Familienurlaub: Sommerferien für wenig Geld

Spaß haben und trotzdem sparen

Nicht nur im Alltag spüren Familien, dass alles teurer wird. Auch wer in den Urlaub fahren will, muss tiefer in die Tasche greifen. Flugpreise steigen in diesem Jahr etwa bis zu 200 Euro, wie der ADAC auf seiner Website mitteilt. Und für Hotels mussten Urlauber*innen laut Check24 hierzulande im August 2021 ganze 115 Euro pro Nacht zahlen – 26% mehr als noch 2019

Kein Wunder, dass gerade mit Kindern die Kosten für einen Sommerurlaub schnell ins Unermessliche steigen können. Dabei stehen die Ferien gerade vor der Tür. Die Alternative: Urlaub zu Hause. Doch fällt einem so die Decke nicht auf den Kopf? Nicht mit diesen sieben Ideen – die wenig oder gar nichts kosten.

1. Ab auf den Sattel: Fahrradtour

Raus ins Grüne – das geht besonders gut mit dem Fahrrad. Proviant einpacken, eine Radtour raussuchen, die man noch nicht kennt, und los geht’s. Manchmal brauchen Kinder ein wenig Motivation. Warum nicht als Ziel einen besonderen Spielplatz oder eine Eisbude festlegen oder ein eigenes Picknick mitbringen, das die Tour abrunden kann? Tipps für eine gelungene Radtour mit Kindern gibt der ADAC.

2. Camping mit der ganzen Familie

Camping gehört für viele Familien zum Sommerurlaub. Aus gutem Grund: Mit dem Camper zu verreisen ist aufregend – und oft günstiger als der Urlaub im Hotel. Der durchschnittliche Preis für Wohnmobile liegt aktuell bei rund 110 Euro pro Tag, sagt Stephanie Schuricht von PaulCamper. Die Plattform vermittelt Wohnmobile nach dem Airbnb-Prinzip von privat an privat. Doch wer mit Kindern campen will, muss vorher einiges beachten. Eine Packliste hat der ADAC zusammengestellt. Doch auch die Übernachtung auf dem Campingplatz kann ins Geld gehen. Laut Pincamp, dem Campingportal vom ADAC, zahlt eine Familie mit zwei Erwachsenen und einem 10-jährigen Kind hierzulande durchschnittlich 38,33 Euro pro Übernachtung (Stand 2022). „Was natürlich auch geht: Den Camper bei Freund*innen oder Bekannten auf dem Hof oder auf deren Gartengrundstück parken“, sagt Dirk Fehse, Gründer und Betreiber von PaulCamper.

3. Tagesausflug auf den Bauernhof

Kühe melken, Hühner füttern oder Kaninchen streicheln: Auf dem Bauernhof kann man Tiere ganz aus der Nähe kennenlernen. Gerade für Kinder, die in der Großstadt wohnen, ist das ein tolles Abenteuer. In manchen Regionen gibt es sogar Kinderbauernhöfe mit speziellen Angeboten für die kleinen Gäste.

4. Satte Rabatte mit dem Ferienpass

Schüler*innen erhalten in vielen Gemeinden oder Städten einen Ferienpass. Das Tolle daran: Sie bekommen damit viele Rabatte oder sogar freien Eintritt für Freibäder, Parks, Museen oder andere Einrichtungen. Außerdem bieten viele Städte ein kostenloses oder vergünstigtes Ferienpass-Programm an. Schulkinder können etwa an einer Schnitzeljagd teilnehmen, sich zum Bowling treffen oder einen Segelkurs besuchen. Meist kostet der Ferienpass um die zehn Euro.

5. Sommerferien ohne Geld: Die Umgebung erkunden

Es muss nicht immer ein anderes Land sein: Auch in der Region gibt es vieles zu entdecken. Warum nicht mal einen neuen Stadtteil erkunden? Oder ins nächste Dorf fahren? Das Reisen innerhalb von Deutschland im Nah- und Regionalverkehr ist seit Juni sogar preiswerter geworden: Mit dem 9-Euro-Ticket können Familien drei Monate lang Monatskarten zum Preis von je neun Euro erwerben. „Das 9-Euro-Ticket ist ein preislich sehr attraktives Angebot, um in diesem Sommer das Auto in den Ferien stehen zu lassen und die gesamt ÖPNV-Mobilitätspalette kennenzulernen”, sagt Norbert Kunz, Geschäftsführer des Deutschen Tourismusverbandes.

6. Abkühlung im Badesee

Die Temperaturen steigen. Was gibt es Besseres als ein Sprung ins kalte Wasser? Doch der Eintritt ins Freibad kann vor allem für Familien mit mehreren Kindern teuer werden. Eine günstigere Alternative sind Badeseen. Aber Achtung: Beim Schwimmen in der Natur gibt es ein paar Dinge zu beachten, warnt die Techniker Krankenkasse (TK). Vor allem mit Kindern solle man sich vorher informieren, an welchen Gewässern es eine professionelle Aufsicht gibt und nur dort hingehen. Weitere Tipps gibt die TK.

7. Haustausch-Ferien: Raus aus den eigenen vier Wänden

Wer dringend einen Tapetenwechsel braucht, aber nicht viel Geld ausgeben will, kann es mal mit einem Haustausch-Urlaub versuchen. Die Idee dahinter ist simpel: Für einen begrenzten Zeitraum tauscht man das eigene Zuhause gegen ein anderes aus. Das kann man etwa mit Verwandten oder Freund*innen machen – oder mit einer anderen Familie über eine kostenpflichtige Tauschbörse wie HomeLink oder HomeExchange. Worauf man beim Haustausch achten sollte, lesen Sie in unserem Beitrag.

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