Trinkgeld

Wie viel ist im In- und Ausland angemessen? | 26.06.2019

Trinkgeld im Urlaub

© baranq– Fotolia.com

Zehn Prozent? Oder mehr? Es ist nicht leicht herauszufinden, wie viel Trinkgeld Sie wem wann geben – vor allem im Ausland. Okay, Sie können Einheimische fragen. Die wichtigsten Tipps haben wir für Sie.

In Südeuropa

Bei einem Urlaub oder Aufenthalt in Griechenland, Frankreich, Spanien oder Italien runden Sie kein Trinkgeld auf den zu zahlenden Betrag auf. Stattdessen ist üblich, wenn Sie mit dem Service zufrieden sind, zehn bis 15 Prozent aufzuschlagen. Wenn Sie mit Kreditkarte zahlen – lassen Sie das Geld hinterher auf dem Tisch liegen.

In Italien ist auf dem Bon oft ein „Coperto“ zu finden. Das ist der Pauschalbetrag für das Tischgedeck und das Brot. Maximal zehn Prozent sind ausreichend, falls Sie noch etwas für den Service drauflegen möchten. Unbeliebt machen Sie sich in der Türkei, wenn Sie nichts geben. Dort beträgt das „Bakschisch“ sechs bis zehn Prozent.

In fast allen südlichen Ländern gilt es als unhöflich, kein Trinkgeld zu geben. Getrennte Rechnungen sind ebenfalls nicht willkommen.

Großbritannien oder Irland

In Großbritannien oder Irland gilt: Stimmt der Service, geben Gäste zehn bis 15 Prozent obendrauf. Oft ist auf dem Bon eine „service charge“ aufgeführt, dann geben Sie weniger Trinkgeld.

In den skandinavischen Ländern

In den skandinavischen Ländern ist der Service meist in dem Rechnungsbetrag enthalten. Fünf Prozent gelten als Ausdruck der Zufriedenheit. Sie wirken nicht unhöflich, wenn Sie nichts geben. Die Ausnahme bildet Schweden: Hier sind zehn Prozent üblich.

USA und in Kanada

In den USA und Kanada schlagen Kunden 15 bis 20 Prozent auf die Rechnungssumme auf. Weniger ist nicht gern gesehen, da die Löhne meist niedrig sind. In der Karibik und Mittelamerika sind zehn Prozent Trinkgeld üblich.

In manchen Ländern winkt kein Trinkgeld für den Service

Asiaten kennen keine Trinkgeldtradition. In manchen Ländern wie beispielsweise Japan gilt ein Trinkgeld als beleidigend. Eine Ausnahme bilden Thailand und Malaysia: Hier gelten westliche Standards und zehn Prozent obendrauf.

Deutschland

In Deutschland – das wissen Sie – fällt ein Trinkgeld an, wenn Sie mit dem Service zufrieden waren. Mit fünf bis zehn Prozent machen Sie nichts verkehrt. Wenn Sie mit Karte zahlen, ist es üblich, einen kleinen Betrag auf dem Tisch zu hinterlassen.

Artikel aktualisiert am 26.06.2019

Autor: ING


Ihre Meinung

Kommentare (66)


Kommentare

Dieter

05.07.2019

Bei der Trinkgeldfrage in den Mittelmeerländern sollte man wissen, dass die Löhne in der Gastronomie derart niedrig sind, dass ein Kellner davon keine Familie ernähren kann und er faktisch auf ein Trinkgeld angewiesen ist. Dazu kommt das Saisonproblem: in den Wintermonaten ist Arbeitslosigkeit ein häufiges Schicksal bis zum Beginn der neuen Saison. Die vom Kellner "eingesammelten" Trinkgelder fließen häufig in einen "Pool", von dem auch diejenigen "guten Geister" profitieren, die nicht unmittelbaren Gästekontakt haben (Köche, Spülkräfte)


Sandra

05.07.2019

Wir geben auch Trinkgeld, im In- und Ausland.
ABER ich gebe mal Folgendes zu bedenken:
Ich studiere neben Kindern, Haushalt und Teilzeit noch an der Fernuni und gehe daher morgens um halb vier Zeitungen austragen. Wir Zusteller bekommen dieses Jahr den Mindestlohn, glauben Sie bitte nicht, dass es sonstige Zuschläge gibt. Egal ob Eis und Glätte, Regen
oder Hitze. Ich beklage micht nicht. MIR hat noch Niemand ein Trinkgeld gegeben ABER den vielen anderen, die morgens mit mir losmarschieren, wohl auch kaum. Die meisten sind übrigens Rentner, die ohne zusätzliche Arbeit nicht vernünftig auskommen könnten. Und ja, DAS finde ich beschämend ...


Mischa

05.07.2019

@jemand: typisch sozialistisches linkes Gelaber. Wie kann man nur so unwissend und ignorant sein. Das ist genau der Tenor, der unsere Zivilgesellschaft auseinander dividiert und zerstört. Nicht alle Gepflogenheiten und Höflichkeiten haben etwas mit Bestechung zu tun. Sich noch nie für etwas bedankt? Wie arm muss solch ein jemand sein.


Aleks

04.07.2019

Bei Lust und Laune und bei guten Service gebe ich Trinkgeld. Wenn ich mal keins gebe, geht die Welt auch nicht unter. Punkt aus! Und wenn jemand schimpft, dann soll er halt, keiner wird bestraft. Gibt positive Energie raus und lebt das Leben. Von Trinkgeld wird es keine Reiche geben und keine Arme.


