Was sind Hebelprodukte?

Hebelprodukte sind ausschließlich für sehr erfahrene Anlegerinnen und Anleger. Sie können damit auf steigende oder fallende Kurse setzen, um überproportional an den Kursbewegungen des Basiswerts teilzuhaben. Das bedeutet aber auch ein erhöhtes Risiko bis hin zum Totalverlust, da die Wertpapiere während der gesamten Laufzeit wertlos verfallen können.

Der „Hebel“ wird mit der Wertentwicklung des Basiswerts multipliziert, so können Sie mit einem relativ kleinen Einsatz eine größere Investition tätigen. Der Hebel wird durch den Einsatz von Fremdkapital erreicht. Wenn der Basiswert steigt, steigt der Wert des Hebelprodukts stärker, aber bei einem Rückgang des Basiswerts führt dies zu einem höheren Verlust für Sie als Anlegerin oder Anleger.

3 Hebelprodukt-Arten

Dies sind die Hebelprodukte, die Sie bei uns handeln können:

Produktkosten bei Hebelprodukten

Bei Hebelprodukten gibt es in manchen Fällen laufende Kosten – vor allem für die Strukturierung bzw. das Management.

Außerdem fallen beim Handel mit Hebelprodukten Spread-Kosten an – durch einen Unterschied zwischen Kauf- und Verkaufskurs. Diese Kosten können Sie in den Informationen zum Zertifikat, dem sogenannten „Wertpapier-Porträt“, ablesen.

Gut zu wissen: Alle Kosten, die im Zusammenhang mit dem Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers stehen, sehen Sie während Ihres Trades auch immer noch einmal in den „Kosteninformationen“. Ein paar Beispiele, wie diese genau aussehen, finden Sie hier (PDF, 58 KB).

Chancen und Risiken von Hebelprodukten

Hebelprodukte sind ausschließlich interessant für Sie, wenn Sie schon viel Erfahrung beim Handeln haben. Besonders dann, wenn Sie sich der Chancen und Risiken des Basiswertes und Emittenten bewusst sind. Und Sie sich des hohen Risikos bewusst sind, wenn Sie mit einem Hebelprodukt an dessen Wertentwicklung teilhaben möchten. Bitte lesen Sie auch unsere Informationen zu den allgemeinen Risiken von Wertpapieren. Da Hebelprodukte in der Regel sehr individuell strukturiert sind, informieren Sie sich bitte stets intensiv über die konkrete Ausgestaltung des für Sie interessanten Wertpapiers.

 

Chancen Risiken

Mit Hebelprodukten haben Sie als Anlegerin oder Anleger die Chance auf einen überproportionalen Gewinn im Vergleich zur Kursentwicklung des Basiswertes.

Verlustrisiko: Hebelprodukte unterliegen Kursschwankungen. Diese können zu Verlusten für Sie als Anlegerin oder Anleger führen.
Sie haben unterschiedliche Möglichkeiten, ihre Geldanlage zu diversifizieren. Währungsrisiko: Investitionen in Basiswerte, die in einer Fremdwährung notiert sind (insb. Rohstoffe), beinhalten zusätzlich ein Währungsrisiko, sofern das Hebelprodukt nicht mit Währungssicherung ausgestattet ist.
Über Longs (Call) oder Shorts (Puts) haben Sie die Möglichkeit, sowohl auf steigende als auch auf fallende Kurse zu setzen. Emittentenrisiko: Bei Insolvenz des Emittenten besteht für Sie als Inhaberin oder Inhaber des Hebelproduktes ein Verlustrisiko bis hin zum Totalverlust.

Kapitalbedarf: Sie können mit relativ geringem eigenem Kapitaleinsatz potenziell höhere Renditen erzielen als mit dem Basiswert selbst.

Kurse: Die Preise werden vom Emittenten kalkuliert und sind nicht von Angebot und Nachfrage bestimmt.

So gehts: Handeln mit Wertpapieren

Sie möchten das erste Mal mit Wertpapieren handeln? Hier gibts alle Infos, auch zum Start mit dem Direkt-Depot.

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Was sind allgemeine Risiken bei der Wertpapieranlage?

Jede Wertpapierart hat ihre eigenen Chancen und Risiken. Gemeinsam haben sie, dass folgende Risiken auftreten können:

Marktrisiko

Unter Marktrisiko versteht man unvorhersehbare Auswirkungen von Wirtschaft, Politik und Umwelt auf die Börsen – wie z.B. die US-Immobilienkrise 2005, die Pleite von Lehmann Brothers 2008 und auch eine schwache Konjunktur kann die Kurse nachteilig beeinflussen.

Kreditrisiko

Ein Kreditrisiko kann eintreten, wenn die Person, mit der man handelt, ihre Verpflichtungen nicht erfüllen kann – was wiederum zu Verlusten führen kann. Das kann beispielsweise passieren, wenn ein Unternehmen insolvent ist und die vereinbarten Zinsen einer Anleihe nicht bezahlen kann.

Liquiditätsrisiko

Von einem Liquiditätsrisiko können Sie betroffen sein, wenn es schwierig ist, Ihr Wertpapier zum richtigen Zeitpunkt zu kaufen oder zu verkaufen, weil es nicht genügend Angebot oder Nachfrage gibt. Zum Beispiel: Sie können die Aktie eines Unternehmens nicht zu dem von Ihnen gewünschten Kurs verkaufen, da das Unternehmen gerade unter Betrugsverdacht steht und kein Käufer gefunden wird.

Währungsrisiko

Das Währungsrisiko kann eintreten, wenn Sie das Wertpapier in fremder Währung kaufen. Sinkt der Devisenkurs, so verliert auch das Wertpapier an Wert. Zum Beispiel: Wenn der Euro gegenüber dem US-Dollar sinkt, also abgewertet wird, verliert der Euro an Wert und Sie müssen für Aktien, die in Dollar gehandelt werden, mehr bezahlen.

Auch das gehört dazu: