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Börsen-Lexikon

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Von A bis Z

Eine Aktiengesellschaft (AG), welche eine andere AG im Rahmen eines Squeeze-out eingliedert, d.h. sie zu mindestens 95% übernimmt, ist zur Zahlung einer Abfindung an die außenstehenden Aktionäre der übernommenen AG verpflichtet. Möglichkeiten der Abwicklung sind eine Barabfindung oder ein Aktientausch, wobei die Aktionäre Aktien der übernehmenden AG erhalten.

Soll eine Abfindung von Aktionären wegen der Rechte aus ihren Aktien vorgenommen werden, wird ihnen ein Abfindungsangebot unterbreitet. Dieses enthält die näheren Einzelheiten der Abfindung, insbesondere Betrag und technische Durchführung.

Erfahren Sie mehr über die Abgeltungsteuer in unserem Bereich Kundenservice.

Außerdem erhalten Sie dort weitere Informationen zum Thema Steuern:

 

Solidaritätszuschlag

 

Kirchensteuer

1. Geringere Bewertung eines Wertpapiers nach Abtrennung bestimmter Rechte. Bei Aktien z.B. der Dividendenabschlag oder der Bezugsrechtabschlag nach Abtrennung des entsprechenden Kupons. 2. Differenz zwischen Rückzahlungsbetrag und einem niedrigeren Auszahlungsbetrag, z.B. bei Anleihen oder Grundschulden. Dient meist zur Feinabstimmung der Effektivverzinsung. 3. Differenz zwischen aktuellem und Terminkurs.
Die Abschlagsdividende ist eine Vorauszahlung auf die Jahresabschluss-Dividende, z.B. als Vierteljahres-Dividende. Sie findet im Ausland Anwendung, ist aber in Deutschland nicht üblich.
Wertpapier- oder Devisenpositionen können gegen negative Kursentwicklungen abgesichert werden, indem man zum Beispiel Short- bzw. Put-Zertifikate kauft.
Die Abwertung ist eine Maßnahme der Notenbank zur Stabilisierung einer Währung. Sie hat einen geringeren Außenwert der Währung zur Folge, was sich positiv auf den Export, jedoch negativ auf den Import auswirkt.

Anleihe, bei der die Rückzahlung zu 100% erfolgt, der Erwerb aber deutlich günstiger ist, da Zins (mit Zinseszinsen) erst zusammen mit der Tilgung am Ende der Laufzeit ausbezahlt werden. Beispiele sind Zero-Bonds und Bundesschatzbriefe Typ B.

Ereignisse, die den Kurs einer Aktie maßgeblich verändern können, müssen unverzüglich von der Aktiengesellschaft bekanntgemacht werden, um Insidergeschäfte zu verhindern. Diese Mitteilungen der Gesellschaft werden Ad-hoc-Mitteilungen genannt.

Führt eine Aktiengesellschaft einen Split oder eine Kapitalerhöhung durch, müssen die für die Charttechnik relevanten historischen Kursdaten adjustiert, d.h. neu berechnet werden.

American Depository Receipts sind von amerikanischen Banken ausgegebene Hinterlegungsscheine für nichtamerikanische Aktien. Sie werden anstelle der Aktien an US-Börsen gehandelt (z.B. Deutsche Telekom). Steuerlich werden sie wie Aktien behandelt; Gewinne / Verluste werden über den Aktien-Verlustverrechnungstopf gebucht.

Liegt der tatsächlich zu zahlende Preis über dem Nennwert eines Wertpapiers, so bezeichnet man die Differenz als Agio, Aufgeld oder Aufschlag. Es dient bei Anleiheemissionen als Feinabstimmung für die Rendite. Entgegengesetzter Fall: Disagio, Abgeld, Abschlag.

Aufgelaufene thesaurierte Erträge je Anteil, die ein Fonds seit dem 01.01.1994 angesammelt hat.

Mit der Investmentsteuerreform entfallen die akkumulierten ausschüttungsgleichen Erträge zum 01.01.2018 für Veräußerungen.

Kauf eines Unternehmens oder Teilen davon, um die Geschäftspolitik bestimmen oder kontrollieren zu können. Das Management des zu akquirierenden Unternehmens ist bei dieser auch "friendly Takeover" genannten Transaktion mit einem Verkauf des Unternehmens einverstanden. Ist der Verkauf nicht freiwillig, so spricht man von einem "unfriendly Takeover."
Bei einer Aktiengesellschaft erwerben die Aktionäre durch Kauf von Aktien Miteigentum an einer Firma. Sie ist eine übliche Rechtsform für große Unternehmen und hat den Vorteil, dass die Aktionäre durch Erwerb von Aktien auch mit wenig Geld einsteigen können. Die Aktionäre haben das Recht, den Aufsichtsrat zu wählen. Dieser bestellt den Vorstand. Des Weiteren dürfen stimmberechtigte Aktionäre auf einer ordentlichen Hauptversammlung über für das Unternehmen wichtige Fragen abstimmen. Darunter fallen beispielsweise Entlastungen von Vorstand und Aufsichtsrat oder die Verwendung des Kapitals.

Von Fachleuten verfasster Bericht, um Anleger bei der Aktienauswahl zu unterstützen. Ihre Aufgaben sind zum einen die Information, zum anderen die Prognose.
Man kann zwei Arten von Aktienanalysen unterscheiden: Bei der Chartanalyse wird versucht, mithilfe bestimmter grafischer Formationen und Indikatoren eine Vorhersage über den möglichen weiteren Kursverlauf zu machen. In der Fundamentalanalyse dagegen möchte man mithilfe bestimmter Kennzahlen der Aktiengesellschaft den weiteren Verlauf der Aktie vorhersagen. Wichtige Zahlen hierfür sind Umsatz, Gewinn und das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV). Es wird versucht, die Reaktionen der Anleger auf bestimmte Ereignisse einzuschätzen.

Aktienanleihen bieten überdurchschnittlich hohe Zinsen. Die Höhe der Zinsen steht fest und fließt dem Anleger in jedem Fall zu. Die Rückzahlung des Kapitals ist abhängig vom Wert der zugrunde liegenden Aktie bei Fälligkeit. Liegt dieser Wert über einem bei Emission festgelegten Basispreis, wird der Nominalbetrag (i.d.R. 100%) zurückgezahlt. Liegt der Wert darunter, erhält der Anleger eine festgelegte Stückzahl der Aktie geliefert. Bezüglich ihrer Chance-Risiko-Struktur sind Aktienanleihen deckungsgleich mit Discount-Zertifikaten, d.h. sie bieten einen Risikopuffer gegenüber einem Direktinvestment in der Aktie und erzielen bereits in seitwärts oder leicht abwärts gerichteten Märkten eine Rendite.

Als Aktienfonds bezeichnet man Fonds, die sich überwiegend aus Aktien zusammensetzen.
Unternehmensform, bei der das Grundkapital der Firma auf Aktien aufgeteilt wird. Die Inhaber der Aktien sind somit Miteigentümer des Unternehmens.
Der Aktienindex misst die Entwicklung des Aktienmarktes als Ganzes. Dazu wird ein Korb von verschiedenen Aktien gewichtet und indexiert, um dessen Entwicklung messbar zu machen. Die Indexanbieter entscheiden über Zusammensetzung und Kalkulationsmethode der Indizes. Beispiele sind der DAX, Dow Jones und EURO STOXX.
Das Grund- und somit Eigenkapital einer Aktiengesellschaft wird Aktienkapital genannt. Hierbei wird die Beteiligung des Aktionärs am Grundkapital als Nennwert der von ihm gekauften Aktie bezeichnet.

Mit einer Option hat der Besitzer das Recht, eine bestimmte Anzahl Aktien zu einem vorher festgelegten Preis innerhalb einer bestimmten Frist zu kaufen (Call- oder Kaufoption) oder zu verkaufen (Put- oder Verkaufsoption). Optionen werden an der EUREX gehandelt und in Form von Optionsscheinen und Zertifikaten verbrieft und dadurch für Kleinanleger handelbar gemacht.

Ein Aktienbuch oder Aktienregister ist ein Verzeichnis, das von einer Aktiengesellschaft geführt werden muss, die Namensaktien ausgegeben hat. Es enthält alle Inhaber von Namensaktien mit Name, Geburtsdatum und Adresse sowie der Stückzahl oder den Aktiennummern und bei Nennbetragsaktien den Nennbeträgen. Wer nicht im Aktienbuch eingetragen ist, zählt nicht als Aktionär und kann insbesondere kein Stimmrecht ausüben.

 

 

Unter speziellen Umständen können Aktiengesellschaften die von ihnen ausgegebenen Aktien wieder zurückkaufen. Aktienrückkäufe können aus verschiedenen Beweggründen erfolgen. Eines der am häufigsten angestrebten Ziele ist dabei eine Steigerung des Wertes der verbleibenden Aktien am freien Markt.
Finanzierungsform bei Fusionen. Bei der Übernahme eines Unternehmens durch ein anderes besteht die Möglichkeit, einen Aktientausch durchzuführen. Hierbei wird der Preis, der nötig ist, um die Aktien des kleineren Unternehmens aufzukaufen, mithilfe der Aktien des größeren Unternehmens bezahlt. Man spricht auch dann von einem Aktientausch, wenn Unternehmen gegenseitig Anteile an Firmen austauschen, um die Reichweite ihrer Beteiligungen zu erhöhen.
Bezeichnet den Inhaber von Aktien einer Aktiengesellschaft. Bei Namensaktien ist der Name des Aktionärs im Aktienbuch eingetragen. Bei Inhaberaktien legitimiert der Besitz der Aktienurkunde den Inhaber als Aktionär.
Bezeichnet den linken Teil der Bilanz. In ihr sind alle Vermögenswerte der Unternehmung zusammengefasst. Die Aktiva können weiter unterteilt werden in Anlage- und Umlaufvermögen.
Bringt eine Aktiengesellschaft bei einer Kapitalerhöhung neue Aktien heraus, die den bisherigen nicht gleichgestellt sind, so werden diese bisherigen als "Alte Aktien" bezeichnet und entsprechend höher gehandelt.

Erfahren Sie mehr über die Altverluste in unserem Bereich Altverluste.

Wenn der Preis des Basiswertes einer Option oder eines Optionsscheins zum Betrachtungszeitpunkt nahezu dem Ausübungspreis entspricht und die Option damit kaum inneren Wert aufweist, so notiert die Option "am Geld" oder "at-the-Money."

Auch: American Style. Hier kann das Optionsrecht während der gesamten Laufzeit ausgeübt werden. Gegensatz: Europäisches Optionsrecht.

Die New Yorker Börse American Stock Exchange (AMEX) hat ein erheblich kleineres Handelsvolumen als die New York Stock Exchange NYSE. Hauptsächlich kleinere Unternehmen werden hier gehandelt.

Eine planmäßige Tilgung einer Schuld wird als Amortisation bezeichnet. Die "Amortisationsdauer" kennzeichnet den Zeitraum, ab dem sich eine Investition rechnet.
Der amtliche Handel stellt die höchsten Anforderungen (z.B. Publizitätsvorschriften) an die dort gelisteten Papiere. Die Notierungen werden zusätzlich in einem Kursblatt veröffentlicht.
Professioneller Beurteiler, der die Entwicklung von Wertpapieren und Kapitalanlagen bewertet und i.d.R. anschließend eine Empfehlung ausspricht.
Der erste Kurs bei variabler Notierung nach Eröffnung eines Börsentags wird Anfangskurs oder Eröffnungskurs genannt.

Der Anlageausschuss besteht aus Fachleuten aus dem Bereich der Wertpapieranalyse und des Wertpapierhandels. Er berät Kapitalanlagegesellschaften (KAG) bei Kauf und Verkauf von Wertpapieren für Fonds.

Bei der Auflage eines Investmentfonds festgelegte Richtlinien, die Fondsmanager zu beachten haben. Sie regeln Anlageform und Mindest- sowie Höchstgrenzen für einzelne Wertpapierarten. Die Anlagegrundsätze erleichtern es dem Anleger, die Struktur und die Ausrichtung eines Investmentfonds zu erkennen.
Bezeichnet eine Vorgehensweise, um Gewinne an den Wertpapiermärkten zu erzielen. Es gibt den konservativen Anleger, der in erster Linie festverzinsliche Wertpapiere und solide Aktien in sein Depot nimmt, und den spekulativen Anleger, der den schnellen Erfolg mithilfe von Nebenwerten und Hebelprodukten sucht.
Das Anlagevermögen ist Teil des Vermögens eines Unternehmens und muss dauerhaft dessen Geschäftszweck dienen. Es setzt sich zusammen aus Sachanlagen, immateriellen Vermögenswerten und Finanzanlagen.
Auch: Schuldverschreibung, Obligation, Rente oder Bond. Sammelbegriff, der festverzinsliche Wertpapiere und deren Gläubigerrechte verbrieft. Dient der langfristigen Kreditaufnahme durch Unternehmen oder Staaten über die Börse.
Annuitätenanleihen oder auch Annuitätsbonds sind Anleihen, die in festen Jahresbeiträgen zurückgezahlt werden. Üblicherweise enthält eine Zahlung die Zinsen für das abgelaufene Jahr sowie einen festen Tilgungsbetrag. Am Ende der Laufzeit wird der Restbetrag der Anleihe zurückgezahlt.
Einen Börsenauftrag streichen / widerrufen.
Einen Anteil an einem Fond einer Investmentgesellschaft wird Anteilschein genannt. Der Wert des Scheins wird aus den Aktien, Papieren und Optionen des Fonds berechnet.
Um den Anteilwert eines Fonds zu berechnen, der auch dem Rücknahmepreis entspricht, teilt man das Gesamtkapital des Fonds durch die Anzahl der ausgegebenen Scheine.
Wer sich an der Börse antizyklisch verhält, verkauft bei steigenden Kursen und kauft bei fallenden Kursen.
Durch gleichzeitige, kombinierte Käufe und Verkäufe ist eine Gewinnerzielung aufgrund unterschiedlicher Preise an verschiedenen Handelsplätzen möglich. Theoretisch sind diese Gewinne risikolos, sie erfordern aber eine große Reaktionsgeschwindigkeit und bergen in der Praxis das Risiko, dass andere Arbitrageure (Händler) schneller reagieren.
AS = Altersvorsorge-Sondervermögen. Spezieller Fondstyp zum Zwecke der Altersvorsorge, der seit April 1998 in Deutschland zugelassen ist. AS-Fonds dürfen in Aktien, Anleihen und Immobilien investieren. Sie unterliegen dabei bestimmten Anlagerichtlinien.

Synonym für Briefkurs.

Als Asset wird ein Handels- oder Anlageobjekt der Börse bezeichnet.
Nach den Anlagepräferenzen des Anlegers wird bei der Asset Allocation strukturiert in verschiedene Wertpapiere und Länder investiert. Man unterscheidet generell zwischen nationaler und internationaler Allokation und zwischen kurz-, mittel- und langfristigen Investitionen.
Diese Kennzahl drückt bei Optionsscheinen aus, um wie viel der Erwerb des Basiswerts über den Optionsschein teurer ist gegenüber dem direkten Kauf des Basiswerts.
Gesetzlich vorgeschriebenes Organ bei Aktiengesellschaften, Kommanditgesellschaften auf Aktien, Genossenschaften und Kapitalanlagegesellschaften. Er wird bei der Versammlung der Gesellschafter bzw. der Aktionäre bestimmt. Der Aufsichtsrat beruft, überwacht und berät die Geschäftsführung.
Die Aufwertung ist eine Maßnahme der Notenbank. Sie hat einen höheren Außenwert der Währung zur Folge, was sich negativ auf den Export, jedoch positiv auf den Import auswirkt.
Aufzinsungspapiere sind Anleihen, die zu 100% emittiert, aber nicht jährlich mit Zins und Tilgung zurückgezahlt werden, sondern erst am Ende der meist festgelegten Laufzeit mit Zins und Zinseszins. Der Zinssatz wird meist zum Emissionszeitpunkt festgelegt.
Der Handel in Auktionen bezeichnet einen Handelsmechanismus an der Börse Xetra, der vor allem für illiquide Aktien angewandt wird. Dabei wird durch Sammlung aller vorliegenden Orders Liquidität konzentriert. In der Regel einmal täglich werden die Kauf- und Verkauforders dann in einem Orderbuch gegenübergestellt und der Auktionspreis nach dem Meistausführungsprinzip ermittelt.

Begriff für Optionsschein, bei denen der Ausübungspreis eines Calls über dem Kurs des Basiswerts liegt. Liegt der Ausübungspreis eines Puts unter dem Kurs des Basiswert, spricht man ebenfalls von einer Option, die aus dem Geld notiert.

Begriff aus der Chartanalyse. Ausbrüche treten am Ende eines Seitwärtstrends auf und sind oft der Beginn starker Kursbewegungen, vor allem wenn sie mit einer Kurslücke, einem sogenannten "Gap" einhergehen. Die Kurslücken bleiben längere Zeit unausgefüllt, d.h. der Kurs kommt nicht auf das Niveau des Gaps zurück. Je höher die Umsätze des Ausbruchgaps, desto kleiner ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Gap geschlossen wird. Bricht der Kurs mit einem Gap aus einem Trendkanal aus, kann das Preisniveau des Gaps als Unterstützung bzw. als Widerstand dienen, falls der Trend nach einem Ausbruch dreht.

Die Tatsache, dass ein Schuldner die Forderungen nicht zurückzahlen kann, wird allgemein als Ausfallrisiko bezeichnet. Es tritt ein, wenn beispielsweise der Emittent von Anleihen infolge von Liquiditätsschwierigkeiten oder einem Konkurs nicht mehr zahlungsfähig ist.

Kurs, zu dem eine Order ausgeführt wird. Sie kann von der Preisindikation zum Zeitpunkt der Ordererteilung abweichen. Um das zu verhindern, können Limits gesetzt werden.
Beim Erwerb von Fondsanteilen fällt eine einmalige Gebühr an, die als Ausgabeaufschlag bezeichnet wird. Sie wird berechnet aus der Differenz zwischen Anteilwert und Ausgabekurs.
Der Ausgabekurs ist der Kurs, zu dem neue Wertpapiere, z.B. junge Aktien, ausgegeben werden.
Preis, zu dem der Anleger Fondsanteile kaufen kann. Er berechnet sich aus dem Anteilswert zzgl. des Ausgabeaufschlags und wird durch die Fondsgesellschaft börsentäglich ermittelt.
Anteile an ausländischen Aktiengesellschaften bezeichnet man als Auslandsaktien. Sie werden in Deutschland oft in Form von Aktienzertifikaten gehandelt.
Anleihen deutscher Schuldner in Fremdwährung oder Anleihen ausländischer Emittenten in EUR werden als Auslandsanleihen bezeichnet.

Begriff der Charttechnik. Treten Kurslücken in einem anhaltenden Auf- oder Abwärtstrend auf, so spricht man von Ausreißern. Der Kurs springt mühelos von Niveau zu Niveau. Ein Ausreißer markiert oft die Mitte einer Trendbewegung. In starken Bullen- oder Bärenmärkten können oft mehrere Gaps hintereinander entstehen.

Fonds, die am Ende jedes Geschäftsjahres ihre Erträge aus Wertpapierverkäufen, Dividenden oder Zinsen an die Anteilseigner ausschütten, nennt man ausschüttende Fonds. Gegenteil von thesaurierenden Fonds.

Auch: Thesaurierungsbetrag. Bezeichnet die zur Wiederanlage zur Verfügung stehenden Erträge. Siehe auch thesaurierende Fonds.

Unter der Aussetzung der Kursnotierung wird ein zeitlich beschränktes Pausieren verstanden. Das Aussetzen des Wertpapiers vom Handel erfolgt beim Eintreten von plötzlichen Ereignissen, die überdurchschnittlich starke Schwankungen des Börsenkurses zur Folge haben können. Die Aussetzung dient daher dem Schutz der Anleger.

Von Ausübung spricht man, wenn der Inhaber einer Option/eines Optionsscheins sein Recht auf Lieferung des Basiswert gegenüber dem Emittenten (Verkäufer des Optionsscheins) wahrnimmt. Je nach Ausgestaltung der Option kann der Käufer diese täglich (amerikanische Option) oder nur am Ende der Laufzeit (europäische Option) wahrnehmen. Der Emittent kann die Lieferung des Basiswerts aber auch ausschließen, indem er einen Barausgleich anbietet.

Als Ausübungspreis (auch Basispreis oder Strike Price) bezeichnet man bei Optionen den Preis, zu dem der zugrundeliegende Basiswert gekauft oder verkauft werden kann, aber nicht muss. Ob die Ausübung einer Option lohnt, hängt vom Ausübungspreis ab.

