Zukunftsmotor Cloud

Sie ist zum Synonym für das neue Netz geworden, ein Zusammenspiel aus Computerservern und Millionen von Festplatten, Signalroutern sowie Glasfaserkabeln. Die Cloud schwebt unsichtbar um uns herum und ermöglicht, Daten wie in einer „Wolke“, so die deutsche Entsprechung, stets online zugänglich zu machen und von überall aus abzurufen.

Eine Cloud lohnt sich daher vor allem für alle, die von verschiedenen Geräten aus auf Daten zugreifen wollen, sei es vom Laptop, Smartphone oder Tablet. Dieser Vorteil macht sich gerade in der nun angelaufenen Urlaubssaison bezahlt. So lassen sich alle wichtigen Reiseunterlagen wie Kopien von Reise- und Personalpass sowie PDFs der Flugtickets und Hotel- bzw. Mietwagenbuchungen in der virtuellen Datenwolke sichern.

Cloud macht Smartphones zu Supercomputern

In einigen Bereichen unseres täglichen, zunehmend vernetzten Lebens ist die Nutzung der Cloud mittlerweile selbstverständlich geworden, etwa im Hinblick auf Musik und Videos über Streamingdienste und Mediatheken. Der sichere und schnelle Datenaustausch spielt auch bei Spielen im Metaverse sowie bei Augmented und Virtual Reality eine zentrale Rolle.

Cloud-Dienste umfassen indes nicht nur Speicherplatz und Rechenleistung, sondern auch Software. Beispiele sind die Office-Anwendungen von Microsoft wie Word Online, Excel Online sowie E-Mail-Programme, Datenbanksysteme. Anwendungen wie iCloud, OneDrive oder Dropbox machen selbst Smartphones zu Supercomputern.

Unternehmen nutzen diese Technologie, um in hohem Maße Rechenprozesse und Anwendungen auf Cloud-Rechner auszulagern. Bitkom Research hat im Auftrag der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG im Frühjahr rund 550 deutsche Unternehmen mit mehr als 20 Mitarbeitern nach ihrer Nutzung befragt. Demnach setzen bereits 84 Prozent der Firmen Cloud-Computing ein, weitere 13 Prozent planen den Einsatz. Der Anteil der Unternehmen, bei denen dies kein Thema ist, stagniert bei nur drei Prozent.

Erhebliches Potenzial für weiteres Wachstum

Der weltweite Markt für Cloud-Dienste wächst rasant. Die Marktforschungsgesellschaft Gartner prognostiziert bis Ende dieses Jahres einen Anstieg der weltweiten Ausgaben für Cloud-Dienste auf über 482 Milliarden US-Dollar. 2020 waren es noch 313 Milliarden US-Dollar. Bis 2026 sollen die Investitionen in Public Cloud Services 45 Prozent aller Ausgaben für Unternehmens-IT übersteigen – nach nur 17 Prozent im Jahr 2021.

Amazon Web Services (AWS) dominiert den Gesamtmarkt mit einem Anteil von fast 40 Prozent deutlich vor Microsoft, die gut ein Fünftel der Cloud-Dienste auf sich vereinen. Da der Umzug in die Cloud mit Blick auf Software und Datenvolumen noch immer am Anfang steht, sehen Experten noch viel Potenzial für weiteres Wachstum.

Anleger können an dieser Entwicklung teilhaben. Eine risikoärmere Alternative zu Direktinvestments, die häufig starken Schwankungen unterliegen, sind sich breit streuende börsengehandelte Indexfonds, kurz ETFs. Beispiele sind der First Trust Cloud Computing, der GX Cloud Computing, der HANetf HAN-GINS Cloud Technology Equal Weight oder der WisdomTree Cloud Computing ETF.

Autor: ING-DiBa AG
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