Autokauf: Was es zu beachten gilt

7 Tipps rund um Kauf, Unterhalt und Versicherung

Knapp 18.000 Euro – so viel haben Erstkäufer und Erstkäuferinnen in Deutschland laut dem aktuellen DAT-Report der Deutschen Automobil Treuhand im Jahr 2020 durchschnittlich beim Autokauf für einen Neuwagen hingeblättert. Diejenigen, die schon mehrfach Autos erwarben, gaben mehr als das Doppelte pro Autokauf aus. Eine stolze Summe! Gerade, wenn Sie bedenken, dass es in der Regel nicht beim Kaufpreis bleibt. Was Sie beim Autokauf beachten sollten und wo Sie Kosten sparen können – das sind die wichtigsten Tipps.

1. Anschaffungskosten vs. Unterhaltskosten im Blick haben

Kaufen Sie ein Auto, fallen einmalig Anschaffungskosten an. Dazu zählen der Kauf an sich sowie die erste Zulassung. Darüber hinaus kann auch die Überführung des Autos etwas kosten. Steht der Wagen dann bei Ihnen vor der Tür oder in der Tiefgarage, kommen laufende Unterhaltskosten für das Auto auf Sie zu.

2. Checkliste: Geld sparen beim Autokauf

  • Einen Wagen gebraucht zu kaufen, ist natürlich immer um Längen günstiger als der Neuwagenkauf. Prüfen Sie gebrauchte Fahrzeuge – bitte von einem seriösen Verkäufer – aber immer genau auf Mängel, um böse Überraschungen nach dem Autokauf zu vermeiden.
  • Doch selbst bei neuen Autos können Sie Ausgaben einsparen: Bei der Ausstattung ist weniger manchmal mehr. Mit technischen Spielereien, Sonderfarben und Extraeinbauten treiben Verkäufer die Preise gerne in die Höhe. Fragen Sie sich: Was davon brauche ich wirklich?
  • Bringt ein Hersteller ein neues Modell auf den Markt, sind die Vorgänger oft günstiger zu haben. Manchmal gibt es hier sogar Sondermodelle mit üppiger Ausstattung für vergleichbar wenig Geld.
  • Einen Neuwagen online zu kaufen, kann in vielen Fällen günstiger sein. Ansgar Klein vom Bundesverband freier Kfz-Händler (BVfK) rät, hier nicht auf Lockvogelangebote hereinzufallen. Oft würden die Anführer im Preisranking versuchen, am Ende einen höheren Preis durchzusetzen. Hohe Rabatte sollten Käufer also immer genau überprüfen.
  • Beim Kauf eines E-Autos sparen Sie dank staatlicher Förderung. Bis zu 6.000 Euro pro Fahrzeug bekommen Sie durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle erstattet- Weitere Informationen dazu finden Sie hier. Eine Kombination mit weiteren Förderprogrammen des Bundes ist möglich. Darauf sollten Sie achten: „Förderungen werden zum Teil durch Preissteigerungen kompensiert“, sagt Klein. Hier lohnt es sich definitiv, bei den Verkäufern genauer hinzuschauen.
  • Den richtigen Zeitpunkt abzupassen und die Angebote zu vergleichen, ist der Schlüssel zum günstigen Auto-Deal. „Den Markt und die Preisentwicklung beobachten“, empfiehlt Ansgar Klein. Durch die Materialknappheit im Zuge der Corona-Pandemie werden derzeit weniger Autos produziert, welche im Verhältnis teurer sind. Deshalb sei es aktuell sinnvoll, mit dem Autokauf zu warten, bis sich die Lage stabilisiert habe.

3. Welches Auto eignet sich für mich?

Das beliebteste Auto der Deutschen ist laut dem Kraftfahrt-Bundesamt der VW Golf. Dieser wurde im Jahr 2020 136.324-mal neu zugelassen, gefolgt vom VW Passat (60.904 Neuzulassungen) und dem VW Tiguan (60.380 Neuzulassungen). Die wichtigsten Punkte beim Autokauf sind aber Ihre Bedürfnisse und Vorlieben sowie die Gegebenheiten vor Ort. Als Single oder Pärchen in der Großstadt reicht Ihnen vielleicht ein kleiner Flitzer, um allein von A nach B zu gelangen. Wohnen Sie ländlich und haben Sie mehrere Kinder oder Tiere, braucht es eher etwas Größeres mit mehr Platz und Power.

