Weltspartag

Wie sich selbst kleine Summen gewinnbringend anlegen lassen | 15.10.2020

Geld, das von Himmel fällt?

Weltspartag – das klingt vielleicht ein bisschen altmodisch, aber die Deutschen sind immer noch Sparweltmeister.In Zeiten von niedrigen Zinsen kann es sich aber auch lohnen, über Alternativen zum klassischen Sparen nachzudenken. 

Am 30. Oktober ist in diesem Jahr Weltspartag. Der ein oder andere dürfte dann an frühere Zeiten denken – etwa an damals, als man sein Sparschwein noch zur Bank brachte. Münzen und Scheine wurden zusammengezählt und dann ab mit den Ersparnissen aufs Sparbuch. Und wenn Weltspartag war, verteilten die Bankmitarbeiter kleine Geschenke. Eine Tradition, die sich in vielen Geldinstituten bis heute gehalten hat. Fürs Geldzurücklegen gibt es aber auch andere Anlage-Möglichkeiten.

Gute Gründe fürs Sparen

Es gibt ganz unterschiedliche Gründe dafür, warum es sich lohnt. Zum Beispiel für Situationen wie diese:

  • Sie benötigen Kapital für eine größere Anschaffung, etwa für eine eigene Immobilie, und wollen dafür Geld ansparen.
  • Sie wollen auf ungeplante Ausgaben gut vorbereitet sein – etwa wenn Ihr Auto unerwartet in die Werkstatt muss oder die Waschmaschine defekt ist.
  • Sie wollen für die Ausbildung Ihrer Kinder sparen, fürs Alter vorsorgen oder ganz einfach ein kleines Vermögen aufbauen.

Übrigens, hätten Sie es gewusst? Mit kleinen Beträgen über die Jahre ein Vermögen aufbauen – dieser Gedanke kam schon in den 1920er-Jahren auf. Am 31. Oktober 1925 fand erstmals der Weltspartag statt, bald feiert er also seinen 100. Geburtstag. Der Tag soll das Sparen fördern – damals wie heute. Nach wie vor ist der 31. Oktober allgemein das Datum für den Weltspartag. Weil in einigen Bundesländern der Reformationstag am 31. Oktober ein gesetzlicher Feiertag ist, fällt der Weltspartag in Deutschland immer auf den letzten Arbeitstag davor, in diesem Jahr also auf den 30. Oktober.

Mögliche Alternative zum klassischen Sparen: Investieren

Nach wie vor sind die Deutschen Weltmeister im Sparen. Doch auf klassische Sparprodukte gibt es kaum noch Zinsen. Alternativ könnte sich der Einstieg in Wertpapiere lohnen – auch mit regelmäßig kleineren Beträgen. Zum Beispiel mit Wertpapier-Sparplänen.

Bei der ING Deutschland etwa haben Sie vom 19. Oktober an die Möglichkeit, Ihre Sparplanrate selbst festzulegen. Als Kunde entscheiden Sie, wie viel Sie regelmäßig investieren möchten.– entweder monatlich, jeden zweiten Monat oder quartalsweise, wie Sie möchten. Das geht schon ab 1 Euro.

Gerade für Anleger, die keine großen Summen auf einmal investieren wollen, können Wertpapier- Sparpläne eine gute Möglichkeit sein, in kleinen Schritten ein Vermögen aufzubauen. Sie sollten nur so viel investieren, wie Sie auch wirklich nach Abzug aller Kosten und Sicherheitspuffer für unerwartete Ausgaben frei zur Verfügung haben. Denn komplett risikofrei ist keine Geldanlage, daher sollten Sie als Anleger immer nur so viel Risiko eingehen, wie Sie tragen können.

Geldanlage langfristig und breit gestreut: Fonds und ETFs

Eine der Grundregeln der Geldanlage heißt: Um das Risiko zu minimieren, sollten Investitionen breit gestreut werden. Der Grund? Wer sein Geld in viele unterschiedliche Anlageklassen steckt, wird von Kursschwankungen eines Produkts nicht so stark getroffen wie beispielsweise ein reiner Aktieninvestor. Hierfür können sich sowohl Fonds als auch ETFs anbieten.

Bei aktiv gemanagten Fonds müssen die Anleger entscheiden, welcher Risikotyp sie sind. Zum Beispiel konservativ, spekulativ oder risikobewusst. Das Fondsmanagement kümmert sich dann je nach Zusammensetzung des Fonds um die Aufteilung in Anlageklassen wie z.B. Aktien, Anleihen, Immobilien oder Rohstoffe. Zudem kann das Fondmanagement bei Kursschwankungen reagieren und Umschichtungen vornehmen. So können in einem Fonds Aktien mit Anleihen gemischt werden.