Laut §§ 59 ff. Außenwirtschaftsverordnung (AWV) sind Zahlungen zwischen Gebietsansässigen und Gebietsfremden für statistische Zwecke an die Bundesbank zu melden. Nicht zu melden sind Zahlungen bis zu einem Betrag von 12.500 EUR oder dem entsprechenden Gegenwert in anderer Währung. Bei Ertragszahlungen ist der Bruttobetrag und bei Käufen und Verkäufen der ausmachende Betrag (= Kurswert + ggf. Stückzinsen) maßgeblich. Auf der Grundlage der Meldungen erstellt die Bundesbank die deutsche Zahlungsbilanz. Die ING übernimmt diese Meldungen für den Kunden. Bei erfolgter Meldung erscheint ein Hinweistext auf der Wertpapierabrechnung des Kunden.
Der Handel, der außerhalb von regulierten Börsen stattfindet, wird als außerbörslicher Handel, oft auch als Direkthandel bezeichnet. Er unterliegt wie der normale Handel dem Wertpapierhandelsgesetz, allerdings gelten im Verhältnis zu den Handelspartnern bilaterale Mistrade-Regelungen.
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) ist eine rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts, die deutsche Banken wie die ING und Versicherungen beaufsichtigt. Ziel dieser Behörde ist es, ein stabiles, integres und funktionsfähiges Finanzsystem in Deutschland zu sichern.
Eine Baisse ist gekennzeichnet durch länger anhaltende Kursverluste des Gesamtmarkts oder einzelner Marktbereiche. Dieser Markt wird umgangssprachlich auch als Bear Market oder zu Deutsch Bärenmarkt bezeichnet. Gegenteil: Hausse.
Das Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen überwacht zusammen mit der Deutschen Bundesbank die Geschäftstätigkeit der Kreditinstitute.
Bei der Emission von Aktien mit einem großen Emissionsvolumen wird meist ein Konsortium aus mehreren Banken gebildet, um die Emission des Papiers aufzuteilen. Eine Bank ist meist der Konsortialführer. Sie leitet die Emission und platziert selber einen überproportionalen Anteil daran.
Das Bankgeheimnis bezeichnet die besondere Verschwiegenheit von Banken gegenüber Dritten über ihre Kunden- und Kontodaten. Banken dürfen nur bei Verdacht eines Steuer- oder Strafverfahrens Behörden Auskünfte erteilen. Allerdings dürfen Banken Konto- und Kreditverhältnisse an andere Banken sowie an die SCHUFA übermitteln.
Bei dieser Kapitalmaßnahme wird dem Aktionär entweder durch die Gesellschaft (Rückkauf) oder ein übernahmewilliges Unternehmen (Übernahme) ein Angebot zum Verkauf seiner Aktien zu einem (meist) feststehenden Preis unterbreitet. Im Falle des Vorbehalts einer Pro-Rata-Zuteilung ist ungewiss, ob die übernehmende Gesellschaft alle oder nur einen bestimmten Teil der ihr angebotenen Aktien kauft. Sind Sie zur Teilnahme an dieser Kapitalmaßnahme berechtigt, so erhalten Sie von uns ein Schreiben, in dem alle veröffentlichten Informationen zusammengefasst sind.
Bei einem Barausgleich (auch Cash Settlement oder Differenzausgleich) findet mit der Optionsausübung kein Erwerb bzw. keine Veräußerung des Basiswerts, sondern eine Geldzahlung statt. Der Barausgleich entspricht der Differenz zwischen dem Ausübungspreis und dem Kurs des Basiswerts.
Aus der Differenz zwischen Bruttodividende und Körperschaftsteuergutschrift errechnet sich die Bardividende, die an den Aktionär ausgezahlt wird.
Auch: Kassenhaltung, Liquidität. Damit eine Fondsgesellschaft flexibel auf Anlagechancen reagieren kann, besteht ein Teil des Fondsvermögens, neben den in Wertpapieren angelegten Fondsvermögen, aus liquiden Mitteln. Außerdem muss die Gesellschaft Liquidität halten, um Anleger bei Rückgabe von Anteilen auszahlen zu können. Die Höhe der liquiden Mittel ist zumeist durch die jeweiligen Anlagerichtlinien eines Fonds begrenzt.
Preis, zu dem der Käufer / Verkäufer einer Option bzw. eines Hebelprodukts oder Zertifikats verpflichtet ist, zu ver- bzw. anzukaufen. Auch: Strike Price.
Der Begriff Basispunkt wird hauptsächlich im Finanzwesen verwendet. Dieser bezeichnet den hundertsten Teil eines Prozentpunkts. 100 Basispunkte entsprechen einem Prozentpunkt.
Auch: Underlying. Aktie, Index, Rohstoff o.ä., nach der sich Wertenwicklung und Rückzahlung eines Zertifikats oder Optionsscheins richten.
Zusammenstellung von Aktien eines Landes oder einer Branche zu einem "Korb". Der Preis des Basket ändert sich in Abhängigkeit von den Kursen der im Warenkorb befindlichen Aktien.
Wenn sich die Kurse an der Börse unwesentlich über dem Niveau des Vortags bewegt haben, spricht man von einer Tendenz, die sich behauptet hat.
Aktien, die von einer Aktiengesellschaft an die eigene Belegschaft ausgegeben werden, werden als Belegschaftsaktien bezeichnet. Sie sind oft zu Sonderkonditionen verfügbar und müssen meist mehrere Jahre gehalten werden. Durch die Austeilung von Belegschaftsaktien beteiligt man die Angestellten sowohl am Erfolg des Unternehmens als auch am Risiko.
Der Beleihungswert von Wertpapieren, wenn man sie zum Beispiel als Sicherheit bei einer Bank hinterlegen will, ist für die unterschiedlichen Arten von Wertpapieren verschieden. Sparguthaben lassen sich zu 100% beleihen, bei Anleihen generell 75 -80% und bei Aktien 50 - 60% des Kurswerts.
Die Bemessungsgrundlage dient als Grundlage zur Berechnung der Steuerschuld.
Benchmark bezeichnet einen Referenzwert, an dem man das eigene Investment oder die Performance von Fonds messen kann. Als Benchmark dienen oft wichtige Indizes wie DAX oder EUROSTOXX.
Die Berichtigungsaktie wird häufig auch Gratisaktie genannt. Erhöht ein Unternehmen das Aktienkapital aus eigenen Mitteln (beispielsweise Reserven), so erhalten die Aktionäre für eine bestimmte Zahl von Aktien eine neue Aktie (Berichtigungsaktie) dazu. Durch diese Maßnahme verringert sich der Aktienkurs, das Gesamtvermögen des Aktionärs bleibt aber durch die zusätzlichen Aktien identisch.
Für Wertpapierkäufe die vor dem 31.12.2008 getätigt wurden, gilt der Bestandsschutz. D.h., wenn diese Bestände veräußert werden, unterliegen sie nicht der Abgeltungsteuer.
Einen Verkaufsauftrag, der unlimitiert aufgegeben wird, nennt man bestens. Hier soll das Wertpapier zum nächstmöglichen Kurs unlimitiert verkauft werden. Eine Preisuntergrenze wird hierbei nicht berücksichtigt.

Kurszusatz an der Börse, abgekürzt (b). Zum zuletzt festgestellten Wertpapierkurs konnten alle vorliegenden Orders abgewickelt werden.

Die Angabe von Konditionen, zu denen ein Altaktionär bei einer Kapitalerhöhung neue Aktien erstehen kann, wird Bezugsangebot genannt. Am letzten möglichen Handelstag werden die Bezugsrechte von der Bank verkauft und dem Kunden gutgeschrieben, wenn sich dieser seiner Bank gegenüber nicht zu dem Angebot geäußert hat.
Der Zeitraum, in dem Altaktionäre ihr Bezugsrecht bei Kapitalerhöhungen ausüben können, wird Bezugsfrist genannt. In der Regel beträgt sie 2 Wochen.
Preis für eine junge Aktie bei einer Kapitalerhöhung gegen bar. Der Bezugskurs darf nicht unter pari (Nennwert, Nominalkurs) liegen.
Bei einer Kapitalerhöhung einer Aktiengesellschaft erhalten die bisherigen Aktionäre ein Bezugsrecht, mit dem sie entsprechend ihrem Anteil neue / junge Aktien erwerben können. Der Aktionär kann auch das Bezugsrecht an der Börse verkaufen.
Das Verhältnis der alten Aktien zu den jungen Aktien wird Bezugsverhältnis genannt. Ein Verhältnis von 2:1 würde zum Beispiel bedeuten, dass auf 2 alte Aktien 1 neue fällt.

Synonym für Geldkurs.

Gegenüberstellung von Vermögen (Aktiva) und Kapital (Passiva) zu einem bestimmten Stichtag. Da auf der Kapitalseite die Finanzierung des Vermögens aufscheint, muss sie mit der Vermögensseite übereinstimmen: Vermögen = Kapital. Bei der Finanzierung kann nur das Fremdkapital direkt erfasst werden. Das Eigenkapital erhält man, wenn man vom zu aktuellen Preisen bewerteten Vermögen die Schulden abzieht: Vermögen – Fremdkapital = Eigenkapital. Wenn das Eigenkapital im Vergleich zur Bilanz am Ende des vorhergehenden Geschäftsjahrs größer geworden ist, ergibt sich ein Gewinn. Ist es kleiner geworden, ergibt sich ein Verlust. Nach dem Prinzip der doppelten Buchhaltung muss die Gewinn- und Verlustrechnung den gleichen Betriebserfolg aufweisen.
Einen unlimitierten Kaufauftrag nennt man billigst. Hier soll das Wertpapier zum nächstmöglichen Kurs unlimitiert gekauft werden. Eine Preisobergrenze wird dabei nicht berücksichtigt.
Aktie von sehr hoher Qualität. Das bedeutet, dass die Aktie über einen hohen Bekanntheitsgrad und gute Bonität verfügt.
Jede Aktie und jedes ausgedruckte festverzinsliche Wertpapier beinhaltet einen Bogen mit Dividenden- bzw. Zinsscheinen. Bei Fälligkeit der Dividenden oder Zinsen wird ein Kupon abgetrennt. Dem Bogen ist ein Erneuerungsschein, der sogenannte Talon, beigegeben, der bei Einlösung des letzten Kupons gegebenenfalls zum Bezug eines neuen Bogens berechtigt. Die Verwahrung und Verwaltung von Bogen und Mantel wird meist von Banken vorgenommen.
Bond ist der englische Begriff für Anleihen oder festverzinsliche Wertpapiere. Im engeren Sinne sind darunter die langfristigen Treasury Bonds der USA zu verstehen.
Banken erhalten für die Platzierung von Neuemissionen eine Vermittlungsprovision, eine Vergütung oder ein Entgelt. Dieser Geldbetrag wird als Bonifikation bezeichnet. Der Begriff wird auch verwendet, wenn es bei reduzierten Ausgabeaufschlägen zur Erstattung eines Teils des vollen Ausgabeaufschlags kommt.
Die Zahlungsfähigkeit eines Schuldners wird als Bonität bezeichnet. Die Prüfung der Kreditwürdigkeit vor Vergabe eines Kredites wird demzufolge als Bonitätsprüfung bezeichnet.
Mit Bonus wird eine zusätzliche Ausschüttung zu den regulären Dividenden der Aktiengesellschaft an die Aktionäre bezeichnet. Grund hierfür können beispielsweise ein Firmenjubiläum oder ein extrem gutes Geschäftsjahr des Unternehmens sein.
Der Begriff Bonusaktie ist ein Synonym für Gratisaktie, Berichtigungsaktie oder Zusatzaktie. Bei einer Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln erhöht das Unternehmen sein Aktienkapital aus eigenen Rücklagen. Die Aktionäre leisten keine zusätzlichen Barzahlungen. Der Gesamtwert des Unternehmens (Börsenwert) verändert sich dadurch nicht. Er verteilt sich lediglich auf eine größere Zahl von Aktien, wodurch alle Aktien rechnerisch günstiger werden.
Er zeigt an, welcher Gewinnzuwachs mit dem Bonuszertifikat erzielt wird, wenn der Bonus-Fall eintritt (wenn der Basiswert unterhalb des Bonuslevels bleibt und die Barriere nicht verletzt wird).
Bei der Bonusrendite wird der Bonusertrag mit der Restlaufzeit des Zertifikats in Beziehung gesetzt und daraus eine Ertragserwartung pro Anlagejahr ermittelt. Ziel der Renditeberechnung ist die bessere Vergleichbarkeit mit anderen Anlageformen.

Bonuszertifikate erzielen bereits in seitwärts oder leicht abwärts gerichteten Märkten eine Rendite und partizipieren gleichzeitig unbegrenzt an Aufwärtsbewegungen. Sie verbinden damit die Vorteile der Seitwärtsrendite mit der unbegrenzten Partizipation nach oben. Mit Ausnahme der Dividendenzahlungen, die zur Finanzierung dieser Struktur dienen, ist das Chance-Risiko-Profil dieses Zertifikats immer besser als das des Basiswerts. Wird eine festgelegte Barriere (Sicherheitsschwelle) während der Laufzeit nicht berührt oder unterschritten, erhält der Anleger bei Fälligkeit des Zertifikats einen Bonusbetrag, d.h. eine Mindestrendite. Falls die Schwelle während der Laufzeit berührt oder unterschritten wird, wandelt sich das Bonuszertifikat in ein Index- oder Partizipationszertifikat, das dem Basiswert 1:1 folgt.

Ist eine Form zur Platzierung von Wertpapieren, bei der Investoren an der Preisfindung direkt mitwirken. Der Führer des Konsortiums erfasst die Zeichnungsmenge und Zeichnungspreise der Investoren und ermittelt aus der vorgegebenen Bookbuildingspanne den endgültigen Ausgabepreis.

Hierbei steht die Analyse einzelner Unternehmen im Vordergrund. Gesamtwirtschaftliche Kriterien oder die Branchenzugehörigkeit stehen dagegen bei den Investmententscheidungen erst an zweiter Stelle. Es ist also eine Analyse "von unten nach oben". Gegensatz: Top down-Ansatz.

Langfristige, durch Staatsleihen gesicherte Verbindlichkeiten von Schwellenländern nennt man Brady Bonds.
Fonds, die ausschließlich in bestimmte Industriezweige bzw. Wirtschaftssektoren investieren, nennt man Branchenfonds.
Mit Break bezeichnet man einen kleinen oder auch großen Preis- bzw. Kurseinbruch. Dieser kann plötzlich und unerwartet eintreten.
Der Punkt, an dem der Erlös bei Verkauf des Wertpapiers die zuvor inklusive Bankgebühren entstandenen Kosten abdeckt, wird als Break-Even-Preis bezeichnet.

Brief oder der Kurszusatz B hinter dem aktuellen Kurs steht für ein Verkaufsangebot einer bestimmten Aktie zu einem bestimmten Kurs. Steht lediglich B (Brief) hinter dem Kurs, wurden noch keine Käufer für das Wertpapier gefunden. Bei bB (bezahlt Brief) wurden bereits erste Verkäufe getätigt, aber es stehen noch weitere Aktien zum Verkauf.

Verkaufspreis des Maklers oder Emittenten, zu dem dieser Wertpapiere, Rohstoffe oder Devisen an andere Marktteilnehmer verkaufen will. Auch als Ask bezeichnet. (Gegenstück: Geldkurs)

Wertpapiermakler, die Anleger bei Investments (insbesondere bei Effekten) beraten, werden mit dem englischen Begriff Broker bezeichnet. Sie wickeln Kauf- und Verkaufsaufträge auf dem Sekundärmarkt ab.

Der Betrag, den ein Unternehmen als Dividende ausschüttet, wird zuzüglich der Körperschaftssteuergutschrift als Bruttodividende bezeichnet.
Das Bruttoinlandsprodukt umfasst die im Inland entstandene wirtschaftliche Leistung in einer Periode (z.B. 1 Jahr). Sie ist ein Maß für die Leistung einer Volkswirtschaft.
Der Wert aller innerhalb einer Periode in einer Volkswirtschaft produzierten Güter und Dienstleistungen, abzüglich des Saldos der Erwerbs- und Vermögenseinkommen zwischen Inländern und der übrigen Welt, wird als Bruttosozialprodukt (kurz: BSP) bezeichnet.

Optimisten an der Börse werden auch symbolisch als "Bullen" bezeichnet. Sie sind der Meinung, dass die Kurse ansteigen werden. Das Symbol des Bullen soll die ansteigenden Kurse verdeutlichen, da er mit den Hörnern immer von unten nach oben stößt. Das Gegenstück hierzu stellt der Bär dar, der mit der Tatze von oben nach unten schlägt, womit die fallenden Kurse symbolisiert werden. Ein bekanntes Denkmal vor der Frankfurter Börse zeigt daher die Skulptur eines Bullen und eines Bären.

Engagieren sich Investoren mit Käufen am Markt, weil sie auf steigende Kurse hoffen, und werden dann von fallenden Kursen überrascht, so bezeichnet man das als Bullenfalle.
Eine bullische Divergenz liegt vor, wenn der Kurs des Wertpapiers über längere Zeit fällt, also einen Abwärtstrend vollzieht, während der entsprechende Indikator, z.B. der RSI, einen Aufwärtstrend erkennen lässt. Die Bezeichnung richtet sich also nach dem Trend im Indikator und nicht nach dem des Wertpapiers.
Der Euro-Bund-Future ist der wichtigste europäische Indikator für Anleihenkurse. Er wird an der EUREX gehandelt und bildet die Kurserwartung für eine (fiktive) Bundesanleihe mit 10 Jahren Laufzeit und einer Verzinsung von 6% ab.
Die Bundesrepublik Deutschland gibt Anleihen heraus, die als Bundesanleihen bezeichnet werden. Sie werden ohne Börsenprospekt zugelassen und amtlich gehandelt. Sie sind relativ anlegerfreundlich und bergen nur geringe Risiken. Bei einer Laufzeit von 10 Jahren erfolgt die Auszahlung der Zinsen jährlich.
Die ordnungsgemäße Durchführung des Wertpapierhandels wird nach den Maßgaben des Wertpapierhandelsgesetzes vom Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel kontrolliert.
Schuldverschreibungen mit mittlerer Laufzeit, die vom Bund vergeben werden, nennt man Bundesobligationen (kurz: Bobl).
Die mündelsicheren, mittelfristigen Schuldbuchforderungen, die vom Bund vergeben werden, bezeichnet man als Bundesschatzbriefe. Bundesschatzbriefe haben einen steigenden Zinssatz, der vor der Emission jeder Tranche neu festgesetzt wird. Die Schatzbriefe werden durch Banken und Sparkassen verkauft. Der Bund haftet für sie mit seinem Vermögen und Steueraufkommen.
Methode zur Berechnung der Wertentwicklung eines Investmentfonds. Kalkulationsbasis ist die Veränderung der Anteilwerte innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Bei der BVI-Methode werden bestimmte Einflussfaktoren wie Ausgabeaufschlag, Rücknahmespesen, Depotgebühren oder Kontoführungsgebühren bei der Wertentwicklungsberechnung eliminiert. Die Methode unterstellt, dass sämtliche Erträge, die der Fonds dem Anteilinhaber auszahlt, rechnerisch kostenfrei wieder angelegt werden.
Anleger mit pessimistischer Einstellung rechnen mit einem Abfall der Kurse, einer Baisse, und werden als "Bären" bezeichnet. Der Bär dient hierbei als Symbol, um den fallenden Kurs darzustellen, da er mit der Pranke von oben nach unten schlägt. Optimistische Anleger, die mit ansteigenden Kursen rechnen(Hausse), werden durch den "Bullen" versinnbildlicht, da er mit dem Kopf von unten nach oben stößt. Ein bekanntes Denkmal vor der Frankfurter Börse zeigt daher die Skulptur eines Bullen und eines Bären.
Als Bärenfalle bezeichnet man die Situation, in der die Anleger einen fallenden Markt erwarten und nicht investieren, während der Markt jedoch steigt.

Begriff aus der Chartanalyse. Eine bärische Divergenz liegt dann vor, wenn der Indikator abwärts tendiert und der Kurs aufwärts. Divergenzen werden oft als Vorzeichen für eine baldige Trendwende gesehen.

An der Börse findet der Vorgang der Preisfindung für Angebot und Nachfrage für vertretbare Güter statt, die nach Maß, Zahl oder Gewicht gehandelt werden. Die Wertpapierbörsen in Deutschland sind: Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Hannover, Frankfurt, Stuttgart, München, Tradegate sowie der elektronische Handel auf Xetra und Frankfurt Zertifikate.

Der ordnungsgemäße Ablauf der Börsengeschäfte, zum Beispiel die Vermeidung von Insidergeschäften, wird von der Börsenaufsicht überwacht. Der Wirtschaftsminister des betreffenden Landes bzw. die Landesregierungen sind hierfür zuständig.

Als Börsenauftrag oder auch Order wird der Auftrag zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren, Optionen usw. bezeichnet.
Mit Börsencrash bezeichnet man extreme Kursverluste auf breiter Front. Alle an der jeweiligen Börse gehandelten Wertpapiere sind davon mehr oder weniger stark betroffen. Ein Börsencrash wird meist von negativen Wirtschaftsnachrichten oder Daten ausgelöst, die zu panikartigen Verkäufen der Anleger führen.
Die Kursfestsetzung eines Wertpapiers an der Börse bezeichnet man als Börsennotierung. Dazu wird das Angebot der Nachfrage gegenübergestellt und nach dem Meistausführungsprinzip ein Kurs ermittelt.
Der Sitz einer Wertpapierbörse wird als Börsenplatz bezeichnet.
Soll ein Wertpapier an der Börse zum amtlichen Handel zugelassen werden, so muss erst ein Börsenprospekt oder Börsenzulassungsprospekt veröffentlicht werden. Darin müssen Informationen über die Unternehmensentwicklung, die Vorstände und Aufsichtsratsmitglieder sowie die letzte Bilanz der Aktiengesellschaft enthalten sein.
Als Börsenschluss oder auch Handelsschluss wird das Ende der Börsenzeit genannt. Des Weiteren wird damit auch der Mindestbetrag für einen Abschluss an der Börse bezeichnet.
Teilmarkt an der Börse. Für unterschiedliche Segmente gelten i.d.R. unterschiedliche Anforderungen, z.B. an die Unternehmen selbst, an die Handelsqualität und an die Überwachungsstandards.

Die Summe aller Umsätze von Wertpapieren, die an einer Börse gehandelt werden, bezeichnet man als Börsenumsatz. Börsenumsätze und deren Veränderungen haben in der technischen Analyse eine besondere Bedeutung.

Bezeichnung für einen Handelsbrauch oder eine Regel einer Börse oder eines Börsengeschäfts. Die Usancen der deutschen Börsen sind weitgehend schriftlich fixiert und vereinheitlicht. Festgelegt werden die Usancen (Geschäftsbedingungen) durch die jeweilige Börse.
Sobald ein Wertpapier die Zulassung zu einem Börsensegment erhalten hat, kann es an der Börse gehandelt werden. Um eine Zulassung zu erlangen, sind bestimmte gesetzliche Voraussetzungen zu erfüllen. Die Voraussetzungen unterscheiden sich von Segment zu Segment. Es ist jedoch auf jeden Fall ein Börsenprospekt zu erstellen. Danach kann der Emittent zusammen mit einem Kreditinstitut die Zulassung beantragen. Erfolgt die Zulassung zu einem Börsensegment, so hat man bestimmte Pflichten. Darunter fallen zum Beispiel die Verbreitung von Ad-hoc-Meldungen sowie die Veröffentlichung von Zwischenberichten.
Die 40 umsatzstärksten Aktien der Pariser Wertpapierbörse werden im CAC 40 zusammengefasst. Er ist vergleichbar mit dem DAX in Deutschland.

