Energieberater/-in

Mit der richtigen Beratung Energie und Geld beim Wohnen sparen

Eins brauchen Sie unbedingt, wenn Sie beim Wohnen künftig weniger Energie verbrauchen möchten: die beste Energieberatung, die Sie bekommen können. Sie hilft Ihnen dabei, bares Geld zu sparen, und zeigt Ihnen alle Tricks für den Klimaschutz. So sichern Sie sich einen Experten oder eine Expertin.

Einer für alle

Egal, ob Sie mieten, sanieren, neu bauen oder schon in den eigenen vier Wänden wohnen, Einsparpotenziale beim Energieverbrauch gibt’s in fast jeder Wohnsituation. In einem klimafreundlichen Zuhause, in dem die Gebäudehülle dicht ist, die Fenster isoliert und die Heizung auf dem neuesten Stand, senken Sie Ihre Energiekosten drastisch. Bis zu 75% Ersparnis sind gegenüber einem unsanierten Altbau im Einzelfall möglich.

Ein qualifizierte Energieberatung erkennt Schwachstellen im Gebäude, gibt Tipps fürs Energiesparen, begleitet Sie beim Sanieren oder hilft Ihnen beim Neubau einer energieeffizienten Immobilie. Je früher Sie sich beraten lassen, wie Sie Ressourcen künftig effizienter nutzen, desto besser für die Umwelt und Ihr Portemonnaie.

Kleiner Schritt, große Wirkung

Machen Sie jetzt den ersten Schritt: Die Verbraucherzentralen bieten Eigentümerinnen und Mietern eine Einstiegsberatung zum Thema Strom- oder Energiesparen zu einem günstigen Preis. Telefon- und Onlineberatung oder ein erster Basis-Check mit Besuch bei Ihnen zu Hause sind kostenlos. Für einen zweistündigen Check Ihrer Heizungsanlage oder einen kompletten Gebäude-Check zahlen Sie jeweils nur 30 Euro Eigenanteil, den Rest übernimmt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Alle von der Verbraucherzentrale beauftragten Energieberater/-innen sind Fachleute und erfüllen festgelegte Qualitätsstandards. Weitere Informationen finden Sie hier.

Seit dem 01.11.2020 ist ein kostenloses Infogespräch mit jemandem, der Energieausweise ausstellen darf, Pflicht für Käufer oder Käuferinnen eines Ein- oder Zwei-Familienhauses und für Eigentümer/-innen bei bestimmten Sanierungen. Gesetzliche Grundlage ist das Gebäudeenergiegesetz. Diese kostenlose Pflichtberatung bieten die Verbraucherzentralen oder auch der Energieberaterverband GIH (geg-beratung.de) an.

Allein? Nein!

Den weiteren Weg zum klimafreundlichen Zuhause sollten Sie nicht alleine gehen: Wenn Sie Eigentümer/-in einer deutschen Wohnimmobilie sind, können Sie sich von einem/einer vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zertifizierten Energieberater/-in einen individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) erstellen lassen. Damit erkennen Sie auf einen Blick den energetischen Zustand Ihrer vier Wände und entscheiden dann in aller Ruhe, wie Sie weiter vorgehen.

Das BAFA fördert die Beratung mit bis zu 80% des zuwendungsfähigen Beratungshonorars, höchstens 1.300 Euro für Ein- oder Zweifamilienhäuser, deren Bauantrag vor mehr als zehn Jahren gestellt wurde oder 1.700 Euro für entsprechende Gebäude ab drei Wohnungen. Der von der BAFA zertifizierte Energieberater oder die Energieberaterin beantragt den Zuschuss übrigens selbst und reduziert Ihre Rechnung dann entsprechend. Einfacher geht’s nicht.

Ohne geht gar nicht

Wenn Sie Fördermittel des Bundes in Anspruch nehmen wollen, hat der Staat die Energieberatung bei der weiteren Planung und Baubegleitung zur Pflicht gemacht. Zum Beispiel, wenn Sie die Programme 261, 262 und 461 der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) für die Sanierung von mindestens fünf Jahre alten Wohngebäuden oder den Kauf oder Neubau eines Effizienzhauses in Anspruch nehmen wollen.

Für die Baubegleitung können Sie Ihre förderfähigen Kosten um bis zu 10.000 Euro bei Einfamilienhäusern (EFH) und bis zu 4.000 Euro pro Wohneinheit (höchstens 40.000 Euro) bei Mehrfamilienhäusern (MFH) erhöhen. Bei Einzelmaßnahmen, wie zum Beispiel dem Austausch der Fenster, sind es bis zu 5.000 Euro für EFH und bis zu 2.000 Euro pro Wohneinheit für MFH (maximal 20.000 Euro). 50% der förderfähigen Kosten für die Baubegleitung werden Ihnen dann als Tilgungszuschuss erstattet.

Den Zuschuss für die Planung und Baubegleitung muss übrigens nicht mehr separat beantragt werden, es ist nur noch ein Antrag für alle relevanten BEG-Förderprogramme erforderlich.

Wichtig: Beantragen Sie alle Fördermittel immer vor Beginn der Maßnahmen, also bevor Sie Aufträge erteilen. Am besten legen Sie erst los, wenn Sie die Förderzusage haben.

Unabhängig, schlau und zertifiziert

Der Begriff Energieberater/-in ist nicht geschützt, deswegen sollten Sie bei der Auswahl von Anfang an auf Qualität achten. Geprüfte Fachleute in Ihrer Nähe finden Sie auf der von der Deutschen Energie-Agentur (dena) betreuten Website energie-effizienz-experten.de. Nur die in dieser Energieeffizienz-Expertenliste aufgeführten Sachverständigen sind für die Förderprogramme der BEG oder des BAFA zugelassen.

Aktueller Hinweis wegen Corona: Vereinbaren Sie am besten mit den Anbietern vorab telefonisch, unter welchen Bedingungen eine Vor-Ort-Beratung wieder durchgeführt werden kann.