Sind öffentliche WLAN-Netzwerke gefährlich?

Darauf sollten Sie achten

Ob im Zug, im Café oder im Supermarkt, heute gibt es an vielen öffentlichen Orten ein frei zugängliches WLAN. Gerade wenn die mobilen Daten sehr langsam oder aufgebraucht sind, ist das WLAN eine gut Alternative. Doch sind die freien Netzwerke auch sicher? 

So kommen Hacker*innen an Ihre Daten

In der Regel sind diese öffentlichen Zugänge unverschlüsselte Verbindungen. Es ist keine Authentifizierung erforderlich. Dadurch können Hacker*innen uneingeschränkten Zugriff auf ungesicherte Geräte im selben Netzwerk erhalten. Die Kriminellen schalten sich dafür zwischen Ihr Gerät und den Zugriffspunkt. Ihr Laptop, Smartphone und Co. kommuniziert also nicht direkt mit dem Hotspot, sondern die Daten landen bei den Kriminellen: Vertrauliche E-Mails, Banking-Daten, Zugangsinformationen für das Berufsnetzwerk, die Liste mit lukrativen Daten ist lang. Und das ist noch nicht alles: Jetzt können Dritte auf Ihre Systeme zugreifen. Für Profis ist es außerdem ein leichtes Spiel, Malware über die WLAN-Verbindungen zu verbreiten und infizierte Software auf Ihrem Computer einzuschleusen, z.B. über Pop-Up-Fenster, die Ihnen Upgrades für Ihre Software anbieten. Bereits ein Klick auf das Fenster kann reichen, um sich zu infizieren.

So können Sie Sicherheitsrisiken minimieren

Es gibt einige Möglichkeiten, wie Sie es Kriminellen schwerer machen, an Ihre Daten zu kommen:

1. Das WLAN lieber nicht nutzen

Es scheint so offensichtlich, doch wenn Sie die öffentlichen WLAN-Verbindungen nicht nutzen, können Ihre Daten darüber auch nicht ausgespäht werden. Nutzen Sie lieber Ihre mobilen Daten oder warten Sie, bis Sie sich in einem sicheren und bekannten WLAN-Netzwerk einwählen können.

2. Achten Sie auf sichere Verbindungen

Rufen Sie vertrauliche Daten am besten nicht über ein fremdes WLAN ab – falls es nicht anders geht, achten Sie unbedingt darauf, dass Sie diese Daten nur über eine SSL-gesicherte Verbindung abrufen. Das erkennen Sie zum Beispiel bei Internetadressen an dem https. Oder Sie nutzen direkt ein VPN (Virtual Private Network) – damit stellen Sie eine verschlüsselte und sichere Verbindung in ein vertrauenswürdiges Netzwerk her. Unberechtigte Dritte können die Daten so nicht mitlesen. Viele Arbeitnehmer*innen nutzen solche VPN-Verbindungen, um sich im Homeoffice mit dem Firmennetzwerk zu verbinden.  

3. Deaktivieren Sie die Datei- und Verzeichnisfreigaben

Die in einigen Hotspots festgelegten Einstellungen können dazu führen, dass Ihr Gerät für andere sichtbar ist. Damit niemand anderes auf Ihre Dateien oder Verzeichnisse zugreifen kann, sollten Sie die Freigaben dafür in Ihren Einstellungen deaktivieren.

Mit ein bisschen Umsicht können Sie in den meisten Situationen Ihre Sicherheit deutlich verbessern - und wie Sie mit dem Smartphone auch bei Ihren Bankgeschäften auf der sicheren Seite sind, lesen Sie in unserem Artikel über das Mobile Banking.

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