Siehe Kaufoption.

Börse Kanadas mit Sitz in Toronto.

Begriff der Charttechnik. Sie wurde von den Japanern im 16. Jahrhundert eingeführt und besteht aus vier Kursen: Eröffnungskurs, Tageshoch-, Tagestief- und Schlusskurs. Eröffnung und Schluss bilden den Kerzenkörper. Der Körper wird als dicker senkrechter Strich gezeichnet. Er ist schwarz, wenn der Eröffnungskurs über dem Schlusskurs liegt, ansonsten ist er weiß. Aus dem Körper heraus werden nach oben und nach unten Antennen / Dochte gezeichnet, die bis zum Tageshoch bzw. Tagestief reichen. Mithilfe mehrerer Kerzen können verschiedene Muster entstehen, die entsprechend interpretiert werden können. Siehe auch Candlestick-Charts.

Candlestick-Charts sind eine Art der technischen Analyse, die ursprünglich aus Japan kommt. Gegenüber den westlichen Chartanalysen ermöglicht der Candlestick-Chart zusätzliche Signale. Für jeden Börsentag bilden Eröffnungs- und Schlusskurs ein Rechteck, das je nachdem, ob der Kurs fiel oder stieg, schwarz oder weiß ist. Tageshöchst- und -tiefstkurse werden zudem durch dünne Balken dargestellt.
Die vertragliche Vereinbarung einer Zins- oder Rückzahlungsobergrenze wird als Cap bezeichnet.

Unter dem Cashflow versteht man den Zugang flüssiger Mittel innerhalb einer Abrechnungsperiode. Er ist Ausdruck für die Innenfinanzierungskraft eines Unternehmens. Aus der Höhe des Cashflows und der langjährigen Entwicklung lassen sich Rückschlüsse auf das Finanzierungspotenzial eines Unternehmens ziehen. Der Cash Flow oder das Kurs-Cash-Flow-Verhältnis (KCV) ist eine gebräuchliche Kennzahl zur Unternehmens- und Aktienanalyse, die besonders häufig in angelsächsischen Ländern herangezogen wird. Unter langfristigen Gesichtspunkten ist das KCV in der Regel aussagekräftiger als das KGV.

Das Chicago Board of Trade ist die älteste amerikanische und heute weltgrößte Börse für Warentermingeschäfte mit zusätzlichem Optionshandel.

CDAX steht für Composite-DAX und bezeichnet den Aktienindex, der alle Aktien des DAX, MDAX und TecDAX umfasst.

Contracts for Differences, auch: Differenzkontrakt. Hierbei handelt es sich um die "Wette", auf die Wertentwicklung eines Basiswerts, wie z.B. Aktien, Rohstoffe, Indizes oder Währungen, zu setzen, ohne ihn selbst besitzen zu müssen. CFDs haben keine Laufzeit und können auf unbestimmte Zeit gehalten werden. Da nur auf die Differenz gesetzt wird, sind diese Geschäfte hochriskant. Deshalb muss eine Sicherheitsleistung (Margin) hinterlegt werden. Ist diese aufgebraucht, kommt es zu Nachschussverpflichtungen. Ein Handel von CFDs ist bei der ING daher nicht möglich. Die gleiche Strategie ist aber mit Hebelprodukten, die bei der ING gebührenfrei handelbar sind, umsetzbar.

Chart ist die Bezeichnung für die grafische Darstellung der Entwicklung des Kurses und Umsatzes von Wertpapieren, Börsen oder Branchen. Der relevante Zeitraum kann dabei beliebig gewählt werden. Charts stellen die Basis für die technische Wertpapieranalyse dar und werden grundsätzlich in die Bereiche Linien-, Balken- und Candlesticks-Charts unterteilt. Siehe auch Chartanalyse.

Eine Bewertung und Prognose von Kursentwicklungen, die rein aufgrund des Kursverlaufs stattfinden und fundamentale Daten über das Unternehmen nicht berücksichtigen, wird als Chartanalyse bezeichnet. Mithilfe von Referenzsituationen wird versucht, vom derzeitigen Verlauf des Charts auf den zukünftigen zu schließen. Dabei will man neben Trendverläufen auch Ober- und Untergrenzen für den Kursverlauf ableiten.

Der Begriff Charttechnik hat seinen Ursprung in Japan. Bereits in der Mitte des 16. Jahrhunderts handelten die Japaner mit Reis, der nicht vorhanden war, also mit Reis-Futures. Doch die Japaner wollten etwas über den zukünftigen Verlauf der Future-Preise herausfinden. Sie betrachteten Charts, um Regelmäßigkeiten festzustellen. Die Folge war, dass sich bestimmte Kursmuster im Laufe der Zeit wiederholten. Das Resultat war die Candlestick-Charttechnik. Die Regeln von heute beruhen immer noch auf den damaligen Erkenntnissen, und täglich werden Milliarden von Dollar mit der Hilfe von charttechnischen Signalen gehandelt. Der große Unterschied zur fundamentalen Analyse ist, dass die Charttechnik nicht auf fundamentale Daten reagiert, sondern alles vom Chart und dessen Formationen abhängig macht. In der Vielzahl der Händler, die nach charttechnischen Signalen handeln, liegt die Begründung, dass das ganze System recht gut funktioniert.

Die Abrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten im Interbankengeschäft bezeichnet man als Clearing.
Das Kerngeschäft von Clearstream ist die Dienstleistung als Zentralverwahrer, also die Abwicklung und Verwahrung von Wertpapieren. Der Wert der von Clearstream verwahrten Wertpapiere beläuft sich auf über 10 Billionen Euro (Stand 2008). Damit zählt Clearstream zu den größten weltweit tätigen Anbietern von Wertpapierdiensten. In Deutschland werden die meisten Wertpapiere technisch von Clearstream verwaltet. Somit ist Clearstream vergleichbar mit einer Zentralbank für Wertpapiere. Mehr als 2.500 Finanzinstitute in über 100 Ländern sind Kunden bei Clearstream. Das Abwicklungsvolumen beläuft sich auf rund 500.000 Transaktionen am Tag (Stand 2008). Clearstream ist seit 2002 ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der Deutschen Börse AG.
Als Close wird der offizielle Schlusskurs des Tages bezeichnet. Gemeint ist damit auch der zeitlich genau festgelegte Schluss der Börsensitzung bzw. der Zeitraum, in welchem die zu dieser Zeit "on close" getätigten Geschäfte abgeschlossen werden müssen. Der Eröffnungskurs wird "Open" genannt.

Abkürzung für: Chicago Mercantile Exchange. Sie ist die zweitgrößte Börse für Commodity Futures der Welt.

Die gleichzeitige vertragliche Vereinbarung einer Zinsober- und -untergrenze nennt man Collar. Wenn der Referenzzinssatz die Obergrenze (Cap) übersteigt, so zahlt der Verkäufer dem Käufer die Differenz aus den beiden Beträgen. Unterschreitet der Referenzzinssatz hingegen die Untergrenze (Floor), so muss der Käufer dem Verkäufer die Differenz der Beträge erstatten. Der Kreditnehmer hat durch den Kauf eines Collars die Möglichkeit, die Zinskosten mit einer festen Obergrenze zu versehen. Dafür verpflichtet er sich zur Zahlung eines Mindestzinssatzes.

Der Begriff Compliance kommt ursprünglich aus dem Angelsächsischen und bedeutet "Handeln im Einklang mit geltendem Recht". Dies bezieht sich in Deutschland hauptsächlich auf den Wertpapierbereich. Der Compliance-Beauftragte einer Bank überwacht, ob Wertpapiergeschäfte von Kunden und Mitarbeitern nach den Vorgaben der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) abgewickelt werden. Auf Wunsch können Kunden der ING Zweitschriften ihrer Wertpapiergeschäfte automatisch kostenlos an einen von ihnen benannten Compliance Officer schicken. Der Versand einer Zweitschrift erfolgt generell postalisch, unabhängig davon, ob eine Post-Box eingerichtet ist.

Die Computerbörse bietet die Möglichkeit, von außerhalb der Börse über eine Online-Verbindung Abschlüsse zu tätigen, ohne selbst auf dem Börsenparkett anwesend sein zu müssen. Zu den bekanntesten Beispielen für Computerbörsen gehören NASDAQ, Xetra und EUREX.

Englische Bezeichnung für Wandelanleihen. Verbrieft dem Inhaber das Recht, aber nicht die Pflicht, während eines vorher definierten Zeitraums die Anleihe in Aktien desselben Unternehmens zu tauschen. Für die Aktiengesellschaft entsteht damit aus Fremdkapital Eigenkapital. Für den Anleger bedeutet eine Wandelanleihe eine zunächst risikoarme festverzinsliche Anlage mit der Chance auf zusätzliche Erträge durch die Wandlung in Aktien, falls diese sich gut entwickelt haben.

Ein Anleger, der Anlagepläne mit regelmäßigen gleich bleibenden Einzahlungen benutzt, erreicht damit, dass bei fallenden Kursen mehr, bei steigenden Kursen entsprechend weniger Wertpapieranteile erworben werden. Er kauft somit zu einem Durchschnittspreis. So wird die Schwierigkeit den richtigen Einstiegszeitpunkt zu finden idealerweise auf eine Vielzahl von Sparplanausführungen verteilt. Denn der Durchschnittspreis liegt zwischen dem günstigsten und dem ungünstigsten Preis im Betrachtungszeitraum. Dadurch kann z.B. das Risiko eines zeitlich ungünstigen Einstiegs im Vergleich zur Einmalanlage verringert werden.
Ein weiterer Aspekt für den Anleger ist die Möglichkeit, im Rahmen eines Sparprogramms auch Anteilsbruchteile zu erwerben und damit den Kauf nicht auf volle Stücke abstellen zu müssen.

Bei Zertifikaten und Optionsscheinen bezeichnet man die Finanzierungskosten des Emittenten für seinen Deckungsbestand als Costs of Carry. Sie werden berechnet, indem man vom Zinsaufwand für die Refinanzierung des Deckungsbestands die vereinnahmten Beträge abzieht.

Siehe Maklergebühr.

Covered Warrants ist der englische Ausdruck für gedeckte Optionsscheine. Das Emissionshaus hält bei der Vergabe den entsprechenden Basiswert zur Absicherung in seinem Depot.

Mit (Börsen-) Crash wird ein Einbruch der Börse bezeichnet. Die Kurse gehen auf Talfahrt, ein Alptraum für alle Aktionäre. Einziger Vorteil hierbei ist, dass Neuanleger billig einsteigen können.
Möchte man eine Wertpapierposition absichern, auf die es keinen entsprechenden Optionsschein gibt, so spricht man von einer Cross Hedge. Ein Beispiel: Möchte man sich bei einer Aktie, die keine entsprechenden Optionen hat, gegen einen Kursverlust absichern, kann man eine Option auf ein branchenverwandtes Unternehmen kaufen. Im Fall tatsächlich sinkender Kurse hofft man auf einen Ausgleich der Verluste auf den Basiswert durch die Option auf das branchenverwandte Unternehmen.
Der Wechselkurs von zwei Währungen wird als Cross Rate bezeichnet.
Cum stammt aus dem Lateinischen und bedeutet "mit". Cum werden Wertpapiere mit Zins-, Dividenden- oder sonstigen Bezugsscheinen bezeichnet, bei denen somit noch das Anrecht enthalten ist. Das Gegenstück ist Ex (z.B. Ex Dividende).
Dachfonds sind Fonds, die sich nicht aus einzelnen Wertpapieren zusammensetzen, sondern aus verschiedenen anderen Fonds. Dadurch wird für den Anleger eine größere Risikostreuung erreicht.
Der DAX ist der bekannteste deutsche Aktienindex. Er enthält als gewichteter Index die 30 wichtigsten deutschen Aktien. Der Wert des DAX wird jede Sekunde durch die Deutsche Börse neu ermittelt. Er zeigt Kursschwankungen an, mit der Zielsetzung, für den deutschen Markt international eine hohe Markttransparenz zu erreichen, und ist gleichzeitig Basis für Terminkontrakte an der EUREX und für viele Zertifikate oder ETFs. Es gibt mehrere Auswahlkriterien für die in den DAX® einzubeziehenden Gesellschaften wie Umsatzstärke, Börsenkapitalisierung, Vorhandensein früher Eröffnungskurse und Branchenrepräsentativität. Durch seine Ausgestaltung als Performance-Index fließen ausgeschüttete Dividenden in die Wertentwicklung des DAX ein.
Eine Day Order ist ein Auftrag mit auf den betreffenden Tag beschränkter Gültigkeit. Wird der Auftrag an diesem Tag nicht an der Börse ausgeführt, so erlischt er automatisch. Soll die Gültigkeit einen längeren Zeitraum umfassen, so können Aufträge mit dem Zusatz "ultimo" oder "ultimo+1" aufgegeben werden.
Wertpapiere, die zur Anlage des von Versicherungsunternehmen zu bildenden Deckungsstocks zulässig sind, nennt man deckungsstockfähig. Sie gelten daher gemeinhin als risikoarm.
Geht die Geldmenge einer Volkswirtschaft zurück, was sich in sinkenden Preisen und somit einer Steigerung der Kaufkraft auswirkt, spricht man von einer Deflation.
Ist ein Vorgang, bei dem eine börsennotierte Aktiengesellschaft auf Antrag der Gesellschaft oder der Börsenaufsicht vom aktiven Handel dauerhaft entfernt wird.
Kennzahl, die die Veränderung des Optionsscheinpreises zeigt, wenn sich der Basiswert um eine Einheit verändert.
Hat die Bank nach Ablauf eines Kalenderjahrs Korrekturen für das Vorjahr vorzunehmen, wird die Korrektur ausschließlich mit Wirkung für das Jahr des Bekanntwerdens durchgeführt. Dadurch wird vermieden, dass bereits erstellte Steuerbescheinigungen zurückgefordert werden müssen.
Die Differenz zwischen dem aktuellen Börsenkurs und dem Terminkurs wird als Deport bezeichnet.
Ein Depot bietet die Möglichkeit, Wertpapiere bei Kreditinstituten für die Verwahrung und Verwaltung zu hinterlegen. Für jeden Kunden wird ein Depot (Gegenstück zum Konto im Geldverkehr) eingerichtet, das Arten, Nennbeträge oder Stückzahlen, Nummern etc. der eingereichten Wertpapiere sowie Name und Adresse des Einreichers (Depotinhabers) enthalten muss.
Banken schicken ihren Depotkunden üblicherweise einmal jährlich einen Depotauszug zu, der die wichtigsten Daten zu den im Depot befindlichen Wertpapieren enthält.
Banken, die die Berechtigung zur Aufbewahrung und Verwaltung von Wertpapieren haben, nennt man Depotbanken. Sie sind zuständig für Ausgabe und Rücknahme von Kupons und für die Ausschüttung an die Inhaber.
Die Gebühr, die eine Bank für die Verwaltung des Depots verlangt, wird Depotgebühr genannt. Die ING verlangt keine Depotgebühr, d.h., die Depotführung ist für alle Kunden kostenfrei.

Derivate sind keine eigenständigen Anlageinstrumente, sondern Rechte, deren Bewertung vornehmlich aus dem Preis und den Preisschwankungen und Erwartungen eines Basisinstruments, zum Beispiel Aktien und Anleihen, abgeleitet ist. Zu den Derivaten werden alle Arten von Optionen und Futures gezählt. Auch Zertifikate und Optionsscheine werden als Derivate bezeichnet.

Ein designated Sponsor ist eine Bank oder ein sonstiger Finanzdienstleister, der auf Xetra verbindliche Preise und Liquidität für den An- und Verkauf von Wertpapieren zur Verfügung stellen und damit die jederzeitige Handelbarkeit der Papiere ermöglichen kann.

Die Deutsche Börse AG ist ein Anbieter für alle Börsendienstleistungen mit Sitz in Frankfurt am Main. Sie ist Eigentümerin der Terminbörse EUREX und betreibt die Handelsplattform Xetra ( Xetra ist der Kassamarkt der Deutschen Börse Frankfurt). Außerdem ist das Unternehmen Alleineigentümer des internationalen Wertpapierabwicklers Clearstream (Abwicklung, Verwaltung und Verwahrung von Wertpapieren).

Das Deutsche Aktieninstitut (kurz: DAI) zur Förderung der Aktienkultur in Deutschland ist in Frankfurt am Main ansässig. Der Zweck des Vereins besteht in der Förderung der Aktie im Interesse einer besseren Finanzierung der Unternehmen und einer breiteren Eigentumsstreuung.
Buchgeld in ausländischer Währung, beispielsweise auf Auslandskonten oder im Handel unter Banken, wird als Devisen bezeichnet. Banknoten und Hartgeld werden im Gegensatz dazu Sorten genannt.
Die Angabe, zu welchem Preis eine Devise gekauft oder verkauft werden kann, nennt man Devisenkurs. Die Banken, die den Kurs stellen, profitieren von der Differenz der beiden Beträge.

Kauft man Devisen am Kassamarkt und verkauft sie gleichzeitig am Terminmarkt bzw. kauft am Terminmarkt und verkauft zum gleichen Zeitpunkt am Kassamarkt, so spricht man von einem Devisenswapgeschäft.

Bei der Differenzwertmethode wird aufgrund des Differenzbetrages zwischen Kursgewinn und Kaufbetrag die Steuerschuld ermittelt.
Eine Direktbank ist ein Bankinstitut, das keine Filialen besitzt und deswegen seine Dienste günstiger anbieten kann. Die Finanzdienstleistungen werden hauptsächlich über Telefon, Fax und Internet aufgegeben.
Als Disagio oder auch Abgeld bezeichnet man den Unterschied zwischen dem Nennwert und einem niedrigeren Börsenkurs. Bei Optionsscheinen und Zertifikaten ist der Betrag gemeint, um den der Bezug des Basiswerts günstiger ist als der Kauf über den Optionsschein oder das Zertifikat.

Discount-Zertifikate bieten die Möglichkeit, den zugrunde liegenden Basiswert mit einem Preisabschlag (Discount) zu erwerben. Dafür ist die Rückzahlung auf einen festgelegten Höchstbetrag, den Cap, begrenzt. Im Vergleich zu einem Direktinvestment bieten Discount-Zertifikate durch den Preisabschlag einen Risikopuffer. Discount-Zertifikate schneiden immer besser ab als eine direkte Anlage im Basiswert, außer in starken Aufwärtsbewegungen über den Cap hinaus. In Seitwärts- oder leicht fallenden Märkten kann eine ansehnliche Rendite erzielt werden.

Einen vorgenommenen Abzug von Zinsen auf einen Betrag, der erst später fällig wird, nennt man Diskont.

Begriff aus der charttechnischen Analyse. Divergenzen entstehen durch entgegengesetzte Verläufe eines Kurses und eines Indikators.

Die Streuung des Vermögens auf unterschiedliche Anlageformen bzw. -werte im Bereich der Kapitalanlage wird Diversifikation genannt. Zielsetzung ist dabei, ein Portfolio mit einer möglichst hohen Rendite bei gleichzeitig möglichst geringem Risiko zu erreichen.

Die (Brutto-)Dividende ist Teil des Gewinns einer Aktiengesellschaft, die an die Aktionäre ausgeschüttet wird. Die Höhe der Dividende errechnet sich aus dem ausgeschütteten Gewinn dividiert durch die Anzahl der Aktien. In Deutschland wird die Dividende einmal jährlich, in den USA in der Regel vierteljährlich ausgeschüttet. Die Nettodividende ist der Betrag der Dividende abzüglich der 25%igen Kapitalertragsteuer (ohne Körperschaftsteuerguthaben).
Der Dividendenabschlag, der in der Höhe der Bruttodividende entspricht, wird am Tag der Dividendenausschüttung vom Aktienkurs abgeschlagen.
Bei deutschen Aktien sind in der Regel alle Anleger, die die Aktie am Tag vor der Dividendenzahlung im Depot haben (entscheidend ist der Schlusstag), dividendenberechtigt.

Bei Vorzugsaktien werden teilweise Mindestdividenden garantiert. Dafür haben sie, im Gegensatz zu Stammaktien, kein Stimmrecht auf der Hauptversammlung.

Aus der Division der Dividende durch den Aktienkurs multipliziert mit hundert ergibt sich die Dividendenrendite.

Festverzinsliche Wertpapiere auf US-Währung nennt man Dollar-Anleihen. Sie können ausgegeben werden von US-Institutionen, der US-Regierung oder auch von ausländischen Emittenten in US-Währung.

Zu einer internationalen Doppelbesteuerung kann es kommen, wenn mehrere Länder denselben Steuerpflichtigen für seine Kapitaleinkünfte zu einer gleichartigen Steuer heranziehen. Um das zu vermeiden, hat die Bundesrepublik Deutschland Doppelbesteuerungsabkommen mit 60 Ländern geschlossen.
Der Dow-Jones-Index stellt den bekanntesten amerikanischen Börsenindex dar und ist ein preisgewichteter Aktienindex, der aus 65 Aktien besteht, die an der New York Stock Exchange (NYSE) gehandelt werden. Die 65 Werte ergeben sich aus 30 Industrie-, 20 Transport- und 15 Versorgungsgesellschaften. Eine Besonderheit stellen die Aktien der 30 Industriegesellschaften dar, die auch als Blue Chips bezeichnet werden. Diese sind noch einmal gesondert im Dow-Jones-Industrial-Index enthalten, welcher die 30 marktführenden Unternehmen repräsentiert (sie machen 20% des Kurswerts der an der NYSE gehandelten Aktien aus). Der Dow-Jones-Index wird börsentäglich berechnet und veröffentlicht.

