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Weltspartag

Wie sich selbst kleine Summen gewinnbringend anlegen lassen

Weltspartag – das klingt vielleicht ein bisschen altmodisch, aber die Deutschen sind immer noch Sparweltmeister.In Zeiten von niedrigen Zinsen kann es sich aber auch lohnen, über Alternativen zum klassischen Sparen nachzudenken. 

Am 30. Oktober ist in diesem Jahr Weltspartag. Der ein oder andere dürfte dann an frühere Zeiten denken – etwa an damals, als man sein Sparschwein noch zur Bank brachte. Münzen und Scheine wurden zusammengezählt und dann ab mit den Ersparnissen aufs Sparbuch. Und wenn Weltspartag war, verteilten die Bankmitarbeiter kleine Geschenke. Eine Tradition, die sich in vielen Geldinstituten bis heute gehalten hat. Fürs Geldzurücklegen gibt es aber auch andere Anlage-Möglichkeiten.

Gute Gründe fürs Sparen

Es gibt ganz unterschiedliche Gründe dafür, warum es sich lohnt. Zum Beispiel für Situationen wie diese:

  • Sie benötigen Kapital für eine größere Anschaffung, etwa für eine eigene Immobilie, und wollen dafür Geld ansparen.
  • Sie wollen auf ungeplante Ausgaben gut vorbereitet sein – etwa wenn Ihr Auto unerwartet in die Werkstatt muss oder die Waschmaschine defekt ist.
  • Sie wollen für die Ausbildung Ihrer Kinder sparen, fürs Alter vorsorgen oder ganz einfach ein kleines Vermögen aufbauen.

Übrigens, hätten Sie es gewusst? Mit kleinen Beträgen über die Jahre ein Vermögen aufbauen – dieser Gedanke kam schon in den 1920er-Jahren auf. Am 31. Oktober 1925 fand erstmals der Weltspartag statt, bald feiert er also seinen 100. Geburtstag. Der Tag soll das Sparen fördern – damals wie heute. Nach wie vor ist der 31. Oktober allgemein das Datum für den Weltspartag. Weil in einigen Bundesländern der Reformationstag am 31. Oktober ein gesetzlicher Feiertag ist, fällt der Weltspartag in Deutschland immer auf den letzten Arbeitstag davor, in diesem Jahr also auf den 30. Oktober.

Mögliche Alternative zum klassischen Sparen: Investieren

Nach wie vor sind die Deutschen Weltmeister im Sparen. Doch auf klassische Sparprodukte gibt es kaum noch Zinsen. Alternativ könnte sich der Einstieg in Wertpapiere lohnen – auch mit regelmäßig kleineren Beträgen. Zum Beispiel mit Wertpapier-Sparplänen.

Bei der ING Deutschland etwa haben Sie die Möglichkeit, Ihre Sparplanrate selbst festzulegen. Als Kunde entscheiden Sie, wie viel Sie regelmäßig investieren möchten.– entweder monatlich, jeden zweiten Monat oder quartalsweise, wie Sie möchten. Das geht schon ab 1 Euro. Und das Beste: Ab 01.04. sind alle ETF-Sparpläne gebührenfrei! 

Gerade für Anleger, die keine großen Summen auf einmal investieren wollen, können Wertpapier- Sparpläne eine gute Möglichkeit sein, in kleinen Schritten ein Vermögen aufzubauen. Sie sollten nur so viel investieren, wie Sie auch wirklich nach Abzug aller Kosten und Sicherheitspuffer für unerwartete Ausgaben frei zur Verfügung haben. Denn komplett risikofrei ist keine Geldanlage, daher sollten Sie als Anleger immer nur so viel Risiko eingehen, wie Sie tragen können.

Geldanlage langfristig und breit gestreut: Fonds und ETFs

Eine der Grundregeln der Geldanlage heißt: Um das Risiko zu minimieren, sollten Investitionen breit gestreut werden. Der Grund? Wer sein Geld in viele unterschiedliche Anlageklassen steckt, wird von Kursschwankungen eines Produkts nicht so stark getroffen wie beispielsweise ein reiner Aktieninvestor. Hierfür können sich sowohl Fonds als auch ETFs anbieten.

Bei aktiv gemanagten Fonds müssen die Anleger entscheiden, welcher Risikotyp sie sind. Zum Beispiel konservativ, spekulativ oder risikobewusst. Das Fondsmanagement kümmert sich dann je nach Zusammensetzung des Fonds um die Aufteilung in Anlageklassen wie z.B. Aktien, Anleihen, Immobilien oder Rohstoffe. Zudem kann das Fondmanagement bei Kursschwankungen reagieren und Umschichtungen vornehmen. So können in einem Fonds Aktien mit Anleihen gemischt werden.

ETFs sind dagegen passiv gemanagte Indexfonds.

Je nachdem, wie ein ETF die Wertentwicklung des zugrunde liegenden Index nachbildet, unterscheidet man zwischen vollständig replizierenden und synthetischen Produktvarianten.

  • Bei der vollständigen Nachbildung werden die in einem Index enthaltenen Einzelwerte entsprechend ihrer Gewichtung im Index gekauft. Diese Methode wird oft bei großen Aktienindizes angewandt, deren Einzelwerte an den Börsen rege gehandelt werden.
  • Bei Indizes, deren Liquidität nicht so hoch ist, kann auf die optimierte Nachbildung zurückgegriffen werden, bei der nur die liquidesten oder repräsentativsten Titel gekauft werden, die den größten Einfluss auf den Index haben. Die synthetische Indexnachbildung erfolgt über ein Tauschgeschäft (Swap). Im Gegensatz zur vollständigen Nachbildung kann ein synthetischer ETF auch in andere Wertpapiere als die im zugrunde liegenden Index enthaltenen Titel investieren. Diese Variante erleichtert den Zugang zu Märkten mit geringerer Liquidität und ermöglicht zudem besondere Produktvarianten, die z.B. die Wertentwicklung eines Index gehebelt nachvollziehen oder an fallenden Indizes positiv partizipieren (Short-ETFs).

ETFs sind im Vergleich zu aktiv gemanagten Fonds relativ kostengünstig. Während für Fonds beim Kauf oft ein Ausgabeaufschlag von 5% erhoben wird, entfällt dieser in der Regel bei ETFs. Auch bei den jährlichen Verwaltungsgebühren schneiden die ETFs in der Regel besser ab als Fonds.

Autor: ING