Carsten Brzeskis Blog

Unser Chefvolkswirt äußert sich kurz und prägnant zu aktuellen volkswirtschaftlichen Entwicklungen und Ereignissen. Die konjunkturellen Entwicklungen in Deutschland und Europa, Entscheidungen der Zentralbanken sowie Trends an den internationalen Finanzmärkten bilden dabei die Schwerpunkte seiner Kommentare.

Carsten Brzeski

Chefvolkswirt

Seit März 2013 ist Carsten Brzeski Chefvolkswirt für Deutschland und Österreich der ING. Er ist seit Anfang 2008 Mitglied des Research Teams der ING Bank und anerkannter Experte für wirtschaftliche und politische Entwicklungen in Deutschland und Europa, einschließlich der Geldpolitik der EZB.
 

E-Mail: carsten.brzeski@ing.de

 

Carsten Brzeski auf Twitter

Pressebilder zum Download 

Der Chart zeigt den Verlauf der Anzahl beförderter Personen und der Personenkilometer in öffentlichen Verkehrsmitteln je Quartal von 2018 bis 2022.
Quelle: Statistisches Bundesamt, eigene Berechnungen

Der Fluch der guten Tat

Nach einigem Hin und Her soll es nun zum 1. Mai 2023 an den Start gehen: das Deutschlandticket. Als Nachfolger des 9-Euro-Tickets soll es Nahverkehrsangebote deutschlandweit zu einem Preis von 49 Euro monatlich zusammenfassen.
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Carsten Brzeski

Carsten’s Corner: Ende des Winterschlafs

Mit den Daten zur deutschen Industrieproduktion wurde uns in dieser Woche ein besonderes Osterei ins Körbchen gelegt – obwohl die Frühindikatoren nach wie vor ein pessimistisches Bild für den Sektor zeichnen, deuten die harten Daten einen Aufschwung an. Und nehmen uns die Angst vor einer technischen Rezession. Unser Chefvolkswirt Carsten Brzeski erklärt im Gespräch mit Franziska Biehl, dass sich die längerfristigen Aussichten dadurch allerdings nicht verändern. Außerdem sprechen unsere Ökonomen darüber, wie aus Inflation teilweise noch mehr Inflation gemacht wird – und was das für die EZB bedeutet.
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Der Chart zeigt ausgewählte Exportziele für Schokolade und Schokoladenerzeugnisse in % der gesamten Exporte dieser Warengruppe
Quelle: Statistisches Bundesamt; ING

Süßer Außenhandel

Die Osterfeiertage stehen vor der Tür – ähnlich wie zur Weihnachtszeit stehen Zeit mit Freunden und Familie, aber auch das Freudemachen im Vordergrund. Kein Wunder also, dass der deutsche Einzelhandel mit starken Umsätzen rechnet. Doch auch die Schokoladenfabrikanten haben Hochkonjunktur und freuen sich dabei nicht nur über die heimischen Abnehmer, sondern betreiben auch süßen Außenhandel mit dem Rest der Welt.
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Carsten Brzeski

Carsten’s Corner: Schaden Streiks der Wirtschaft?

Mit dem größten Warnstreik seit 31 Jahren haben die Gewerkschaften EVG und ver.di am Montag dieser Woche den öffentlichen Verkehr in Deutschland weitgehend lahmgelegt. Tom Ungar, Daniel Rohde und Sebastian Franke werfen einen Blick auf diesen und vergangene Streiks, auf die Streiklust in unseren Nachbarländern und auf die aktuellen Zahlen zur Inflation, die bei den Lohnforderungen ja eine wesentliche Rolle spielt.
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Der Chart zeigt die durch Arbeitskämpfe ausgefallenen Arbeitstage je 1.000 Arbeitnehmer im Jahr 2021
Quelle: European Trade Union Institute

