Beständig investieren, so gehts

Mit Sparplänen einfach Geld anlegen – schon ab dem ersten Euro | 06.11.2020

Wertpapier Sparpläne

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Es ist eine gute Nachricht: Das Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland ist im zweiten Quartal 2020 gestiegen. Ende Juni 2020 lag es mit 6.629,9 Mrd. Euro rund 4 % über dem Wert des ersten Quartals und zugleich über dem Wert vom Jahresende 2019. Maßgeblichen Anteil an dieser Entwicklung hatten Wertsteigerungen bei Aktien und Anteilen an Investmentfonds. Der Blick auf die Verteilung des Geldvermögens zeigt zugleich Optimierungspotenzial, denn viel Geld steckt noch immer in Bargeld und Einlagen. Obwohl diese Anlagen kaum eine nennenswerte Rendite abwerfen, wurden sie von April bis Juni um 2,8 % aufgestockt.

Verteilung des Geldvermögens privater Haushalte in Deutschland im zweiten Quartal 2020

Quelle: Deutsche Bundesbank; Stand: 16.10.2020

Kontinuierlich sparen und dabeibleiben

Angesichts des anhaltenden Niedrigzinsumfeldes gilt es, bei der Vermögensbildung alternative Anlageformen wie z. B. Aktien in Betracht zu ziehen. Die Sorge, zum falschen Zeitpunkt einzusteigen, ist ein Argument, das Anleger jedoch oft davon abhält, sich stärker am Aktienmarkt zu engagieren. Zwar kann es nicht schaden, einen Teil seines Geldes von Zeit zu Zeit an der Seitenlinie zu parken, um zum geeigneten Zeitpunkt Investmentgelegenheit mit aussichtsreichen Renditechancen wahrzunehmen. Den richtigen Zeitpunkt zum Einstieg zu finden ist indes selbst für professionelle Investoren eine Herausforderung. Ein oft gehörter Rat der Profis lautet daher, mit einem Teil des Geldes fortlaufend im Markt investiert zu bleiben. Andernfalls besteht das Risiko, gute Marktphasen mit steigenden Kursen zu verpassen, was die Renditeerwartung des Investments deutlich schmälern kann.

Sparpläne sind das Mittel zum Zweck

Das Investieren mit Wertpapier-Sparplänen bietet eine gute Möglichkeit, beständig im Markt zu sein. Mit den Sparplänen der ING können Anleger schon ab dem ersten Euro in Wertpapiere investieren, denn die Mindestsparrate wurde auf 1 Euro reduziert. Damit haben insbesondere auch jüngere Zielgruppen wie Studenten oder Auszubildende die Möglichkeit, trotz begrenzter finanzieller Spielräume in Wertpapiere zu investieren.

Die ING hat Sparpläne auf Aktien, Investmentfonds, ETFs und Zertifikate im Angebot. Für welche Anlageform man sich entscheidet und wie hoch die monatliche Sparrate angesetzt werden sollte, hängt von der persönlichen Risikobereitschaft, der Renditeerwartung, dem Anlagehorizont und nicht zuletzt den finanziellen Möglichkeiten ab.

Bei einem Wertpapier-Investment mit dem Ziel des Vermögensaufbaus sollte grundsätzlich ein langfristiger Anlagehorizont von mindestens fünf, besser zehn Jahren verfolgt werden. Dadurch kommt nicht nur der Zinseszinseffekt stärker zum Tragen. Zugleich steigt die Wahrscheinlichkeit, mit dem Investment eine positive Rendite zu erzielen, denn es steht mehr Zeit zur Verfügung, um Phasen mit negativer Kursentwicklung auszugleichen.

Dass sich regelmäßiges Sparen mit einem Aktiensparplan lohnen kann, zeigt ein Blick auf das vom Deutschen Aktieninstitut veröffentlichte DAX-Rendite-Dreieck für die monatliche Geldanlage. Danach konnte ein Anleger, der Ende 1999 mit der monatlichen Geldanlage in den DAX startete, bis Ende 2019 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 6,8 % erzielen. Und dies, obwohl es in diesem Zeitraum mehrere turbulente Phasen wie das Platzen der Dotcom-Blase, die Terroranschläge vom 11. September 2001, die Finanzkrise und den Corona-Crash gab.

