Gehaltserhöhung: Fünf Tipps, was Sie mit dem Plus machen könnten
Was alles mit einer Gehaltserhöhung möglich ist
Was auf der Wunschliste der meisten Beschäftigten ganz oben steht? Klare Sache: familienfreundliche Arbeitszeiten, ein gutes Betriebsklima. Aber auch: mehr Geld. Wer freut sich nicht über eine Gehaltserhöhung? Die wirkt sich nicht zuletzt positiv auf die Arbeitszufriedenheit aus – das bestätigt einmal mehr eine im Juli 2025 veröffentlichte Studie von YER Deutschland. Darin gaben 51% der Befragten an, dass eine Gehaltserhöhung einen positiven Einfluss auf ihre Arbeitszufriedenheit habe.
Ist die Gehaltserhöhung dann tatsächlich da und fließt somit regelmäßig mehr Geld aufs Konto, lässt sich das Plus sinnvoll nutzen. Fünf Ideen, was Sie mit dem zusätzlichen Geld machen können.
TIPP 1: Schuldentilgung beschleunigen
Bevor Sie bei einer Gehaltserhöhung an Sparziele oder zusätzliche Ausgaben denken: Die Schuldentilgung hat immer Vorrang. So bietet es sich bei einem höheren Verdienst an, die monatlichen Raten etwa für den Immobilienkredit zu erhöhen. Je schneller das Darlehen zurückgezahlt ist, desto besser. So kann man unnötige Zinsen sparen und sich auch langfristig von finanziellem Ballast befreien.
TIPP 2: Sparrate erhöhen
Erhöhen Sie die monatliche Rate Ihres Sparplans. Mit dem Sparplan bauen Sie langfristig Vermögen auf. Schon ab 1 Euro monatlich können Sie bei der ING Anteile an Fonds und ETFs (Exchange Traded Funds, also börsengehandelte Indexfonds) kaufen. Legen Sie fest, wie hoch Ihre monatliche Sparrate sein soll. Ihre Bank kauft für die Rate jeweils Anteile, die sie dann in das Depot der Anleger bucht. Sparpläne punkten übrigens damit, dass sie keine festen Laufzeiten haben und flexibel sind.
In finanziell mauen Zeiten ist es natürlich auch möglich, die monatliche Rate zu senken oder auszusetzen. Was ebenfalls für einen Sparplan spricht: Durch die feste Sparrate erwerben Anlegerinnen und Anleger bei sinkenden Kursen mehr Fondsanteile als dies bei steigenden Kursen der Fall wäre. Sie verhalten sich also automatisch antizyklisch.
Bevor Sie Wertpapiere kaufen oder ihre Sparrate erhöhen, informieren Sie sich auch über die Risiken. Investitionen in Wertpapiere sind mit Risiken verbunden und können neben den Erträgen auch zum Verlust des eingesetzten Kapitals führen.
TIPP 3: In Bildung investieren
Ihre Gehaltserhöhung führt dazu, dass das Guthaben auf Ihrem Girokonto wächst und wächst? Behalten Sie das im Auge. Es ist keinesfalls eine gute Idee, ungenutztes Geld auf dem Girokonto zu belassen – denn dafür bekommen Sie kaum Zinsen. Stattdessen kann es eine gute Wahl sein, in Bildung zu investieren. Sparen Sie das Geld zum Beispiel, um Ihrem Kind eine Sprachreise zu finanzieren. Oder ermöglichen Sie Ihrer Tochter oder Ihrem Sohn ein Auslandssemester. Kaum eine Investition bringt eine bessere Rendite als die in Bildung – natürlich auch in Ihre eigene. Wie wäre es mit einem Sprachkurs oder anderen Weiterbildungsangeboten für Sie?
TIPP 4: Konsumieren
Es kann sinnvoll sein, wenn Sie mit Ihrer Gehaltserhöhung einfach mal Ihren Lieben oder sich selbst etwas gönnen – und das zusätzliche Geld bewusst in den Konsum stecken. Sie benötigen etwas Neues zum Anziehen, ein schickes Tablet oder etwas ganz Anderes? Nur zu! Womöglich erzielen Sie jetzt einen besseren Preis als in ein paar Monaten. Der Grund: Um Kundschaft anzulocken, gibt es im Handel immer wieder tolle Sonderangebote. Behalten Sie das im Auge und vergleichen Sie die Preise von mehreren Anbietern.
TIPP 5: Geld spenden
Es muss ja nicht Monat für Monat sein – aber ab und an haben Sie vielleicht den ein oder anderen Euro für eine Spende übrig. Denken Sie daran: Mit dem Geld unterstützen Sie jene, denen es materiell nicht so gut geht.
Und der Bedarf ist da: Aktuell sind Geldspenden rückläufig. Nach einer Erhebung des Deutschen Spendenrats ist das Spendenvolumen in den ersten drei Quartalen 2025 auf 2,8 Milliarden Euro gesunken – nachdem es in den Vorjahren Geldspenden in Rekordhöhe gab. 2022 waren es im gleichen Zeitraum noch rund drei Milliarden Euro mehr gewesen. Martin Wulff, Geschäftsführer des Deutschen Spendenrats, nannte diesen Rückgang „besorgniserregend“.