Fake Shops

Wie Sie mit einem angeblichen Schnäppchen ganz schnell Ihr Geld los sind

Mehr als 4 Millionen Deutsche wurden schon Opfer von Fake-Shops – das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage der Verbraucherzentrale Brandenburg. Die falschen Shops sind fast nicht mehr von seriösen Anbietern zu unterscheiden, so erkennen Sie sie trotzdem:

Fake Shops sind betrügerische Online Shops. Sie bieten oft angebliche Markenware zu sehr attraktiven Preisen an. Nach der Bezahlung wird aber entweder keine oder sehr minderwertige Ware geliefert. Ihr Geld sehen Sie in den meisten Fällen nicht wieder.

Nicht jedes Schnäppchen deutet gleich auf einen Fake Shop hin. Sticht ein Angebot preislich aber deutlich unter den Anbietern heraus, lohnt es sich erst einmal genauer hinzuschauen.
Fake Shops unterscheiden sich auf den ersten Blick nicht von seriösen Online Händlern. Teilweise bauen die Betrüger auch bestehende Shop-Seiten täuschend echt nach, nutzen ähnliche Domain-Namen oder verstecken sich in der Umgebung größerer Plattformen.

Deshalb weisen große Internethändler – wie z.B. Amazon – inzwischen auch bei nahezu jedem Artikel mit einem Haftungsausschluss darauf hin, dass sie für die Qualität nicht gerade stehen.

Auch wenn Sie ein besonders gutes Angebot finden, vermeiden Sie Spontankäufe. Nehmen Sie sich lieber die Zeit, weitere Informationen über den Händler einzuholen.

Folgende Punkte sollen Sie dabei überprüfen:

  1. Das Impressum der Seite ist unvollständig. Es gibt kaum Möglichkeiten, den Händler zu kontaktieren.
  2. Es handelt sich um ausländische Firmen und/oder für inländische Online-Shops untypische Rechtsformen, beispielsweise „ltd“.
  3. Die Seite hat ausschließlich positive oder gar keine Bewertungen. Auf größeren Shopping Plattformen fehlen ebenfalls Bewertungen oder es gibt bereits Beschwerden von anderen Kunden, die keine Ware erhalten haben.
  4. Die einzigen Bezahlmöglichkeiten sind Vorkasse, Kreditkartenzahlung oder die Sendung per Nachnahme. Alternativ soll die Zahlung über Anbieter wie z.B. WesternUnion oder paysafe erfolgen.
  5. Die angegebene Bankverbindung ist im Ausland.
  6. Der Artikel hat eine verhältnismäßig lange Lieferzeit – dies lässt oft auf einen ausländischen Verkäufer schließen.

Zusätzlich kann es nie schaden, den Händler über eine Suchmaschine zu recherchieren oder alternativ bei der Verbraucherzentrale nachzufragen. Gibt es hier bereits einschlägige Erfahrungsberichte anderer Käufer, lassen Sie lieber die Finger von dem Kauf.

Was können Sie tun, wenn Sie auf einen Fake Shop hereingefallen sind?

Haben Sie die Ware bereits bezahlt, melden Sie sich so schnell wie möglich bei Ihrer Bank, bzw. bei Ihrem Kreditkarten-Anbieter. Bei einer Zahlung mit Ihrer Kreditkarte besteht in vielen Fällen die Möglichkeit, den Umsatz direkt im Internetbanking zu beanstanden. Die Kreditkartenanbieter prüft dann, ob Sie ihr Geld wieder zurückbekommen können. Haben Sie Ihre Kartendaten weitergebeben, sollten Sie auch die Karte sperren – am schnellsten geht das meistens im Internetbanking.

Auf jeden Fall sollten Sie Anzeige bei der Polizei erstatten. Sichern Sie vorher am besten alle Beweise für Ihren Kauf, wie z.B. E-Mails, Bestellbestätigungen und die Zahlungsinformationen. Auch wenn Sie im schlimmsten Fall Ihr Geld nicht wiederbekommen, helfen Sie so bei der Verfolgung der betrügerischen Händler.

Autor: ING