Das Altersvorsorgedepot einfach erklärt

Alles zur staatlich geförderten Vorsorge

Mann steht in der Küche und freut sich über die stattliche Förderung beim Altersvorsorge-Depot

Altersvorsorge muss nicht kompliziert sein. Mit dem Altersvorsorgedepot soll es künftig leichter werden, langfristig für später vorzusorgen. Sie investieren für Ihren Ruhestand, profitieren von staatlicher Förderung und nutzen gleichzeitig die Chancen der Kapitalmärkte. Hier erfahren Sie einfach erklärt, was ein Altersvorsorgedepot ist, wie es funktioniert und wie es Ihnen helfen kann, Ihre Rentenlücke zu schließen.

Was ist ein Altersvorsorgedepot?

Das Altersvorsorgedepot ist eine neue Möglichkeit, mit staatlicher Unterstützung für später vorzusorgen. Es verbindet die Chancen des Kapitalmarkts mit Förderungen vom Staat und soll Menschen dabei helfen, langfristig Vermögen für den Ruhestand aufzubauen.

Anders als bei der klassischen Riester-Rente gibt es beim Altersvorsorgedepot keine Garantie auf die eingezahlten Beiträge. Dadurch kann das Geld stärker auf Rendite ausgerichtet angelegt werden – zum Beispiel in ETFs, Fonds oder bestimmte Anleihen. Das eröffnet langfristig mehr Chancen auf Vermögenswachstum, bringt aber auch Wertschwankungen mit sich.

Wichtig zu wissen: Trotz seines Namens ist das Altersvorsorgedepot kein gewöhnliches Depot, auf das jederzeit frei zugegriffen werden kann. Es handelt sich um einen staatlich zertifizierten Altersvorsorgevertrag. Das Geld ist für Ihre Altersvorsorge vorgesehen und wird durch staatliche Zulagen und mögliche Steuervorteile gefördert.

Kurz gesagt: Das Altersvorsorgedepot soll es einfacher machen, die Chancen der Kapitalmärkte für die eigene Altersvorsorge zu nutzen – unterstützt durch den Staat.

Ob die neue Form der Vorsorge erfolgreich ist, hängt jedoch nicht allein von ihrer Ausgestaltung ab, sondern vor allem davon, ob sie die Menschen erreicht und zum Handeln bewegt. Unser Vorstandsvorsitzender Lars Stoy ordnet es so ein: „Der Erfolg der Reform entscheidet sich nicht im Gesetzestext, sondern daran, ob Millionen Menschen am Ende tatsächlich vorsorgen. Wir sehen es als unsere Aufgabe, sie zu diesem Schritt zu befähigen.“

Wie funktioniert ein Altersvorsorgedepot genau?

In das Altersvorsorgedepot können regelmäßig oder flexibel Beiträge eingezahlt werden. Dazu kommt die staatliche Förderung. Die eigenen Beiträge und die Zulagen fließen in die Anlageprodukte bzw. die Anlagestrategie, die für den Vertrag ausgewählt wurden. Welche Produkte zulässig sind, wird noch gesetzlich festgelegt. Wenn Sie sich nicht selbst mit Anlageentscheidungen beschäftigen möchten, können Sie ein sogenanntes Standarddepot nutzen. Dabei stehen zwei Investmentmöglichkeiten zur Auswahl: eine risikoärmere und eine chancenorientiertere Variante.

Im Ruhestand können Sie sich - je nach Anbieter und Vertrag - Ihr angespartes Vermögen als eine lebenslange Rente auszahlen lassen oder sich für einen Auszahlungsplan entscheiden. Dieser endet frühestens mit Ihrem 85. Geburtstag. Zu Rentenbeginn können Sie außerdem zudem bis zu 30 Prozent Ihres Kapitals förderunschädlich entnehmen. Das bedeutet, Sie dürfen zu Beginn der Auszahlungsphase (Rentenbeginn) einmalig bis zu 30 Prozent des angesparten Kapitals entnehmen, ohne dass die Förderung verfällt.

Welche Auswirkungen hat das Altersvorsorgedepot auf meine staatliche Rente?

Auf Ihre gesetzliche Rente hat das Altersvorsorgedepot keinen direkten Einfluss. Die Höhe Ihrer gesetzlichen Altersrente wird dadurch weder erhöht noch verringert.

Das Altersvorsorgedepot ist vielmehr eine zusätzliche private Altersvorsorge. Es soll dabei helfen, die mögliche Rentenlücke zu schließen und finanziell entspannter in den Ruhestand zu starten.

Steuerpflichtige Auszahlungen aus dem Altersvorsorgedepot können später allerdings Ihr zu versteuerndes Einkommen im Alter erhöhen. Dadurch kann sich die persönliche Steuerbelastung erhöhen. Die Höhe hängt von Ihren gesamten steuerpflichtigen Alterseinkünften ab, z.B. der gesetzlichen Rente, einer Betriebsrente oder Mieteinnahmen.

Was kostet das Altersvorsorgedepot?

Wie hoch die Kosten ausfallen, hängt vom jeweiligen Anbieter, dem Vertrag und den gewählten Anlageprodukten ab. Mögliche Kosten können sein:

  • Verwaltungsgebühren
  • Fondskosten
  • Abschluss- und Vertriebskosten
  • Gebühren in der Auszahlungsphase

Alle Kosten müssen transparent im Produktinformationsblatt ausgewiesen werden. Für das geplante Standarddepot gilt zudem eine Obergrenze: Die Effektivkosten dürfen maximal 1,0% pro Jahr betragen. Sie zeigen, wie stark die Kosten die durchschnittliche jährliche Rendite verringern.

Ein Beispiel: Erzielt Ihre Anlage langfristig durchschnittlich 5% Rendite pro Jahr und liegen die Effektivkosten bei 1%, verbleiben rechnerisch etwa 4% Rendite.

Was passiert mit meinem Geld?

Ihre eigenen Einzahlungen sowie die staatlichen Zulagen und die erwirtschafteten Erträge werden innerhalb des Altersvorsorgedepots angelegt. Wie sich das Vermögen entwickelt, hängt somit von den ausgewählten Anlageprodukten (z.B. Fonds, ETFs oder Anleihen) sowie von der Entwicklung der Kapitalmärkte ab. Kursgewinne, Ausschüttungen und Zinsen können das Vermögen erhöhen. Gleichzeitig sind aber auch Verluste möglich.

Was ist das Ziel des Altersvorsorgedepots?

Für viele Menschen reicht die gesetzliche Rente allein später nicht aus, um den gewohnten Lebensstandard zu halten. Genau hier setzt das Altersvorsorgedepot an. Damit zusätzliches Sparen langfristig einen spürbaren Beitrag leisten kann, kommt es neben der staatlichen Förderung auch auf die Ertragschancen der Anlage an. „Langfristige Altersvorsorge braucht die Renditechancen des Kapitalmarkts. Deshalb ist es wichtig, dass Menschen so früh wie möglich damit beginnen“, so Lars Stoy.

Das Altersvorsorgedepot soll mehrere Bausteine miteinander verbinden. Es soll dabei helfen,

  • zusätzliches Vermögen für den Ruhestand aufzubauen,
  • die Rentenlücke zu verkleinern,
  • staatliche Förderungen zu nutzen und
  • langfristig von den Chancen der Kapitalmärkte zu profitieren.

Kurz gesagt: Das Altersvorsorgedepot macht die Chancen des Kapitalmarkts stärker für die private Altersvorsorge nutzbar – mit Unterstützung durch staatliche Zulagen und mögliche Steuervorteile.

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