Das Einmaleins der sicheren Passwörter

Wie erstellt man sichere Passwörter?

Einfallslose und einfache Passwörter machen Kriminellen das Leben leicht. Es gibt aber ein paar Tricks, wie Sie komplexere, schwer zu knackende Passwörter erstellen und sich diese auch gut merken können.

Was Sie vermeiden sollten

Die in Deutschland am häufigsten genutzten Passwörter sind nach wie vor Zeichenketten wie z.B. „123456“, „hallo“ oder "passwort" – aber auch einfache Wörter wie "Hund", "Sommer" oder "Schatz" sind sehr beliebt.

Alle oben genannten Beispiele sind keine sicheren Passwörter. Sie sind viel zu kurz, sehr einseitig und stellen keine größere Hürde für Betrüger dar.

Verzichten Sie bei der Wahl Ihres Passworts auf einfach zu erratende Dinge wie die Namen von Angehörigen, Haustieren oder häufig genutzte Wörter.

Was macht ein sicheres Passwort aus?

Ein gutes Passwort ist einmalig. Verwenden Sie es nicht mehrmals. Es enthält Zahlen, Groß- und Kleinbuchstaben sowie Sonderzeichen. Am besten nimmt man dafür kein einfaches Wort wie z.B. „Broetchen01!“, sondern verwendet sogenannte Passphrasen. Das sind scheinbar zusammenhanglose Zeichenketten, die Sie sich über eine Eselsbrücke merken.

Beispiel gefällig? „Ms§pW!m10zl“ lässt sich viel besser merken, wenn man es so auflöst: Mein super §icheres pass Wort !st mindestens 10 zeichen lang. Das „s“ in „sicheres“ schreiben Sie dabei als „§“, das „i“ in „ist“ als „!“. Oder Sie nutzen – in Ihrer ganz eigenen Schreibweise – gleich den ganzen Satz als Passwort.

Denn die Länge des Passworts macht viel aus. Ein kurzes Passwort wird schnell geknackt. Hacker nutzen dazu sogenannte Brute-Force-Angriffe, bei der eine Software in kürzester Zeit verschiedene Zeichenketten ausprobiert. Ein Passwort, das nur aus 6 Kleinbuchstaben besteht, ist innerhalb von Sekunden entschlüsselt. Ein 10-stelliges Passwort mit verschiedenen Elementen braucht deutlich länger für so eine Entschlüsselung. Mit jedem weiteren Zeichen erhöhen Sie die Zeit, die ein Angreifer benötigt, um Ihr Passwort zu entschlüsseln.

Faustregeln zur Passwortsicherheit

Der Kunstgriff besteht immer darin, ein Passwort zu finden, das schwer zu knacken und gut zu merken ist.

Eine Patentlösung dafür gibt es nicht. Aber wenn Sie die folgenden Regeln beherzigen, machen Sie es möglichen Angreifern sehr schwer, an Ihre Daten zu kommen:

  • Verwenden Sie ein möglichst komplexes Passwort: Im Idealfall eine Kombination von Zeichen, Zahlen sowie von Groß- und Kleinbuchstaben und Sonderzeichen.
  • Verwenden Sie ein Passwort nicht mehrmals.
  • Je länger das Passwort, desto sicherer.
  • Ändern Sie auf jeden Fall alle Passwörter, wenn Ihr Rechner einen Virenbefall hatte.
  • Ändern Sie Ihr Passwort auch, wenn Sie mitbekommen, dass es einen Datenabgriff bei einem Unternehmen gab, bei dem Sie ein Nutzerkonto besitzen.
  • Speichern Sie Passwörter nie unverschlüsselt auf Ihrer Festplatte und schreiben Sie sie auch nicht auf einen Zettel.
  • Verraten Sie Dritten niemals Ihre Passwörter.

Fazit

Wir leben in einer digitalisierten Welt. Je mehr digitale Dienste Sie nutzen, desto mehr Passwörter werden Sie sich in der Zukunft merken müssen. Darum ist es unvermeidlich, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und einen Weg zu finden, wie Sie sinnvoll und sicher mit Ihren Passwörtern umgehen.

Autor: ING