Winfried Wochatz

04.07.2019

Was für ein Quatsch ist das Trinkgeld?? Jesr Andere der was tut, soll Rabatte einräumen, wenn gleich bezahlt wird. Alte regeln, bescheuert, wie die Straflosigkeit nach `ner Beichte beim auch nicht sauberen Zuhörer in der Kirche....


Maria.

04.07.2019

@Jemand: Ist da nicht die Logik ein bisschen verquer? Das Trinkgeld gibt es nach der Dienstleistung, wie kann es da eine Bestechung sein, die in Ihrer Höhe dem Bestochenen doch vorab bekannt sein müsste? Vielmehr ist das Ziel doch, genau die Servicekräfte zu würdigen, die zu jedem Gast gleichermaßen freundlich sind. Sind sie es nicht, ist das Ausbleiben des Trinkgeld ein mehr als deutliches Zeichen, dass man vll im falschen Beruf ist. Und für dieses Statement kann man mich auch gern komisch anschauen, dazu stehe ich :-)

Meine Anmerkung ansosnten: ich finde es ebenfalls immer toll, wenn der Service Trinkgelder mit der Küche teilt. Denn auch dort liegt ein Löwenanteil am zufriedenen Gast!
Was die Höhe angeht, bin ich bei kleineren Rechnungsbeträgen meist über zehn Prozent, je teurer die Gesamtrechnung, umso mehr tendiere ich (zugegebenermaßen) zu 5%... Ist heutzutage auch vertretbar, die Gastronomen werden nicht mehr ausgebeutet, sondern sind gefragter denn je, was sich an der Bezahlung bemerkbar macht. Und Mindestlohn kriegt ja sowieso jeder. Auch in trinkgeldfreien Berufen wohlgemerkt.


Jemand

04.07.2019

Trinkgeld ist nichts weiter als eine Form der Bestechung zur Vorteilserlangung vor anderen Gästen.
Wer kein Trinkgeld bezahlt wird stigmatisiert! Eine nette Form des Mobbings.
Ich halte es mit den Japanern. Es ist eine Beleidigung erwachsener Menschen mit festen Job die zu Trinkgeldempfängern degradiert werden.
Trinkgeld ist kein muss! Wenn man Trinkgeld geben muss, um nicht schlechter behandelt zu werden wie Leute die mit Geld herumschmeißen können/wollen. Dann ist das Lokal, der Wirt und der Service grundsätzlich schlecht! Sollen sie ihr Essen selber vertilgen oder mit den honorigen Trinkgeldzahlern. Sie sind dann unter sich, das ist wahrscheinlich auch ihr Ziel.
Einer der größten Erfolgsgründe von fast-foot-Ketten ist das man sich nicht bei einem Kellner mit Trinkgeld dafür entschuldigen muss das Lokal besucht zu haben. Womit ich nicht sagen will das dort gut essen kann.


brigitte

03.07.2019

Wir gehen sehr selten mal einen Kaffee trinken oder etwas Kleines essen, da wir jeden Euro benötigen. Ich kann gut zu Hause kochen. Ich erwarte guten Service, ich habe früher auch mein Bestes im Job gegeben. Und dann sehen wir wie die Bedienung schaut, daß wir nur einen kleinen Betrag geben. Es ist nicht unsere Schuld, daß diese Leute angeblich so wenig verdienen. Sie erledigen nur ihren Job und nicht mehr. Wenn manche eben viel geben, dann muß der andere doch nicht nachziehen. Es sollte jedem überlassen bleiben, ob man sich an dem "alten Zopf" beteiligt. Vielleicht sollte da ein Umdenken einsetzen?


Der Geizkragen

26.06.2019

Warum immer diese Artikel ?
Fällt Ihnen nichts anderes ein ?
Warum nicht mal ein Artikel über den Schaden den die kommende Finanztransktionssteuer anrichtet ?
Oder glauben Sie die Leute traden dann gleich viel. Schauen Sie sich dies Politik der großen Koalition an !
Erhöhung der Grundsteuer um 2€/qm.
Halt wir wollen doch bezahlbares Wohnen ? Falsch gedacht . Schauen sie sich die Grimasse dieses Scholz an. Dumm ist er naicht abe r Bösartig sonst würde er nicht solche Gesetze beantragen
Ihr Vorstand hat doch Einfluß in der Politik. Warum nimmt er ihn nicht wahr ?


Trinkgeld

26.06.2019

Ich halte es ganz einfach: Wenn ich zufrieden bin, gibt es etwas (ohne dass ich hier sagen muss wieviel). Schlimm finde ich diese Selbstverständlich-Mentalität. Erst recht einen Gegner dieser Einstellung noch als geizig hinzustellen.

PS: An ING-DiBa: Das "Captcha" könnte mal richtig eingestellt werden, damit man nicht jede Seite zweimal laden muss.


