Altersvorsorge für junge Menschen
Ab wann sollte man mit der Altersvorsorge beginnen? Wie entsteht die Rentenlücke? Und lohnt sich Altersvorsorge auch mit kleinem Budget? Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen für Studierende, Auszubildende, Berufseinsteigende und junge Erwachsene.
Altersvorsorge für junge Menschen: Das Wichtigste auf einen Blick
- Das Altersvorsorgedepot verbindet staatliche Förderung mit langfristigem Vermögensaufbau am Kapitalmarkt.
- Wer schon in jungen Jahren beginnt, hat mehr Zeit, um Vermögen aufzubauen und zwischenzeitliche Schwankungen am Kapitalmarkt auszusitzen.
- Schon ab 10 Euro monatlich bzw. 120 Euro pro Jahr können Sie Anspruch auf die staatliche Förderung haben.
- Wer vor dem 25. Geburtstag ein Altersvorsorgedepot eröffnet, kann zusätzlich einen Berufseinsteigerbonus erhalten.
- Beiträge lassen sich flexibel an die persönliche Lebenssituation anpassen und später erhöhen.
- Für einen Anspruch auf die Grund- und gegebenenfalls Kinderzulage reichen 120 Euro Eigenbeitrag im Jahr, also 10 Euro im Monat.
- Wenn später der finanzielle Spielraum steigt, kann der Beitrag erhöht werden.
Ab wann sollte ich fürs Alter vorsorgen und wie viel muss ich sparen?
Lohnt sich ein Altersvorsorgedepot für Studierende?
Das kann der Fall sein, allerdings reicht der Studierendenstatus allein für die staatliche Förderung nicht aus. Förderberechtigt sind Studierende beispielsweise, wenn sie nebenbei rentenversicherungspflichtig beschäftigt sind oder einen Minijob ausüben, ohne sich von der Rentenversicherungspflicht befreien zu lassen.
Gut zu wissen: Förderberechtigte Studierende unter 25 Jahren können einen einmaligen Berufseinsteigerbonus von 200 Euro erhalten. So kann sich der Einstieg in die Altersvorsorge schon in jungen Jahren besonders lohnen.
Lohnt sich ein Altersvorsorgedepot für Auszubildende?
Da Auszubildende in der Regel rentenversicherungspflichtig beschäftigt sind, gehören sie meist zum förderberechtigten Personenkreis. Schon ab einem Eigenbeitrag von 120 Euro, z.B. durch 10 Euro pro Monat, erhalten sie die Grundzulage von 50 Cent pro eingezahltem Euro. Und: Wer zu Beginn des Beitragsjahres noch keine 25 Jahre alt ist und die Voraussetzungen erfüllt, erhält zusätzlich einen einmaligen Berufseinsteigerbonus in Höhe von 200 Euro.
Lohnt sich ein Altersvorsorgedepot für Berufseinsteiger*innen?
Ja. Gerade zum Start ins Berufsleben kann das Altersvorsorgedepot eine Möglichkeit sein, mit überschaubaren Beiträgen in die private Vorsorge einzusteigen. Für die ersten 360 Euro Eigenbeitrag im Jahr legt der Staat 50 Cent pro Euro dazu. Wer zu Beginn des Beitragsjahres noch keine 25 Jahre alt ist und die Voraussetzungen erfüllt, erhält zusätzlich einen einmaligen Berufseinsteigerbonus in Höhe von 200 Euro.
Was passiert mit dem Altersvorsorgedepot bei Ausbildung, Studium oder Jobwechsel?
Da das Altersvorsorgedepot nicht an einen Arbeitgeber gebunden ist, läuft es bei einem Jobwechsel einfach weiter. Auch der Übergang von der Ausbildung ins Studium oder in den Beruf beendet den Vertrag nicht. Das angesparte Vermögen bleibt investiert.
Ändert sich die berufliche Situation, kann sich allerdings auch die Förderberechtigung ändern: Während einer Ausbildung oder einer rentenversicherungspflichtigen Beschäftigung besteht sie in der Regel.
In einem Studium ohne entsprechenden Nebenjob besteht die Förderberechtigung möglicherweise nicht. Allein ein Studierendenstatus reicht für die staatliche Förderung nicht aus. Förderberechtigt sind Studierende beispielsweise, wenn sie nebenbei rentenversicherungspflichtig beschäftigt sind oder einen Minijob ausüben, ohne sich von der Rentenversicherungspflicht befreien zu lassen.
Ab welchem Betrag lohnt sich ein Altersvorsorgedepot?
Schon kleine Beträge können ein guter Start sein.
Für die staatliche Förderung müssen grundsätzlich mindestens 120 Euro pro Jahr, also 10 Euro pro Monat, eingezahlt werden. Wer diese Summe regelmäßig aufbringen kann, kann bereits mit dem Vermögensaufbau beginnen.
Wie hoch die persönliche Sparrate sein sollte, hängt vom Einkommen, dem finanziellen Spielraum und der erwarteten Rentenlücke ab. Mit höheren Beiträgen steigt auch die Grundzulage: Bis zu einem Eigenbeitrag von 360 Euro gibt es 50 Cent pro eingezahltem Euro. Darüber hinaus, bis zu einem Eigenbeitrag von 1.800 Euro, gibt es jeweils 25 Cent pro Euro.
Grundsätzlich gilt: Je höher die Einzahlungen, desto größer kann das Vorsorgekapital im Alter ausfallen.
Was bringen monatliche Einzahlungen von 25 Euro ins Altersvorsorgedepot?
25 Euro monatlich entsprechen 300 Euro Eigenbeitrag im Jahr.
Dazu kommt die staatliche Förderung. Bei einem Eigenbeitrag von 300 Euro beträgt die Grundzulage aktuell 150 Euro pro Jahr. Damit fließen insgesamt 450 Euro jährlich in das Altersvorsorgedepot, bevor mögliche Wertentwicklungen am Kapitalmarkt berücksichtigt werden.
Mit einem kindergeldberechtigten Kind kommen zusätzlich 300 Euro Kinderzulage hinzu. In diesem Beispiel würden aus 300 Euro Eigenbeitrag insgesamt 750 Euro werden.
Förderberechtigte unter 25 Jahren können im ersten Förderjahr zusätzlich den Berufseinsteigerbonus von 200 Euro erhalten.
Dann wären es ohne Kind insgesamt 650 Euro und mit einem Kind 950 Euro.
In diesen Beispielen sind Kosten und die spätere Wertentwicklung noch nicht berücksichtigt.
Gibt es einen optimalen Sparbetrag für die Altersvorsorge?
Nein. Den einen perfekten Betrag gibt es nicht.
Wichtiger als eine hohe Sparrate ist oft, überhaupt anzufangen. Selbst kleine regelmäßige Beiträge können langfristig einen Unterschied machen. Später lässt sich die Sparrate meist flexibel an die eigene Lebenssituation anpassen.