Börse leicht erklärt

Das Termingeschäft

Was ist ein Termingeschäft?

Börsianer sprechen von einem Termingeschäft, wenn jemand einen Basiswert – zum Beispiel Aktien – verkauft, den er erst an einem konkreten Zeitpunkt in der Zukunft liefert. Beim Termingeschäft geht es also um die Pflicht, diesen Wert zu einem bestimmten Termin zu liefern. Ein Beispiel:

Praller Obstkorb oder faule Frucht – ein Beispiel für ein Termingeschäft

Nehmen wir an, dem Termingeschäft liegt ein Basiswert zugrunde, bei dem es sich um Bananen handelt. Und nehmen wir ebenfalls an, der Handelspreis für Bananen liegt im Moment bei zwei Euro pro Stück. Herr Leo, ein cleverer Bananen-Importeur, rechnet damit, dass der Bananenpreis sinkt. Also verkauft er an seinen Bananenhändler um die Ecke 100 Bananen zum Preis von zwei Euro pro Stück und vereinbart, die Waren in zwei Tagen zu liefern.

Einen Tag später sinkt der Kurs der Banane auf einen Euro. Herr Leo freut sich. Er kauft die Bananen – zum Preis von einem Euro pro Stück auf dem Großmarkt und liefert sie zum vereinbarten Termin an den Bananenhändler um die Ecke aus. Der Händler zahlt den zuvor vereinbarten Preis in Höhe von zwei Euro. Leos Gewinn: 100 Euro für Produkte, die er verkauft, ohne zu diesem Zeitpunkt Eigentümer zu sein. Genauso funktioniert ein Termingeschäft.

Ein Termingeschäft ist risikobehaftet

Ein Termingeschäft ist gewinnbringend, wenn der Kurs des verkauften Guts fällt. Steigt der Kurs, sieht es für den Verkäufer schlecht aus. Er ist verpflichtet zu liefern. Geht die Wette schief, bleibt ihm nichts anderes übrig, als das Gut zum höheren Preis anzukaufen. Weil nicht vorhersehbar ist, wie stark ein Kurs plötzlich steigt, ist der Verlust unter Umständen immens. In diesem Fall profitiert der Käufer, der das Gut weit unter Marktwert kaufte.

Die Realität ist gewiss etwas komplexer als das beschriebene Beispiel.

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