Dieter

26.06.2019

es gibt Länder, da sorgen die Trinkgelder für irrwitzige 90% des Einkommens - weil der Grundlohn extrem gering ist. Aber auch ich habe Verwandte, die leben nach dem Motto " diese Gaststätte sieht mich doch nie oder erst in 10 Jahren wieder - da brauche ich kein Trinkgeld geben".
Werde nie vergessen, wie wir damals in Kenia im Watamu Beach Resort weit besser als andere Touristen behandelt wurden, weil ich mich gleich zu Beginn bei 2 Kokosnusspflückern angemessen bedankte.
Die Masse der Gäste versoff dort an der Bar täglich 15 Euro - und bedankte sich beim Zimmerservice für 14 Tage Service mit einem einzigen 20 Cent Stück.


horst biermann

31.12.2017

Die Kommentare schocken mich.
Sind wir alle Geizkragen?
Es ist doch bekannt, dass Kellner
Ihrer Leistung entsprechend wenig
verdienen und auf Trinkgelder
angewiesen sind.
Wer Trinkgeld verweigert sollte sich
schämen.


Christa-Anna

29.08.2017

natürlich abhängig vom Service und je nachdem, ob nur ein Café serviert oder ich in einem Restaurant bedient wurde. Bei meinen zahlreichen Reisen in viele Länder dieser Erde stellte ich immer wieder fest, dass meistens kein Trinkgeld gegeben wird. Oft wird es aber auch auf den Preis aufgeschlagen mit bis zu 20°. Eine böse Überraschung.


Axel

26.08.2017

Ich denke, das bereits im Mindestlohn und bei Tariflohn erst recht 100% Effizienz, Leistung, Service, Freundlichkeit, Aufmerksamkeit, Zuvorkommendheit und Hilfsbereitschaft enthalten sein sollte und kein Trinkgeld erfordert.


MissEli

21.08.2017

Trinkgeld gebe ich üblicherweise 10%, wenn der Service stimmt. Wenn der Service nicht stimmt gibt es nichts. Genauso mache ich es auch im Ausland.


Thomas

19.08.2017

10% finde ich ziemlich viel.
Deshalb nehme ich was zu Essen mit oder gehe in den Supermarkt.


Mr.Edi

18.08.2017

Trinkgeld für guten, freundlichen Service JA.
Sonst NEIN.


Roland

18.08.2017

Achtung. In italienischen Lokalen erst die Bedienung fragen, ob sie das Trinkgeld behalten darf. In der Regel müssen sie dieses abgeben.


Sigi

17.08.2017

Ich gebe zwischen 5-10%, aber nur wenn Freundlichkeit, Aufmerksamkeit und Essen passen. Was mich grundsätzlich am Trinkgeld stört: Warum bekommt davon nur der Kellner / die Bedienung? Die Küche, welche die meiste Arbeit hat, geht dabei leer aus. Überhaupt fände ich es besser, wenn die Bezahlung an einer Kasse am Ausgang stattfände (z.T. schon praktiziert). Dann könnten ´Trinkgelder´ gerecht verteilt werden und man muss nicht ewig auf die Bedienung warten.


Julius Heiliger

17.08.2017

bei sehr gutem Servicem darf es auch mehr als 10 % sein


GG

17.08.2017

Trinkgeld für guten, freundlichen Service JA.
Sonst NEIN.
Man belohnt doch niemanden für sch..ß Service.


Wolf

16.08.2017

Ziehe gerade wieder von Frankreich zurück nach Deutschland, wo ich immerhin mehr als 20 Jahre gelebt habe. Allerdings in Nantes (Loire-Atlantique) und nicht in Nizza oder Bordeaux. Denn die Information über 10-15% Tipp kann nur von dort stammen, wenn überhaupt. Zumindest die Franzosen in Nantes bzw. in der ganzen Bretagne und der Normandie, geben (fast) kein Trinkgeld. Vielleicht lässt man mal 10 oder 20 cent nach einem "Glas" oder bis zu 2 Euro nach dem Essen auf dem Tisch liegen. Servicekräfte in der Gastronomie werden bezahlt wie die Verkäuferin im Schuhgeschäft und da gibt man auch kein Trinkgeld, obwohl die sehr oft mehr Arbeit mit einem hat, als die Kellnerin/der Kellner. Vor allem die "Aufrunderei" in Deutschland ist nicht in Ordnung. Es gibt wohl niemanden, der beim Nachrechnen nicht schon festgestellt hat, dass das prozentual eigentlich viel zu viel war.


Michael

16.08.2017

Auch wenn die EZB uns zum Geld ausgeben zwingen will, sollte man das Geld zusammenhalten, es gibt andere Wege Geld noch halbwegs vernünftig anzulegen. Man sollte nur dafür sorgen, das Mario D. verschwindet.


Matt

16.08.2017

Ich verstehe den Sinn eines Trinkgeldes nicht. Beim Supermarkt runde ich an der Kasse auch nicht auf und lasse der Kassiererin Geld dafür, dass sie ihren Job gemacht hat. Und bei den meisten Kellnern würde ich es sowieso nicht machen, weil sie es so arroganterweise auch erwarten, anstatt sich zu freuen, dass man ihnen was gibt.


Gitte

16.08.2017

Ist schon interessant, dies hier zu lesen. Niemand wird gezwungen, ein Trinkgeld zu geben. Für mich gehört es jedoch dazu, wenn der Service okay war. Egal ob bei Abholung des Kfz, wenn der Postbote schwere Pakete für mich schleppt etc. Ein Kellner kann nichts dazu, wenn das Essen nicht zur Zufriedenheit war, aber wenn sein Service okay war bekommt er auch ein Trinkgeld. So ist es beim Friseur, im Taxi, eben überall, wo Niedriglöhne an der Tagesordnung sind. Natürlich gibt es Menschen, die mit jedem Euro rechnen müssen und wenn sie sich dann mal etwas leisten - vielleicht Kaffe und Kuchen - kann ich verstehen, daß ein Trinkgeld schwer fällt. Aber ein Restaurantbesuch - vor allem auf Firmenkosten - sollte auch ein Trinkgeld wert sein. Geiz ist keine gute Tugend und ich mag freundliche Bedienung, egal wo und ich gebe bei guter Leistung eben auch das entsprechende "Aufgeld" dazu.