Die Duration misst, wie lange das eingesetzte Kapital in einer Anleihe gebunden ist. Bei hohen Zinszahlungen wird das eingesetzte Kapital früher wiedererwirtschaftet, die Duration ist somit geringer als die Restlaufzeit. Gleichzeitig ist die Duration ein guter Gradmesser dafür, wie empfindlich eine Anleihe auf Zinsänderungen reagiert.

Eine Absicherung, bei der die Kauf- oder Verkaufslimits jeweils dynamisch an den jeweiligen Kurs angepasst werden, nennt man dynamische Absicherung. Beispielsweise könnte man mit einer solchen Absicherung einen Stopp-Kurs von 5 Euro unter dem aktuellen Kurs festlegen.
EBIT (Earnings Before Interest and Taxes) ist der Gewinn vor Zinsaufwand und Steuern.
Die Abkürzung EBITDA steht für "Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization", also den Unternehmensgewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf den Geschäftswert.
Effekten ist die Bezeichnung für an der Börse frei handelbare Wertpapiere. Zu den Effekten gehören u.a. Aktien, Anleihen und Investmentanteile. Nicht zu den Effekten gehören beispielsweise Banknoten, Schecks und Wechsel. Effekten dienen der Kapitalbeschaffung (Finanzierung) und der Anlage von Kapital.
Gibt ein Kreditnehmer der Bank seine Wertpapiere als Sicherheit für einen Kredit, so bezeichnet man diesen als Effektenlombardkredit. Damit die Bank kein zu großes Risiko mit den Aktien und Anleihen eingeht, werden diese nur zu einem bestimmten Prozentsatz angerechnet. Hierbei gilt für Aktien bis zu 50%, bei Anleihen bis zu 80%.
Die Wertpapiergeschäfte einer Bank, die auf eigene Rechnung getätigt werden, nennt man Eigenhandel.
Als Eigenkapital (§ 272 HGB) wird das von den Aktionären eingesetzte Kapital bezeichnet. Kapitalgesellschaften müssen gezeichnetes Kapital, Kapitalrücklagen, Gewinnrücklagen, Gewinn-/Verlustvortrag und Jahresüberschuss/-fehlbetrag als Eigenkapital ausweisen.
Den Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital nennt man Eigenkapitalquote.
Kennziffer zur Ertragslage eines Unternehmens. Errechnet sich aus dem Verhältnis zwischen Jahresüberschuss und Eigenkapital.
Beim elektronischen Handel, bei dem generell der Handel mit Wertpapieren durch Einsatz von Computern unterstützt wird, unterscheidet man 3 Kategorien: - Computerunterstützter Handel: Hierbei werden Geschäfte durch mündliche Absprachen zwischen den Handelspartnern getätigt. Computer werden eingesetzt, um die abgeschlossenen Aufträge abzuwickeln oder um Aufträge an die Börse weiterzuleiten. - Computergestützter Handel: Hier benutzt man den Computer zusätzlich, um Informationen über aktuelle Kurse sowie Angebot und Nachfrage der Aktien einzuholen. - Computerhandel: Der Handel erfolgt komplett über den Computer, inklusive Verhandlungen, Kommunikation und Handelsabschlüssen. Der Computerhandel ist bisher weitestgehend an der EUREX und auf Xetra realisiert.
Englische Bezeichnung für Schwellenländer.
Unter Emission versteht man die Ausgabe von Wertpapieren (Neuemission oder aus einer Kapitalerhöhung) am Kapitalmarkt. Die Emission erfolgt meist durch den Zusammenschluss mehrerer Banken zu einem Emissionskonsortium, bei Zertifikaten und Optionsscheinen fortlaufend durch die Emissionsbank.

Das Kreditinstitut, das eine Emission durchführt, wird Emissionsinstitut genannt.

Juristische Person, die Wertpapiere ausgibt.
Wenn ein Großteil der Aktien in fester Hand ist und dem Markt nicht zur Verfügung steht, spricht man von einem engen oder "illiquiden" Markt. Dieser vergleichsweise geringen Anzahl verfügbarer Aktien kommt eine größere Bedeutung zu, sodass hier schon geringe Käufe und Verkäufe große Kursschwankungen auslösen können.
Liegen bei einer Veräußerung keine Einstandsdaten zugrunde, um eine Bemessungsgrundlage zu bilden, greift die Ersatzbemessungsgrundlage (= 30% des Veräußerungserlöses).
Der Ertragsanteil bezeichnet den im Fondspreis enthaltenen Anteil erhaltener Zinsen, Dividenden oder anderer Erträge, die zwischen Ausschüttungsterminen an den Fonds ausgeschüttet wurden. Den Ertragsanteil bezeichnet man auch als Zwischengewinn oder Ertragsausgleich.
Erträge können bei Wertpapieren aus Zins- und Dividendeneinnahmen sowie aus Wertpapier- oder Devisenkursgewinnen erzielt werden.
Der Erwerbskurs beschreibt den tatsächlich gezahlten Preis beim Erwerb eines Wertpapiers. Die Rendite wird ebenfalls durch die Höhe des Erwerbskurses beeinflusst.
Der erste Kurs des Tages nach Eröffnung des Handels wird Eröffnungskurs genannt.
Das Europäische System der Zentralbanken (kurz: ESZB) besteht aus der Europäischen Zentralbank (EZB) und den nationalen Zentralbanken (NZBs) aller Staaten der Europäischen Union. Die Einführung des ESZB im Rahmen der dritten Stufe der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion wurde im Vertrag von Maastricht 1992 beschlossen und am 1. Januar 1999 durchgeführt. Das geldpolitische Primärziel des ESZB ist die Gewährleistung von Preisniveaustabilität. Falls dieses erreicht ist, soll es als Sekundärziel die allgemeine Wirtschaftspolitik in der Europäischen Union unterstützen.

Exchange Traded Funds (ETF) sind Fonds, die ausschließlich an der Börse, nicht über die Fondsgesellschaft gehandelt werden. Sie bilden in der Regel einen Index nach, weshalb Sie auch Indexfonds genannt werden, und haben dank diesem passiven Ansatz niedrigere laufende Kosten als normale Fonds. Ausgabeaufschläge gibt es nicht, dafür fallen Orderprovisionen und eine Spanne zwischen Kauf- und Verkaufskurs (Spread) an.

Die EUREX ist die weltweit größte Terminbörse, an der Optionen und Futures auf Indizes, Aktien und Anleihen gehandelt werden. Bekanntestes Produkt ist der Bund-Future.

Abkürzung für den "Euro Interbank Offered Rate", den Zinssatz, zu dem sich europäische Banken untereinander Einlagen anbieten.
Kursindex der 50 größten Aktien der Euro-Zone. Er wird minütlich berechnet.

Auch: European Style. Hier kann das Optionsrecht nur am Ende der Laufzeit ausgeübt werden. Gegensatz: Amerikanisches Optionsrecht.

Handelssegment der Börse Stuttgart für Optionsscheine und Zertifikate.
Tag, ab dem ein Wertpapier ohne ein bestimmtes Nebenrecht, z.B. auf Dividende, Bezugsrecht oder Berichtigungsaktien, gehandelt wird. In Bezug auf Dividenden ist der Ex-Tag bei deutschen Aktien in der Regel der Tag nach der Hauptversammlung, bei der die Dividende festgelegt wird. Limitierte Orders werden am Ex-Tag automatisch gelöscht. Entscheidend, ob ein Wertpapier noch vor dem Ex-Tag angeschafft wurde, dieses also für die Ausschüttung berechtigt ist oder nicht, ist der Schlusstag des Geschäfts. Der Tag, an dem ein bestimmtes Recht von einem Wertpapier "abgetrennt" wird, heißt Trenntermin.
Exchange ist der englische Begriff für Börse, während Commodity-Exchange die Bezeichnung für die Rohstoffbörse ist.
Express-Zertifikate bieten dem Anleger eine klar definierte Rendite, falls der Basiswert an vorher festgelegten Beobachtungstagen das Ausgangsniveau zumindest erreicht. In diesem Fall wird das Zertifikat vorzeitig zurückgezahlt. Meistens besitzen die Zertifikate jährliche Beobachtungstage kombiniert mit steigenden Auszahlungsbeträgen. Beispielsweise erhält der Anleger ausgehend von einem Startniveau von 100 € nach einem Jahr eine Zahlung von 108 €, nach zwei Jahren von 116 €, nach drei Jahren von 124 € usw. bei Erreichen oder Übertreffen des Startniveaus zum jeweiligen Beobachtungstag. Falls das Startniveau an keinem Beobachtungstag erreicht wird, wird zumindest das eingesetzte Kapital zurückgezahlt, solange eine unterhalb des Startniveaus festgelegte Barriere nicht unterschritten wird. Express-Zertifikate verfügen damit über einen Risikopuffer und eine automatische Gewinnrealisierung. Wird an keinem der Beobachtungstage das Startniveau erreicht und am Ende der Laufzeit die untere Barriere unterschritten, partizipiert der Investor an der Entwicklung des Basiswerts 1:1.
Der F.A.Z.-Index ist der bereits 1961 herausgegebene Aktienindex der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z.). Er umfasst 100 Werte von Gesellschaften, die in Frankfurt variabel gehandelt werden und ein entsprechend großes Grundkapital vorweisen können.
Abkürzung für Federal Reserve Bank, die Notenbank der USA. Das Federal Reserve System ist das amerikanische Notenbanksystem, das aus den 12 Federal Reserve Banks besteht. Jede Bank ist für ein District zuständig. Die Aufgabe der FED ist die Festlegung der Geld- und Währungspolitik. Den Kopf der FED bildet das siebenköpfige Board of Governors. Jedes Mitglied wird auf 14 Jahre vom amerikanischen Präsidenten ernannt.
Auch: Unfriendly Takeover. Bezeichnung für eine nicht offizielle Kaufabsicht eines Interessenten. Der potenzielle Käufer versucht hierbei die Aktienmehrheit an einem Unternehmen zu erlangen, um so die Stimmmehrheit zu erreichen. Oftmals kommt es zu feindlichen Übernahmeangeboten, wenn eine Aktiengesellschaft an der Börse unterbewertet ist.
Maßeinheit für Edelmetalle. Eine Feinunze entspricht 31,104 Gramm.
Von der öffentlichen Hand, bestimmten Banken und größeren Industrieunternehmen werden sogenannte festverzinsliche Wertpapiere ausgegeben. Dabei handelt es sich um mittel- bis langfristige Schuldverschreibungen, die eine regelmäßige, festgelegte Zinszahlung in Form von Geld beinhalten.
Die Fifo-Methode regelt die steuerliche Behandlung von Veräußerungsgeschäften. Fifo steht für "First in – First out". Dies bedeutet, dass bei einem Teilverkauf von Wertpapierbeständen die zuerst gekauften Positionen eines Wertpapiers steuerlich auch als zuerst verkauft gelten und somit beispielsweise abgeltungsteuerfreie Bestände als Erstes verwertet werden. Auch die in den Jahresendbelegen ausgewiesenen Ergebnisse aus Veräußerungsgeschäften werden nach Fifo-Methode berechnet.

Bestimmte Staaten, mit denen Doppelbesteuerungsabkommen bestehen, bescheinigen den Erwerbern ihrer Anleihen einen Quellensteuerabzug, ohne dass dieser tatsächlich abgezogen worden wäre. Der fiktive Abzug kann auf die deutsche Steuer auf Kapitalerträge angerechnet werden. Die fiktive Quellensteuer soll der Entwicklungshilfe dienen. Die Doppelbesteuerungsabkommen regeln die Details wie Prozentsätze.

Der Bund gibt nicht börsennotierte Papiere mit festen Laufzeiten von 1 bis 2 Jahren aus. Diese werden als Finanzierungsschätze bezeichnet. Finanzierungsschätze haben einen Anlagehöchstbetrag pro Person von 250.000 Euro und eine Mindestanlage von 500 Euro.

Die Einstufung als Finanzinnovation hängt mit der Art der Verzinsung der Wertpapiere zusammen. Grob gesagt werden alle Anleihen, bei denen sich die Zinsen im Zeitablauf ändern, als Finanzinnovation eingestuft. Welche Wertpapiere zu den Finanzinnovationen gehören, legt das Bundeszentralamt für Steuern fest. Hier kann es zu einer "Strafbesteuerung" nach der Pauschalwertmethode kommen, wenn die Einstandsdaten von der Bank, bei der das Papier gekauft wurde, nicht übermittelt wurden.

Institute, die auf dem Geld-, Kredit- und Kapitalmarkt tätig sind und die versuchen, einen Ausgleich zwischen anlagesuchenden Finanzmitteln und dem Bedarf an Finanzmitteln zu schaffen. Zu ihnen gehören beispielsweise Bausparkassen, Kreditinstitute und Versicherungsgesellschaften.
Ermittlung und Notierung von Tagespreisen von Rohstoffen oder Devisen. Das Fixing wird mindestens einmal, höchstens zweimal am Tag nach festgelegten Regeln durchgeführt.
Bei den variabel verzinslichen Wertpapieren, die als Floating Rate Note (FRN) oder "Floater" bezeichnet werden, wird die Verzinsung üblicherweise an einen Referenzzinssatz wie zum Beispiel den LIBOR oder den FIBOR angepasst.

Garantierte Zinsuntergrenze, die teilweise bei Floating Rate Notes in den Anleihebedingungen festgeschrieben wird. Damit wird dem Investor garantiert, dass die Verzinsung der Anleihe während einer Niedrigzinsphase auf das Minimalniveau festgeschrieben wird. Den Differenzbetrag trägt der Floor-Verkäufer. Der Floor ist das Gegenstück zum Cap.

Ein Fonds ist eine Sammlung aus verschiedenen Anlagewerten nach dem Grundsatz der Risikoverteilung (z.B. Aktien, Immobilien, Waren). Er unterliegt bestimmten Richtlinien der Verwaltung.
Auch: Fondsgesellschaft oder Investmentgesellschaft. Sie verwaltet Anlagegelder in Fonds. Die Fondsgesellschaften müssen die Gelder der Anleger nach dem Grundsatz der Risikomischung gesondert vom eigenen Vermögen bei einer Depotbank anlegen.

Professionelle Verwalter von Investmentvermögen. Sie treffen die konkreten Anlageentscheidungen für den Fonds im Rahmen der Anlagebedingungen, der Anlagegrundsätze und der gesetzlichen Anlagegrundsätze.

Von verschiedenen Agenturen (z.B. Feri Trust, Morningstar, €uro-Finanzen) vergebene qualitative und quantitative Bewertung eines Fonds, die dem Anleger Hilfestellung bei der Entscheidung für eine Fondsanlage geben soll.

Das Vermögen eines Aktienfonds setzt sich zum einen aus den enthaltenen Aktien, zum anderen aus den Barreserven zusammen.

Auch: variabler Handel, kontinuierlicher Handel. Der fortlaufende Handel bezeichnet eine Handelsform, bei der während der Börsenzeit jederzeit ein Wertpapierkurs festgestellt wird. Eine in Auftrag gegebene Order wird jeweils zum nächstmöglichen Zeitpunkt ausgeführt. Nicht alle Wertpapiere werden für den fortlaufenden Handel zugelassen.

Beim Forward Pricing für Fonds wird der Ausgabepreis des auf den Annahmetag folgenden Tages als Abrechnungskurs zugrunde gelegt. Damit werden von den Fondsgesellschaften Arbitragegeschäfte ausgeschlossen.

Seit dem 01.08.2012 erhebt der französische Staat eine Finanztransaktionssteuer. Die Steuer wird beim entgeltlichen Erwerb (Kauf) von Wertpapieren französischer börsennotierter Unternehmen fällig, deren Marktkapitalisierung über 1 Mrd. Euro liegt. Die Höhe der Steuer betrug bis Ende 2016 0,2% des Kurswertes und wird unabhängig vom Handelsplatz, also auch für Transaktionen an deutschen Börsen erhoben. Ab 01.01.2017 wurde der Steuersatz auf 0,3% erhöht.

Maßgeblich für die Belastung der Steuer sind die gültigen französischen gesetzlichen Regelungen, die sich jederzeit ändern können. Die Finanztransaktionssteuer gilt als Teil der Anschaffungsnebenkosten.

Unter Free Float (Streubesitz) versteht man den Anteil der Aktien eines Unternehmens, die nicht in festen Händen (Staat, Kapitalgeber, Altaktionäre) sind.
Wechselkurse bei Währungen, die nur durch die Marktverhältnisse zustande kommen und nicht staatlich gelenkt werden, nennt man freie Wechselkurse. Sie unterliegen keinen Bandbreitenbeschränkungen.

Erfahren Sie mehr über den Freistellungsauftrag / Sparer-Pauschbetrag in unserem Bereich Kundenservice.

Der Freiverkehr ist ein Teilbereich des Börsenhandels. Die Anforderungen (z.B. Publizitätsvorschriften) sind geringer als im geregelten Markt und im amtlichen Handel.
Sammelbegriff für die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten eines Unternehmens.
Bei moderaten Kurszuwächsen zwischen 0,25% und 1% wird die Entwicklung an der Börse als freundlich bezeichnet.
Auch: Takeover. Ist die Übernahme "freundlich", so spricht man von einer Akquisition.
FT-SE ist die Abkürzung für Financial Times-Stock Exchange, womit der maßgebliche Aktienindex für den britischen Aktienmarkt bezeichnet wird. Er umfasst 100 Werte und ist vergleichbar mit dem DAX in Deutschland.

In einer Fundamentalanalyse wird die Aktiengesellschaft auf der Grundlage von Kennzahlen bewertet. Wichtigste Größen sind hierbei die Erträge, die Finanzkraft (Cashflow, Zinsaufwendungen etc.), das Kurs-Gewinn-Verhältnis (siehe KGV), Wachstumschancen und konjunkturelle sowie fiskalpolitische Rahmenbedingungen. Mit diesen Daten wird versucht, die Geschäftstätigkeit und deren Erfolgsaussichten abzuschätzen und daraus Chancen auf Kursgewinne abzuleiten.

Die Austauschbarkeit und Standardisierung von Sachen und Rechten, die vertretbar sind, wird als Fungibilität bezeichnet. Sie ist eine wichtige Grundlage der Handelbarkeit von Wertpapieren.
Unter einer Fusion versteht man den Zusammenschluss zweier bisher unabhängiger Unternehmen. Dies kann entweder dadurch geschehen, dass eines der Unternehmen das andere aufkauft, oder durch den Zusammenschluss zu einer neuen Firma. Die Vorteile einer Fusion liegen beispielsweise in der Vergrößerung der Produktpalette und der Rationalisierung. Ein Unternehmen kann aber auch neue Absatz- oder Beschaffungsmärkte durch eine Fusion gewinnen. Bei Investmentfonds erhält der Anteilseigner vor der Fusion in der Regel die Möglichkeit, seine Anteile an die Gesellschaft zurückzugeben oder umzutauschen.

Standardisierte, unbedingte Terminkontrakte auf Anleihen, Aktien, Währungen, Indizes und Rohstoffe. Ein Future verpflichtet den Verkäufer und den Käufer, den Handel zu einem festgelegten Termin in der Zukunft zu einem jetzt vereinbarten Preis zu tätigen. Hierzu muss eine Lieferung des Basiswerts stattfinden, es sei denn, der Kontrakt wird vor Ablauf der Zeit glattgestellt.

FWB ist die Abkürzung für Frankfurter Wertpapierbörse.
Bei Terminkontrakten gibt das Fälligkeitsdatum an, wann der Basiswert zur Lieferung fällig wird bzw. eine Zahlungsverpflichtung zu begleichen ist. Bei Wertpapieren, wann diese zurückgezahlt werden.
Kennzahl, die die Veränderung des Optionsschein-Deltas zeigt, wenn sich der Basiswert um eine Einheit verändert.
Das Wort Gap heißt wörtlich übersetzt Lücke oder Unterbrechung. In einem Chart, bezeichnet der Analyst Kursniveaus, zu denen kein Handel stattgefunden hat, als Gaps. Es werden 4 Arten von Gaps unterschieden: gewöhnliche Gaps, Ausbruchgaps, Ausreißer und Erschöpfungsgaps.
Bei einem Garantiefonds wird die Rückzahlung des eingesetzten Kapitals am Ende der Laufzeit garantiert. Dies ist eine Möglichkeit, das Risiko auf den Aktienmärkten zu verringern, geht aber in der Regel mit Renditeverzicht einher.
Garantiezertifikate bieten dem Anleger die Garantie, bei Fälligkeit des Zertifikates mindestens das eingesetzte Kapital zurückzuerhalten. Es handelt sich um Anlageprodukte für eher konservative Anleger. Das Zertifikat ist in seiner Kursentwicklung an einen Basiswert, z.B. einen Aktienindex, gekoppelt. Bei Fälligkeit erhält der Anleger zumindest den vom Emittenten garantierten Rückzahlungsbetrag. Über die Garantie hinaus partizipiert der Anleger somit an der positiven Wertentwicklung des jeweiligen Basiswertes. Die Garantie bezieht sich nur auf die Fälligkeit, während der Laufzeit kann das Zertifikat auch unterhalb der Garantie gehandelt werden.
GDR ist die Abkürzung für Global Depositary Receipts. GDRs sind nach dem Vorbild der American Depositary Receipts (ADR) entwickelte Aktien-Zertifikate, die eine bestimmte Anzahl hinterlegter Aktien eines ausländischen Unternehmens verbriefen und dessen Handel an Börsen außerhalb des Ursprungslands ermöglichen. Gewinne und Verluste mit GDRs werden über den Aktien-Verlustverrechnungstopf gebucht.
Geld, oder der Kurszusatz G hinter dem aktuellen Kurs steht für ein Kaufangebot einer bestimmten Aktie zu einem bestimmten Kurs. Steht lediglich G (Geld) hinter dem Kurs, wurden noch keine Verkäufer für das Wertpapier gefunden. Bei bG (bezahlt Geld) wurden bereits erste Kauforders ausgeführt, es stehen aber noch weitere Aktien zum Kauf aus.
Ankaufspreis des Maklers oder Emittenten, zu dem dieser Wertpapiere, Rohstoffe oder Devisen von anderen Marktteilnehmer kaufen will. Auch als Bid bezeichnet. (Gegenstück: Briefkurs).
Der Geldmarkt ist ein Markt für kurzfristige Anlagen. Man unterscheidet verschiedene Formen von kurzfristigen Anlagen/Krediten: - Tagesgeld, das bis zu 24 Stunden Laufzeit hat - tägliches Geld, das täglich kündbar ist - Monatsgeld - Dreimonatsgeld. Besonders wichtig ist der Geldmarkt für die Banken zur Beschaffung von Liquidität.
Fonds, die bis zu 100 Prozent ihres Vermögens in Bankguthaben, Geldmarkttiteln oder Wertpapieren mit kurzen Restlaufzeiten bzw. regelmäßigen Zinsanpassungen anlegen.
Kurzfristige Anleihen der öffentlichen Hand, die am Geldmarkt gehandelt werden, bezeichnet man als Geldmarktpapiere. Geldmarkttitel sind z.B.: Schatzwechsel, unverzinsliche Schatzanweisungen von Bund, Bahn, Post und den Bundesländern und Privatdiskonten.
Will eine Aktiengesellschaft ihr Kapital durch Ausgabe von neuen Aktien erhöhen, so liegt der maximale Nennbetrag der neuen Aktien bei 50% des bisher gezeichneten Aktienkapitals. Diese Menge wird als genehmigtes Kapital bezeichnet.

