Bierpreise auf dem Oktoberfest

So viel kostet die Maß im Jahr 2022

Es ist das größte Volksfest der Welt – und lockt jedes Jahr im September Millionen von Besuchern an: Das Oktoberfest auf der Theresienwiese in München. In den Jahren 2020 und 2021 gab es eine Corona-bedingte Zwangspause der Wiesn. Doch in diesem Jahr soll das Traditionsfest steigen.

Übrigens: Erstmals ging das Oktoberfest in München im Jahr 1810 über die Bühne – und zwar, wie es der Name sagt, im Monat Oktober. Aus Wetter-Gründen entschlossen sich die Veranstalter im Jahr 1872, die Wiesn in den September vorzuverlegen. In der zweiten September-Hälfte geht’s los, konkret: am ersten Samstag nach dem 15. September eines Jahres. Regulär dauert das Volksfest 16 Tage bis in die ersten Oktobertage hinein. Weitere Infos zur Geschichte des Oktoberfestes bietet die Stadt München auf ihrer Website.

Am 17. September, dem diesjährigen Eröffnungstag, ist traditionell um 12 Uhr Fassanstich. Die erste Maß (eine Maß = ein Liter) zapft Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) im Schottenhamel Festzelt mit dem Ausruf: „O‘zapft is!“.

Bierpreise steigen auf dem Oktoberfest

Ab dann fließt wieder das Bier in Strömen. Wobei eine Maß Bier alles andere als preiswert ist, denn die Bierpreise steigen: Auf Besucher*innen kommen nach Veranstalterangaben Kosten zwischen 12,60 Euro und 13,80 Euro (Durchschnitt: 13,37 Euro) zu. Das ist eine Preissteigerung von durchschnittlich 15,77 Prozent im Vergleich zum letzten Oktoberfest im Jahr 2019. Damals lag der Preis für die Maß zwischen 10,80 und 11,80 Euro (Durchschnitt: 11,55 Euro). „Gut, dass die Schallgrenze von 14 Euro nicht durchbrochen ist“, sagt Wiesn-Chef Clemens Baumgärtner. Trotzdem hält er die Bierpreise auf dem Oktoberfest für „ziemlich hoch“. Künftig sei darauf zu achten, dass die Wiesn noch bezahlbar bleiben.

Wiesn-Wirte haben enorme Kostensteigerungen

Was aber auch in die Waagschale zu werfen ist: Die Wirt*innen haben enorme Kostensteigerungen. „Wir haben es uns nicht leicht gemacht, aber auch wir Wiesnwirte können uns von der allgemeinen Preisentwicklung nicht abkoppeln“, erklärt Peter Inselkammer, Sprecher der Wiesnwirte.

Gründe für die Preissteigerungen beim Bier sind:

  • Inflation
  • um 15 Prozent gestiegene Personalkosten
  • hohe Material- und Handwerkerkosten beim Zeltaufbau.

So teuer war Bier auf dem Münchner Oktoberfest in der Vergangenheit

Der Preis für Bier auf den Wiesn sorgt in München seit eh und je für einen Aufschrei – eigentlich war er schon immer viel zu hoch. Nachfolgend ein Überblick über die Preise für eine Maß Bier auf dem Oktoberfest in den vergangenen Jahren:

  • 2022: zwischen 12,60 und 13,80 Euro
  • 2019: zwischen 10,80 und 11,80 Euro
  • 2018: zwischen 10,70 und 11,50 Euro
  • 2017: zwischen 10,60 und 10,95 Euro
  • 2016: zwischen 10,40 und 10,70 Euro
  • 2015: zwischen 10,10 und 10,35 Euro
  • 2014: zwischen 9,70 und 10,10 Euro
  • 2013: zwischen 9,40 und 9,85 Euro
  • 2012: zwischen 9,10 und 9,50 Euro
  • 2011: zwischen 8,70 und 9,20 Euro

Waren das noch Zeiten: Vor 50 Jahren, also im Jahr 1972, kostete die Maß Bier auf den Wiesn zwischen 2,60 und 3,05 D-Mark. Und vor 25 Jahren, also im Jahr 1997, war die Maß Bier für zwischen 10,20 und 10,90 D-Mark zu haben.

Hätten Sie das gewusst? Das Oktoberfestbier stellen die sechs großen Münchner Brauereien Augustiner, Hacker-Pschorr, Löwenbräu, Paulaner, Spaten und das Staatliche Hofbräuhaus speziell für die Wiesn her. Nur Bier aus einer dieser Brauereien dürfen die Wiesnwirte auf dem Oktoberfest ausschenken. Das Oktoberfest gilt offiziell als „Fest des Münchner Bieres“ – so hatte es das Landgericht München am 17. Januar 1990 entschieden.

Statt Bier ein alkoholfreies Getränk – ist das günstiger?

Zwar sind auch die Preise für alkoholfreie Getränke auf den Wiesn 2022 gestiegen – sie sind aber immerhin noch günstiger als Bier. Laut Veranstalter betragen die Durchschnittspreise der alkoholfreien Getränke pro Liter

  • für Tafelwasser 9,67 Euro (2019: 8,87 Euro)
  • für Spezi 10,85 Euro (2019: 10,01 Euro)
  • für Limonade 10,35 Euro (2019: 9,56 Euro).

Preissteigerungen auch bei Fahrgeschäften, Ständen & Co.

Auch bei Fahrgeschäften und Ständen sowie an Essenswagen sind die Preise teils deutlich höher als auf den letzten Wiesn 2019. Das stellt gerade Familien mit Kindern vor Herausforderungen. Daher sind die beiden Dienstage (20. September und 27. September) Familientage, an denen es bis jeweils 19 Uhr in den Zelten vergünstigtes Essen gibt. Auch Fahrgeschäfte und Stände senken an den beiden Tagen kurzfristig die Preise. Und am Familienplatzl gibt es jeden Tag familiengerechte Preise.

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