Vermögenszuwächse dank Ausschüttungen

Anleger dürfen 2022 mit einem Dividendenregen rechnen

In Zeiten der Zinswende, geopolitischen Eskalationen und hoher Marktvolatilität liefern Dividenden einen wichtigen Beitrag zum stabilen Vermögensaufbau. Deutsche Aktiengesellschaften werden dabei in diesem Jahr voraussichtlich so spendabel wie nie zuvor zeigen.

Erst Corona, dann Zinssorgen und nun der Ukraine-Krieg – an den Finanzmärkten müssen Anlegende immer wieder mit neuen Herausforderungen und einer erhöhten Volatilität zurechtkommen. Value- Aktien mit einem hohen inneren Wert, einem soliden Geschäftsmodell und einer konstanten Dividendenpolitik sind daher beliebter denn je. Nicht nur für Pensionskassen oder Stiftungen, auch für Privatanleger sind die Ausschüttungen inzwischen zu einer wichtigen Einnahmequelle geworden. 2022 wird die Kasse bei den Aktionär*innen voraussichtlich besonders kräftig klingeln, erwarten Analysten doch neue Dividendenrekorde für deutsche und europäische Aktien. Mehr als 46 Milliarden Euro sollen allein die DAX-Unternehmen an Dividenden überweisen, was selbst bei einer Bereinigung um die zehn neuen DAX-Mitglieder einer Steigerung um rund 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Dividendenstrategien rechnen sich

Gerade auf längerfristige Sicht können Dividenden einen signifikanten Beitrag zur Gesamtrendite eines Depots liefern, entwickeln sie sich doch meist stetiger als die Unternehmensgewinne. Dies lässt sich leicht am Vergleich zwischen dem üblicherweise dargestellten DAX-Performance-Index und dem DAX-Kurs-Index, bei dem die Dividendenausschüttungen unberücksichtigt bleiben, ablesen. Nachdem beide Indizes  am 31.12.1987 bei 1`000 Punkten gestartet wurden, hat sich der DAX-Performance-Index dank der eingerechneten Dividenden seither deutlich besser entwickelt.

Einzelinvestment oder Dividendenindizes?

Die Suche nach überzeugenden und dividendenstarken Aktien ist für Privatanleger*innen meist mit einem großen Analyseaufwand verbunden. Schließlich kann eine in der Vergangenheit verlässliche Dividendenpolitik eines Unternehmens nicht automatisch auf die Zukunft fortgeschrieben werden. Dividendenfonds und Dividendenindizes bieten daher eine bequeme Investitionsmöglichkeit in eine Auswahl der dividendenstärksten Aktiengesellschaften. So finden sich im DivDAX die 15 DAX-Unternehmen wieder, die im Rahmen der letzten Ausschüttung die höchste Dividendenrendite vorweisen können. Beim Dax plus Maximum Dividend hingegen dienen nicht die bereits erfolgten Ausschüttungen als Auswahlkriterium, sondern die von Analysten und den Unternehmen selbst in Aussicht gestellten Dividenden. Einen größeren regionalen Fokus bieten darüber hinaus Dividendenindizes aus der Stoxx-Familie. So führt der Stoxx Europe Select Dividend 30 die 30 dividendenstärksten Aktien Europas, während sich der Stoxx Global Select Dividend 100 aus den 100 Aktien Nordamerikas, Europas und Asiens mit der höchsten Dividendenrendite zusammensetzt, die in den zurückliegenden fünf Jahren ihre Ausschüttungen nicht verringert haben.

Frühjahrszeit – Dividendenzeit

Für Dividendenjäger beginnt im Frühjahr übrigens die beste Zeit des Jahres. In den Frühjahrsmonaten lädt ein Großteil der deutschen Aktiengesellschaften traditionell zur Hauptversammlung, auf der die Dividendenvorschläge des Vorstands abgesegnet werden. Spätestens zu diesem Zeitpunkt müssen Aktionärinnen und Aktionäre die Aktien im Depot haben, um in den Genuss der Ausschüttung zu kommen.

Autor: ING-DiBa AG
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