Mischform zwischen Aktie und Anleihe. Genussscheine sind Wertpapiere, durch die der Käufer als Geldgeber eines Unternehmens fungiert. Dafür erhält er die Berechtigung, am Gewinn teilzuhaben. Der Unterschied zu einer Aktie besteht darin, dass Genussscheine dem Besitzer keinerlei Stimmrechte im Unternehmen geben. Man unterscheidet 4 Arten von Genussscheinen: - Festverzinsliche Wertpapiere, bei denen der Besitzer auch am Verlust beteiligt wird - Genussscheine, bei denen es für den Besitzer eine Mindestausschüttung mit zusätzlichem Bonus je nach Dividende gibt - Genussscheine, bei denen die Ausschüttung vollständig von der Dividende abhängig ist - Genussscheine, bei denen die Ausschüttung von der Rendite abhängig ist.

Am geregelten Markt gelten weniger strenge Publizitätsvorschriften und Anforderungen als im amtlichen Handel. Die Kurse werden von freien Maklern gestellt, die nach den amtlichen Regeln der Kursfeststellung ermittelt werden, jedoch nicht amtlich notiert sind.
Die Summe des Eigenkapitals einer Aktiengesellschaft wird als Gesamtkapital bezeichnet. Hierbei wird vom Grundkapital über die Rücklagen bis zu den Reserven jede Position eingerechnet.
Geschlossene Fonds gehören zu den Investmentfonds und können Anteile zeitweise und bis zu einem bestimmten Umlaufvolumen emittieren, aber nicht zurücknehmen. Am Markt werden die Anteile jedoch weiterhin gehandelt.
Der Geschäftsbericht einer Aktiengesellschaft enthält die Bilanz, die Gewinn-und-Verlust-Rechnung (GuV) und den Lagebericht für den abgelaufenen Berichtszeitraum sowie den Anhang. Zusätzlich kann er Informationen über mögliche zukünftige Entwicklungen, Pläne des Unternehmens und die Entwicklung einzelner Bereiche des Unternehmens enthalten.
Einen Zeitraum von 12 Monaten, für den ein Unternehmen einen Jahresabschluss erstellen muss, wird Geschäftsjahr genannt. Das Geschäftsjahr eines Unternehmens muss nicht mit einem normalen Kalenderjahr zusammenfallen.
Der Ifo-Geschäftsklima-Index gilt neben dem Bundesbankbericht als das Konjunkturbarometer für Deutschland. Das Münchener Wirtschaftsinstitut für Information und Forschung (Ifo) erhebt diesen Index aus der Befragung von 7.000 Unternehmen. Der an der Börse viel beachtete Indikator setzt sich aus einem Geschäftsbeurteilungs- und einem Geschäftserwartungs-Index zusammen. Während der erste die Einschätzung der aktuellen wirtschaftlichen Lage widerspiegelt, ist der andere ein in die Zukunft gerichteter Indikator.
Den Mehrwert, den ein Unternehmen über dem substanziellen Wert besitzt, bezeichnet man als Geschäftswert. Auch: Goodwill, Fassonwert, Organisationswert oder Firmenwert.
Gesperrte Stücke sind Aktien, deren Inhaber sich verpflichtet haben diese über einen bestimmten Zeitraum zu halten und erst nach Ablauf einer bestimmten Frist zu verkaufen, beispielsweise Belegschaftsaktien.
Liegen weder Angebot noch Nachfrage vor oder sind keine Billigst- oder Bestens- Orders im Markt, so kann ein Kurs mit dem Hinweis "Gestrichen" gestellt werden. Der Hinweis kommt überwiegend bei marktengen Papieren vor.
Eine wichtige Kennzahl für die Bewertung von Aktien ist der Gewinn je Aktie (englisch: EPS, Earnings Per Share). Der Gewinn je Aktie ist der Quotient aus dem Gewinn einer Periode und der Aktienanzahl des Unternehmens. Probleme beim Vergleich unterschiedlicher Unternehmen über den Gewinn je Aktie treten auf, wenn unterschiedliche Kapitalstrukturen verwendet werden.
Sind sich Anleger bei einer steigenden Aktie nicht über die Beständigkeit des Papieres sicher, so können sie Kursgewinne realisieren, die dann als Gewinnmitnahmen bezeichnet werden.
Aus dem Ergebnis des Geschäftsjahres ist es Unternehmen gestattet, Gewinnrücklagen zu bilden. Diese dienen der sogenannten Innenfinanzierung eines Unternehmens, dürfen jedoch nicht aus Fremdkapital gebildet werden.
Anderer Name für das Grundkapital einer Aktiengesellschaft. Die Haftung der Gesellschafter ist auf diesen Betrag beschränkt.
Bei dieser allgemein üblichen Art der Wertpapierverwahrung werden die Papiere bei sogenannten Wertpapiersammelbanken verwahrt. Der Handel findet wie im bargeldlosen Geldverkehr nur über Buchungen statt.
Ist die Bezeichnung für den Verkauf oder Kauf eines bestimmten Wertpapiers, um eine bestehende offene Position durch ein Deckungsgeschäft (Gegengeschäft) auszugleichen.
Unter Going Public versteht man den Gang eines Unternehmens an die Börse. Es erfolgt entweder eine Umwandlung einer Personengesellschaft oder einer GmbH in eine Aktiengesellschaft, oder eine bereits bestehende AG möchte die Zulassung von Aktien, die bisher nicht notiert waren, erreichen. Auch: IPO.
Als Goodwill bezeichnet man den Differenzwert zwischen Ertrags- und Substanzwert nach der objektiven Unternehmensbewertung. Auch: Geschäftswert, Fassonwert, Organisationswert oder Firmenwert
Erhöht ein Unternehmen das Aktienkapital aus eigenen Mitteln (beispielsweise durch Reserven), so erhalten die Aktionäre für eine bestimmte Zahl von Aktien eine neue Aktie dazu. Durch diese Maßnahme verringert sich der Aktienkurs, das Gesamtvermögen des Aktionärs bleibt aber durch die zusätzlichen Aktien identisch, d.h., der Begriff "gratis" ist genaugenommen falsch. Auch: Gratisaktie, Berichtigungsaktien.
Schweizer Aktiengesellschaften haben neben dem Gewähren einer Dividende eine zusätzliche Möglichkeit der Auszahlung an Aktionäre. Bei der Ausgabe von Gratisoptionen können Aktionäre neue Aktien erstehen, wenn sie eine bestimmte Zahl Gratisoptionen vorweisen und einen festgelegten Betrag entrichten.
Im Rahmen einer Neuemission ist der Greenshoe die Option der Konsortialbank, zusätzliche Papiere des zu betreuenden Unternehmens auszugeben. Diese zusätzlich ausgegebenen Aktien stammen aus dem Besitz der Altaktionäre.
Fonds, die in Wachstumswerte mit erhöhtem Kursrisiko, wie zum Beispiel Technologieaktien, investieren.
Aktionäre einer Aktiengesellschaft, die einen genügend großen Anteil Aktien besitzen, um bei der Hauptversammlung des Unternehmens maßgeblichen Einfluss auszuüben, werden als Großaktionäre bezeichnet.
Bei der Handelsbilanz eines Unternehmens werden Vermögen und Verbindlichkeiten eines Unternehmens gegenübergestellt. Es werden die einzelnen, nach handelsrechtlichen Vorschriften bewerteten aktiven und passiven Positionen des Unternehmens aufgeführt.
Unter Handelszeit versteht man die Zeit, in der ein Börsenhandel stattfindet und somit Aufträge ausgeführt werden können. Eine Übersicht über die Handelszeiten der einzelnen bei der ING verfügbaren Börsen finden Sie in unserer Handelsplatz-Übersicht.
Die Hauptversammlung (HV) ist das jährliche Zusammentreffen der Aktionäre, auf der über die wichtigsten zukünftigen Schritte des Unternehmens, wie z. B. die Verwendung des Bilanzgewinnes, Kapitalerhöhungen, Neuwahl des Aufsichtsrates, Entlastung des Vorstandes etc. entschieden wird und vom Vorstand über das abgelaufene Geschäftsjahr berichtet wird.
Eine Hausse ist gekennzeichnet durch einen länger anhaltenden Kursanstieg des Gesamtmarkts oder einzelner Marktbereiche. Dieser Markt wird umgangssprachlich auch als Bull Market oder zu Deutsch als Bullenmarkt bezeichnet. Gegenteil: Baisse.
Der Hebel gibt an, um wie viel stärker sich ein Wertpapier oder eine Option im Vergleich zum Basiswert bewegt. Er errechnet sich als Quotient aus aktuellem Basiswertpreis und dem durch das Bezugsverhältnis angepassten Optionsscheinkurs.
Vor allem im Zusammenhang mit der Bewertung von Optionsscheinen und Knock-outs gebräuchliche Kenngröße zur Ermittlung des Kursverhältnisses Option/Basiswert. Ein Hebel von 2 besagt, dass das Wertpapier doppelt so stark wie der Basiswert selbst auf Kursschwankungen des Basiswerts reagiert. Der Hebel wirkt in beide Richtungen, also sowohl auf Kurssteigerungen als auch auf Kursverluste des Basiswerts.
Hedge ist die englische Entsprechung für "Hecke". Im Börsenjargon bedeutet "eine Hecke bauen", zu versuchen, sich gegen Preisrisiken abzusichern. Ein Aktieninhaber beispielsweise trägt das volle Risiko von Preisschwankungen. An den Terminbörsen sichert man sich daher durch Gegengeschäfte ab.
Mit Hedge-Funds werden Investmentfonds bezeichnet, die bezogen auf ihre Anlagepolitik keinerlei gesetzlichen oder sonstigen Einschränkungen unterliegen. Unter Verwendung jeglicher Anlageformen wird eine möglichst rasche Vermehrung des Kapitals angestrebt. Deshalb bieten Hedge-Funds die Chance auf eine sehr hohe Rendite, beinhalten jedoch auch ein entsprechend hohes Risiko des Kapitalverlusts, da sie überwiegend in Optionen und Futures investieren.
Dividiert man für die Absicherung (Hedge) einer offenen Kassaposition ihren Wert durch den Gesamtkontraktwert, so erhält man die sogenannte Hedge-Ratio. Sie gibt an, wie viel Kontrakte man zur Absicherung benötigt.
Als Heimatbörse wird die Börse bezeichnet, an der ein Unternehmen seine Hauptnotiz hat, in der Regel ist dies am Hauptsitz einer Aktiengesellschaft.
Englisch: "Hoch". High wird der Höchstkurs pro Tag, Woche, Monat, historisch etc. bezeichnet und stellt das Gegenstück zu Low dar.
Der Depotinhaber kann bei der depotführenden Bank die Sperre von Wertpapierbeständen beantragen. Über die vorgemerkte Sperre wird eine Bescheinigung erteilt. Mit der Bescheinigung kann der Depotinhaber an einer Versammlung der Gesellschaft teilnehmen.
Eine Holding ist ein Unternehmen, das nicht selbst produziert oder Dienstleistungen anbietet, sondern stattdessen Anteile an anderen Unternehmen verwaltet. Ihre hauptsächliche Aufgabe liegt im Erwerb und der Verwaltung von Anteilen an Unternehmen, die dann wirtschaftlich meist in der Holding aufgehen, rechtlich aber oft noch selbstständig bleiben.
Kurzform für Hauptversammlung.
Hängeposition wird die Situation genannt, wenn hereingenommene Wertpapiere aufgrund von nicht auftretenden Kursentwicklungen im Bestand bleiben und nicht verkauft werden.
IAS steht für International Accounting Standards, die internationalen Bilanzierungsregeln. Für den Jahresabschluss 2001 müssen deutsche Unternehmen erstmals die Rechnungslegungsvorschrift IAS 39 anwenden. Weitere Bilanzierungsregeln sind die Rechnungslegungsvorschriften des HGB und die Bilanzierung nach US-GAAP.
Der IBEX ist der 35 Aktien umfassende Index der spanischen Börse. Er enthält die Unternehmen mit der größten Kapitalisierung und ist mit dem deutschen DAX zu vergleichen.
Eine Option ist "im Geld", wenn sie einen inneren Wert größer null hat. Je größer die Differenz des Basiswerts zum Ausübungspreis, desto weiter ist die Option bzw. der Optionsschein im Geld. Bei großen Abweichungen spricht man daher auch von Optionen, die "tief im Geld" sind.
Immobilienfonds bündeln das Kapital von mehreren Anlegern, um dieses in Immobilien zu investieren. Die Anleger profitieren von Ausschüttungen aus Mieterträgen und eventuellen Wertsteigerungen der erworbenen Immobilien. Für offene Immobilienfonds werden täglich An- und Verkaufspreise durch die Fondsgesellschaft berechnet. Im Gegensatz dazu werden geschlossene Immobilienfonds in der Regel aufgelegt, um ein einzelnes Projekt zu finanzieren. Ist das benötigte Kapital eingezahlt, wird der Fonds geschlossen; weitere Ein- und Auszahlungen sind nicht mehr ohne weiteres möglich.
Ist die Erwartung der Marktteilnehmer über die zukünftige Schwankungsbreite (= Volatilität) einer Option bereits im Kurs enthalten, so spricht man von einer impliziten Volatilität.
Der Index ist eine statistische Größe, um Preis- und Mengenbewegungen von Gütern und Wertpapieren (z.B. Aktienindex) im zeitlichen Verlauf anschaulicher zu visualisieren. Die darzustellenden Werte werden zu diesem Zweck prozentual bzw. relativ auf eine Basisgröße bezogen.
Ein Index-Zertifikat ist ein Wertpapier, das einen Index wie beispielsweise den Dax 1:1 nachbildet. Der Anleger kauft damit sozusagen den Index selbst.
Fonds, die sich aus einer Auswahl verschiedener Indices zusammensetzen, werden als Indexfonds bezeichnet. Eng verwandt mit ETFs.
Ein indikativer Wert gibt ungefähr an, wie dieser Wert zu einem festgelegten (späteren) Zeitpunkt tatsächlich sein wird. Ein indikativer Prospekt nennt bereits Eckdaten z.B. eines Zertifikats, die aber noch nicht endgültig festgelegt sind. indicare (lateinisch) = anzeigen, verraten
Als Industrieaktien werden die von den verschiedensten Industrieunternehmen ausgegebenen Aktien bezeichnet. Sie stehen im Gegensatz zu Bank-, Verkehrs- oder Versicherungsaktien und bilden den größten Anteil der börsennotierten Aktien.

Eine Inhaberaktie ist ein Wertpapier, bei dem die verbrieften Rechte vom jeweiligen Inhaber geltend gemacht werden können, ohne dass dieser den Nachweis erbringen muss, der tatsächliche Inhaber der Aktie zu sein. Gegenteil: Namensaktie.

Bei Eröffnung eines Terminkontrakts müssen der Käufer und der Verkäufer eine bestimmte Sicherheit beim Clearing-House hinterlegen. Diese wird als Initial Margin bezeichnet und richtet sich in der Höhe nach Laufzeit und Volatilität des Kontrakts.
Ziehen Kreditinstitute fällige Forderungen z.B. aus Schecks oder Kupons ein, so spricht man von Inkasso.
Man spricht dann von einer Innenfinanzierung, wenn das Kapital, das ein Unternehmen zu einer Finanzierung benötigt, komplett aus dem Unternehmen selbst kommt. Mögliche Quellen sind hier Verkäufe von Unternehmensteilen oder Finanzierung aus Abschreibungen.
Wert eines Optionsscheins, der sich aus der positiven Differenz des aktuellen Kurses des Basiswerts und des Basispreises ergibt.
Als Insider gelten Personen, die beispielsweise aufgrund ihrer beruflichen Position einen zeitlichen Informationsvorsprung gegenüber anderen Investoren haben. Dieser Wissensvorsprung darf nicht für Börsengeschäfte (Insidergeschäfte) ausgenutzt oder weitergegeben werden.
Als Insidergeschäfte gelten Käufe und Verkäufe von Wertpapieren, die aufgrund vertraulicher Informationen getätigt werden, die der Öffentlichkeit noch nicht zugänglich sind. Insidergeschäfte sind gesetzlich verboten und werden strafrechtlich verfolgt.
Von Insolvenz spricht man bei der Zahlungsunfähigkeit eines Unternehmens. Ein Anhalten dieser Situation führt zur Eröffnung eines Vergleichs- oder Konkursverfahrens.
Der Zinssatz, zu dem sich Banken gegenseitig Kredite finanzieren, wird als Interbankenrate bezeichnet. Als Beispiele können der LIBOR, EURIBOR und der FIBOR angegeben werden.
Interimsscheine, auch Zwischenscheine genannt, sind vorläufige Bescheinigungen über den Besitz von Wertpapieren vor ihrer endgültigen Ausfertigung. Sie werden beispielsweise bei Neugründung einer Aktiengesellschaft ausgestellt.
Bei Wechselkursen auf Devisen, für die die Einhaltung einer Bandbreite festgelegt ist, sind die Notenbanken bei bestimmten Limits zur Intervention verpflichtet. Eine Intervention, in der Regel durch Kauf oder Verkauf der entsprechenden Devise, findet statt, wenn die Devise die festgelegte Bandbreite nach oben oder unten zu durchbrechen droht oder dies bereits getan hat.
Der Kauf und Verkauf eines Wertpapiers innerhalb desselben Börsentags wird als Intraday-Handel bezeichnet.
Der Inventarwert dient bei Fonds zur Berechnung von Ausgabe- und Rücknahmepreis. Er setzt sich aus den Wertpapieren sowie den Barmitteln im Fonds zusammen. Durch die Multiplikation der Nominalwerte der enthaltenen Wertpapiere mit den aktuellen Kursen wird beispielsweise bei den deutschen Fonds der Inventarwert errechnet.
Der Investitionsgrad ergibt sich aus dem Fondsvermögen abzüglich der Barreserve, d.h. der Anteil des Fondsvermögens, der in Wertpapieren, Immobilien oder Derivaten angelegt ist.
Bankdienstleistungen, die sich allgemein mit dem Wertpapiersektor befassen, bezeichnet man als Investmentbanking. Hierunter fallen auch die Bewertung von Unternehmen, die Unterstützung von Firmen bei Fusionen oder die Durchführung von Neuemissionen.
Fonds, die von einem Fachmann, beispielsweise einer Investmentgesellschaft, betreut werden, bezeichnet man als Investmentfonds. Bei Erträgen, gewöhnlich durch Kursgewinne oder Dividenden, erfolgt eine Ausschüttung an die Anteilseigner des Fonds. Ein offener Investmentfonds, kurz als Fonds bezeichnet, ist ein Konstrukt zur Geldanlage. Eine Investmentgesellschaft (deutscher Fachbegriff: Kapitalanlagegesellschaft) sammelt das Geld der Anleger, bündelt es in einem Sondervermögen – dem Investmentfonds – und investiert es in einem oder mehreren Anlagebereichen. Die Anteilscheine können in der Regel börsentäglich gehandelt werden. Das Geld im Fonds wird nach vorher festgelegten Anlageprinzipien z.B. in Aktien, festverzinslichen Wertpapieren, am Geldmarkt und/oder in Immobilien angelegt.

Die Reform der Investmentbesteuerung trat am 01.01.2018 in Kraft. Mehr erfahren Sie in unserem Bereich Kundenservice.

Das Verhalten eines Unternehmens gegenüber seinen Aktionären wird als Investor Relations bezeichnet. In diesen Bereich fallen z.B. Publikationen, Pressemitteilungen und andere Auskünfte von Seiten der Unternehmung.
Abkürzung für Initial Public Offering. Die IPO ist das erste öffentliche Angebot einer Aktie. Üblicherweise spricht man von einer IPO, wenn eine Aktie als Neuemission auf den Markt kommt, jedoch auch bei Umplatzierungen an der Börse oder bei Kapitalerhöhungen.
Abkürzung für International Security Identification Number. Die ISIN, die zur internationalen Identifikation von Wertpapieren dient, besteht aus einem Ländercode, zum Beispiel DE für Deutschland, und einer insgesamt 10-stelligen Ziffer.
Anleihen, die in Isländischen Kronen notieren, können aktuell nicht in Euro umgerechnet werden.
Am Ende eines jeden Geschäftsjahrs hat ein Konzern einen Jahresabschluss zu verfassen. Dieser dient der Information über die geldlichen Angelegenheiten des Unternehmens. Seine Form wird durch das Handelsgesetzbuch vorgeschrieben.