Welcher Sparplan soll es sein?

Für Anleger, die ein Unternehmen sowie dessen Geschäftsmodell kennen, Wachstumsperspektiven sehen und sich daher langfristig direkt daran beteiligen wollen, kann ein Aktien-Sparplan ein geeignetes Mittel sein. Allerdings sollte es aufgrund des erhöhten Risikos nicht bei einem Einzelinvestment bleiben. Denn fällt der Kurs der Aktie, kann der Verlust des Wertpapierdepots nicht durch mögliche Gewinne anderer Aktien verringert oder kompensiert werden.

Besser ist eine breit gestreute langfristige Aktienanlage über Investmentfonds oder ETFs. Investmentfonds bieten die Chance, durch aktives Handeln des Fondsmanagers eine höhere Rendite als der vergleichbare Markt oder Index zu erzielen. Diese Chance geht einher mit dem Risiko, schlechter als der Markt abzuschneiden. Beides ist abhängig von der Leistung des Fondsmanagers und seinem Investmentansatz. ETFs sind passive Investments, die nahezu die gleiche Wertentwicklung zeigen, wie der zugrundeliegende Index. Aufgrund des passiven Ansatzes sind sie kostengünstiger als aktiv gemanagte Fonds.

Dank der niedrigen Mindestsparraten können Anleger in mehre Sparpläne einzahlen. Werden verschiedene Fonds oder ETFs bespart, die die gleichen Regionen/Länder/Branchen abdecken, sollte man einen Blick auf die jeweiligen Top 10-Positionen werfen. Findet sich hier eine hohe Übereinstimmung bei den Unternehmen, besteht ein sogenanntes Klumpenrisiko. Diesem lässt sich begegnen, indem verschiedene Regionen/Länder/Branchen und auch andere Anlageklassen wie Immobilen oder Rohstoffe im Depot berücksichtigt werden, was sich ebenfalls über Fonds-, EFT- oder Zertifikate-Sparpläne umsetzen lässt.

Höhe der Sparrate

Was die Höhe der Sparrate betrifft, so gilt es zunächst den Betrag zu bestimmen, der monatlich in Wertpapieren angelegt werden kann. Beim langfristigen Investieren kommt es vor allem auf Beständigkeit an. Der Betrag sollte daher so gewählt sein, dass die regelmäßige Sparplanbedienung über einen längeren Zeitraum möglich ist und der Sparplan bei unvorhergesehenen Ausgaben nicht gleich gekürzt oder gar gestrichen werden muss - auch wenn Sparpläne natürlich flexibel handhabbar sind und sich ohne Probleme an die jeweilige finanzielle Situation anpassen lassen.

Anschließend gilt es, den Betrag auf verschiedene Sparpläne zu verteilen. Je nach Risikobereitschaft lässt sich über die Höhe der Sparrate der Anteil an Aktien, Anleihen, Rohstoffen oder anderen Anlageklassen am Depot variieren. Bei kleineren Sparraten gilt es jedoch zu berücksichtigen, dass ggf. Gebühren für den Erwerb der Wertpapier-Anteile anfallen.

Tipp: Sparen lässt sich schon beim Einkauf, denn die ING bietet viele gebührenfreie ETF-Sparpläne und Fonds ohne Ausgabeaufschlag. Bei der Auswahl geeigneter Anlageklasse hilft der Sparplan-Check weiter.

Autor: ING


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Kommentare (4)


Kommentare

ING

11.11.2020

Hallo Herr Weigel, alle ausführlichen Informationen dazu finden Sie hier: www.ing.de/wertpapiere/sparplan/ Viele Grüße, Ihr Social Media Team


Günter Weigel

10.11.2020

Sehr gut beschrieben. Aber leider keine Angaben zu den Kosten.


Kenner

10.11.2020

die Kosten der Sparpläne sind doch ganz transparent. Bei den gebührenfreien ETFs geht es in erster Linie um den Einmalkauf.


Peter

09.11.2020

Ohne die Kosten der ING zu erwähnen hilft mir die Aussage "gebührenfreie ETFs" nicht weiter. Insofern ist der Artikel unbefriedigend!