3 Tipps für den Notgroschen

So wappnen Sie sich für harte Zeiten

Eine hohe Heizkostenrechnung, eine saftige Nachzahlung bei den Nebenkosten, steigende Benzinpreise: In wirtschaftlich schwierigen Zeiten wie diesen müssen wir oft mehr zahlen als bisher. Gestörte Lieferketten infolge der Corona-Pandemie und der Krieg in der Ukraine hinterlassen ihre Spuren – das Leben wird teurer. Volkswirt*innen gehen davon aus, dass sich die Menschen rund um den Globus bis Mitte dieses Jahrzehnts weiter auf hohe Teuerungsraten einstellen müssen. Für das Jahr 2022 rechnen Ökonom*innen, die vom Münchner Ifo-Institut und dem Institut für Schweizer Wirtschaftspolitik befragt wurden, mit einer Inflation von durchschnittlich 7,7%.

Also ist es wichtig, sich rechtzeitig eine eiserne Reserve anzulegen, um beruhigter in die Zukunft blicken zu können. Denn auch jenseits von Wirtschaftskrisen können einen jederzeit unvorhergesehene Ereignisse treffen: Die Waschmaschine streikt, der Job ist in Gefahr, es tritt gar eine Krankheit ein? Ein Notgroschen hilft, solche belastenden Situationen zumindest finanziell besser zu bewältigen. Er sorgt zudem dafür, dass sich Wünsche leichter umsetzen lassen – und das bedeutet eine größere finanzielle Freiheit: Wer sich zum Beispiel einen Urlaub gönnen möchte oder ein neues Sofa kaufen will, kann so einfacher und stressfreier seine Vorhaben verwirklichen. Ein beruhigendes Gefühl.

Tipp 1: So hoch sollte die Rücklage sein

Die Dicke des finanziellen Polsters richtet zum einen nach dem eigenen Sicherheitsbedürfnis, zum anderen nach der jeweiligen Lebenssituation:

  • Wer Single ist, sollte eine Summe von zwei bis drei Netto-Monatsgehältern zur Seite legen: „Mit einer solchen eisernen Reserve kann man auf unvorhergesehene Ausgaben schnell und ohne Kreditaufnahme reagieren“, rät die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Auch eine plötzliche Arbeitslosigkeit lässt sich so fürs Erste finanziell wegstecken. Vielleicht kann man zusätzlich den Lebensstandard vorerst runterfahren, um möglichst lange etwas von seinem finanziellen Airbag zu haben.
  • Mit Kindern lässt sich diese allerdings schwerer umsetzen. Aufgrund der höheren Personenzahl empfiehlt sich daher bei einer Familie eine Rücklage von sechs Netto-Monatsgehältern – diese deckt die meisten unvorhersehbaren Ausgaben. Es kommt bei der Rücklagenhöhe natürlich auch darauf an, wie man wohnt: Wer zum Beispiel ein Haus hat, muss mit höheren Reparaturkosten rechnen als jemand, der zur Miete wohnt. Beruhigend, wenn man ein ausreichend finanzielles Sicherheitsnetz hat, wenn etwa das Bad oder die Heizungsanlage erneuert werden muss.

Tipp 2: Wie Sie eine eiserne Reserve ansparen

Wie legt man Geld auf die hohe Kante – auch wenn das zunächst oft schwerfällt? Grundsätzlich gilt: Damit das finanzielle Polster schnellstmöglich größer wird, sollte die Sparrate nicht zu niedrig sein. Gleichzeitig sollten sich die laufenden Ausgaben, darunter für Lebensmittel und Versicherungen, auch decken lassen. Ein guter Anfang ist, 10% des monatlichen Einkommens auf sein Tagesgeldkonto einzuzahlen. Dies ist quasi das persönliche Sparschwein. Zudem kann man zum Beispiel das Wechselgeld aus der Geldbörse regelmäßig sammeln und zur Seite legen. Um eine größere eiserne Reserve aufzubauen, sind weitere Wege möglich: Wer zum Beispiel Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld, eine Steuerrückzahlung oder Bares zum Geburtstag erhält, überweist solche Beträge am besten auf sein Tagesgeldkonto. Damit sind die Chancen gut, entspannter auf seine Ausgaben blicken zu können – auch in Krisenzeiten.

Tipp 3: Wo sich Geld gut parken lässt – Tagesgeldkonto

Sehr wichtig ist, dass der Notgroschen bei Notfällen sofort zur Stelle ist – daher auch sein Name. Aber möglichst nicht viel Bargeld zu Hause aufbewahren, das ist zu unsicher. Nach einem Einbruch etwa erstatten Hausratversicherungen das Geld oft nur bis zu einer gewissen Höchstgrenze. Am besten, man legt sich für den Notgroschen ein Extra-Konto zu: Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) empfiehlt dafür ein Tagesgeldkonto. Es hat den großen Vorteil, dass das gesparte Geld jederzeit – also auch im Notfall – ohne Kündigungsfrist verfügbar ist. Dafür überweist die Bank die gewünschte Summe vom Tagesgeldkonto auf ein sogenanntes Referenzkonto, in der Regel das Girokonto. Als weiteren Pluspunkt des Tagesgeldkontos nennt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen die Sicherheit: Die gesetzliche Einlagensicherung sorgt dafür, dass im Falle einer Bankenpleite 100.000 Euro pro Bank und Kunde geschützt sind. Ein Tagesgeldkonto können sie auch bei uns eröffnen.

Ein Wermutstropfen ist, dass die Zinsen für Tagesgeld nach wie vor niedrig sind. Experten bezweifeln, dass diese in nächster Zeit spürbar steigen. Sparer*innen sichern sich aber auf jeden Fall ihre Liquidität, während beim Sparbuch der Zugriff beschränkt ist. Auch Aktien kommen für die eiserne Reserve eher nicht infrage: Sind die Kurse bei einem persönlichen Notfall gerade ganz weit unten, muss man Verluste hinnehmen und kann sich finanziell nicht genügend behelfen.

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