In unserem Bereich Kundenservice erfahren Sie mehr über folgende Jahresendbelege:

Jahressteuerbescheinigung
Erträgnisaufstellung
Einzelsteuerbescheinigung

Der Gewinn eines Unternehmens am Ende eines Geschäftsjahrs wird als Jahresüberschuss bezeichnet. Die Hauptversammlung entscheidet, ob er als Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet wird oder ob er im Rahmen einer Erhöhung der Gewinnrücklagen im Unternehmen verwendet wird.
Joint Venture stammt aus dem Englischen und steht für Gemeinschaftsunternehmung. Meistens gründen dabei zwei oder mehr Firmen ein Gemeinschaftsunternehmen, in das sie Technologie, Kapital oder Personal einbringen. Grund eines Joint Venture ist das Erreichen eines bestimmten vereinbarten Ziels oder Zwecks.
Mit "junge Aktien" bezeichnet man Wertpapiere, die bei einer Kapitalerhöhung neu ausgegeben werden. Diese sind für das aktuelle Geschäftsjahr nicht bzw. noch nicht voll dividendenberechtigt. Der Zusatz "jung" fällt nach der ersten Gewinnausschüttung weg.
Unter juristischen Personen versteht man Zusammenschlüsse von Personen- oder Sachgesamtheiten, die damit rechtsfähig werden. Generell unterscheidet man zwischen juristischen Personen des öffentlichen und des privaten Rechts. Personen des privaten Rechts sind: - Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH) - Aktiengesellschaften (AG) - Kommanditgesellschaften auf Aktien (KGaA) - eingetragene Genossenschaften (eG) - eingetragene Vereine (eV) Personen des öffentlichen Rechts sind: - Körperschaften wie Bund, Länder und Gemeinden - Stiftungen - Anstalten wie die Deutsche Bundesbank
(Ak-) Kumulierte ausschüttungsgleiche Erträge (kurz kaE genannt) spielen nur für die Besteuerung ausländischer thesaurierender Fonds eine Rolle. Unter kaE versteht man den thesaurierten Ertrag je Anteil, den ein Fonds seit dem 01.01.1994 angesammelt hat. Der kaE eines Fonds erhöht sich jährlich um die thesaurierten Erträge des jeweiligen laufenden Geschäftsjahrs. Liegt beim Kauf der kaE vor, wird beim Verkauf die Differenz zum dann gültigen kaE für die Besteuerung herangezogen werden.
Kleinere und mittlere Unternehmen können durch Beteiligungen von Kapitalanlagegesellschaften einen Zugang zum Kapitalmarkt erhalten.
Diese Kapitalerhöhung erfolgt durch die Umwandlung von offenen Kapital- oder Gewinnrücklagen einer Aktiengesellschaft in Eigenkapital durch Gesellschafterbeschluss. Es findet keine Zuführung neuer Geldmittel statt. Hierdurch ändert sich das Eigenkapital als Summe aus Rücklagen und Grundkapital nicht in der Höhe, aber in seiner Struktur.
Unter einer Kapitalerhöhung gegen Bareinzahlung versteht man eine Erhöhung des Eigenkapitals unter Ausgabe neuer ("junger") Aktien. Jedem Aktionär werden entsprechend seinem Bestand am Trenntermin Bezugsrechte zugeteilt. Diese verbriefen das Recht zur Teilnahme an der Kapitalerhöhung. Gegen eine bestimmte Anzahl von Bezugsrechten erhält man nach Zahlung des Emissionspreises junge Aktien. Dieses Verhältnis wird seitens der Gesellschaft festgelegt und als Bezugsverhältnis bezeichnet. Es gibt an, in welchem Verhältnis junge Aktien bezogen werden können. Fehlende oder überschüssige Bezugsrechte können zu- oder verkauft werden, sofern ein Bezugsrechtshandel stattfindet. Andernfalls verfallen überschüssige Bezugsrechte wertlos.
Erfahren Sie mehr über Kapitalerträge bei der Abgeltungsteuer in unserem Bereich Kundenservice.
Kapitalgesellschaften sind juristische Personen mit eigener Rechtsfähigkeit und einem festen Nominalkapital. Sie haben meist die Rechtsform der Aktiengesellschaft oder der GmbH. Die Gesellschafter haften nicht mit ihrem gesamten Vermögen für die Kapitalgesellschaft, sondern nur mit dem eingebrachten Kapital.
Aktiengesellschaften haben die Möglichkeit der Kapitalherabsetzung. Dabei wird das Eigenkapital der Gesellschaft vermindert, um beispielsweise einen bestehenden Bilanzverlust zu beseitigen ("nominell" oder überflüssiges Kapital an Anteilseigner zu verteilen ("effektiv"). Die Kapitalherabsetzung muss auf der Hauptversammlung mit Dreiviertelmehrheit beschlossen werden.
Die Märkte für Beteiligungskapital (Aktienmarkt) und für langfristige Kredite (Rentenmarkt) werden im Kapitalmarkt zusammengefasst. Er dient hauptsächlich staatlichen Institutionen und Unternehmen zur Finanzierung von Investitionen.
Auch: Fondsgesellschaft oder Investmentgesellschaft. Sie verwaltet Anlagegelder in Fonds. Die Kapitalverwaltungsgesellschaften müssen die Gelder der Anleger nach dem Grundsatz der Risikomischung gesondert vom eigenen Vermögen bei einer Depotbank anlegen.
Verschlechtert sich das Verhältnis von Unternehmenswert und Aktienkapital, so spricht man von einer Kapitalverwässerung. Dieser Fall kann beispielsweise eintreten, wenn Gratisaktien oder neue Aktien ausgegeben werden. In diesem Fall löst das Unternehmen Rücklagen auf.
Der Kassakurs wird für kleinere Aktienorders (unter 50 Stück) verwendet. Er wird börsentäglich um 12 Uhr festgestellt. Bei Orders über 50 Stück muss gesondert erwähnt werden, wenn der Kassakurs verwendet werden soll.
Man unterscheidet beim amtlichen Handel zwischen dem variablen Markt und dem Einheitsmarkt. Zusammen bilden diese Märkte den Kassamarkt, als Gegenstück zum Terminmarkt.
Der Käufer der Kaufoption (engl.: Call) erwirbt das Recht, nicht aber die Verpflichtung, zu einem künftigen Zeitpunkt eine bestimmte Anzahl von Aktien zu einem vorher vereinbarten Preis zu erwerben. Spekulanten kaufen Calls, wenn sie von steigenden Kursen ausgehen. Bei der von ihnen erwarteten Kurssteigerung der betreffenden Aktien können sie sich über den Call mit Aktien zu dem vorher vereinbarten, niedrigeren Preis eindecken – und diese sofort am Markt zu dem höheren Kurs verkaufen. Calls werden für Privatanleger in Form von Optionsscheinen verbrieft.
Das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) errechnet sich aus dem Aktienkurs dividiert durch den Buchwert je Aktie. Ein Wert von eins bedeutet, dass das Unternehmen mit dem Substanzwert, also dem Wert des Eigenkapitals, bewertet ist. Bei einem Wert über eins ist das Unternehmen höher bewertet, bei einem Wert unter eins geringer. In letzterem Fall geht die Börse häufig davon aus, dass das Unternehmen schlecht positioniert ist und möglicherweise Verluste macht.
Das KCV wird errechnet durch den Aktienkurs dividiert durch den Cashflow je Aktie. Je niedriger dieser Wert ist, desto günstiger ist die Aktie bewertet. Dieser Maßstab findet häufig Anwendung in angelsächsischen Ländern.
Das Kurs-Gewinn-Verhältnis drückt das Verhältnis zwischen Aktienkurs und dem erzielten Jahresgewinn des Unternehmens pro Aktie aus. Das KGV wird errechnet, indem der Börsenkurs durch den Gewinn pro Aktie geteilt wird. Beispiel: Aktienkurs 300 Euro, Gewinn je Aktie 15 Euro: KGV = 20. Je niedriger das KGV, desto günstiger ist die Aktie bewertet. Mit dem KGV kann die Ertragskraft von Aktiengesellschaften verglichen werden. Allerdings ist das KUV (Kurs-Umsatz-Verhältnis) beispielsweise bei jungen Unternehmen aussagekräftiger.
Knock-out-Optionsscheine/-Zertifikate sind neben dem Basispreis mit einer Barriere, der Knock-out-Schwelle, ausgestattet. Sobald diese Schwelle unter- (bei Calls) bzw. überschritten wird (bei Puts), werden diese fällig und verfallen wertlos oder werden vom Emittenten zu einem zuvor festgelegten Preis zurückgekauft.
Knock-out-Zertifikate oder auch Turbos zählen zu den Hebelprodukten. Mit ihnen kann ein Anleger überproportional, also gehebelt, an der Wertentwicklung eines Basiswerts wie beispielsweise des DAX teilhaben. Je näher der Basispreis am aktuellen Preis des Basiswertes liegt, umso höher ist der Hebel und somit die Gewinnchance. Andererseits steigt damit auch das Risiko, das eingesetzte Kapital komplett zu verlieren, da das Zertifikat bei Erreichen des Basispreises "ausgeknockt" wird und wertlos verfällt. Bei Mini-Futures gibt es eine vorgeschaltete Schwelle, so dass im Falle eines Knock-outs ein Restwert zurückgezahlt wird. Veränderungen des Basiswerts folgt ein Knock-out-Zertifikat nahezu 1:1; anders als bei Optionsscheinen hat die Volatilität keinen Einfluss auf den Preis.
Auch: Kommunalobligationen. Festverzinsliche Wertpapiere, die der Finanzierung von Kommunen (Städten, Gemeinden etc.) dienen.
Stabilisierung der Kursentwicklung an der Börse.
Begriff der Charttechnik. Die Kopf-Schulter-Formation ist eine Trendumkehrformation und besteht aus einem Kopf und zwei Schultern. Die Niveaus der beiden Schultern sollten in etwa gleich hoch sein und der Kopf in der Mitte sollte die beiden Schultern deutlich überragen bzw. deutlich tiefer liegen. Die Nackenlinie bildet die Linie durch beide Tief- bzw. Hochpunkte zwischen den Schultern und dem Kopf und dem Eintrittspunkt bzw. Austrittspunkt. Die Formation ist vollendet, wenn die Nackenlinie gezeichnet werden kann.
Wechselseitige Beziehung bzw. Abhängigkeit zweier Größen untereinander. Der Korrelationsgrad gibt die Wahrscheinlichkeit gleichlaufender Kurs- und Marktentwicklungen wieder. Liegt keine gemeinsame Entwicklung vor, ergibt sich daraus eine Korrelation von 0. Verändert sich aber beispielsweise eine Aktie exakt genauso wie der DAX, so ergibt sich eine Korrelation von +1.
Generell die Bandbreite, in der ein Basiswert in der Vergangenheit lag. Bei Korridor- Optionsscheinen/-Zertifikaten ist die Bandbreite von entscheidender Bedeutung für die Wertentwicklung des Wertpapiers.
Die Kreditwürdigkeit eines Kreditnehmers wird als Bonität bezeichnet. Bei Wertpapieren wird ein Rating vorgenommen, welches eine Aussage über die Kreditwürdigkeit des Kreditnehmers macht.
Einem festverzinslichen Wertpapier beigefügter Zinsschein. Der Kupon entspricht bei einem Kurs von 100% und ohne Berücksichtigung fremder Kosten der Rendite.

Mit Kurs wird der Preis für Wertpapiere und andere vertretbare Waren bezeichnet, die an einer Börse gehandelt werden. Die Angabe des Kurses erfolgt entweder in Prozent vom Nennwert oder in Euro pro Stück. Die amtliche Festsetzung der Kurse wird von Kursmaklern, nach festgelegten Regeln, durchgeführt. Siehe hierzu auch: Kurszusatz.

Beim Eintritt von unternehmensspezifischen Ereignissen, die den Kurs einer Aktie stark beeinflussen können, kann der Börsenvorstand die Kursfeststellung vorübergehend aussetzen. Das hat zur Folge, dass in dem entsprechenden Titel an der Börse temporär keine Orders erteilt und ausgeführt werden können. Laufende Aufträge werden bei einer Kursaussetzung gelöscht.
Kursmakler sind vereidigte Börsenmakler, die Kurse für die von ihnen im amtlichen Handel betreuten Wertpapiere auf der Basis von Kauf-/Verkaufsaufträgen erfassen und Käufe/Verkäufe für fremde und eigene Rechnung ausführen.
Wert eines Wertpapiers aufgrund des Börsenkurses. Ist zu unterscheiden vom Nennwert/Nominalwert eines Wertpapiers.
Folgende fünf Kurszusätze werden unterschieden: 1. b = bezahlt bzw. kein Zusatz: Alle Aufträge sind ausgeführt. 2. bG = bezahlt Geld: Nicht alle limitierten Kaufaufträge müssen ausgeführt sein, d.h., es besteht weitere Nachfrage. 3. bB = bezahlt Brief: Nicht alle limitierten Verkaufsaufträge müssen ausgeführt sein, d.h., es besteht weiteres Angebot. 4. ebG = etwas bezahlt Geld: Die Aufträge konnten nur zu einem geringen Teil ausgeführt werden. Es besteht weitere Nachfrage. 5. ebB = etwas bezahlt Brief: Die Aufträge konnten nur zu einem geringen Teil ausgeführt werden. Es besteht weiteres Angebot.
Das KUV (Kurs-Umsatz-Verhältnis) errechnet sich aus dem aktuellen Aktienkurs dividiert durch den Umsatz je Aktie (bzw. die Marktkapitalisierung dividiert durch den Umsatz). Je niedriger das KUV ist, desto günstiger ist die Aktie bewertet. Dieser Wert wird häufig herangezogen, wenn ein Unternehmen noch keine Gewinne schreibt.
Die Late-Indizes entsprechen in ihrer Zusammensetzung exakt den "Original-Indizes" DAX, MDAX, SDAX und TecDax und werden von der Deutschen Börse berechnet. Unter der Bezeichnung L-DAX, L-MDAX, L-SDAX und L-TecDax liefern sie nach Xetra-Schluss zwischen 17:30 Uhr und 20 Uhr auf Basis der Kurse der Börse Frankfurt eine Indikation der Kursentwicklung.
Als laufende Notierung bezeichnet man an der Börse Verfahren der Kursfeststellung, die regelmäßige Umsätze erkennen lassen, d.h., nach Eröffnung werden je nach Angebot und Nachfrage weitere Kurse gestellt.
Der Lead-Manager ist der Führer eines Konsortiums, der die Leitung, in engem Kontakt zum Emittenten des Konsortiums, und alle zentralen Arbeiten in Verbindung mit der Emission übernimmt. Z.B. die Erstellung des Prospekts, die Stellung des Börsenzulassungsantrags und die Marktpflege gehören zum Aufgabenfeld des Lead-Managers.
Beim Leerverkauf werden Aktien verkauft, die sich gar nicht im Besitz des Verkäufers befinden, der Verkäufer geht "short". Er geht davon aus, dass das Unternehmen zu hoch bewertet ist, und spekuliert darauf, die "geshorteten" Aktien in der Zukunft zu einem günstigeren Kurs als dem jetzigen zu erwerben. Der Differenzbetrag, der sich aus dem aktuellen Kurs und dem niedrigeren Kurs in der Zukunft ergibt, ist der Gewinn des Leerverkäufers.
Bei einem Kauf- oder Verkaufsauftrag für Wertpapiere können Limits vergeben werden. Steigt der Kurs beim Kauf über das angegebene Limit, wird die Order nicht mehr ausgeführt. Sinkt der Kurs beim Verkauf unter das Limit, wird die Verkaufsorder nicht mehr ausgeführt. Mit einem Limit können zu teure Käufe und zu billige Verkäufe verhindert werden. Jedes Limit hat eine zeitlich begrenzte Gültigkeit z.B. Tagesgültig oder Ultimo (bis Ende des Monats).

Mit Limit Order bezeichnet man eine Order mit festgelegtem Preis oder festgelegter Zeit für die Ausführung.
Siehe auch: Limit.

Siehe: Barreserve.

Position, die auf steigende Kurse setzt, z.B. über einen Call-Optionsschein.
Long Straddle wird der gleichzeitige Kauf/Verkauf von gleichen Wertpapieren zu unterschiedlichen Terminen, von verschiedenen Rohstoffen oder an mehreren Börsen genannt.
Englisch: "niedrig". Bezeichnung für den Tiefstkurs pro Tag, Woche, Monat, historisch usw. Gegenstück: High.
Länderfonds ist die Bezeichnung für Fonds, die ausschließlich oder überwiegend in Wertpapiere aus bestimmten Ländern investieren. Abhängig von dem jeweiligen Land ist das Verlustrisiko höher oder niedriger als bei einer regional diversifizierten Anlagestrategie.
Der MACD (Moving Average Convergence / Divergence) ist ein Trendfolgeindikator der technischen Chartanalyse. Er berechnet sich aus der Differenz zweier gleitender Durchschnitte. Schneidet der eine den anderen Durchschnitt, deutet das oft einen Trendwechsel und somit ein Kauf- oder Verkaufssignal an.
Makler ist die Bezeichnung für einen gewerbsmäßigen Vermittler, welcher für andere Wertpapier-, Devisen- oder Warengeschäfte durchführt. Man unterscheidet amtliche Makler, die zumeist zwischen Börse und dort vertretenen Kreditinstituten vermitteln, und freien Maklern, die auch Eigengeschäfte tätigen. Die Gebühr beträgt meist einen Prozentpunkt der Umsatzsumme.
Die Maklergebühr, auch Courtage genannt, ist die Gebühr, die der Kursmakler an der Börse einem Kunden für die Ausführung von Börsengeschäften in Rechnung stellt. Sie wird in Prozent vom entsprechenden Kurswert festgelegt.
Auch: Verwaltungsgebühr, Verwaltungsvergütung. Jährliche Gebühr, die direkt dem Fondsvermögen entnommen wird und die Kosten der Fondsgesellschaft für Management und Verwaltung (teilweise auch Vertrieb) deckt; reicht von etwa 0,4 bei Geldmarkt- und Indexfonds bis zu über 2 Prozent bei speziellen Aktienfonds.

Eine Aktie besteht aus den Teilen Mantel und Bogen. Die Urkunde, welche die Rechte an sich aus dem Wertpapier darstellt, wird als Mantel bezeichnet. Bei Aktien ist dies der Anteilsbesitz und bei festverzinslichen Wertpapieren das Hauptdokument.

Bei Geschäften am Terminmarkt dient der Einschuss, zu Englisch: "Margin", als hinterlegte Sicherheitsleistung für die eingegangenen Risiken.
Der Market Maker stellt für die ihm zugewiesenen Wertpapiere ständig Geld- und Briefkurse. Er handelt auf eigene Rechnung und eigenes Risiko und sorgt für die Marktliquidität. Bei Optionsscheinen und Zertifikaten ist der Emittent in aller Regel auch Market Maker für die von ihm emittierten Wertpapiere.
Die Marktkapitalisierung ist der Börsenwert eines Unternehmens und errechnet sich aus der Anzahl der Aktien multipliziert mit dem aktuellen Kurs.
MDAX® steht für Mid-Cap-DAX. Der MDAX enthält die 50 Aktien, die hinsichtlich der Kriterien Marktkapitalisierung, Streubesitz und Börsenumsatz den 30 Aktien des DAX folgen.

Kommt die Fondsgesellschaft den Veröffentlichungspflichten nicht nach, gilt der Fonds als steuerlich intransparent und es greift die "Strafbesteuerung" nach § 6 InvStG. Eine Grundlage hierfür bildet der Mehrbetrag, der sich aus der Differenz zwischen dem Rücknahmepreis am Jahresende und Jahresanfang ergibt.

Mit der Investmentsteuerreform entfällt der Mehrbetrag für Veräußerungen ab dem 01.01.2018

MiFID ist die Abkürzung für Markets in Financial Instruments Directive und eine Richtlinie der EU, durch die der Wertpapierhandel einheitlicher werden soll. Sie soll außerdem die Transparenz und den Anlegerschutz erhöhen. Die erste Umsetzung war 2007, die 2. Stufe MiFID II Anfang 2018.
Banken müssen im Rahmen von MiFID z.B. die Kenntnisse und Erfahrungen eines Kunden erfragen und ihn warnen, wenn er Wertpapiere außerhalb seiner Kenntnisse handelt. Zusätzlich veröffentlichen die Emittenten von strukturierten Wertpapieren einen von ihnen definierten Zielmarkt für Anleger in diesem Produkt. Außerdem werden die Kunden über die Kosten und Gebühren ihrer Anlage schon vor dem Kauf genau informiert. Zu guter Letzt erhalten Anleger viele weitere Informationen: erweiterte Informationsblätter zu Wertpapieren sowie zusätzliche Depot- und Verlustmitteilungen.

