Sparen im Alltag

Mit unseren Tipps sparsamer leben und den Energieverbrauch senken

Die Verbraucherpreise steigen und steigen. So lag die Inflationsrate in Deutschland nach Auskunft des Statistischen Bundesamtes Destatis (Wiesbaden) im November bei 5,2%. „Eine höhere Inflationsrate gab es zuletzt vor fast 30 Jahren“, sagt Destatis-Präsident Dr. Georg Thiel. Preistreiber sind vor allem die Kosten für Energie, die sich innerhalb eines Jahres um 22,1% verteuerten. Die Preise etwa für Nahrungsmittel kletterten im November gegenüber dem Vorjahresmonat um 4,5%. Da lohnt es sich besonders, im Alltag mit kleinen Tricks Geld zu sparen.

Das hat neben dem Sparen gleich noch einen Vorteil: Diese Maßnahmen schonen nicht nur das Portemonnaie, sondern auch die Ressourcen der Umwelt. Das sind unsere Spar-Tipps für Ihren Alltag!

Tipp 1: Richtig tanken und Gas geben

  • Tanken: In Zeiten stark gestiegener Spritpreise wollen viele Autofahrer möglichst kostengünstig tanken. Wer dann etwa mit einer der zahlreichen Spritspar-Apps oder einem der Portale eine Tankstelle gefunden hat, sollte sich die Fahrt dahin jedoch gut überlegen. Denn 20 Kilometer hin und 20 Kilometer zurück zur Billigtanke kosten bei einem Mittelklassewagen rund vier Euro reine Spritkosten – und schädigen die Umwelt unnötig. „Am besten ist es, entlang der üblichen Routen zu tanken und hier auf die jeweils günstigste Tankstelle zu achten“, rät Vincenzo Luca vom TÜV Süd. Spritpreise variieren über den Tag - am günstigsten ist es meist abends zwischen 18 und 19 Uhr sowie von 20 bis 22 Uhr.
  • Ballast entfernen: Dachträger, Getränkekisten, Inline-Skates und Co. sind Spritfresser – also nach Möglichkeit raus damit. Und auch wer nur die notwendigsten Geräte im Fahrzeug, etwa die Sitzheizung nur bei Kälte, einschaltet, kann Geld sparen.
  • Sofort losfahren: Ein Warmlaufen des Motors im Stand ist verboten, da es die Umwelt schädigt. Daher: entweder Fahren oder Motor aus. Auch unterwegs rät der ADAC ab einer voraussichtlichen Leerlaufzeit von 20 Sekunden zum Abschalten.
  • Richtig Gas geben und bremsen: Nach dem Start gilt es flott zu beschleunigen, aber auch rechtzeitig hochzuschalten. Der ADAC empfiehlt, dies bei einer Drehzahl von rund 2000 U/min zu tun. Wer vorausschauend fährt, kann die Motorbremswirkung nutzen anstatt auf die Bremse zu treten. Bei konstantem Tempo und am besten nicht zu schnell fahren – das hält den Verbrauch gering.
  • Auf den Luftdruck der Reifen achten: „Bei 0,5 bar zu wenig Luft kann der Kraftstoffverbrauch um rund 5% höher ausfallen“, rechnet Sören Heinze vom ACE (Auto Club Europa) vor.
  • Hauptuntersuchung vorbereiten: Daran kommt keiner vorbei. Da die Plakette aber von fünf Prüforganisationen vergeben werden darf (Dekra, FSP, GTÜ, KÜS, TÜV), lohnt sich ein Preisvergleich.
  • Kosten für Pannenhilfe vergleichen: Der größte Anbieter ist der ADAC, doch es gibt zahlreiche Alternativen. Laut eines aktuellen Vergleichs von „Finanztip“ sind die Preisunterschiede groß und variieren bei einer für Europa geltenden Mitgliedschaft zwischen 49 und 94 Euro pro Jahr.
  • Werkstattbindung beachten: Wer eine Kfz-Versicherung mit Werkstattbindung abschließt, kann beim Jahresbeitrag viel Geld sparen. Das betrifft Schadensfälle, die selbstverschuldet sind. „Der Unterschied zum Kasko-Normaltarif kann schnell bei 20% liegen“, sagt Heinze vom ACE. Wer jedoch unverschuldet an einem Unfall beteiligt ist, habe weiterhin die freie Werkstattwahl, betont Heinze.

Tipp 2: Wohnräume nicht überheizen und richtig lüften!