ETFs sind dagegen passiv gemangte Indexfonds.
Je nachdem, wie ein ETF die Wertentwicklung des zugrunde liegenden Index nachbildet, unterscheidet man zwischen vollständig replizierenden und synthetischen Produktvarianten.

Bei der vollständigen Nachbildung werden die in einem Index enthaltenen Einzelwerte entsprechend ihrer Gewichtung im Index gekauft. Diese Methode wird oft bei großen Aktienindizes angewandt, deren Einzelwerte an den Börsen rege gehandelt werden.

Bei Indizes, deren Liquidität nicht so hoch ist, kann auf die optimierte Nachbildung zurückgegriffen werden, bei der nur die liquidesten oder repräsentativsten Titel gekauft werden, die den größten Einfluss auf den Index haben. Die synthetische Indexnachbildung erfolgt über ein Tauschgeschäft (Swap). Im Gegensatz zur vollständigen Nachbildung kann ein synthetischer ETF auch in andere Wertpapiere als die im zugrunde liegenden Index enthaltenen Titel investieren.

Diese Variante erleichtert den Zugang zu Märkten mit geringerer Liquidität und ermöglicht zudem besondere Produktvarianten, die z.B. die Wertentwicklung eines Index gehebelt nachvollziehen oder an fallenden Indizes positiv partizipieren (Short-ETFs).

ETFs sind im Vergleich zu aktiv gemanagten Fonds relativ kostengünstig. Während für Fonds beim Kauf oft ein Ausgabeaufschlag von 5% erhoben wird, entfällt dieser in der Regel bei ETFs. Auch bei den jährlichen Verwaltungsgebühren schneiden die ETFs in der Regel besser ab als Fonds.

Autor: ING


Ihre Meinung

Kommentare (6)


Kommentare

Dieter 2

22.10.2020

Andy sein Beitrag ist wieder mal Werbung pur für das Spiel an der Börse zugunsten der sowieso schon zumeist extrem reichen Börsenmaklern.
Millionen Bundesbürger, die an der Börse schon viel oder gar alles verlören haben werden mir sofort zustimmen.
Wer an der Börse reich werden will, sollte mindestens 10 Millionen einsetzen können und auch mal 200 000 Euro ohne Probleme als Totalverlust abbuchen können.
Und Heranwachsende sollten beizeiten lernen was Arbeiten bedeutet und wie schwer sich mehr als 80% der Bundesbürger Ihr Geld verdienen müssen.
Übrigens hat auch unsere heranwachsende Tochter die Show von Glitzerstädten erlebt - aber auch bitterste Armut z.B. auf den Philippinen, wo ein Menschenleben nichts bedeutet ... .


Andy selbständig sparen

21.10.2020

Sag mal trägst du nicht ein bisschen dick auf? Was hat das mit sinnvoll sparen zu tun? Was kostet die Welt? Warum muss deine Tochter ein Nebenjob haben. Es gibt eine Zauberformel und die heißt lass dein Geld für dich arbeiten. Seit der Geburt haben wir für das Kindergeld sowie ein größerer Betrag der Ausbildungsvergütung stück für stück Aktien gekauft. Wie lernen Kinder mit einer Kreditkarte umzugehen, kein Stück. Wenn ich kein Geld in der Tasche habe kann ich auch nichts kaufen. Oder?
Nebenbei haben die Kinder 2 mal im Jahr allein oder mit uns Urlaub in der USA gemacht. Kurzfristig haben wir uns entschieden Weihnachten und Silvester in Las Vegas zu feiern. Oder sind nach Dubai geflogen.
Das kann man sich leisten wenn man mit Geld umgehen kann und das es für dicht arbeitet. Und das Auto in der Garage besitzt ein Stern auf der Motorhaube und kann auch selbständig Lenken.
Meine Kinder brauchen sich keine Sorgen über die Altersvorsorge mehr machen.
Übrigens wenn man vor 23 Jahren 600 € in Amazon investiert hätte wär Mann heute Millionär.
Das ist alles sowas von unwichtig.
Einige Tipps zum Ansparen, macht euch frühzeitig Gedanken. Kauft einen guten ETF -Sparplan ( der sollte nur auf Aktien setzen) und einige gute Aktien. Alles andere macht nicht viel Sinn.
Sowas bekommt man auch bei ING.
Das ist keine Werbung für die ING!
Wenn das konsequent lange Zeit umsetzt wird, kann man viel erreichen.

Zum Schluss.
Warum arbeitet Ihr fürs Geld, dass Geld muss für euch arbeiten.
Viel Erfolg


wer lehrt heute noch seinen Kindern das selbständige Sparen?

