Winterreifen – Sommerreifen
Alles, was Sie wissen müssen
Der Herbst ist da. Bald tauschen viele Autofahrende die Sommerreifen gegen Winterreifen aus. Von O bis O, also von Oktober bis Ostern, lautet die bekannte Faustregel für den Reifenwechsel.
Wann Winterreifenpflicht besteht
Seit dem 1. Oktober 2024 sind nur noch Reifen als Winterreifen anerkannt, wenn sie das „Alpine-Symbol“ haben. Darauf weist der ADAC hin. Dieses Symbol setzt sich aus einer Schneeflocke und einem Berg zusammen. Auch Ganzjahresreifen müssen mit dem Symbol ausgezeichnet sein. Bei winterlichen Straßenbedingungen dürfen keine Reifen an Ihrem Fahrzeug sein, die lediglich mit einer „M + S“-Kennzeichnung versehen sind.
Als winterliche Straßenverhältnisse gelten:
- Glatteis
- Schneeglätte
- Schneematsch
- Eis- oder Reifglätte.
So checken Sie das Alter Ihrer Reifen
Sind Ihre Winterreifen noch in Ordnung? Ein Anhaltspunkt ist das Alter. Prüfen Sie Reifen, die älter als fünf Jahre sind, idealerweise jeden Monat auf Schäden und Unregelmäßigkeiten. Spätestens nach zehn Jahren sind neue fällig – egal, ob es sich um Winterreifen oder um Sommerreifen handelt.
- Tipp: Sie möchten wissen, wie alt Ihre Reifen sind? Diesen Hinweis erhalten Sie über einen vierstelligen Ziffercode der DOT-Nummer auf der Reifenflanke. Die Zahlenkombination „4221“ weist auf eine Produktion der Reifen in der Woche 42 des Jahres 2021 hin.
Mindestprofiltiefe bei Winterreifen und Sommerreifen nicht überschreiten
Ausschlaggebend, ob Reifen abgefahren sind, ist die Mindestprofiltiefe. Sie liegt sowohl bei Sommerreifen als auch bei Winterreifen bei 1,6 Millimeter. Sinkt die Profiltiefe unter diesen Wert, sind die Reifen abgefahren. Fachleute empfehlen bei Winter- und Ganzjahresreifen mindestens vier Millimeter.
Achtung: Autofahrenden, die mit abgefahrenen Reifen unterwegs sind oder bei winterlichen Straßenverhältnissen Reifen ohne Alpine-Symbol nutzen, drohen 60 Euro Bußgeld und ein Punkt in Flensburg. Wenn andere Verkehrsteilnehmer behindert werden, steigt das Bußgeld auf 80 Euro, bei Gefährdung auf 100 Euro.
Winterreifen oder Sommerreifen neu kaufen – So senken Sie die Kosten
Ihre Winterreifen oder Sommerreifen sind abgefahren und ein Neukauf ist fällig? Überstürzen Sie nichts. In jedem Fall ist es sinnvoll, mehrere Angebote einzuholen und die Preise zu vergleichen. Ob ein Kauf idealerweise antizyklisch erfolgt, hängt auch von der Reifenart ab.
- Winterreifen: Sparen lässt sich eher bei Winterreifen als bei Sommerreifen, der Effekt ist allerdings geringer als früher. In welchem Umfang sich sparen lässt, hängt unter anderem stark vom Wetter ab. Je härter der Winter ist und je länger er dauert, umso weniger Winterreifen – und damit mögliche Schnäppchen – sind am Ende der Saison übrig. Räumen Händlerinnen und Händler ihre Lager für Sommerware frei und haben noch Restbestände von Winterreifen, besteht die Chance, ein Schnäppchen zu ergattern.
- Sommerreifen: Übers Jahr gesehen sind die Preise für Sommerreifen vergleichsweise stabil. Nur falls Lagerkapazitäten gebraucht werden, etwa weil ein Nachfolgemodell auf den Markt kommt, gibt es für Kaufwillige Aussichten auf günstige Preise.
- Ganzjahresreifen: Der Vorteil von Ganzjahresreifen: Ein zweimaliger Wechsel von Sommerreifen auf Winterreifen und umgekehrt entfällt. Insofern gibt es bei den Preisen keine saisonbedingten Unterschiede.
Reifen richtig einlagern – So geht’s
Angenommen, Sie gehören zu denjenigen, die zweimal im Jahr die Reifen wechseln und aktuell ihre Winterreifen am Fahrzeug montieren lassen. Wie aber werden die Sommerreifen richtig eingelagert? Dazu drei Tipps:
- Tipp 1: Reinigen Sie Ihre Sommerreifen gründlich und untersuchen Sie sie auf eventuelle Beschädigungen.
- Tipp 2: Bewahren Sie Ihre Sommerreifen an einem dunklen, kühlen und trockenen Ort auf – im Keller oder in der Garage. Firmen bieten oft auch die Möglichkeit, die Reifen bis zur nächsten Saison einzulagern.
- Tipp 3: Kompletträder können flach übereinandergestapelt liegen oder hängen.
Sicher mit dem Auto im Herbst unterwegs
Mit der Umstellung auf die Winterzeit wird es früher dunkel. Dann sind viele Pendelnde in der Dämmerung unterwegs. Um sicher zu fahren, sollten Sie:
- die Scheiben sauber halten: Achten Sie auf saubere Scheiben, bevor Sie starten. Dreck und Laub versperren die Sicht.
- die Geschwindigkeit anpassen: Starker Wind und heftiger Regen im Herbst erfordern vollste Konzentration.
- Wildunfälle vermeiden: Im Morgengrauen und in der Abenddämmerung sind vermehrt Wildtiere unterwegs. Wer zu schnell oder unaufmerksam in Waldgebieten oder entlang von Feldern fährt, riskiert einen Wildunfall. „Wenn Sie mit Tempo 60 auf einen Hirsch stoßen, dann ist das so, als würde sich ein fünf Tonnen schwerer Elefant auf die Motorhaube setzen“, sagt Torsten Reinwald vom Deutschen Jagdverband (DJV). Er rät, auf Landstraßen immer die Straßenränder im Auge zu behalten und sich nicht durch fehlende Wildwechsel-Schilder in falscher Sicherheit zu wiegen.