  • Raumtemperatur kontrollieren: Tagsüber 20 Grad im Wohnzimmer, nachts im Schlafzimmer ausreichende 17 Grad - bedarfsgerechtes Heizen ist nicht nur für das Wohlbefinden sinnvoll. Es spart auch Energie und damit Kosten, sagt die Initiative Wärme+. Sie empfiehlt, intelligente Thermostate einbauen zu lassen. „Über diese elektronischen Thermostate lassen sich die Wunschtemperaturen zu verschiedenen Zeiten flexibel programmieren“, erklärt Michael Muerköster von Wärme+. Auch wichtig: Schalten Sie Ihre Heizkörper – außer beim Lüften – nie ganz ab. Drehen Sie sie aber auch nie ganz auf, sonst wird die Temperaturregulierung wirkungslos.
  • Richtig Durchlüften: Sorgen Sie mehrmals täglich durch das Öffnen von Türen und Fenstern für Durchzug. Schon nach 5 bis 10 Minuten ist die verbrauchte, feuchte Raumluft ausgetauscht. Wichtig: Fenster nicht kippen. Lüften Sie immer nur kurz. Dauerlüften behindert den Luftaustausch, die Wände kühlen aus und Heizenergie wird verschwendet.
  • Anbieter vergleichen: Viele Gas- und auch Strom-versorger haben weitere Preissteigerungen angekündigt – da heißt es Preise vergleichen. Aktive Verbraucher nutzen für die jährliche Suche am besten einen Vergleichsrechner. Eher passive Verbraucher können einen Wechseldienst beauftragen. Beide Varianten haben Vor- und Nachteile, wie ein Vergleich der Stiftung Warentest in der Zeitschrift „Finanztest“ (Ausgabe 12/21) zeigt.

Tipp 3: Wäsche waschen mit Köpfchen und besser ohne Trockner

  • Die richtige Maschine kaufen: Es ist sinnvoll, ein Gerät mit der besten Effizienzklasse zu wählen. Solche Geräte sind zwar vergleichsweise teuer, rechnen sich aber oft langfristig durch eingesparte Energiekosten. Tipps dazu gibt auch die Initiative Hausgeräte+ (Berlin) auf ihrer Website.
  • Häufiger auf eine Vorwäsche verzichten.
  • Bei niedriger Temperatur waschen: Wer die Maschine bei 20 Grad laufen lässt, kann bis zu 70% Stromkosten sparen. Beträgt die Wassertemperatur 40 statt 60 Grad, verbraucht das Gerät bis zu 50% weniger Strom.
  • Waschmittel nicht überdosieren: Die notwendige Menge hängt von der Wasserhärte, der Gerätegröße sowie dem Verschmutzungsgrad der Wäsche ab. Es lohnt sich, bei den örtlichen Wasserwerken bezüglich der Wasserhärte nachzufragen.

Gut zu wissen: Am meisten sparen Sie, wenn Sie auf den Kauf eines Trockners verzichten – neben den Anschaffungskosten fallen dann auch keine Strompreise an. Besser: Die Wäsche an der Luft trocknen lassen.

Tipp 4: Sparen beim Kochen – und den Kühlschrank richtig befüllen

  • Den Deckel auf dem Topf lassen: Beim Kochen sollte man laut Initiative Hausgeräte+ nicht zu oft den Topfdeckel anheben - denn das vergeudet Energie. Ein konsequent genutzter Deckel spart Energie und verkürzt die Kochdauer. Wenn ein Gericht kocht, ist es ratsam, die Leistungsstufe zurückzudrehen. 10 bis 15 Minuten vor Ende der Kochzeit können herkömmliche Kochfelder sogar ausgeschaltet werden. Die Restwärme reicht aus, um ein Gericht fertig zuzubereiten. Ähnliche Ratschläge gelten auch für das Backen.
  • Kühlschrank kontrollieren: Auch bei Kühlschränken haben kleine Maßnahmen große Wirkung, teilt Hausgeräte+ mit. Sie sollten an einem möglichst kühlen Standort stehen und immer nur so kurz wie möglich geöffnet werden. Außerdem ist es wichtig, Dichtungen und Lüftungsgitter regelmäßig zu reinigen. Grundsätzlich gilt: Im Kühlschrank ist eine Lagertemperatur von 5 bis 7 Grad ausreichend. Bei leicht verderblichen Lebensmitteln wie Wurst, Fisch und Meeresfrüchten sollte man allerdings 4 Grad wählen, erklärt die Initiative.
  • Die Geschirrspülmaschine immer voll beladen: erst dann laufen lassen. Am besten im Sparprogramm – das verbraucht es bis zu 30% weniger Strom.
  • Kaffeemaschine direkt nach dem Brühen abschalten: Um den Kaffee warm zu halten, nutze man besser eine Thermoskanne als den Stand-by-Modus der Maschine, rät die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.

Tipp 5: Richtig gärtnern und sparen

  • Mit Regenwasser gießen: Das gibt es nicht nur kostenlos, dazu ist das Wasser auch weich und enthält keinen Kalk - was viele Pflanzen laut Umweltbundesamtbesser vertragen als hartes, kalkhaltiges Nass aus dem Hahn. Auch Zimmerpflanzen lassen sich gut mit Regenwasser begießen! Die gängigste Methode, es zu sammeln, funktioniert über Tonnen, die an das Regenrinnensystem von Gebäuden angeschlossen werden. Im Winter lässt sich Gießwasser auch aus Schnee gewinnen.

Wichtig: Gießwasser sollte immer Raumtemperatur haben, denn viele Pflanzen vertragen keine Eiseskälte.

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