Eine Minusankündigung ist ein an der Deutschen Börse verwendeter Kurszusatz, mit dem darauf hingewiesen wird, dass mit größeren Kursverlusten zu rechnen ist. Sie wird nach festen Regeln vom jeweiligen Kursmakler angegeben. Gegenteil: Plusankündigung.
Mischfonds dürfen gemäß ihren Anlagebedingungen sowohl in Aktien als auch in festverzinsliche oder andere Wertpapiere investieren. Die Entscheidungen über den richtigen Mix aus beiden Wertpapierarten trifft das Fondsmanagement je nach aktueller Situation.
Kommt es im börslichen oder außerbörslichen Handel zu einem nicht marktgerechten Preis und somit fehlerhaften Geschäft, kann das Geschäft aufgehoben werden. Man spricht dann von einem Mistrade. Bei Börsengeschäften sind die Bedingungen dafür in den Börsenordnungen geregelt, im außerbörslichen Direkthandel gelten bilaterale Regelungen zwischen Bank und Emittent, die auf der Handelspartnerübersicht der ING-DiBa eingesehen werden können.
Indikator der charttechnischen Analyse. Das Momentum zeigt eine aktuelle Kursveränderung zu einer Kursveränderung, die eine bestimmte Zeit zurückliegt, an. Subtrahiert man also vom heutigen Kurs den Kurs von vor 20 Tagen, so erhält man das 20-Tage-Momentum. Damit kann die Stärke und Richtung eines Trends gemessen werden.
Kennzahl für Optionsscheine, die das Verhältnis des aktuellen Kurses des Basiswerts zum Basispreis angibt. Die Moneyness gibt an, wie weit ein Optionsschein im, am oder aus dem Geld notiert. Bei Werten über 1 ist der Optionsschein im Geld, bei Werten unter 1 aus dem Geld und bei einem Wert von 1 am Geld (aktueller Kurs = Basiswert).
Aktiengesellschaften, die primär im Bereich Kohle und Stahl, also in der Montanindustrie, tätig sind, werden zu den Montanwerten gezählt.
Namensaktien sind auf den Namen des Besitzers (des Aktionärs) ausgestellt. Die Aktiengesellschaft führt ein Register, welches alle Aktionäre des Unternehmens erfasst. Daher weiß die AG jederzeit genau, wer wie viele Anteile am Unternehmen hält. Namensaktien können auch vinkuliert sein, d.h., die Unternehmung muss einer Übertragung der Aktie zustimmen. Gegenteil: Inhaberaktie.
NASDAQ steht für "National Association of Security Dealers Automated Quotation System" und ist die Computer-Börse der US-amerikanischen Freiverkehrshändler in New York. An ihr werden besonders wachstumsträchtige, aber auch spekulative Werte gehandelt. Der Nasdaq-Composite ist der Index, der die Wertentwicklung, der an der NASDAQ gehandelten Werte wiedergibt.
Neben dem eigentlichen Anteilsrecht (Hauptrecht) verbrieft ein Wertpapier Nebenrechte. Diese Nebenrechte können z.B. das Recht auf die Dividende, Bonusrechte oder Bezugsrechte darstellen. Werden Nebenrechte vom Hauptrecht abgetrennt, führt das automatisch zur Löschung einer bestehenden Order (unabhängig von deren Gültigkeit).
Mit Nebenwert bezeichnet man die Aktien kleinerer Gesellschaften, die nicht so im öffentlichen Interesse stehen wie beispielsweise die Aktien des DAX.
Auf jedem Wertpapier ist ein bestimmter Betrag in Geldeinheiten (z.B. Euro) abgedruckt, zumeist als runder Betrag (z.B. 5, 50, 100). Ist das Wertpapier eine Aktie, ist der Nennwert ein Teilbetrag des Grundkapitals der Aktiengesellschaft. Bei einer Anleihe wird die gesamte Anleihe in Teilbeträge (Nennwerte) zerlegt, die dann an der Börse gehandelt werden und zu denen die Anleihe zurückgezahlt wird.
Die Nettodividende ist der Betrag der Dividende abzüglich der 25%igen Kapitalertragsteuer (ohne Körperschaftsteuerguthaben).
Mit "neuen Aktien" bezeichnet man Wertpapiere, die bei einer Kapitalerhöhung neu ausgegeben werden. Diese sind für das aktuelle Geschäftsjahr nicht bzw. noch nicht voll dividendenberechtigt. Der Zusatz "neu" fällt nach der ersten Gewinnausschüttung weg. Der Begriff ist gleichbedeutend mit "junge Aktien".
Die Neuemission ist eine erstmalige Platzierung eines Wertpapiers am Kapitalmarkt. Die Neuemission erfolgt meist durch den Zusammenschluss mehrerer Banken zu einem Emissionskonsortium. Die Erlöse aus der Emission fließen im Allgemeinen dem Unternehmen für weitere Investitionen oder den bisherigen Gesellschaftern zu.
Wird auch nach ihrem Sitz "Wallstreet" genannt. Die New York Stock Exchange ist die größte Börse der Welt und existiert bereits seit 1792. Die Kurse werden fortlaufend in der Reihenfolge ihrer Eingänge abgewickelt. Bei den Aufträgen, die nicht vollständig ausgeführt werden konnten, wird der Restbetrag zum nächsten Kurs gehandelt. Das in Deutschland verwendete Repatriierungs-Verfahren existiert nicht.
Erfahren Sie mehr über die Nichtveranlagungsbescheinigung in unserem Bereich Kundenservice.
Bedeutendster Aktien-Index der Tokioter Börse, der 225 Werte umfasst.
Investmentfonds, bei denen die Anzahl der Anteile nicht begrenzt ist und bei Nachfrage laufend neue Anteile ausgegeben werden; Fondsgesellschaften sind verpflichtet, die Anteile jederzeit wieder zurückzunehmen.
Als offene Position bezeichnet man noch nicht glattgestellte Kontrakte. Offene Positionen oder "open interest" hat eine große Bedeutung in der charttechnischen Analyse.
Der Eröffnungskurs des Tages. Das Gegenstück ist der Close oder Schlusskurs.
Eine Option beinhaltet für den Inhaber das Recht, nicht aber die Verpflichtung, einen bestimmten Basiswert, innerhalb einer bestimmten Frist zu einem im Voraus festgelegten Preis zu kaufen (Call) oder zu verkaufen (Put). Wichtigste Einflussgrößen für den Preis einer Option sind die erwartete Schwankungsbreite (Volatilität) und deren (Rest-)Laufzeit.
Wertpapier, das eine Option verbrieft.
Order ist gleichbedeutend mit Börsenauftrag. Die Börse unterscheidet Kauf- und Verkaufsorder.
OTC steht für Over-the-counter. Dabei findet der Handel von Wertpapieren außerhalb der Börsen statt.
Außerbörslicher, amerikanischer Handelsplatz für Aktien-Unternehmen.
Outperformance-Zertifikate sind den Sprint-Zertifikaten ähnlich, allerdings sind die möglichen Erträge nach oben unbegrenzt. Der Investor partizipiert an der Aufwärtsbewegung des Basiswerts überproportional und unbegrenzt. Die Partizipation wird meist als Faktor ausgedrückt. Ein Faktor von 1,5 bedeutet, dass das Zertifikat mit 150% an der Wertentwicklung des Basiswerts partizipiert. Unterhalb des Basispreises partizipiert das Sprint- und das Outperformance-Zertifikat 1:1 zum Basiswert. Während das Sprint-Zertifikat die Rendite bei moderaten Kursanstiegen verbessert, ist das Outperformance-Zertifikat auch an stärkeren Anstiegen überproportional und unbegrenzt beteiligt.
Überkauft, auch "overbought" bedeutet, dass ein Wert schnell und stark gestiegen und mit einer Preiskorrektur zu rechnen ist. Gegensatz: "überverkauft". Der Begriff findet auch Anwendung in der Technischen Analyse, bei der Interpretation von Indikatoren wie z.B. dem RSI.
Pakete sind größere Nominalbeträge von Aktien einer Gesellschaft, die sich in einer einzigen Hand befinden. Der Handel damit findet meist außerhalb der Börse statt und wird Pakethandel genannt.
Ein Börsenkurs oder ein Emissionspreis, der dem Nennwert des betreffenden Wertpapiers entspricht, bezeichnet man als Pari oder Parikurs. Dabei sind Kurs und Nominalwert gleich und der Parikurs des Papiers entspricht 100% dem Nominalwertes.
Der Börsensaal wird althergebracht auch als Parkett bezeichnet. Parketthandel beschreibt daher das Geschäft, welches über die Händler im Börsensaal abgewickelt wird, im Gegensatz zum Computerhandel.
Wie Index-Zertifikate bieten Partizipations-Zertifikate die volle Teilhabe an der Wertentwicklung eines Basiswerts, der ansonsten nicht oder nur schwer handelbar ist, wie z.B.. Gold, Öl oder ein exotischer Index.
Die Partizipationsrate gibt an, in welchem Umfang ein Zertifikat an Veränderungen des Basiswerts teilnimmt.
Kann aufgrund fehlender Informationen keine Differenzwertmethode bei der Veräußerung angewandt werden, wird nach Pauschalwertmethode besteuert. Als Besteuerungsgrundlage dienen 30% des gesamten Erlöses.
Pennystocks ist eine Bezeichnung für Aktien mit einem geringen Kurswert, die besonders risikoreich sind, weil schon kleine Kursschwankungen einen hohen prozentualen Unterschied ausmachen. Pennystocks sind häufig im nordamerikanischen, australischen und asiatischen Markt anzutreffen.
Kursentwicklung einer Aktie für einen bestimmten Zeitraum. Sie wird häufig in Prozent angegeben und ist der Quotient aus dem jetzigen Kurs und dem Kurs zu Beginn der "Messung".
Ein Performance-Index wie der DAX berücksichtigt im Gegensatz zu einem Kurs-/Preis-index wie dem Euro STOXX zusätzlich die Dividendenzahlungen der in ihm enthaltenen Unternehmen und gibt damit Auskunft über die vollständige Wertentwicklung eines Portfolios.
Erfolgsabhängige Gebühr, die abhängig von der erzielten Wertentwicklung berechnet wird, oft auch im Vergleich zu einer vorab definierten Benchmark.
Ein Marktsegment von OTC Markets, wo außerbörslich kleine Unternehmen gehandelt werden.
Eine Plusankündigung ist ein an der Deutschen Börse verwendeter Kurszusatz, mit dem angezeigt werden soll, dass mit größeren Kursgewinnen zu rechnen ist. Die Plusankündigung wird nach festen Regeln vom jeweiligen Kursmakler angegeben. Gegenteil: Minusankündigung.
Der Poolfaktor berichtigt den Nominalwert einer Anleihe um bereits erfolgte Sonder- oder Teilrückzahlungen und ist ein Maß für die bereits erfolgte Tilgung. Bei der Emission eines Papiers ist dieser immer 1. Multipliziert man den Nennwert einer Anleihe mit deren Poolfaktor, so erhält man den tatsächlich hinter einem Nennwert stehenden, in der Zukunft noch zu tilgenden Betrag. So liegt der Poolfaktor einer Anleihe, bei der bereits 6% zurückgezahlt wurde bei 0,94.
Zusammenstellung mehrerer Wertpapiere, um das Risiko zu streuen. In der Regel werden dabei mehrere Assets wie z.B. Aktien, Optionen, Immobilien, gemischt.
Börsenbarometer, in das ausschließlich die Kurse und nicht die Dividenden eingerechnet werden. Ein bekanntes Beispiel ist der Euro STOXX. Gegenteil ist der Performance-Index.
Eine Pro-Rata-Zuteilung bezeichnet eine Vergabe von Aktien nach einer bestimmten Zuteilungsquote. Dies kann z.B. bei Aktienemissionen der Fall sein, wenn eine Neuemission überzeichnet ist und die Aktien anteilsmäßig bzw. rationiert vergeben werden. Ebenso findet die Pro-Rata-Zuteilung bei verschiedenen Arten von Kapitalmaßnahmen Anwendung. Die Bezeichnungen Repartierung oder Rationierung werden synonym verwendet.
Der Käufer einer Verkaufsoption (engl.: Put) erwirbt gegen Zahlung des Optionspreises das Recht, innerhalb der Optionsfrist jederzeit vom Verkäufer (Stillhalter) die Abnahme einer festgelegten Anzahl von Wertpapieren zu dem vereinbarten Basispreis zu fordern.
Bezeichnung für währungsgesicherte Hebelprodukte und Zertifikat.
Freiwillige, vierteljährliche Veröffentlichung von Zwischenbilanzen einer Aktiengesellschaft. Sie bringen i.d.R. mehr Transparenz in den Markt.
Dividendenzahlung, die vor allem in den Vereinigten Staaten angewandt wird. Die Dividende wird hierbei nicht pro Geschäftsjahr, sondern pro Vierteljahr bzw. Quartal gezahlt.
Nach dem Quellenprinzip erhobene Steuer auf Zinsen und Dividenden. Beispiele für nationale Quellensteuern sind die Lohnsteuer und die Kapitalertragsteuer auf Dividenden.
Die Veröffentlichung eines Kauf- und Verkaufspreises unter Angabe eines handelbaren Volumens wird als Quote bezeichnet.
Die Tendenz steigender Kurse an der Börse wird als Rallye bezeichnet.
Um die Bonität (also die Zahlungsfähigkeit) eines Geschäftspartners, Kunden oder Gläubigers festzustellen, fehlen den meisten Unternehmen und Kreditgebern Zeit und Sachkenntnis. Hier können so genannte Rating-Agenturen helfen. Die Bewertungen erfolgen aufgrund der Beurteilungen des Unternehmens, der Branche und auch des Länderrisikos. Nach einheitlichen Kriterien beurteilen sie Schuldner und deren Schuldverschreibungen auf Bonität und fassen das Ergebnis in einem Rating zusammen. Die Benotung reicht von ausgezeichneter Qualität bis zur Einstufung als hoffnungsloser Fall. Neben Anleihen von Staaten, Banken und Industrieunternehmen vergeben die Agenturen auch Ratings für Geldmarktpapiere und seit einigen Jahren auch für Investmentfonds. Das Rating zählt bei der Wertpapieranalyse zu den entscheidenden Investmentkriterien. Bekannte Rating-Agenturen sind Standard & Poor’s, Moody’s und Fitch. Diese treffen über standardisierte Risiko- und Kreditwürdigkeitsbeurteilungen eine Aussage über die Zahlungsfähigkeit eines Kreditnehmers. Diese liegen zwischen AAA (bestens) und D (Zahlungen wurden eingestellt).
Rein Brief ist ein Kurszusatz für ein Wertpapier, für das nur Angebote aber keine Nachfrage vorliegen. Siehe auch: Kurszusatz.
Der Relative-Stärke-Index nach Levy ist eine technische Aktienkennzahl und berechnet sich aus dem aktuellen Kurs in Relation zu einem gleitenden Durchschnitt z.B. für 5, 20 oder 250 Tage. Es entstehen dabei Werte, die um 100% herum schwanken. Erhält man einen Wert über 100%, so hat sich die Aktie im betrachteten Zeitraum positiv von ihrem gleitenden Durchschnitt entfernt, die Aktie befindet sich in einem Aufwärtstrend und umgekehrt. Siehe auch RSI.
Der Relative-Stärke-Index nach Wilder ermöglicht eine Aussage darüber, ob eine Aktie momentan als überkauft bzw. überverkauft einzustufen ist. Der Relative-Stärke-Index nach Wilder wird berechnet für 5, 20 und 250 Tage. Siehe auch RSI.
Bezeichnet den Quotienten aus einer Erfolgs- oder Ertragsgröße durch den Erfolg oder Ertrag. Sie wird meist in Prozent angegeben.
Investmentfonds, der überwiegend oder ausschließlich in Anleihen anlegt. Zu den Rentenfonds zählen neben den Standard-Rentenfonds spezielle Rentenfonds, wie Geldmarkt- und geldmarktnahe Fonds, Kurzläufer-Fonds, Rentenindexfonds und High-Yield-Fonds, die sich auf bestimmte Segmente des Rentenmarktes spezialisieren.
Systematische Untersuchung von wert- und kursbestimmenden Faktoren. Research ist ein Bestandteil der Fundamentalanalyse.
Kennziffer zur Ertragslage eines Unternehmens. Errechnet sich aus dem Verhältnis zwischen Jahresüberschuss und Eigenkapital und entspricht der Eigenkapitalrendite.
Kennzahl, die das Verhältnis von Gewinn zum Gesamtvermögen darstellt. Der ROI kann auch als Produkt aus Umsatzrentabilität (Gewinn/Umsatz) und Vermögensumschlagshäufigkeit (Umsatz/Gesamtvermögen) berechnet werden, führt aber am Ende zum oben genannten Verhältnis.
Als Reverse Split bezeichnet man eine Aktienzusammenlegung. Diese Maßnahme wird vor allem von Aktiengesellschaften mit schwacher Bonität ergriffen, deren Attraktivität für Anleger durch sehr niedrige Börsenkurse geschwächt ist. Der Anteil des Aktionärs am Aktienkapital der Gesellschaft bleibt gleich. Der Aktienkurs wird sich am Ex-Tag erhöhen, wobei die Kurserhöhung nicht zwangsläufig proportional zum Split-Verhältnis ausfallen muss.
Der REX, der Deutsche Rentenindex, bildet einen nach Kupontyp und Laufzeit gewichteten Durchschnittskurs aus Anleihen mit konstanter Laufzeit. Vertreten sind 30 Anleihen mit Laufzeiten von bis zu 10 Jahren.
Kennzahl, die die Veränderung des Optionsscheinpreises bei Zinsveränderungen anzeigt.
Der Rogers International Commodities Index (RICI) wurde von Jim Rogers entwickelt und 1998 lanciert. Der Index enthält 35 an internationalen Terminbörsen gehandelte Rohstoffe und ist damit einer der breitesten Indizes. Er ist ein Total Return Index mit dem USD als Basiswährung.
Der Relative-Stärke-Index (RSI) gehört zu den am häufigsten verwendeten Indikatoren der technischen Analyse. Der RSI setzt die gleitenden Durchschnitte von Kursveränderungen ins Verhältnis und zeigt somit an, ob ein Wert "überkauft" oder "überverkauft" ist. Verlässt er den mittleren Bereich, kann das ein Kauf- oder Verkaufssignal sein.
Begriff der Charttechnik. Treten Kurslücken in einem anhaltenden Auf- oder Abwärtstrend auf, so spricht man von Runaway Gaps. Der Kurs springt mühelos von Niveau zu Niveau. Ein Runaway Gap markiert oft die Mitte einer Trendbewegung. Auch: Ausreißer.
Bei ausländischen thesaurierenden Investmentfonds ist für die Ermittlung der steuerpflichtigen Ertragsanteile der während der Besitzzeit aufgelaufene, thesaurierte Ertrag des Fonds maßgeblich. Dieser Wert wird nach Geschäftsjahresende durch die Fondsgesellschaft ermittelt und veröffentlicht. Erfolgen Verkäufe zwischen Geschäftsjahresende und der Veröffentlichung der Ertragsdaten, so fehlen die Daten zur Steuerbemessung. Der Gesetzgeber schreibt in diesem Fall die Verwendung eines sogenannten Schätzwerts vor. Dieser ermittelt sich aufgrund der Kursdaten (6% vom Kurs des Fonds am Geschäftsjahresende).
Unter Seitwärtsrendite versteht man den Ertrag, der aus einer Anlageform zu erwarten ist, wenn sich der Kurs des zugrundeliegenden Wertes, zum Beispiel einer Aktie, nicht ändert.
Panikartiger Verkauf von Wertpapieren, zu fast jedem Preis. Starke Kursverluste sind die Folge eines Sell-out.
Ein Aktionär wird auch als Shareholder bezeichnet, da er einen Teil des Grundkapitals einer Aktiengesellschaft besitzt.
Position, die auf fallende Kurse setzt, beispielsweise über einen Put-Optionsschein oder Leerverkauf.
Skontroführer (auch "Spezialisten") stellen im Börsenhandel im Auftrag der Börsen das Bindeglied zwischen Käufer und Verkäufer eines Wertpapiers und sind für das Feststellen von Börsenpreisen zuständig. Für jedes Wertpapier ist nur ein Skontroführer zuständig.
Erfahren Sie mehr über den Freistellungsauftrag / Sparer-Pauschbetrag in unserem Bereich Kundenservice.
siehe Hinterlegungsbescheinigung
Der Zeitraum, in dem ein Wertpapier nicht veräußert werden darf, wird Sperrfrist genannt. Altaktionäre müssen nach einer Emission oft eine Sperrfrist einhalten, damit Emissionsgewinne nicht realisiert werden können und das Vertrauen der Anleger gestärkt wird.
Bei einem Spin-off gliedert ein bestehendes Unternehmen einen Teil als eigenständige Firma an der Börse aus. Die Aktionäre des Unternehmens erhalten bei dieser Maßnahme die Anteile des ausgegliederten Unternehmens gratis dazu bzw. erhalten zumindest Bezugsrechte für das ausgegliederte Unternehmen.

Split ist die angelsächsische Bezeichnung für Teilung. Bei einem (Aktien-)Split werden die Aktien eines Unternehmens in einem vorgegebenen Verhältnis geteilt, der Aktienkurs (absolut gesehen) verbilligt. Der Nominalwert verringert sich im selben Maß, der Gesamtwert des Unternehmens und der Anteil der Aktionäre bleiben also gleich. Diese Maßnahme soll die Aktie optisch vergünstigen und für Privatanleger attraktiver machen.

Als Spread wird der Unterschied zwischen Geld- und Briefkurs verstanden. Die Angabe kann entweder absolut oder prozentual erfolgen.
Sprint-Zertifikate eignen sich für Investoren, die eine moderate Aufwärtsbewegung im Basiswert erwarten. Diese Zertifikate partizipieren ab einer festgelegten Kursschwelle bis zu einer Obergrenze (Cap) doppelt von Kursanstiegen des Basiswerts. D.h., der Anleger erzielt innerhalb dieses Korridors den doppelten Kursgewinn gegenüber einem Direktinvestment. Ein anderer Produktname für diesen Zertifikatetyp ist Double Chance.
Der Squeeze-out ist Teil des Übernahmegesetzes und sieht vor, dass Gesellschafter, die mindestens 95 Prozent der Anteile eines Unternehmens besitzen, die restlichen Kleinaktionäre per Zwangsabfindung aus dem Unternehmen drängen können (Sonderbedingungen sind für systemrelevante Banken geschaffen worden).
Die Stammaktie ist die gebräuchlichste Form der Aktie in Deutschland. Im Gegensatz zur Vorzugsaktie erhält der Aktionär volles Stimmrecht (auf der Hauptversammlung).
Bei der Stamp Duty (Stempelsteuer) handelt es sich um eine Steuer, die für Aktien aus Großbritannien bei Käufen in England oder bei deren Umlegung in ein anderes Land (die für einen Verkauf in Deutschland Voraussetzung ist) anfällt. Sie beträgt 0,5% des Kurswerts.
Bei einer Start-Buy-Order (auch Stop-Buy genannt) wird ein Wertpapier erst gekauft, wenn es einen gesetzten Kurs (Start- bzw. Stop-Limit) erreicht. Start-Buy-Orders können z.B. dann gesetzt werden, wenn der Anleger an diesem Punkt einen Ausbruch aus einer Widerstandszone vermutet.

