Carsten Brzeskis Blog

Unser Chefvolkswirt äußert sich kurz und prägnant zu aktuellen volkswirtschaftlichen Entwicklungen und Ereignissen. Die konjunkturellen Entwicklungen in Deutschland und Europa, Entscheidungen der Zentralbanken sowie Trends an den internationalen Finanzmärkten bilden dabei die Schwerpunkte seiner Kommentare.

Carsten Brzeski

Chefvolkswirt

Seit März 2013 ist Carsten Brzeski Chefvolkswirt für Deutschland und Österreich der ING. Er ist seit Anfang 2008 Mitglied des Research Teams der ING Bank und anerkannter Experte für wirtschaftliche und politische Entwicklungen in Deutschland und Europa, einschließlich der Geldpolitik der EZB.
 

E-Mail: carsten.brzeski@ing.de

 

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Chart of the Week | 15.09.2017

Die Autowoche ist eingeläutet. Pressevertreter, Fachbesucher und Autointeressierte können bis zum 24. September in Frankfurt auf der IAA, der eigentlich wichtigsten Automobilmesse der Welt, die neuesten Modelle, Innovationen und Produkte beschauen. Eigentlich. Denn dieses Mal ist die Liste der Aussteller kürzer als erwartet. Mit Fiat, Peugeot, Nissan, Volvo und Tesla haben gleich fünf große Hersteller abgesagt, die Hersteller der Nobelautos Aston Martin und Rolls-Royce kommen auch nicht.
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Wie gut funktionieren die E-Mobilitätsanreize der Regierungen?

Der Kampf um die zukünftige Gestaltung des Automobilmarktes ist in vollem Gang. Gerade in Deutschland herrscht momentan im Zuge des Dieselskandals eine rege Debatte über zukünftige Antriebstechnologien, potenzielle Arbeitsplatzverluste, Nachrüstungen und Fahrverbote. Oft wird der Dieselantrieb verpönt, Elektroautos als die vermeintliche Zukunft gefeiert. Dabei ist es um den derzeitigen Bestandsanteil von Elektroautos (reine Elektroautos und Plug-In-Hybride) in Deutschland mit weniger als 0,2% nach wie vor mager bestellt.

Chart of the Week | 01.09.2017

Straßenbeläge, die schneller verschleißen, als man sie instand halten kann, Staus, dazu die unmittelbaren (Schadstoffe) und mittelbaren (Treibhauseffekt) Folgen der Emissionen von Verbrennungsmotoren: Aus verschiedenen Blickwinkeln kann man zu der Schlussfolgerung kommen, dass auf deutschen Straßen einfach zu viel los ist. Erklärtes Ziel deutscher Verkehrspolitik ist daher schon seit geraumer Zeit, die Menschen zur Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel anstelle privater Pkw zu bewegen und Güterverkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern.

Schießt Geld wirklich keine Tore?

König Fußball regiert wieder das Land. Mit dem ersten Spieltag der Fußball-Bundesliga am vergangenen Wochenende begann für Fans im ganzen Land wieder das Hoffen und Bangen um eine gute Platzierung am Saisonende. Ein bekanntes Sprichwort zeigt auch im Fußballkontext seine Gültigkeit: Geld macht nicht glücklich, aber es beruhigt. Mit einer alten Fußballweisheit kombiniert, könnte man sagen: Geld schießt zwar keine Tore, erhöht aber die Aussichten auf einen erfolgreichen Saisonabschluss deutlich.

Chart of the Week | 18.08.2017

In der Eurozone läuft es wirtschaftlich gut, sehr gut sogar. Risiken sind ausgewogen, Finanzierungsbedingungen nach wie vor günstig und politische Sorgen gering(er). Mit Stimmungsindikatoren auf Allzeithochs steht dem weiteren Wachstumskurs auch in der zweiten Jahreshälfte wenig entgegen. Und auch in Deutschland läuft die Wirtschaft fünf Wochen vor der Bundestagswahl wie geschmiert, seit drei Jahren wächst das Bruttoinlandsprodukt von Quartal zu Quartal kontinuierlich. Doch dieses positive Moment birgt immer das Risiko, dass Reformen aufgeschoben werden – national wie europaweit.