So lassen sich die Finanzen in den 40ern gut wuppen

Ihre Finanzen in den 40ern

Jede Lebensphase hat ihren Charme - natürlich auch die 40er. Beruflich sitzen viele fest im Sattel, jetzt geht’s darum, die richtige Work-Life-Balance zu finden. Schließlich hat man ja auch privat noch einiges vor. Aber was machen überhaupt die Finanzen?

Geldanlage checken und optimieren

Vorweg eines: Die zumeist beste Geldanlage, die Sie tätigen können, heißt: Kredite und Darlehen abbezahlen. Bevor Sie also damit liebäugeln, weiteres Geld zu investieren, sollten Sie möglichst schuldenfrei sein. Denn: Die Zinsen für Schulden sind meist höher als die Rendite beim Sparen.

  • Wenn Sie Immobilieneigentümer sind, sollten Sie sich vor Ablauf der Zinsbindung für Ihren Kredit frühzeitig nach einer Anschlussfinanzierung umsehen. Sollten Sie mit schwankendem Einkommen rechnen, bietet es sich an, sich bei der Anschlussfinanzierung Anpassungsoptionen bei der Tilgungsrate zu sichern. Vereinbaren Sie außerdem Sondertilgungen – etwa, wenn eine Erbschaft oder Boni in Aussicht stehen.
  • Wenigstens einmal im Jahr sollten Sie Ihre gesamten Finanzen unter die Lupe nehmen. Entspricht die Geldanlage noch Ihren Bedürfnissen, Ihrer Lebenssituation? Kontaktieren Sie im Zweifel Ihren Bankberater oder lassen sich Sie von unabhängiger Seite beraten, etwa bei den Verbraucherzentralen.
  • Der Bundesverband deutscher Banken etwa rät: Setzen Sie beim Geldanlegen nicht alles auf eine Karte, streuen Sie Ihr Risiko. Eine solide Basis für Ihre Geldanlage ist aus Sicht des Bankenverbands etwa ein Mix aus Tagesgeld, Festgeld, Aktien und ETFs (Exchange Traded Funds, also börsengehandelte Indexfonds). Tipps rund ums Geldanlegen bietet auch die Stiftung Warentest.

Versicherungen auf den Prüfstand stellen

Wenn Sie sich mit Ihren Finanzen befassen, dann checken Sie doch auch gleich Ihre Versicherungen. Bedenken Sie: Wenn Sie wichtige Policen wie eine Privathaftpflichtversicherung nicht haben, können Sie schnell Ihr Vermögen verlieren - zum Beispiel, weil Sie durch eine unvorsichtig entsorgte Zigarette oder durch eine brennende Kerze einen Brand ausgelöst haben.

Empfehlenswert ist, dass Sie regelmäßig Ihren Versicherungsbedarf auf den Prüfstand stellen. Hierzu zählt auch der Leistungsumfang Ihrer Versicherungen.

Warum eine Vorsorgevollmacht wichtig ist

Themen wie eine Vorsorgevollmacht schieben indessen nicht wenige Menschen vor sich her. Dabei gilt: Je früher Sie sich hierum kümmern, desto besser.

  • Vorsorgevollmacht: Erteilen Sie eine Vorsorgevollmacht und wählen Sie sich damit einen „persönlichen Stellvertreter“ aus. Dieser trifft dann Entscheidungen für Sie im Fall der Bewusstlosigkeit oder Geschäftsunfähigkeit. Ärzte haben damit auch gleich einen Ansprechpartner, wenn sie mit dem Patienten selbst nicht mehr reden können. Informationen zur Vollmacht für Ihre Konten erhalten Sie auch hier.

Setzen Sie ein Testament auf

Ein Testament? Das hat doch noch Zeit, denken viele. Doch wenn Sie für den Fall der Fälle Ihren letzten Willen schriftlich dokumentiert haben, können Sie vielleicht Zwist unter den Hinterbliebenen vermeiden. Welche verschiedenen Arten an Testamenten es gibt, haben wir hier für Sie zusammengefasst.