Sind Sie Fahranfänger*in, bietet sich als erstes Auto ein Gebrauchtwagen an, der Ihnen das eine oder andere Einparkmalheur verzeiht. Auch unter dem Aspekt des Umweltschutzes kann es sinnvoll sein, einen Gebrauchten zu kaufen. „Es gab auch schon vor 20 und 30 Jahren relativ saubere Autos, die im Grunde genommen immer noch modern und nahezu uneingeschränkt einsetzbar sind. Sie sind manchmal noch in gutem Zustand und dennoch günstig zu bekommen“, sagt Ansgar Klein vom BVfK.

4. Ein Auto finanzieren

Sie träumen von DEM einen Wagen, können ihn sich aber aktuell nicht leisten? Dann kann für Sie eine Autofinanzierungin Form eines Autokreditsin Frage kommen. Eventuell kann es sich für Sie auch lohnen, einen Wagen zu leasen. Sind Sie selbstständig tätig oder kaufen Sie das Auto für ein Unternehmen, können Sie die Raten steuerlich geltend machen.

5. Was kostet ein Auto im Jahr?

Um die Kosten eines Autos pro Jahr oder im Monat zu berechnen, sollten Sie folgende Punkte beachten:

  • Fixkosten wie die Kfz-Steuer und die Haftpflichtversicherung sowie eine Vollkasko- oder Teilkasko-Versicherung, Parkgebühren, Haupt- und Abgasuntersuchung
  • Variierende Betriebskosten wie Kraftstoff, Autowäschen, Öl und Additive
  • Werkstattkosten für Ölwechsel, Reifenwechsel sowie Inspektionen und Verschleißreparaturen
  • Wertverlust – allein im ersten Jahr verliert Ihr Neuwagen zwischen 20 und 30% an Wert.

6. Welches Auto ist am günstigsten im Unterhalt?

Wie teuer und günstig Autos sind, lässt sich pauschal nicht beantworten. Die Autokosten pro Jahr sind dabei vom Typ abhängig. Die Kfz-Steuer ist günstiger, je weniger CO2 Ihr Wagen ausstößt und je kleiner der Hubraum und damit der Verbrauch sind. Einen Überblick über die Unterhaltskosten pro Fahrzeugtyp liefert Ihnen der ADAC-Bericht zu Autokosten Herbst/ Winter 2021/2022. Besonders günstig im Unterhalt sind demnach Kleinwagen von Toyota, Skoda, Seat, Opel, Renault und Citroen sowie der Smart. Vergleichbar teuer im Unterhalt sind Autos der Marken Land Rover, Mercedes, Porsche und Maserati.

Eine der wichtigsten Fragen für die laufenden Kosten ist jedoch: Wie viel nutzen Sie Ihren Wagen? Denn je mehr Sie fahren, desto höher sind die Betriebskosten.

7. Welche Kfz-Versicherung benötige ich?

Jedes in Deutschland zugelassene Auto, egal ob Neuwagen oder gebrauchtes Auto, muss über eine KfZ-Haftpflichtversicherung verfügen, die für Sach-, Vermögens- und Personenschäden aller an einem Unfall Beteiligten Personen aufkommt. Die Kosten einer Kfz-Versicherung errechnen sich anhand folgender Faktoren:

  • Typklasse= Hier lohnt sich ein Blick in Unfallstatistiken.
  • Regionalklasse= In einer Großstadt zahlen Sie meist mehr als auf dem Land.
  • Schadenfreiheitsklasse = Wer länger schadenfrei fährt, spart hier Geld.
  • Fahrpraxis = Sind Sie Fahranfänger*in? Dann zahlen Sie meist mehr.
  • Rabattschutz = bestimmte Versicherungsklauseln, abhängig von der Versicherung
  • Weiche Berechnungsfaktoren = Hier kommt beispielsweise zum Tragen, wie sicher Ihr Wagen parkt und wie viele Menschen diesen fahren.

Zusätzlich können Sie eine Vollkasko- oder Teilkaskoversicherung abschließen, die für Diebstahl oder Wildschäden oder auch für von Ihnen verursachte Blechschäden an Ihrem eigenen Auto aufkommt.

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