Klaus

16.08.2017

Der abgehetzte Paketbote bekommt von mir 1 EUR. Transportschäden sind seitdem extrem selten geworden.


Hotti

16.08.2017

Ich gebe immer Trinkgeld,zwischen 5% und 10% w52n5


Anna

16.08.2017

Arbeite auch im Service. Amerikaner, Schweden, Italiener geben nie Trinkgeld, auch Deutsche lassen sich oft auf 10 Cent genau herausgeben. Echtes "Trinkgeld" ist extrem selten ...


CDK

16.08.2017

Es hängt in erster Linie vom Service ab, ist der gut, gebe ich ca. 10%, nur wenn der Service schlecht war gibt es nichts.


schmidt

16.08.2017

Warum werden keine Empfehlungen für die östlichen Staaten (Polen Slowakei CZ Ungarn Österreich Bulgarien etc ) gegeben


Josef

05.08.2017

Wenn von Trinkgeld die Rede ist wird immer nur von Trinkgeld in Gaststätten gesprochen, Was ist aber mit den sehr oft von den
Begleitern geforderten Trinkgeldern? Dort kommen je nach Reisegruppen Beträge in dreistelliger Größe vor.
Bekommen die Reisebegleiter von den Reisegesellschaften vielleicht kein Gehalt gezahlt, oder verstehe ich da etwas falsch?!


Conny

05.08.2017

Ein Kommentar störte mich maßlos.Ich gebe bei einem gutenService immer gerne Trinkgeld, aber eine Bemerkung kann ich mir nicht verkneifen:Wenn die Freiwillige Feuerwehr kommt um eine Spende bittet bin ich immer dazu bereit.Diese Leute sind in ihrer Freizeit bereitfür andere ihren Kopf hinzuhalten.Ich frage mi
ch was der eine Schreiber sagt, wenn die Feuerwehr nach seiner letzten Spende fragt und bei keiner freiwilligen Zahlung seine Wohnung abbrennen läßt. ER kann sich ja mal zum trocknen der Schläuche mal melden oder die Fahrzeuge reinigen.


Italien

02.08.2017

Meine Erfahrung aus Rom aus dem Monat Januar 2014 ist, dass es - jedenfalls in Cafés - gar nicht üblich war, Trinkgeld zu geben. Die Bedienung lief mir teilweise hinterher, um mir den überzahlten Betrag auszuhändigen. Auch im Übrigen erschien mir die Trinkgeldkultur überhaupt nicht ausgeprägt und das ließ sich auch nicht damit erklären, dass ein Coperto erhoben wurde. Von daher erscheint mit der einleitende Artikel nicht gut recherchiert zu sein, zu den südlichen Ländern jedenfalls pauschal.

Ich habe es um die gleiche Zeit im Ausland - möglicherweise war es der gleiche Urlaub - auch erlebt, dass mein Trinkgeld zurückgewiesen wurde, und ich gebeten wurde, einfach wieder zu kommen (möglicherweise war es der Inhaber, aber auch das habe ich im Inland noch nicht erlebt). Das fand ich ziemlich sympathisch.


Sebastian

01.08.2017

Ich finde so manche Ansichten etwas verwirrend.
Ich lese ich hier mehrfach, dass auf Speisekarten steht 10% Bedienungsgeld und MwSt. sind im Preis enthalten.
Ja, generell ist in Deutschland die Bedienung und MwSt. inkludiert und dies muss auch so gekennzeichnet sein. Woher die 10% stammen – ich habe dies noch nie so (in Deutschland) gesehen.
Die ebenso häufig genannten hohen Preise in Restaurants – nun ja es ist teurer essen zu gehen als sich Zuhause am Herd zu stehen. Ich finde da kommt es immer auf die Qualität der Grundprodukte an. Möchte ich ein vernünftiges Steak muss ich dafür nun mal im Restaurant 30-40 € in die Hand nehmen – für eine vernünftige Qualität ist das auch ok. Da reicht zum Vergleich ein Blick beim Biobauern auf den Kilopreis für ein Rinderfilet und man sollte merken das es nicht zu teuer ist.
Die Gleichsetzung mit anderen Dienstleistungsfirmen wie KfZ Werkstätten hinkt in meinen Augen. Welche Laune der KfZ Schlosser beim reparieren meines Autos hat, ob er sich dabei freundlich und geschickt ausdrückt… all das ist mir ziemlich egal. Ich bekomme es nicht mit.
Anders bei einem Kellner – ja, es mag ein Teil seines Jobs sein. Aber motiviert es nicht wenn es dafür etwas Kleingeld gibt?
Wer war denn zur Studentenzeit in einer Gaststätte, Hotel oder Biergarten jobben? Wer hat Kids die das jetzt machen um sich etwas dazuzuverdienen oder um ihr Studium zu finanzieren? War und ist da nicht die größte Motivation das Trinkgeld und man hat dafür Alles gegeben? Ich bin der Meinung, wenn der Service super läuft, man eine motivierte Bedienung hat und selbst nicht jeden Euro umdrehen muss sollte man ein Trinkgeld geben – ob im Biergarten, Restaurant, beim Taxi oder eben auch mal beim Fleischer. Und wenn der KfZ’ler kein Muffel ist sondern einfach zu Spitze klingelt es durchaus auch in der Kaffeekasse wenn ich das Auto abhole…