Bei Zahlungen aus dem steuerlichen Einlagekonto nach §27 Körperschaftsteuergesetz wird der Einstandspreis des Wertpapiers um die gezahlte Dividende reduziert.
Bei einem späteren Verkauf wird der zu versteuernde Gewinn oder Verlust von dem dadurch reduzierten Einstandspreis errechnet.

Das Stimmrecht ist das Recht eines Aktionärs, in der Hauptversammlung einer Aktiengesellschaft durch Abgabe seiner Stimme die Entwicklung der Gesellschaft mitzubestimmen. Das Stimmrecht kann auch von einem schriftlich Bevollmächtigten wahrgenommen werden. Kein Aktienstimmrecht gewähren stimmrechtslose Vorzugsaktien.
Bei dieser Form der Dividende werden statt einer Barzahlung Aktien an die Aktionäre ausgeschüttet. Diese Form der Kapitalmaßnahme ist für inländische Aktiengesellschaften nicht zulässig. Allerdings können diese zusätzlich zur Bardividende Bonusaktien ausgeben.
Bei einer Stop-Loss Order wird die Aktie bestens verkauft, wenn sie einen gesetzten Kurs (Limit) erreicht. Stop-Loss-Orders werden in der Regel dazu verwendet, die Kursverluste zu beschränken bzw. Teilgewinne zu sichern.
Europäischer Aktienindex, der die Wertentwicklung der 50 wichtigsten und umsatzstärksten Aktien des gesamteuropäischen Raums (Euro- und Nicht-Euro-Länder) abbildet. Er wird als Kurs- und Performance-Index berechnet. Zeitliche Basis ist der 31. Dezember 1991 mit einem Wert von 1.000 Punkten. Auswahlkriterien sind die Marktkapitalisierung und der Börsenumsatz der im Index enthaltenen Unternehmen.
Gesonderte, physische Aufbewahrung von Wertpapieren. Dabei wird auf den Papieren eine äußerliche, personalisierte Kennzeichnung pro Kunde vorgenommen. Die ING bietet diese Verwahrart nicht an.
Unter Streubesitz oder Free Float versteht man den Anteil der Aktien eines Unternehmens, die nicht in festen Händen (Staat, Kapitalgeber, Altaktionäre) sind.
Der Strike ist gewissermaßen die Startschwelle für die Outperformance-Zählung. Denn die überproportionale Teilhabe an den Kursgewinnen bezieht sich ausschließlich auf die Kursgewinne oberhalb dieser Kursschwelle.
Auch: Bezugs- oder Ausübungspreis. Preis, zu dem der Basiswert bei Ausübung eines Optionsscheins oder Zertifikats gekauft bzw. verkauft werden kann.
Stückzinsen gibt es bei Anleihen mit fester Zinszahlung. Da der Inhaber einer Anleihe immer Anspruch auf Zinsen für den Zeitraum hat, in dem er die Anleihe im Depot hat, sind für den Zeitraum seit der letzten Zinszahlung bis zum Verkauf Stückzinsen vom Käufer zu bezahlen. Er erhält dafür bei der nächsten Zinszahlung den Nominalzins/Kupon für den gesamten Zinszahlungszeitraum ausbezahlt.
Es handelt sich hierbei um Fondserträge, die ausgeschüttet werden, aber die steuerrechtlich nicht als Ertrag gelten. Dieser Ertrag dient zur Ermittlung der Bemessungsgrundlage für den Steuerabzug. Die Substanzausschüttung wird einmal jährlich von der Fondsgesellschaft veröffentlicht.

Befindet sich ein Fonds in Abwicklung, bedeutet dies, dass er geschlossen wurde und er von der zuständigen Verwahrstelle aufgelöst wird. Häufig handelt sich hierbei um Immobilienfonds, welche Verluste nicht mehr tragen konnten.

Bei den Ausschüttungen dieser Fonds kann es sich um einen steuerpflichtigen Ertrag oder eine steuerfreie Substanzausschüttung handeln. Bei einer steuerfreien Substanzausschüttung kommt es zu keinem Wertzuwachs. Ihre Anschaffungskosten werden daher um diese Ausschüttung reduziert.

Der jeweils offiziell gültige Kurs für den Abrechnungs- oder Ausführungstag wird Tageskurs genannt.
Der am Ende eines Handelstages zuletzt festgestellte Kurs wird Tagesendwert, Schlusskurs oder Close genannt.
Der Talon ist ein Erneuerungsschein an Wertpapieren, bei dessen Vorlage der Inhaber des Wertpapiers einen neuen Bogen erhält, sofern alle Dividenden- oder Zinsscheine vorher getrennt und aufgebraucht wurden.
Auch: Chartanalyse. Technik zur Interpretation von Kursformationen der Vergangenheit (Charts). Ziel ist es, anhand der Kurvenverläufe Kursprognosen abzuleiten, um so geeignete Zeitpunkte für Kauf- und Verkaufsdispositionen auszumachen. Die Charttechniker gehen dabei davon aus, dass Kursverläufe bestimmte, sich wiederholende Muster bilden, die sich, einmal erkannt, zur Prognose von Kursentwicklungen eignen.
Kurzfristige, nicht anhaltende Gegenentwicklung in einer Hausse.
Eine erteilte Order, die während ihrer Gültigkeitsdauer aufgrund der Marktlage oder des Marktmodells der Börse nur zum Teil ausgeführt werden konnte.

Die Teilfreistellung vermindert die Bemessungsgrundlage für die Steuer bei Investmentanteilen und ist bei Erträgen, Verkaufserlösen und auch bei der Vorabpauschale in folgender Höhe anzusetzen:

Mischfonds                                                   15 % Teilfreistellung                                                 

Aktienfonds                                                   30 % Teilfreistellung                                                   

Immobilienfonds                                          60 % Teilfreistellung                                   

Immobilienfonds Ausland                           80 % Teilfreistellung                                                   

Sonstige Fonds                                                 0 % Teilfreistellung

Ändert sich der Anlageschwerpunkt eines Fonds und es erfolgt somit die Eingruppierung des Fonds in eine andere Klasse (zum Beispiel von Aktienfonds in Mischfonds), so kommt es zu einem Wechsel der Teilfreistellung.

Dabei gelten Ihre Fondsanteile als veräußert und neu angeschafft. Da Ihre Anteile nicht wirklich verkauft werden, spricht man von einer „fiktiven Veräußerung“. Bei dieser Veräußerung gilt noch die alte Teilfreistellung. Bei allen künftigen Ausschüttungen oder Erträgen wird dann schon der neue Teilfreistellungssatz berücksichtigt. Beim Verkauf wird das fiktive Veräußerungsergebnis zum aktuellen Veräußerungsergebnis - also vom Zeitpunkt der Umstellung bis zum Verkauf - hinzugerechnet.

Die Total Expense Ratio (TER) oder Gesamtkostenquote weist die Summe aller Kosten in % aus, die bei einem Investmentfonds in einem Jahr angefallen sind. Sie geht weit über die jährlich anfallende Managementgebühr hinaus und beinhaltet beispielsweise auch Depotgebühren oder angefallene Kosten für Käufe und Verkäufe.
Zeitgeschäfte, bei denen die Erfüllung des Vertrages, d.h. die Abnahme und Lieferung der Ware oder des Wertpapiers, zu einem späteren Termin zu dem vorher vereinbarten Kurs erfolgt.
Bei der Ertragsthesaurierung werden Erträge wie Zinsen und Dividenden bei Fonds nicht ausgeschüttet, sondern direkt im Fondsvermögen wiederangelegt und steigern so den Wert jedes Fondsanteils. Gegenteil zu ausschüttenden Fonds.
Kennzahl, die die Veränderung des Optionsscheinpreises bei Verringerung der Restlaufzeit anzeigt.
Hierbei steht die Analyse der Gesamtwirtschaft, der Märkte und/oder der Branchenlage bei den Investmententscheidungen im Vordergrund. Erst in zweiter Linie wird der einzelne Wert oder das einzelne Unternehmen analysiert. Es ist also eine Analyse "von oben nach unten". Gegensatz: Bottom-up-Ansatz
Größte Börse Kanadas mit Sitz in Toronto.
Börsenbarometer, in das ausschließlich die Kurse und nicht die Dividenden eingerechnet werden. Gegenteil ist der Performance-Index.
Ein Trend ist die aus Erfahrungswerten abgeleitete zukünftige Kursentwicklung eines Wertpapieres in eine bestimmte Richtung. Man unterscheidet dabei Aufwärts-, Abwärts- und Seitwärtstrends. Sie haben große Bedeutung in der Technischen Analyse.
Ist der Termin, zu dem die Aktien im Depot gehalten werden müssen, um z.B. an einer Kapitalmaßnahme teilnehmen zu können oder eine Dividende zu beziehen. Der Trenntermin ist i.d.R. der (Handels-)Tag vor dem Ex-Tag. Bei einer Kapitalerhöhung werden z.B. Bezugsrechte in den Depotbestand am Abend des Trenntermins eingebucht. Ab dem Ex-Tag wird die Aktie ohne Bezugsrechte notiert. D.h., der Käufer am Ex-Tag ist nicht bezugsberechtigt, wohl aber der Käufer am Trenntermin.
Das Trennverhältnis wird meist im Rahmen von Kapitalerhöhungen verwendet. Es drückt aus, wie viele Bezugsrechte der Inhaber für ein Wertpapier der ursprünglichen Gattung erhält. Beispiel: Ein Trennverhältnis von 1:3 bedeutet, der Anleger erhält für eine ursprüngliche Aktie drei Bezugsrechte.
Börse Kanadas mit Sitz in Calgary.
Beschreibt eine Trendwende zur Verbesserung der Lage innerhalb einer Branche, einer Aktiengesellschaft, des allgemeinen Börsentrends etc.
Ultimo steht im Börsendeutsch für den letzten Tag eines Monats, an dem Börsen- oder Bankenhandel stattfindet. Als Orderzusatz kennzeichnet der Begriff einen bis zu diesem Zeitpunkt gültigen Auftrag. Wer z.B. beim Aktienkauf ein Limit setzt, kann es bis Ultimo, also bis zum Ende des Monats, aufrechterhalten.
Durchschnittsrendite von Anleihen erster Bonität. Von der Deutschen Bundesbank wird diese als Durchschnittswert der im Umlauf befindlichen festverzinslichen Wertpapiere ermittelt. Die Umlaufrendite ist damit ein Maß für das Zinsniveau am Rentenmarkt.
Der Umsatz bezeichnet die im Geschäftsjahr erzielten Erlöse eines Unternehmens. An der Börse bezeichnet man die Summe aller an einem Tag gehandelten Wertpapiere, multipliziert mit dem entsprechenden Börsenkurs, als Umsatz.

Aktiengesellschaften können ihren eigenen Aktionären oder Aktionären anderer Gesellschaften verschiedene Umtauschangebote unterbreiten, die diese annehmen können, aber nicht müssen:

  • Reines Umtauschangebot von Wertpapier A in Wertpapier B
  • Reines Umtauschangebot von Wertpapier A in mehrere Ziel-Wertpapiere
  • Umtauschangebot von Wertpapier A in Wertpapier B oder alternative Barabfindung
  • Umtausch von Wertpapier A in Wertpapier B und Zuzahlung eines Geldbetrages
  • Kombination aus mehreren verschiedenen Umtauschoptionen
Bei einem Fondsumtausch werden Anteile eines bestimmten Fonds in Anteile eines anderen Fonds getauscht. Zu einem Fondsumtausch kann es z.B. kommen, weil der ursprüngliche Fonds eingestellt wird bzw. mit einem anderen Fonds fusioniert. Hier gibt es zwei unterschiedliche Vorgehensweisen. Welche zur Anwendung kommt, legt die jeweilige Fondsgesellschaft fest. - Steuerneutral: Die ursprünglichen Fondsanteile werden im Verhältnis Anteilswert zu Anteilswert direkt in den aufnehmenden Fonds getauscht. - Steuerlich wirksam: In diesem Fall erfolgt zunächst ein Verkauf der ursprünglichen Fondsanteile und anschließend ein Kauf der neuen Anteile.
Eine unlimitierte Order wird zum nächsten festgestellten Preis an der Börse ausgeführt. Man bezeichnet unlimitierte Kauforders auch als "billigst"-, unlimitierte Verkauforders als "bestens"-Orders.
Ein Wertpapier ist unter Pari, wenn sein Kurswert unter dem Nennwert liegt. Gegenteil: über Pari.
Ist eine Aktie im Vergleich zu anderen Wertpapieren zu günstig, so gilt sie als unterbewertet. Eine ähnliche Situation liegt vor, wenn stille Reserven oder Wachstumschancen nicht ausreichend in den Kursen berücksichtigt werden.
Ein Wertpapier ist über Pari, wenn sein Kurswert über dem Nennwert liegt. Gegenteil: unter Pari.
Unter Überbezug versteht man die Möglichkeit eines Aktionärs, bei einer Kapitalerhöhung mehr neue Wertpapiere zu beziehen, als ihm durch seine Bezugsrechte zustehen, ohne dafür Bezugsrechte dazukaufen zu müssen. Beispiel: Ein Aktionär hat 100 Bezugsrechte mit einem Bezugsverhältnis von 1:1. Dadurch hat er Anspruch auf 100 neue Aktien. Der Kunde kann bei seiner Weisung angeben, dass er mehr neue Aktien beziehen möchte (z.B. 200) ohne dafür zusätzliche Bezugsrechte zu erwerben. Der Kunde zahlt nur den Bezugspreis der Aktien und hat sonst keine weiteren Kosten für den Überbezug. Häufig kann der Überbezug allerdings nicht garantiert werden.
Überkauft, auch "overbought", beschreibt einen Wert, bei dem die Preise schnell und stark gestiegen und dementsprechend anfällig für eine Korrektur sind. Gegensatz: "überverkauft". Der Begriff findet auch Anwendung in der Technischen Analyse, bei der Interpretation von Indikatoren wie z.B. dem RSI.
Im Falle eines Übernahmeangebots wird den Aktionären einer Aktiengesellschaft (AG) durch einen Kaufinteressenten ein Preis für ihre Aktien geboten, der meist weit über dem aktuellen Börsenkurs liegt. Damit kommt die übernehmende AG an die Mehrheit der Aktien der zu übernehmenden AG.
Überverkauft, auch "oversold", beschreibt einen Wert, bei dem die Preise schnell und stark gefallen sind, sodass mit einer Preiskorrektur zu rechnen ist. Gegensatz: "überkauft". Der Begriff findet auch Anwendung in der Technischen Analyse, bei der Interpretation von Indikatoren wie z.B. dem RSI.
Falls bei einer Zeichnung mehr Wertpapiere nachgefragt, als ausgegeben werden, spricht man von einer Überzeichnung. Eine Überzeichnung kommt oft bei Neuemissionen vor.
siehe: fortlaufender Handel
Kennzahl, die die Veränderung des Optionsscheinpreises bei Veränderungen der impliziten Volatilität des Basiswerts anzeigt.
Venture Capital bezeichnet risikotragendes Kapital, das wachstumsträchtigen, meist jüngeren Unternehmen zur Verfügung gestellt wird.

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Außerdem erhalten Sie dort weitere Informationen zum Thema Abgeltungsteuer:

Aktien-Verlustverrechnungstopf
Allgemeiner Verlustverrechnungstopf
Quellensteuer-Verrechnungstopf
Nachträgliche Verlustverrechnung
Ehegattenübergreifende / lebenspartnerübergreifende Verlustverrechnung

siehe: Managementgebühr
Sonderform der Namensaktie. Hier ist die Übertragung an andere Aktionäre theoretisch eingeschränkt. In der Praxis wird aber lediglich der Name der Aktionäre in einem Aktienregister vermerkt, wodurch das Unternehmen jederzeit über seine Eigentümerstruktur informiert ist.
Die Volatilität ist eine Kennzahl, die die Schwankungsbreite eines Wertpapiers misst. Die Volatilität wird in der Regel über die Standardabweichung berechnet.
Vollrisikozertifikate sind Schuldverschreibungen, bei denen die Wertentwicklung von der Entwicklung eines Basiswerts, z.B. eines Indexes oder eines Aktienkorbs, abhängig ist und bei denen sowohl die Rückzahlung des Kapitals als auch die Erzielung von Erträgen unsicher sind.

Ab dem Jahr 2019 werden alle Investmentanteile grundsätzlich jährlich und anhand einer Pauschale besteuert – der Vorabpauschale. Mehr erfahren Sie in unserem Bereich Kundenservice unter Investmentsteuerreform.

Darunter versteht man ein Angebot an die Aktionäre einer Gesellschaft, junge Aktien oder Aktien eines anderen (Tochter-)Unternehmens bevorrechtigt zu einem (meist) festgelegten Preis zu zeichnen. In der Regel wird hierfür ein bestimmtes Kontingent der zu zeichnenden Aktien für die bevorrechtigten Aktionäre reserviert, woraus sich auch das Bezugsverhältnis errechnen lässt. In diesem Fall wird von Anfang an ein festes Zeichnungsverhältnis veröffentlicht (z.B. je 4 gehaltene Aktien berechtigen zur Zeichnung von je 1 jungen Aktie). Auf die Ausgabe und den Handel von Bezugsrechten wird verzichtet. In der Regel erfolgt keine Ausgleichszahlung für den Fall, dass ein Aktionär das Vorrecht nicht in Anspruch nimmt.
Der Vorstand ist das geschäftsführende Organ einer Aktiengesellschaft. Er vertritt die AG gerichtlich und außergerichtlich und handelt mit der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns. Er muss dem Aufsichtsrat vierteljährlich einen Bericht vorlegen.
Vorzugsaktien sind gegenüber Stammaktien mit Vorrechten ausgestattet, vor allem hinsichtlich der Gewinnverteilung (höhere Dividendenzahlung) oder des Liquidationserlöses im Insolvenzfall. In der Regel haben Inhaber von Vorzugsaktien kein Stimmrecht.
Verbrieft dem Inhaber das Rechts aber nicht die Pflicht, während eines vorher definierten Zeitraums die Anleihe in Wertpapiere der Unternehmung zu wandeln. Für die Unternehmung entsteht damit aus Fremdkapital Eigenkapital. Für den Anleger bedeutet eine Wandelanleihe eine zunächst risikoarme festverzinsliche Anlage mit der Chance auf zusätzliche Erträge durch die Wandlung in Wertpapiere, falls diese sich gut entwickelt haben.
Urkunde, die bestimmte Eigentumsrechte (z.B. an einem Unternehmen) verbrieft. Hierzu zählen z.B. Aktien, Optionsscheine, Anleihen und Investmentzertifikate.
Jedes Wertpapier (Aktie, Optionsschein, Anleihe etc.) verfügt über eine eigene Wertpapierkennnummer oder kurz WKN. Diese (in Deutschland sechsstellige) Ziffer dient zur eindeutigen Identifikation des Wertpapiers. International ist die ISIN gebräuchlicher.
Diese Form der Verwahrung stellt im Vergleich zur Girokontosammelverwahrung eine Ausnahme dar. Wenn Wertpapiere entsprechend Wertpapierrechnung verwahrt werden, werden an den Anleger nur gleichartige Wertpapiere herausgegeben.

Automatische Anlage von Ausschüttungen wie Zinsen.
Für den Anleger werden hierbei in Höhe der jeweiligen auf ihn entfallenden Ausschüttung neue Fondsanteile bzw. Fondsbruchteile erworben. Dabei wird auch der ING-Ausgabeaufschlag (sofern vorhanden) berücksichtigt.

Bemühen von Banken und Fonds, ein Kursbild am Ende einer Periode möglichst günstig erscheinen zu lassen. Bei überdurchschnittlicher Performance werden die Kurse am Ende nach unten gedrückt, bei unterdurchschnittlicher Performance nach oben.
Bei währungsgesicherten Zertifikaten werden, gegen eine jährliche Gebühr, Wertschwankungen ausgeschlossen, die nicht auf Kursveränderungen, sondern auf Verschiebungen bei den Devisenkursen zurückzuführen sind. Diese Funktionalität wird "Quanto" genannt. Bei Quanto-Zertifikaten auf Aktien oder Indizes aus Nicht-Euro-Ländern entfällt die sonst übliche Verrechnung des in heimischer Währung angegebenen Börsenkurses mit dem jeweiligen Euro-Umrechnungs-Kurs.
Der Devisenkurs eines Landes spiegelt u.a. dessen Wirtschaftsleistung und Bonität wieder. Abhängig davon schwankt der Umrechnungskurs der jeweiligen Landeswährung zum Euro. Die Devisenkurse werden in der Regel an den freien Devisenmärkten ermittelt. Positive oder negative Nachrichten und Entwicklungen können für erhebliche Veränderungen sorgen. In diesem Zusammenhang sprechen wir von einem Währungsrisiko. So können zum Beispiel Anleihen, die in Isländischen Kronen notieren, aktuell nicht in Euro umgerechnet werden.
Unter Zeichnen versteht man den Kaufauftrag für Papiere, die durch eine Neuemission oder durch Kapitalerhöhung neu an den Markt kommen. Die Zeichnung dieser Papiere muss innerhalb einer fest vorgegebenen Zeichnungsfrist erfolgen.
Auch: Nullkupon-Anleihe. Anleiheform, bei der es keine Verzinsung gibt. Die Anleihe wird stark unter Pari emittiert und bei Fälligkeit zum Nominalwert zurückgezahlt.
Formal sind Zertifikate Schuldverschreibungen des begebenden Emittenten. Sie verbriefen die Teilnahme an der Kursentwicklung von Basiswerten und/oder Strukturen.