Studium finanzieren: Eine Checkliste
Diese Möglichkeiten gibt es
Das Abi ist geschafft. Und wie geht's jetzt weiter? Viele Studieninteressierte entscheiden sich für ein Studium. Eine spannende Zeit steht ihnen bevor, die leider auch mit Kosten verbunden ist. Wir geben einen Überblick, wie angehende Studierende das Studium finanziell stemmen können und welche Bewerbungsfristen sie beachten müssen.
Wie finanziere ich mein Studium und spare dabei möglichst viel Geld?
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Bewerbungen und Fristen: Das gibt es zu beachten
Manche Fächer sind zulassungsfrei und man kann sich einfach einschreiben. Viele Studiengänge jedoch haben Zulassungsbeschränkungen. Das kann etwa ein Sprachtest sein oder man muss ein Praktikum vor dem Studium vorweisen. Es gibt auch Fächer mit Numerus Clausus (NC), für die ein bestimmter Notendurchschnitt nötig ist. Für zulassungsbeschränkte Fächer müssen sich Studierende in spe bewerben. Doch bis wann haben sie dafür Zeit? Eine Übersicht über alle Fristen und Termine schafft Orientierung.
Was kostet ein Studium?
Ist das passende Fach gefunden, stehen angehende Studierende nun vor der Frage: Was kostet mich das Studium eigentlich? Die gute Nachricht ist: In Deutschland gibt es an staatlichen Hochschulen in der Regel keine Studiengebühren. Aber: Kostenlos ist das Studium deshalb nicht. Studierende, die nicht bei den Eltern bzw. bei einem Elternteil wohnen, müssen laut "Düsseldorfer Tabelle 2025" mit einem Unterhaltsbedarf von monatlich 990 Eurorechnen.
Die Kosten setzen sich beim Studium aus folgenden Punkten zusammen:
- Semesterbeitrag
- Miete
- Lebensmittel
- Fahrtkosten
- Kleidung
- Telefon, Internet, Rundfunk- und Fernsehgebühren
- Krankenversicherung
- Lernmittel
- Freizeit
Matthias Anbuhl, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks, erklärt, dass die Miete den größten Teil ausmacht, dann Ausgaben für Ernährung, Mobilität und Krankenversicherung folgen.
Steuertipp: Diese Kosten können Studierende absetzen.
Studienfinanzierung: Diese Möglichkeiten gibt es
Studierende müssen aber nicht ins Schwitzen geraten. Denn es gibt einige Wege, mit denen sie das Studium finanzieren können. Wir stellen die wichtigsten vor.
1. Unterstützung der Eltern
Gewusst? Eltern sind ihren Kindern gegenüber gesetzlich verpflichtet, die Ausbildung bis zu einem ersten berufsqualifizierenden Abschluss zu finanzieren. Nicht alle Eltern können sich das leisten. Doch sie bekommen Kindergeld, das sie an ihre studierenden Kinder weiterleiten können. Aktuell sind das 259 Euro pro Monat.
2. Staatliche Förderung: BAföG
Können die Eltern die Kosten für das Studium nicht übernehmen, haben Studierende die Möglichkeit, eine Studienfinanzierung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz, kurz: BAföG, zu erhalten: Bis zu 992 Euro im Monat gibt es vom Staat. Der Vorteil: Das Darlehen ist zinsfrei. Außerdem müssen Absolvent*innen nur die Hälfte und maximal 10.010 Euro zurückzahlen. Die andere Hälfte wird ihnen geschenkt. Es lohnt sich also zu prüfen, ob man einen Anspruch auf Bafög hat. Ob man gefördert wird, zeigt dieser BAföG-Check.
3. Studienkredit
Wenn das Geld knapp wird, können Studierende auf einen Studienkredit zurückgreifen. Expert*innen empfehlen jedoch, ihn nur als letzte Option zu nutzen, da Zinsen anfallen können.
4. Stipendium
Eine oft vernachlässigte Finanzierungsquelle: Stipendien. Dabei sind diese nicht nur für Bestnoten gedacht. Es gibt viele Förderprogramme, die nicht nur nach Leistung, sondern nach Engagement oder anderen Kriterien auswählen. Über die Stipendiendatenbank MyStipendium etwa können Studierende eine passende Förderung finden. Mehr Infos gibt es außerdem bei Stipendiumplus.de sowie Deutschlandstipendium.de
Lesetipp: Eine Übersicht, wer Stipendien vergibt und was Studierende bei der Bewerbung beachten müssen, gibt Arbeiterkind.de – eine Seite, die Familien ohne Hochschulerfahrung unterstützen möchte.
5. Nebenjob
Fast zwei Drittel der Studierenden arbeiten neben dem Studium. Das haben die Studentenwerke ausgerechnet. Ob Kellnern oder studentische Hilfskraft: Ein Nebenjob ist eine tolle Möglichkeit, neben dem Studium Geld zu verdienen und gleichzeitig Berufserfahrung zu sammeln. Aber Achtung: Wer BAföG erhält, sollte allerdings die jeweils geltenden Einkommensgrenzen beachten. Jobangebote finden sich häufig über Hochschulen, die Arbeitsagentur oder Stellenportale.