Das Altersvorsorgedepot einfach erklärt.
Das neue Altersvorsorgedepot soll Vorsorge leichter, flexibler und moderner machen. Hier erfahren Sie, was bereits feststeht, welche Chancen und Risiken es gibt und worin die Unterschiede zu Riester, betrieblicher Altersvorsorge oder einem klassischen Depot liegen. So können Sie selbstbewusst entscheiden, welcher Weg zu Ihren Zielen passt.
Das Wichtigste zum Altersvorsorgedepot
- Das Altersvorsorgedepot ist eine neue Form der staatlich geförderten privaten Altersvorsorge.
- Das Altersvorsorgedepot soll helfen, die Rentenlücke zu schließen und Vermögen für den Ruhestand aufzubauen.
- Das Altersvorsorgedepot ergänzt die gesetzliche Rente, ersetzt sie aber nicht.
- Es kombiniert staatliche Zulagen, mögliche Steuervorteile und die Chancen des Kapitalmarkts.
- Das Geld wird beispielsweise in ETFs oder Fonds investiert.
- Jeder Anbieter muss mindestens ein Standarddepot anbieten. Zusätzlich können Anbieter weitere Varianten wie ein Selbstentscheider-Depot oder Garantieprodukte mit Beitragsgarantie anbieten.
- Die Auszahlung erfolgt je nach Anbieter als lebenslange Rente oder über einen Auszahlungsplan.
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Bis zu 30% des angesparten Kapitals können zu Rentenbeginn einmalig entnommen werden.
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Im Vergleich zu Riester, Rürup, ETF-Sparplan oder betrieblicher Altersvorsorge bietet es eine neue Kombination aus Förderung, Flexibilität und Kapitalmarktchancen.
Altersvorsorgedepot 2027: Alle wichtigen Fragen einfach erklärt
Wann kommt das Altersvorsorgedepot?
Die Produkte für das Altersvorsorgedepot stehen ab dem 1. Januar 2027 zur Verfügung. Unser Tipp: Tragen Sie sich jetzt schon unverbindlich auf der Starteliste der ING ein. Sie bekommen dann automatisch unseren Newsletter mit Updates zur Altersvorsorge. Und sind startklar, wenn das Altersvorsorgedepot der ING eröffnet werden kann.
Welche Produktvarianten gibt es beim Altersvorsorgedepot?
Jeder Anbieter muss voraussichtlich mindestens ein Standarddepot anbieten. Zusätzlich können Anbieter weitere Varianten wie ein Selbstentscheider-Depot oder Garantieprodukte mit Beitragsgarantie anbieten. Die Unterschiede:
- Standarddepot: Die Geldanlage wird für Sie gesteuert. Zur Auswahl stehen eine risikoärmere und eine chancenorientiertere Variante.
- Selbstentscheider-Depot: Sie wählen Ihre Geldanlage selbst und haben mehr Gestaltungsmöglichkeiten.
- Garantieprodukte: Je nach Anbieter sind Varianten mit 80% oder 100% Beitragsgarantie vorgesehen.
Die ING plant, ein Standarddepot und ein Selbstentscheider-Depot anzubieten.
Was ist der Unterschied zwischen Standard- und Selbstentscheider-Depot?
- Beim Standarddepot wird die Geldanlage für Sie nach einer festgelegten Anlagestrategie umgesetzt. Es eignet sich vor allem für Menschen, die sich möglichst wenig mit ihrer Geldanlage beschäftigen möchten. Für das geplante Standarddepot gilt eine gesetzliche Kostenobergrenze. Das sorgt für Transparenz und hilft, die Renditechancen möglichst wenig durch Gebühren zu schmälern.
- Beim Selbstentscheider-Depot können Sie die enthaltenen Wertpapiere selbst auswählen und gewichten. Das Selbstentscheider-Depot bietet mehr Gestaltungsmöglichkeiten für erfahrene Anleger*innen.
Alle Anbieter können innerhalb dieser Varianten unterschiedliche Anlagestrategien mit ETFs, Fonds und weiteren zulässigen Wertpapieren anbieten.
Für wen ist ein Altersvorsorgedepot interessant?
