Indizes im Fokus

Was steckt hinter DAX und MSCI World? | 01.04.2020

Paar beim Onlineshopping

© James Thew - Fotolia

Offiziell wurde das Börsenbarometer DAX am 1. Juli 1988 eingeführt, als Berechnungsbasis diente allerdings der Start am 21. Dezember 1987 mit 1.000 Punkten. Der Leitindex der Deutschen Börse beinhaltet die 30 größten und wichtigsten börsennotierten Unternehmen am deutschen Aktienmarkt. Als einer der wenigen unter den großen internationalen Indizes wird der DAX als Performanceindex berechnet, bei dem die von den Indexmitgliedern ausgeschütteten Dividenden in die Wertentwicklung mit einfließen.

Die Gewichtung wie auch die Aufnahme und das Ausscheiden eines Unternehmens basieren auf transparenten Regeln. Um überhaupt für eine Aufnahme in einen Auswahlindex infrage zu kommen, müssen die Aktiengesellschaften die Transparenzanforderungen des Prime Standards erfüllen, fortlaufend auf Xetra gehandelt werden, über einen Unternehmenssitz in Deutschland verfügen, bzw. einen wesentlichen Teil der Geschäftstätigkeit dort ausüben und mindestens zehn Prozent der Anteile im Streubesitz haben. Über die Auswahl entscheiden dann ausschließlich der Orderbuchumsatz und die Marktkapitalisierung der Aktien im Streubesitz. Von außerordentlichen Anpassungen abgesehen, wird die Zusammensetzung des DAX einmal pro Jahr, jeweils im September, überprüft.

Die Welt im Depot

Bei einem Blick über den Tellerrand stolpern Anleger fast unweigerlich über den MSCI World Index, der als vielleicht wichtigster Referenzindex für die Entwicklung der globalen Aktienmärkte gilt. Gestartet am 31.12.1969 mit einer Basis von 100 Punkten, notierte der Index am Ende des ersten Quartals 2019 bei rund 2.100 Zählern. Wertentwicklungen der Vergangenheit sind aber natürlich kein verlässlicher Indikator für künftige Entwicklungen. Mit aktuell mehr als 1.600 verschiedenen Aktientiteln deckt der MSCI World Index rund 85 Prozent der Marktkapitalisierung in 23 entwickelten Industriestaaten ab und wird einmal pro Minute durch den US-amerikanischen Finanzdienstleister Morgan Stanley berechnet. Sofern die Aktien zum Berechnungszeitpunkt an den geöffneten Börsen ihres Heimatlandes gerade gehandelt werden, fließen die laufend aktualisierten Werte in die Berechnung ein, ansonsten werden die jeweiligen Schlusskurse des Vortages herangezogen.

Auch wenn der Index als globales Börsenbarometer gilt, wird die Zusammensetzung vor allem durch amerikanische Werte dominiert. Aufgrund ihres Anteils an der weltweiten Marktkapitalisierung hatten US-Titel per Ende März 2019 einen Anteil von mehr als 62 Prozent an der Zusammensetzung des Index. Dahinter folgen Japan mit gut acht Prozent, Großbritannien mit knapp sechs Prozent, Frankreich mit etwa vier Prozent und Kanada mit einem Anteil von etwa 3,5 Prozent. Im verbleibenden Anteil von etwas mehr als 16 Prozent sind auch deutsche Aktiengesellschaften enthalten.

Quellen: MSCI.com, Stand 29. März 2019

Autor: ING-DiBa AG

Aktualisiert am: 01.04.2020


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