Altersvorsorge mit Wertpapieren

Auch mit kleinen Beträgen funktioniert es

Rücklagen fürs Alter bilden – je früher man damit beginnt, desto besser. Doch längst nicht allen gelingt das. Das zeigt eine aktuelle Umfrage von YouGov im Auftrag der Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft (GNIW) unter 1.083 Personen.

Demnach sind oder waren 36% der über 65-Jährigen nicht in der Lage, für ihre Zeit als Rentner*in zu sparen. Besonders häufig gaben diese Personengruppen an, nicht fürs Alter vorgesorgt zu haben:

  • Ledige (5%)
  • Geschiedene (5%)
  • Teilnehmende ohne Bildungsabschluss (7%)

Diejenigen, die für ihren Lebensabend Rücklagen bilden können, tun dies laut Umfrage bevorzugt in Form von Immobilien. 20% der Befragten besitzen ein Haus, 14% zusätzlich eine Eigentumswohnung.

Vermieter*innen haben zwar Einnahmen – aber auch Ausgaben

Unter den insgesamt 338 befragten Immobilienbesitzerinnen und –besitzern sind 92% Selbstnutzer*innen – und keine Vermieter*innen. Diese Eigentümer*innen ziehen keine Erträge aus ihrem Haus oder ihrer Wohnung. „Von den aktuellen teils massiven Wertzuwächsen am Markt können sie daher nicht profitieren“, sagt GNIW-Geschäftsführer Henryk Seeger.

Wer indes vermietet, hat zwar im Alter Einnahmen durch Mieten. Allerdings muss dann auch Geld für Reparaturen oder Sanierungen etwa beiseitegelegt werden oder damit gerechnet, dass das Mietobjekt mal für einige Zeit – aus welchen Gründen auch immer – leer steht. In der Zeit landet keine Miete auf dem Konto.

Den Zinseszinseffekt mitnehmen

Keine Frage: An privater Altersvorsorge über eine Immobilie hinaus führt kein Weg vorbei. Denn die gesetzliche Rente wird eines Tages wohl von vorne bis hinten nicht reichen. Wer früh Rücklagen bildet, profitiert vom Zinseszinseffekt. Aus Sicht des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) ist es wichtig, die staatliche Riester-Förderung mitzunehmen – über diese Sparmöglichkeit haben wir Sie bereits in diesem Beitrag informiert.

Mit Aktien fürs Alter vorsorgen

Für eine Kapitalanlage in der privaten Altersvorsorge auf der Basis von Aktien werben Verbraucherschützer. Wer den Lebensstandard als Rentner*in halten will, bleibt „auf eine Zusatzvorsorge über den Kapitalmarkt angewiesen“, sagt Klaus Müller, Vorstand der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv).

Eine Analyse des Deutschen Aktieninstituts (DAI) und des vzbv in Kooperation mit der Finvia Family Office GmbH ergab, dass breit gestreute Anlagen in Aktien gegenüber Staatsanleihen historisch gesehen langfristig höhere Erträge aufweisen.

Aktienanlage entfaltet Potenzial über langen Zeitraum

Eine breitgestreute langfristige Aktienanlage entfalte ihr Potenzial über viele Jahre und Jahrzehnte und „ist damit prädestiniert für die Altersvorsorge“, erklärt DAI-Chefin Christine Bortenlänger. In der kurzen Frist unterliegen Aktien einem Kursrisiko, wird in der Analyse eingeräumt. Für die Altersvorsorge sei jedoch die Langfristbetrachtung entscheidend, heißt es weiter. Für die Analyse hatten Expert*innen die bedeutenden Aktienindizes von 16 Industrienationen in den letzten 120 Jahren untersucht. Die Ergebnisse:

  • Aktien erhöhten ihren Wert im Schnitt auf das 750fache (Dividenden und Kursgewinne).
  • Der Wert der Staatsanleihen legte demgegenüber lediglich um mehr als das Elffache (Zinserträge und Kursgewinne) zu.
  • Der jährliche Ertrag lag bei Aktien nach Abzug der Inflation bei 5,7%, bei Staatsanleihen bei 2,1%.

Langfristige Anlage in Aktien weniger riskant als Investment in Staatsanleihen

Was die Analyse ebenfalls zeigte: Die langfristige Anlage in Aktien birgt – mit Blick auf die Vergangenheit – weniger Risiken als ein Investment in Staatsanleihen. Wer zu einem historischen Hoch in Aktien investierte und einen nachfolgenden Verlust wieder ausgleichen musste, brauchte den Angaben zufolge dafür höchstens elf Jahre. Anders bei Staatsanleihen: Hier dauerte es im ungünstigsten Fall 53 Jahre, bis alles wieder im grünen Bereich war.

  • Übrigens: Sie müssen nicht unbedingt viel Geld übrig haben, um mit dem Sparen fürs Alter loszulegen. Bei Ihrer ING ist Wertpapier-Sparen schon ab 1 Euro machbar. Selbst geringe Beträge reichen, um bei der ING in einen ETF-, Fonds-, Aktien- oder Zertifikate-Sparplan zu investieren.

Kosten im Griff halten

Expert*innen raten beim Geldanlegen immer wieder, die Risiken zu streuen – und nicht alles auf eine Karte zu setzen. Zu beachten ist auch: Eine Geldanlage ist nicht umsonst zu haben. So gibt es etwa Kosten fürs Depot oder Ausgabeaufschläge für Fonds. Bedenken Sie, dass die Kosten zulasten der Rendite gehen.

Ein Beispiel: Ein Fonds verursacht jedes Jahr 2% laufende Kosten. Damit er überhaupt den Wert behält, muss er mindestens 2% Rendite erwirtschaften. Setzen Sie sich also frühzeitig kritisch mit den Kosten Ihrer Geldanlage auseinander. Einen guten Überblick kann Ihnen unsere Wertpapiersuche verschaffen. Hier erhalten sie detaillierte Informationen über Kriterien wie Kosten und Zusammensetzung.

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