Das Altersvorsorgedepot kann für alle interessant sein, die staatlich förderberechtigt sind, mindestens 120 Euro (Mindesteigenbeitrag) im Jahr einzahlen können und bereit sind, Kursschwankungen auszuhalten. Förderberechtigt sind insbesondere Arbeitnehmende, Auszubildende, Beamt*innen sowie unter bestimmten Voraussetzungen beispielsweise pflegende Angehörige, Eltern in Kindererziehungszeiten, Landwirte, Künstler*innen, Selbstständige und Mitglieder berufsständischer Versorgungswerke.
Auch eine mittelbare Förderung über den Ehepartner kann möglich sein. Das bedeutet: Auch wenn Sie selbst nicht direkt förderberechtigt sind, können Sie über Ihren Ehepartner oder Ihre Ehepartnerin von der staatlichen Förderung profitieren. Das gilt auch für eingetragene Lebenspartner*innen.
Für wen ist das Altersvorsorgedepot weniger geeignet?
Das Altersvorsorgedepot kann eine gute Lösung für Menschen sein, die langfristig Vermögen für den Ruhestand aufbauen möchten und dabei die Chancen der Kapitalmärkte nutzen wollen. Weniger passend ist es für Personen, die eine vollständige Garantie ihrer Einzahlungen wünschen oder das angesparte Geld voraussichtlich schon vor dem Ruhestand benötigen.
Welche Altersvorsorge die richtige ist, hängt immer von den eigenen Zielen und Bedürfnissen ab. Wer mit den Schwankungen der Kapitalmärkte gut umgehen kann und den jährlichen Mindestbeitrag von 120 Euro regelmäßig einzahlt, kann die Vorteile des Altersvorsorgedepots besonders gut nutzen. Für andere Lebenssituationen können alternative Vorsorgelösungen die bessere Wahl sein.
Wie kann ich ein Altersvorsorgedepot eröffnen?
Ein Altersvorsorgedepot können Sie bei einem zugelassenen Anbieter eröffnen, zum Beispiel bei Banken wie der ING, Fondsgesellschaften oder Versicherungen. Schon ab 120 Euro im Jahr können Sie von staatlichen Zulagen und möglichen Steuervorteilen profitieren, sofern Sie förderberechtigt sind. Das sind in der Regel Personen, die in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Welche Förderung möglich ist und wer Anspruch darauf hat, erfahren Sie in unserem Artikel zur Förderung des Altersvorsorgedepots.
Gibt es eine Mindestlaufzeit?
Eine gibt keine gesetzlich festgelegte Mindestlaufzeit. Für die Anlage am Kapitalmarkt ist ein längerer Zeitraum allerdings von Vorteil. Die Auszahlung beginnt in der Regel frühestens mit dem 65. Geburtstag oder mit dem früheren Bezug einer gesetzlichen Altersrente. Und je nach Anbieter können auch Mindestlaufzeiten vorgegeben werden.
Wenn es eine gesetzliche Kapitalrente gibt – brauche ich dann überhaupt noch ein Altersvorsorgedepot?
Die gesetzliche Kapitalrente ist ein geplanter Bestandteil der gesetzlichen Rentenversicherung. Sie ist noch in Planung – ein verbindlicher Starttermin steht derzeit nicht fest. Die gesetzliche Kapitalrente soll dazu beitragen, das Niveau der gesetzlichen Rente als eine von drei Säulen der Altersvorsorge langfristig zu stabilisieren. Dabei wird Kapital am Finanzmarkt angelegt, um langfristig zusätzliche Erträge für das Rentensystem zu erwirtschaften. Im Gegensatz zum Altersvorsorgedepot entsteht dabei kein persönliches Depot für die Versicherten.
Das Altersvorsorgedepot ist dagegen Teil der Säule private Altersvorsorge und soll zusätzliche Einkommensquelle neben der gesetzlichen Rente schaffen. Beide Modelle können sich daher ergänzen. Denn auch mit einer gesetzlichen Kapitalrente ist nicht automatisch sichergestellt, dass das spätere Einkommen ausreicht, um den gewohnten Lebensstandard zu halten.
Warum gilt das Altersvorsorgedepot als moderne Altersvorsorge?