Der ökonomische Einfluss von Streiks

Am Montag fand der größte Warnstreik in Deutschland seit 31 Jahren statt. Die beiden Gewerkschaften EVG und Verdi legten dabei den öffentlichen Verkehr weitestgehend still. So kam nicht nur der gesamte Fernverkehr zum Erliegen, auch im Nahverkehr bewegte sich in sieben Bundesländern so gut wie nichts mehr und viele Flugreisende mussten sich auf Flugausfälle einstellen. Die Streikankündigung rief dabei reflexartig scharfe Kritik der Arbeitgeberseite hervor. Von einem völlig überzogenen, grundlosen und unnötigen Streik, der die Wirtschaft und das Ansehen Deutschlands beschädigt, war die Rede. Doch ist der wirtschaftliche Einfluss der Streiks tatsächlich so groß und erscheint ein Imageschaden für den Wirtschaftsstandort Deutschland realistisch, gerade im europäischen Vergleich?
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Aktuelles von den Märkten

Aktuelles von den Märkten im März 2023

Carsten Brzeski berichtet im Rahmen seiner monatlichen YouTube-Beiträge unter dem Motto „Neues über die Märkte, Neues aus der Wirtschaft“ über aktuelle volkswirtschaftliche Ereignisse und Entwicklungen, Entscheidungen der EZB sowie Trends an den internationalen Finanzmärkten.
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Carsten Brzeski

Carsten’s Corner: Auch die Fed zuckt nicht

Bei all den Schlagzeilen rund um den Bankenmarkt in den vergangenen Wochen konnte man schon einmal den Überblick verlieren – doch die Nerven sollten dabei tunlichst beisammengehalten werden. Dieser Ansicht ist nicht nur unser Chefvolkswirt Carsten Brzeski, der im Gespräch mit Franziska Biehl erklärt, warum die jüngsten Turbulenzen nicht die nächste große Bankenkrise bedeuten dürften, sondern auch der Fed-Vorsitzende Powell, der zwar vorsichtiger in die geldpolitische Zukunft schaut, an der Bereitschaft der US-Währungshüter, die Inflation zu bekämpfen, aber keine Zweifel lässt.
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Der Chart zeigt die quartalsweise Änderung des Hauspreisindex in Prozent.
Quelle: Statistisches Bundesamt; ING

Die Hauspreiskorrektur nimmt Fahrt auf

Die Preise für Wohnimmobilien sind im 4. Quartal 2022 im Vergleich zum Vorquartal um 5 Prozent gefallen und waren somit zwei Quartale in Folge rückläufig. Doch nicht alle Verkäufer mussten Ihre Preisvorstellungen in gleichem Umfang nach unten korrigieren. Im Neubausegment sind die Preise weniger stark gefallen. Auch in Zukunft wird die Preiskorrektur am Wohnimmobilienmarkt in den Segmenten unterschiedlich stark ausfallen.
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Carsten Brzeski

Carsten’s Corner: Augen auf und durch

Die Europäische Zentralbank lässt sich von den aktuellen Verwerfungen an den Finanzmärkten nicht beirren und sattelt weitere 50 Basispunkte auf die Leitzinsen drauf. Das heißt aber nicht, dass die Währungshüter kein waches Auge auf die Stabilität des Finanzsystems werfen würden. Im Gespräch mit Sebastian Franke erläutert Carsten Brzeski die Denkweise der Zentralbanker und gibt einen Ausblick, wie lange die Politik immer höherer Zinsen wohl noch fortgeführt wird.
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Der Chart zeigt die Entwicklung der Leitzinsen in der Eurozone und den USA sowie den Kursverlauf je einer beispielhaft ausgewählten deutschen und amerikanischen Staatsanleihe
Quelle: EZB, Federal Reserve Board, Onvista

Die Kehrseite gestiegener Zinsen

Mehr als ein Jahrzehnt mit Niedrig- und Negativzinsen und anderen unkonventionellen geldpolitischen Maßnahmen liegt hinter uns. Während dieser Phase verwiesen Vertreter des Finanzsektors immer wieder darauf, wie die Politik des billigen Geldes den Banken das Zinsergebnis verhagele. Doch mittlerweile haben die Zentralbanken rund um den Globus mit wenigen Ausnahmen die Phase der ultralockeren Geldpolitik hinter sich gelassen – und die Geschäftsbanken können nun sogar die Liquidität, die die Zentralbanken über ein Jahrzehnt lang billig in die Märkte gepumpt haben, wieder zu stattlichen Zinssätzen dort parken. Also alles wieder Friede, Freude, Eierkuchen im Finanzsektor?
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