Die 5 besten Sprit-Spar-Tipps

Wie Sie die Tankkosten niedrig halten

Erinnern Sie sich noch an 1,49 für einen Liter Super? Das ist gar nicht so lange her! Noch vor einem Jahr lag der Preis pro Liter Superbenzin um die 1,50-Euro-Marke, weiß das Statistische Bundesamt. Mittlerweile haben Ölpreis, Inflation und nicht zuletzt der russische Angriff auf die Ukraine dafür gesorgt, dass Autofahrer*innen an der Zapfsäule bis zu einen Euro pro Liter drauflegen müssen. In der Politik ist schon die Rede von einer Spritpreisbremse – ob und wie diese wirklich kommt, bleibt ungewiss. Gut, wer sich selbst zu helfen weiß. Mit diesen Tipps können Sie das meiste aus dem Tank herausholen.

1. Volle Reifen = voller Tank

Prüfen Sie regelmäßig den Reifendruck: Je weniger Luft, desto höher der Benzinverbrauch. Den für Ihr Fahrzeug idealen Wert finden Sie in der Bedienungsanleitung Ihres Autos, aber auch an verschiedenen anderen Stellen – zum Beispiel

  • an der Seite der geöffneten Fahrertür,
  • im Handschuhfach,
  • an der Innenseite des Tankverschlusses,
  • oder im Internet in den Reifendrucktabellen der Hersteller.

Expertentipp: Der ADAC empfiehlt auf der Website des Automobilclubs, den angegebenen Mindestdruck um 0,2 bar zu erhöhen, um den Kraftstoffverbrauch weiter zu reduzieren.

2. Erst denken, dann fahren

Wer weniger fährt, verbraucht weniger Sprit – logisch. Gerade viele kurze Stadtfahrten sind verhältnismäßig teuer. Überlegen Sie, ob Sie das Auto wirklich brauchen, oder ob Sie Ihr Ziel auch anders erreichen können – mit dem Fahrrad, öffentlichen Verkehrsmitteln oder auch mit einer Fahrgemeinschaft. Ebenfalls ratsam: Fahrten zusammenlegen. Mit dem Hund in den Wald, dann einkaufen und schließlich die Kinder von der Schule abholen, kann vielleicht in einer einzigen Fahrt erledigt werden. Kontinuierliches Fahren oder Starten, wenn das Auto bereits warm ist, senkt den Verbrauch gegenüber einem Kaltstart.

3. Unnötigen Ballast loswerden

Hätten Sie es gewusst? Je leichter das Auto, desto niedriger der Benzinverbrauch. Vermeiden Sie es daher, unnötigen Krimskrams wie Getränkekisten oder Sportausrüstung spazieren fahren. Eine Dachbox sollte jenseits der Urlaubszeiten ebenfalls abmontiert werden: Sie kann, so der TÜV Süd, für ein bis zwei Liter zusätzlichen Benzinverbrauch auf 100 Kilometer sorgen. Darüber hinaus können Sie Sprit sparen, indem sie elektrische Extras wie etwa die Sitzheizung nur so lange einschalten, wie Sie sie wirklich brauchen.

4. Clever Fahren und sparen

Auch unterwegs können Sie einiges tun, um den Benzinverbrauch niedrig zu halten. Das beginnt schon beim Start: Das Auto im Stand warmlaufen zu lassen, ist nicht nur verboten, sondern auch verbrauchsintensiv. Letzteres gilt übrigens auch im Stau: Pro Stunde Stehzeit pumpt der Wagen bis zu einem Liter Benzin in die Luft. Also: Motor ausschalten – ab einer Standzeit von 20 Sekunden lohnt es sich, so der ADAC.

Während der Fahrt sollten Sie auf Folgendes achten:

  • Klug schalten: Starten, rasch beschleunigen, schnell hochschalten und dann mit einer Drehzahl von um die 2000 U/min fahren – so lautet das Rezept zum Benzinsparen. Zurückschalten sollten Sie erst dann, wenn der Motor zu ruckeln beginnt.
  • Beständig fahren: Halten Sie wenn möglich das Tempo, vermeiden Sie häufiges Bremsen und Beschleunigen. Eine konstante Fahrweise auf der Autobahn mit rund rund 110 km/h könne durchaus bis zu drei Liter Ersparnis auf 100 Kilometern erwirken, sagte Gerrit Reichel vom Automobil Club Verkehr (ACV) jüngst im WDR. Wer hat, sollte bei freier Fahrt den Tempomat nutzen, um die Geschwindigkeit zu halten.
  • Motorbremse nutzen: Kurz vor der Einfahrt in eine Ortschaft oder bei der Anfahrt an eine rote Ampel können Sie statt der Bremse auch die benzinsparende Motorbremswirkung nutzen. Das bedeutet: Vorausschauend fahren, runter vom Gas und einfach rollen lassen.

5. Tanken, wenn es am günstigsten ist

Dass die Preise an den Tankstellen im Tages- und Wochenverlauf sehr unterschiedlich ausfallen können, dürften die meisten wissen. Aber wann ist es besonders günstig? Der ADAC nennt als Faustregel die Zeiten zwischen 18 und 19 Uhr sowie zwischen 20 und 21 Uhr. Am teuersten sei es dagegen morgens um 7 Uhr. In der Woche tanken Sie zur Wochenmitte hin günstiger als freitags, montags oder gar am Wochenende.

Tipp: Es gibt eine ganze Reihe von Smartphone-Apps, mit denen Sie in Echtzeit herausfinden können, wie teuer Benzin, Diesel & Co. gerade an den Tankstellen in Ihrer Nähe sind. Die Apps vom ADAC und vom ACE können Sie sich kostenlos herunterladen.

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