Señor Vino Tinto

01.08.2017

Normalerweise gebe ich je nach zu zahlender Rechnung 10% Trinkgeld. Bei Beträgen über 100 € ist es etwas weniger. Bei Kleinbeträgen unter 5,00 € kann es mehr sein. Wenn ich zum Beispiel 4,20 € zu zahlen habe, dann runde ich auf 5,00 € auf, ebenso bei 4,60 €.


MeineWenigkeit

31.07.2017

Alpenbert, Nein, da bin ich völlig anderer Ansicht; Willi und Spagetti, volle Zustimmung (gleich richtig einpreisen, was ja auch gemacht wird).
Die "Erwartung" und schon fast "Nötigung" zum Trinkgeld geben ist das, was mich anzipft.Soll ich aus Dankbarkeit, dass ich "endlich" bezahlen darf (was eh oft länger dauert) das mit einem Trinkgeld bedanken? Nein, ich bin nicht geizig, es geht mir ums Prinzip.

Ich traue mich schon gar nicht mehr, gar nichts herzugeben (was ich am liebsten machen würde). Wie gesagt, ordentliche Bezahlung and die Arbeitnehmer und damit hat es sich. Aus genau diesem Grund will ich eigentlich gar nicht mehr ins Restaurant essen gehen. Als ich auf Montage war, bekam ich bei jedem Wochenende "Trinkgeld" in Form von Weinflaschen. Ich will das gar nicht, es ist eine Art "Bestechung" oder ein Vorschuss, das ich "gut" habe und das dann in einer anderen
Form wieder "gutmachen" sollte. Da sind mir China oder Japan, wo grossteils noch Null-Trinkgeld Mentalität herrscht, hundertmal lieber

Irgendwann wollen immer mehr ein Trinkgeld (der Kfz Mechaniker, der Handwerker, vielleicht auch der Polizist und Parkwächter der mir den Service des Strafzettelausstellens anbietet. Ich kaufe ein Produkt und das ist egal, ob im Gasthaus oder im Supermarkt. Dann kommen die Trinkgelder (ähm Spenden) für Musik und Feuerwehr. Dann solltens bitte von der Gemeinde genug Geld bekommen, um nicht noch extra schnorren gehen.

Wenn ein Kellner mich das nächste mal benachteiligt, weil ich ihm das vorhergehende Mal kein Trinkgeld gab, dann war ich eh das letzte Mal dort (und hat auch den falschen Beruf gewählt, denn dann ist er falschfreundlich, wenn er nur freundlich ist, wenn man ihn fest zusätzlich sponsert.

Im Hotel will ich mir auch nicht den Koffer tragen lassen, wenn ich den schon mehrere hundert Meter selbst getragen hat, schaffe ich den letzten Weg vom Aufzug ins Zimmer auch nicht. Es ist dann dieselbe
peinliche Situation, wieviel sollte ich geben.

Spagetti:
"Wenn mir in einem Restaurant ein freundlicher Ober eine Flasche Wein für 30€ serviert soll ich ihm 3€ Trinkgeld geben,
wenn die Flasche aber 100€ kostet soll er 10€ bekommen für exakt den gleichen Service."
Sehr gute Feststellung!


Petra

31.07.2017

Trinkgeld!! Diese Diskussion ist ätzend. Was ist mit anderen Bereichen: Pflegepersonal, Elektriker, Gärtner und und und die Liste ist beliebig lang fortzusetzen.Kriegen die Trinkgeld.... nein.Oftmals ist es sogar vom Arbeitgeber untersagt etwas anzunehmen.............. Geldwerter Vorteil.


Spaghetti

29.07.2017

Eines meiner Lieblingsthemen! Würde gerne ein Buch darüber schreiben.
War kürzlich in einem Lokal mit Selbstbedienung, musste lange auf einen Tisch warten und habe mir erlaubt beim Zahlen an der Kasse kein Trinkgeld zu geben (warum auch). Die Bemerkungen der Kassiererin und die Blicke des danebenstehenden Geschäftsführers erlauben mir nicht, trotz des guten Essens, dieses Lokal nochmals aufzusuchen.
Bei Kreuzfahrten werden inzwischen 15 -20 € (je nach Kabinenklasse) pro Person und Tag automatisch einbehalten! Das entspricht pro Besatzungsmitglied (incl. Kapitän) bei einem Verhältnis von 2 Passagieren pro Besatzungsmitglied (bei manchen Schiffen bis zu 4:1) einem Zusatzverdienst von knapp 1000 € (bis 2000€) pro Monat.
Wenn mir in einem Restaurant ein freundlicher Ober eine Flasche Wein für 30€ serviert soll ich ihm 3€ Trinkgeld geben, wenn die Flasche aber 100€ kostet soll er 10€ bekommen für exakt den gleichen Service.
Heute erwartet jeder ein Trinkgeld (Arztpraxis, selbstständige Fußpflegerin, der Wirt eines Lokals etc.) und wir als Kunden, die bereits für einen (selbstverständlich guten) Service den vereinbarten Preis bezahlt haben, sollen unhöflich sein, weil wir nicht (freiwillig!!!) noch einen Zuschlag bezahlen. Beim Metzger lassen wir uns auf den Cent genau rausgeben auch wenn wir noch so freundlich bedient wurden und das Enkelchen sogar noch ein Stück Wurst (kostenlos) einstecken durfte.
Trinkgeld hat nichts mit Logik, mit Höflichkeit oder Tradition zu tun. Es ist eine Art Bestechung. Gibst Du kein ordentliches Trinkgeld, wirst Du es beim nächsten Mal schon merken!


