oder? Habe ich was vergessen? Essen? Sport? Bücher? Soziales? Egal wer braucht das schon.


Nora

04.02.2019

Gehaltsabrechnung? Entgeltabrechnung?
Was steht drauf?
Ganz unten so gut wie gar nichts.....ein Trauerfall und dann die Rente, für die ganzen Jahre bester Wirtschaft nur ein mageres auskommen.


Clara

04.02.2019

Da bekommt man eine Steuererleichterung von ca. 22 Euro Netto und dann basteln sie an der Grundsteuer rum, welche die Mieten drastisch erhöhen wird.
Und in den nächsten vier Jahren sollen uns 25 Milliarden Euro fehlen.

Ich wäre dafür, dass mal wieder Politiker abgebaut werden und es niemals wieder eine Doppelspitze gibt.

Und das es Pflicht wird, bei Plenarsitzungen, dass auch alle anwesend sind und nicht nur 10 bis 20 von den ganzen Politikern.

Und es soll mehr auf das Volk gehört werden und auch mehr versucht werden zu sparen und die Steuern angemessen und richtig zu verteilen.

Bei Projekten sollen die Bürger gefragt werden bzw. Bürgermeister und andere...z.B. ob man eine Brücke braucht, an die dann niemals eine Straße angeschlossen wird usw.
ERST DENKEN, DANN BAUEN.

Und die ganzen Fehlplanarchitekten sollen in Regress genommen werden.
Oder ist der Flughafen Berlin jetzt schon geöffnet? Ich wette, der wird niemals geöffnet.
Der sollte endlich umgebaut bzw. für andere Dinge frei gegeben werden.
Hobby Flieger (Model), Einkaufsläden, usw.


Sanda

01.02.2019

Ich stimme Jens zu.


Anna

01.02.2019

Es ist wirklich eine gute Erklärung,vielen Dank dafür. Ich bin nicht überrascht,dass die Ungleichheit bei der Kirchensteuer fortsetzt. Der Unmut darüber ist wieder ein Tropfen, der das Faß zum Überlaufen bringen kann.


Jens

31.01.2019

An alle, die sich über die hohen Abzüge beschweren (wo ich durchaus zustimmen muss): Viel erschreckender finde ich aber die andere Seite, also wofür denn so viel Geld überhaupt gebraucht / ausgegeben wird. Ich meine, wenn es wenigstens unseren Kindern und älteren Menschen (die das Land aufgebaut haben) zugute kommen würde, dann wär das alles doch in Ordnung und man würde die Abzüge auch - mehr oder weniger - gerne in Kauf nehmen. Wenn man dann aber sieht, wie und wofür das alles "aus dem Fenster geworfen" wird, fehlt mir jegliches Verständnis.


Joe

31.01.2019

@Anna: Die Abzüge sind nicht fast so hoch in Steuerklasse 4, sondern die sind genau gleich hoch. Der einzige Unterschied ist, dass über das Ehegattensplitting das Einkommen der Ehepartner vorher auf beide gleich aufgeteilt wird. Sofern beide etwa gleichviel verdienen, gibt es keinen Unterschied zu Steuerklasse 1.


Anna

30.01.2019

An Gerd:
In der Steuerklasse 4 sind die Abzüge fast so hoch wie in der Steuerklasse 1.


Dieter

29.01.2019

Was steht auf der Gehaltsabrechnung?
Meine letzte ist bereits eine ganze Weile her. Habe sehr interessiert die hervorragenden Erklärungen zu den einzelnen Positionen gelesen. Fast als hätte ich nochmal Gehalt bezogen. Prima!


Gerd

29.01.2019

die steuerliche Belastung geht mir auch immer mehr auf den Zeiger. Als unverheirateter junger Mann, eigentlich Stützen der Gesellschaft, hat man die meisten Abzüge, nicht mehr nachvollziehbar!


Carlos

29.01.2019

Was steht auf der Gehaltsabrechnung?
Nach den ganzen Abzügen steht ganz unten so gut wie nichts mehr.
Damit meine ich das übrig gebliebene Häuflein, dass Nettogehalt genannt wird.
Und von dem geht dann beim Einkaufen auf die MwSt. weg, beim Tanken MwSt. - MineralölSt. - etc.
Also bleibt vom Nettohäuflein auch schon wieder so gut wie nichts übrig.