21.10.2020

Meine Tochter durfte sich mit 10 Jahren selbst eine Hausbank aussuchen. Es wurde nicht unsere Hausbank. Zumal nicht jede Bank für eine 10 jährige ein eigenes Konto eröffnet. Und dann hat Tochter dort immer fleißig auch kleine Beträge hingebracht und damit abgezinste Sparbriefe gekauft. Mit 18 hatte Sie dann als Schülerin eines Gymnasiums, nicht zuletzt durch Verzicht auf den Konsumrausch ihrer Mitschüler - inklusive deren Drogenkonsum und Neukauf-Wegwerfmentalität, satte 90 000 DM angespart. Dazu gehörten auch Einkommen aus Nebenjobs ab dem 14. Lebensjahr. Allerdings hatten wir ihre aktuellste modische Kleidung in Hongkong gekauft, die aktuellste Elektronik z.B. in Singapur und z.B. die modischen Schuhe in Oslo statt in Düsseldorf - womit wir 30 bis 90 % der deutschen Preise einsparten. Und obwohl sie mit 14 eine eigene VISA-Card bekam und sie öfters weltweit allein im Ausland war, wurde auch diese Karte sparsam eingesetzt.
Und so hat Sie sich dann am 18. Geburtstag mal ein Smart Cabrio und einen Porsche Boxter angeschaut - aber dann ganz vernünftig einen nagelneuen asiatischen Micro-Van gekauft. Das Personal im Mercedes-Autohaus hat sowieso damals nach einem Blick auf Tochters Kontoauszug sein Verhalten blitzartig geändert.
Und bitte wie sieht es heute bei Euch und Euren Kindern aus? Und bitte wie soll man Sparen mit elektronischer Währung den Kindern beibringen?


Sparen = Verzicht?

20.10.2020

Der Beitrag von Thomas S. Kohl ist inhaltlich ganz im Sinne der Werbung und der Werbeindustrie. Denn nur diese massiven Lügner machen aus Sparen Verzicht. Aber das ist ganz im Interesse der verführenden und lügenden Werbung. Nur dummerweise lassen sich noch immer mindestens 15 % der Bevölkerung weder von der Werbung noch vom Mainstream, noch vom Gruppenzwang, noch vom "must have" oder vom "let's have fun" vereinnahmen und damit fremd steuern. Denn nur wer sich selbst steuern kann, der braucht weder den Dispo, noch irgend eine Art von Finanzierung - weil er immer genügend Mäuse für Wünsche "auf der hohen Kante zusammen gespart hat".
Geschrieben von Einem der durch 30 Jahre planmäßiges Sparen demnächst die Schallmauer zum M knackt. Übrigens: mein aktuelles fabrikneues Auto hätte vor Ort 33 T Euro gekostet, 180 km entfernt habe ich nicht mal 22 T Euro dafür bezahlt. Und bei tollen Fernreisen zahle ich für die identische Reise gewöhnlich nur 25% des Preises von TUI-Urlaubern.


Ulrike Gortner

19.10.2020

In Ihrer Ausführung steht nichts aktuell sinnvolles. Außer das Bekenntnis, dass von Ihnen die Menschen, die Ihr Geld einer soliden Bank gerne anvertrauen wollen, also nicht direkt Geldgeschäfte unterstützen wollen, die unter anderem dazu verwendet werden Rüstungs-, chemische Industrie, schulmedizinische Pharmaindustrie, ..., zu stabilisieren, von Ihnen verprellt werden: höhere Zinsen gibt es keine, dafür die Investitionsmöglichkeit in die "Industrie".
Ich freue mich über eine Überdenkung Ihres Konzepts: "back to the roots". Ein Sparprodukt anzubieten, aus dem ersichtlich wird, die oben genannten Industrien nicht ausschließlich mehr zu fördern und dadurch die Möglichkeit zu öffnen, das viele Geld, das bei vielen unter dem Kopfkissen wartet auf eine solide Anlagemöglichkeit zu generieren. Dann wäre der Weltspartag ein "echter Kracher".
Vielen Dank.
Viel Erfolg bei Ihrem Tun.


Thomas S. Kohl

19.10.2020

'Bei welchen Ausgaben könnten Sie Kosten einsparen', das ist ja der dümmste Spruch, den ich gelesen habe, und das im Zusammenhang mit Sparen, Weltspartag, und auch noch von einer Bank. Kosten kann man nicht sparen, ganz einfach, weil es dem Begriff des Sparens widerspricht, es wäre hier sinnvoll, den Begriff 'Sparen' richtig zu erklären, denn man kann nur sparen, wenn man auf etwas verzichtet, so ganz kurz gesagt. Kosten kann man senken, erhöhen, im Griff haben, aus der Sicht der Volkswirtschaftslehre aber nicht sparen. Diese Redewendung kommt aus der Politik und veräppelt gelinde gesagt das Volk.