Willi

28.07.2017

Bei den mittlerweile hohen Getränkepreisen in dt. Gaststätten und Cafes sehe ich nicht mehr ein hier noch zusätzlich Trinkgeld zu geben auch nicht Aufzurunden. Generell sollte der Service richtig eingepreist werden.


Gerd

28.07.2017

Alle sprechen hier von Trinkgeld für den Service, aber die Zufriedenheit geht doch in erster Linie durch den Magen und da gebe ich mein Trinkgeld persönlich oder direkt betont "für die Küche" .
Aus Erfahrung weis ich, dass nicht immer mit der Küche geteilt wird und das ist nicht in Ordnung. Der Service erhält dann den Betrag aufgerundet bzw. den nächsten Zähler.


alpenbert

28.07.2017

Normalerweise gebe ich immer 10% oder mehr.
Alles andere ist unhöflich...
Wenns mal nicht passt rund ich halt zum vollen Euro auf.
Kein Trinkgeld ist einfach echt peinlich (habt ihr keins oder was)... und beim nächsten mal bekommt halt der den besseren Tisch der gut gibt. Der Kellner merkt sich das wer was gibt.


Patrick

28.07.2017

Ich finde es auch absoluter blödsinn Trinkgeld als pflichtbeitrag anzusehen.Es ist eine absolut unverbindliche Leistung eines jedes einzelnen. Das geht mittlerweile sogar soweit das bestimmte Branchen ja zum eher geringen Einkommen vom Arbeitgeber noch das zusätzliche Trinkgeld schmackhaft gemacht wird?!?

Klar ist der verdienst in manchen Branchen sehr bescheiden aber da liegt die Fehlersuche eher in der Politik, gute Arbeit MUSS fair bezahlt werden ohne wenn und aber, der Meinung bin ich auch.

Ich kann nur aus meiner Sicht sprechen, von mir wird jeden Tag solide gute Arbeit ERWARTET, nun das ist eben mein Job als Arbeitnehmer.

Das Thema Trinkgeld wird aus meiner Sicht immer eine Grundsatzdisskusion bleiben.


Grit

28.07.2017

Ich bezahle doch den geforderten Preis. Wenn er nicht reicht, muss er erhöht werden.


Rüdiger

28.07.2017

Wenn es darum geht, dem Service die Anerkennung für ihren Job zu zollen, weil diese so schlecht bezahlt werden, dann liegt das wohl auch an unseren (Steuer-) Gesetzen. Demnächst steht der Pilot mit seinem Co (z.B. von einer Irischen Fluggesellschaft), an der Cockpittür und möchte auch Trinkgeld für das heile Ankommen. Ich runde grundsätzlich nur auf, es sei denn, die Bedienung war wirklich aussergewöhnlich.


Franz

27.07.2017

Das Trinkgeldgeben in den Restaurants (und noch mehr die Nötigung dazu) sollte abgeschafft werden. Wenn die Bedienung dann auch noch so frech ist, das Trinkgeld selbst einzuheben ("versehentliches Aufrunden" oder "versehentliches Hören von Trinkgeld") ist bei mir der Ofen aus. Dann sollens gleich 5% (oder was auch immer, was eh schon oft passiert, oft absichtlich ganz klein geschrieben (Service charge included), (damit man möglichst nochmals Trinkgeld hergibt) als Service einpreisen und das dann genau abgerechnet werden.


Thomas

27.07.2017

ich gebe Trinkgeld, wenn ich zufrieden bin. Auch in meiner Autowerkstatt. Da kann ich auch mal ohne Termin vorfahren und wenn ich auf die Frage, was ich schuldig bin, "lass mal" hörte, gibts immer 5 oder 10 Euro für die Kaffeekasse.
Im Restaurant gibts meistens 5%. Nur wenn was nicht passt (Bier nicht kalt, Tochter erhält als letztes ihr Essen, dann gibts nichts. Ist aber eher selten.


Martina

27.07.2017

Diese Trinkgelddiskussion ist echt nicht gut. Ich fühle mich sooo genötigt welches zu geben. Ich bin bestimmt nicht knaustrig und wenn ich rundum zufrieden bin, ist das auch selbstverständlich für mich und gebe gerne Trinkgeld. Aber Trinkgeld für einen Service als Muss auszulegen und dann noch mit % festzumachen ist eine Frechheit. Es bekommt doch jeder seinen Lohn für seine Arbeit und wenn das in manchen Ländern schlecht ist , ist das nicht mein Problem.
Bei meiner Kreuzfahrt wurden gleich mal 10€ pro Tag/Person aufgeschlagen. Da werden jedoch viele Philippiner beschäftig und man kann sich denken, das die sehr sehr wenig Lohn bekommen. Da gebe ich es aber auch gern.


wohltemperiert

27.07.2017

Deutschland ist und bleibt eine Service-Wüste.
Hier muss ich im öffentlichen Raum für den Toilettengang bezahlen.
In den Bahnhöfen gibt es keine öffentlichen Toiletten mehr - jedoch Fress-und Saufbuden en masse.

