Richtig investieren in der Krise

Langfristige Anlage und Auswahl entscheidend

Es sind auf den ersten Blick gute Zahlen, die die Bundesbank zu Jahresbeginn bekannt geben konnte. Bargeld, Wertpapiere, Bankeinlagen und Ansprüche gegenüber Versicherungen zusammengenommen ist das Geldvermögen der Deutschen zuletzt auf einen neuen Rekordwert von knapp 7,4 Billionen Euro gestiegen. Die Coronakrise hat diesen Trend lange Zeit noch bestärkt. Aufgrund geschlossener Läden und Restaurants oder stornierter Urlaubsreisen haben vor allem die Bestände auf den Girokonten zugenommen.

Inflation nagt am Wert des Vermögens

Fast drei Milliarden Euro haben die Deutschen derzeit in Form von Bargeld oder Bankeinlagen auf Giro- und Tagesgeldkonten angehäuft. Der schnellen und unkomplizierten Verfügbarkeit stehen dort jedoch in aller Regel die fehlende Verzinsung oder – noch wesentlich schlimmer – bei immer mehr Finanzinstituten sogar Strafzinsen gegenüber. Dies macht sich gerade in Zeiten hoher Inflationsraten bemerkbar, bei der stärksten Inflation seit 1993 verliert das Vermögen der Sparer trotz immer neuer Rekordstände damit stetig an Wert.

Zahlreiche Krisenherde

Inflationssorgen, Corona-Krise und jetzt der Ukraine-Konflikt – der Nervosität an den Finanzmärkten sollten Anleger mit einer durchdachten Anlagestrategie begegnen. Sachwerte wie Aktien oder Immobilien bieten auf lange Sicht einen guten Schutz vor Wertverlust durch Inflation, da mit der Teuerung auch deren Preise steigen. An der Börse bieten sich als langfristiges Investment vor allem Value-Aktien an, bei denen unabhängig von der jeweiligen Marktphase Positionen aufgebaut werden können. Value-Aktien sind Aktien, die als unterbewertet gelten. Ihr Börsenkurs ist im Verhältnis zu den Gewinnchancen also sehr günstig. Im Gegensatz zu Risiko-Spekulationen glänzen Value-Titel mit einem hohen inneren Wert, einem soliden und nachweislich funktionieren Geschäftsmodell und im Idealfall mit einer konstanten Dividendenpolitik, die in jeder Marktphase für stabile Erträge im Depot sorgt.

Langfristige Anlage und Auswahl entscheidend

Auch für den Einstieg in Aktienfonds und ETFs, mit denen sich ein Investment breit streuen lässt, bieten Krisenphasen oft gute Einstiegschancen für einen langfristigen Vermögensaufbau, da die Kurse meist niedrig sind. Denn im Rückblick der vergangenen 50 Jahre lagen breit gestreute Anlagen nach einem Anlagezeitraum von 12 bis 20 Jahren in der Regel im Plus. Natürlich sind die Wertentwicklungen der Vergangenheit aber keine Garantie für die Zukunft.

Wann immer sich eine Krise am Horizont abzeichnet, schlägt traditionell die Stunde von Gold und Goldinvestments, mit denen in schwierigen Zeiten nicht nur Vermögen gesichert, sondern oftmals auch eine gute Rendite erzielt werden kann. Nicht umsonst hat das gelbe Edelmetall im Sommer 2020 und damit mitten in der Corona-Pandemie mit 2.063 US-Dollar je Feinunze (eine Unze entspricht 31,1 Gramm) einen neuen historischen Höchststand erreicht und damit wieder einmal seinen Ruf als sicherer Hafen bestätigt.

Wer sein Geld auch in der Krise vermehren oder zumindest den Wert seines Vermögens erhalten möchte, kann dies also mit einer ausgeglichenen und langfristigen Anlagestrategie versuchen.

Autor: ING-DiBa AG
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