Trinkgeld gebe ich immer - und das ist gut so.


Hans

26.07.2017

Warum soll ich in der Gastronomie Trinkgeld geben? Auf jeder Rechnung steht 10 % Trinkgeld inclusive.
Ich habe Probleme wenn meine Rechnung 300 € macht. 30 € hat dann die Bedienung bereits und ich soll nochmals 30-45 € geben?

In meiner Autoreparaturwerkstätte oder meinem Bankier gebe ich doch auch nichts, obwohl sie es u.U. verdient hätten.


Franz

26.07.2017

Ich finde Trinkgeld geben überhaupt eine Unart. Die sollen die Angestellten gleich ordentlich bezahlen. Ich will kein Trinkgeld generell geben, ausser es war eine gute und persönliche Leistung. Warum soll ich der Kellnerin Trinkgeld geben, wenn sie ihre Getränke am Tisch abgstellt. Ist ihr Job und dafür wird sie auch bezahlt.


Matthias

26.07.2017

Ob ein Trinkgeld generell gerechtfertigt ist oder nicht, muss wohl noch geklärt werden. Interessant finde ich aber die Annahme vieler Teilnehmenden hier, dass dann ja jede dienstleistende Person ein Trinkgeld verdient hätte.
Wie Danny schon richtig schreibt, sind die Arbeitsbendingungen in der Gastronomie noch immer unter aller Sau! (Bei uns gibt es 2 Festangestellte im Service und 13 450€-Jobber.) Sobald ich mit meinem Studium durch bin, bin ich auch Dienstleister. Erwarte ich dann ein Trinkgeld? Nein, ich verdiene halt auch so genug.
Wenn ich mich jedoch jeden Samstagabend von erwachsenen(!) Menschen anflaumen lassen soll, weil sie nicht verstehen, dass ein gezapftes Bier bei vollem Biergarten auch mal mehr als 5min dauert, dann darf ich doch erwarten, dass ich vernünftig entlohnt werde - ob per Stundenlohn oder Trinkgeld ist dabei egal.
Fun Fact: Sobald ich die erste Bestellung aufgenommen habe, weiß ich schon in etwa, ob und wie viel Trinkgeld es geben wird. I. d. R. hat das Trinkgeldgeben wenig mit gutem Service und mehr mit einer generellen Wertschätzung zu tun.


Andy

25.07.2017

Trinkgeld gut und schön, Gastronomie ist aber eine Dienstleistung wie jede andere. Natürlich kann ich den Dienstleister für besondere Leistung zusätzlich entlohnen. Der Kellnerin automatisch 10 % von der Rechnung zu überlassen, nur weil sie ihren Job macht und mir Speisen oder Getränke auf den Tisch stellt, halte ich für übertrieben. Da müsste ich täglich dem Postzusteller, dem Zeitungsboten, der Sprechstundenhilfe beim Arzt, dem Arzt selber, dem Verwaltungsbeamten, der Autowerkstatt und wen auch immer 10 % eines realen oder imaginären Rechnungsbetrages überlassen. Das tue ich nicht und lasse mir da gern deutsche Knickerigkeit vorwerfen. Ich runde aber die Beträge schon auf, aber halt nicht nur im Restaurant, und meist liegt das deutlich unter 10 %.


Hm..

25.07.2017

@Petra Maria Mayer

Dann würde die Küche nichts bekommen - nene, dann lieber teilen!

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Ganz ehrlich? Ich gebe zwar Trinkgeld bei gutem Service - aber nur weil ich die Situation der Mitarbeiter aus erster Hand kenne. So fies das klingt aber ich kriege bei guten Service auch nur den feuchten Händedruck, mehr darf man ja nicht mehr annehmen o_O


Weh

18.08.2016

Ob nun jemand Trinkgeld gibt oder nicht, ist wohl jedem selbst überlassen. Ich gebe bei gutem Service jedenfalls gerne zwischen 5 % und 15 % der Rechnungssumme. Außer in Japan natürlich, denn dort wird - wie im Artikel beschrieben - "Trinkgeld geben" warum auch immer als beleidigend gedeutet :-)


Danny

10.07.2016

Warum werden die meisten europäischen Länder (außer Skandinavien mit besserem Verdienst) mit ca. 10 % genannt und Deutschland mit 5-10%? Der Geiz der Deutschen und Touristen ist deutlich spürbar! Und an alle, die aus anderen Berufen kein Verständnis für diese Sitte haben: die Mehrheit der Gastronomiemitarbeiter arbeitet ohne Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, ohne bezahlten Urlaub, und immernoch ohne Mindestlohn. Es können noch mehr Gesetze kommen, wenn diese nicht angewendet werden - die Arbeiter in dieser Branche können dafür am allerwenigsten - außer zu sagen ich arbeite gar nicht und liege dem Staat auf der Tasche - mit Sicherheit nicht die Lösung, aber auch nicht Aufgabe des Arbeiter, das System und die Politik zu ändern....
Wenn der Service zufriedenstellend war, sollte man bei der Preiskalkulation auch die Mitarbeiter belohnen... Wenn der Service dem Ausdruck nicht gerecht wird, natürlich nicht - aber ein Trinkgeld sollte schon im Verhältnis zur Zufriedenheit gegeben werden (sowohl positiv wie negativ) und nicht wie manche Touristen aus trinkgeldfordernden Ländern als Entleerung Ihrer Reisekasse in Kupferform - 40 Münzen und noch nichtmal ein Euro Summe...


Elisabeth

15.06.2016

Ich arbeite in einem Beruf in den wir von Angehörigen zu bestimmten Anlässen Trinkgeld bekommen würden. Und ist es jedoch nicht erlaubt diese anzunehmen. Daher sende ich auch nicht ein besonders großzügig Trinkgeld zu geben.


Sven

15.06.2016

Die deutsche Knickerigkeit ist manchmal ein echter Grund zum Fremdschämen und entspringt wohl dem sehr deutschen, egozentrischen Verständnis von Gastlichkeit und Gastfreundschaft. Besonders peinlich ist es, wenn mit gönnerhafter Geste lächerlichste Centbeträge als Aufrundung gegeben werden - das ist demütigend für die Servicekraft und ein Form von Geiz, die nur Kopfschütteln hervorrufen kann. Dann besser exakt zahlen und still verschwinden. Natürlich muss man fehlenden Service nicht belohnen, gute Gastlichkeit aber schon.


Petra Maria Mayer

17.03.2016

Zu Sofie (22.12.2015): "Das Trinkgeld teilt sich das ganze Team ..."
Das finde ich gar nicht gut. Einem freundlichen Kellner gebe ich großzügig Trinkgeld, einem Stoffel gebe ich nichts. Wenn die sich das dann teilen, ist das ungerecht!


Thomas Schmidt

29.12.2015

Betr. Deutschland: Nichts gegen das Zahlen eines Trinkgeldes an sich. Ich mache es regelmässig und gerne. Aber ich stosse mich an Angaben, wie viel Trinkgeld man in D gefälligst zu zahlen HÄTTE. Im Prinzip erst einmal gar nichts! Nur mal so an anbei: Ich bekomme auch kein extra Geld von meinen Kunden, wenn ich vereinbarungsgemäss meine Arbeit verrichte. Mittlerweile habe ich das Gefühl, dass immer mehr Leute glauben, "trinkgeldberechtigt" zu sein. Vielleicht sollte ich mir auch mal eine Sammelbüchse zulegen. Was meint Ihr?

P.S.: Zumindest in den USA sind es übrigens 15-20% auf die NETTO-Rechnungssumme....


-ines-

24.12.2015

Trinkgeldgeben begrenzt sich bei mir auf moderates Aufrunden. In der Zeit der Berufstätigkeit war das kein Problem, aber jetzt mit der Minirente muß ich leider haushalten. Übrigens, guter Service sollte selbstverständlich und in der Rechnung wohl schon eingepreist sein. Von anderen Berufsgruppen erwartet man auch gute Leistung für gutes Geld. Wir bezahlen doch nicht mit Alu-Chips!


Günter K.

23.12.2015

Das ganze Trinkgeldgehabe passt nicht mehr in unsere heutige Zeit! Es gibt Dienstleister die von Gesetz her kein sogenanntes Trinkgeld annehmen dürfen (Bestechung). In der Gastronomie ist diese Unsitte nach wie vor Usus. Schaue ich mir jedoch mal die gesalzenen Preise an, da sollte doch schon etwas für die Bedienung abfallen!!! Nur leider lässt das wohl die Geldgier der Eigentümer nicht zu!!!


Kierud

22.12.2015

Ich gebe zwar meistens ein Trikgeld zwischen 5 und 10 %, manchmal gebe ich auch nichts, wenn der Kellner nichts dafür tut, z.B. wenn ich an der Theke sitze. Es stellt sich aber allgemein die Frage, warum überhaupt ein Trinkgeld. Jeder hat sein Bestes zu geben am Arbeitsplatz. Als Fabrikarbeiter bekomme ich auch kein Trinkgeld obwohl ich auch nur gering verdiene. Trinkgeld kann der geben, ders hat.


August der Starke von Bayern

22.12.2015

Ich mache die Trinkgeldhöhe vom Service abhängig. Bei einem echt miesen Service lasse ich auch eine größere Rechnung auf den Cent genau herausgeben.
In der Regel runde ich aber auf - meine Maxime: 1 Euro pro Person beim Essen, im Cafe 50 Cent pro Person.


Sofie

22.12.2015

Jaja, das Trinkgeld. Aus meinen Erfahrungen im Service der gehobenen Gastronomie geben die Amerikaner null Trinkgeld, da ist man echt platt bei einer Rechnung von über 2000 euro...und die Italiener geben eigentlich auch wenig bis nichts. Und zur Info für den Gast: Das Trinkgeld teilt sich das ganze Team und die Küche bekommt auch 30% davon.


Klaus Nary

22.12.2015

In Israel bekommen Sie Hausverbot, wenn Sie kein Trinkgeld geben.


Prietze

21.12.2015

Für Skandinavien (außer Schweden) - betont der Artikel - ist die Service-Charge schon im Preis enthalten. Das ist in Deutschland auch so: 10% Bedienungsgeld und MWst, sind lt. Speisekarte enthalten! Wenn alles in Ordnung war, runde ich natürlich auch - meistens gut - auf ...