Das Altersvorsorgedepot verbindet staatliche Förderung mit den Chancen des Kapitalmarkts. Anders als bei der klassischen Riester-Rente gibt es keine feste Beitragsgarantie. Dadurch kann Ihr Geld stärker in ETFs, Fonds und andere renditeorientierte Anlagen investiert werden. Langfristig eröffnet das bessere Chancen auf Vermögensaufbau – bei gleichzeitig möglichen Kursschwankungen.
Ziel des Altersvorsorgedepots ist es, Menschen dabei zu unterstützen, frühzeitig fürs Alter vorzusorgen, die Rentenlücke zu verkleinern und langfristig Vermögen aufzubauen. Staatliche Zulagen und mögliche Steuervorteile können dabei zusätzlich helfen. So wird private Altersvorsorge einfacher, flexibler und stärker an den Chancen der Kapitalmärkte ausgerichtet.
Welche Vorteile hat das Altersvorsorgedepot?
- Mehr Renditechancen für Ihre Altersvorsorge
Anders als bei der klassischen Riester-Rente gibt es keine feste Beitragsgarantie. Dadurch kann das Geld stärker in ETFs, Fonds und andere Kapitalmarktanlagen investiert werden. Das eröffnet langfristig höhere Chancen auf Vermögensaufbau. Alle Infos zu Chancen und Risiken des Altersvorosrgedepots finden Sie hier (Verlinkung zur Website „Chancen und Risiken des Altersvorsorgedepots verstehen“). - Staatliche Förderung inklusive
Das Altersvorsorgedepot wird durch Zulagen und mögliche Steuervorteile unterstützt. So kann der Staat beim Aufbau Ihrer Altersvorsorge mithelfen. Erfahren Sie mehr über die staatliche Förderung des Altersvorsorgedepots sowie über Steuern und Auszahlung beim Altersvorsorgedepot in unseren ausführlichen Artikeln. - Günstige Kostenstruktur
Für das geplante Standarddepot gilt eine gesetzliche Kostenobergrenze: Die Effektivkosten dürfen maximal 1,0% pro Jahr betragen. Sie zeigen, wie stark die Kosten die durchschnittliche jährliche Rendite verringern. Ein Beispiel: Erzielt Ihre Anlage langfristig durchschnittlich 5% Rendite pro Jahr und liegen die Effektivkosten bei 1%, verbleiben rechnerisch etwa 4% Rendite. Das sorgt für Transparenz und hilft, die Renditechancen möglichst wenig durch Gebühren zu schmälern. - Auch für Selbstständige attraktiv
Das Altersvorsorgedepot steht grundsätzlich auch Selbstständigen offen. Damit erhalten viele Menschen Zugang zu einer staatlich geförderten privaten Altersvorsorge. Alle Infos zur Förderung von Selbstständigen finden Sie in unserem Artikel „Altersvorsorge für Selbstständige". - Flexibler im Ruhestand
Das angesparte Vermögen muss nicht ausschließlich als lebenslange Rente ausgezahlt werden . Auch ein Auszahlungsplan kann alternativ möglich sein. Das kann von Anbieter zu Anbieter variieren. Die ING wird für das Altersvorsorgedepot einen Auszahlungsplan anbieten. - Steuervorteile beim Vermögensaufbau
Während der Ansparphase können Erträge steuerlich begünstigt sein. Die Besteuerung erfolgt grundsätzlich erst in der Auszahlungsphase. Alle Infos finden Sie in unserem Artikel zu Steuern und Auszahlung.
Welche Nachteile hat das Altersvorsorgedepot?
Da Anlagen am Kapitalmarkt Kursschwankungen unterliegen, kann das Depot an Wert verlieren. Zudem ist das Geld grundsätzlich für den Ruhestand vorgesehen und nicht jederzeit frei verfügbar.
Alle Informationen zu Chancen und Risiken des Altersvorsorgedepots sowie zu Auszahlungsmöglichkeiten beim Altersvorsorgedepot finden Sie in unseren weiterführenden Artikeln.
Ist das Altersvorsorgedepot eine Geldanlage?
Ja. Die Beiträge und Zulagen werden am Kapitalmarkt angelegt und können sich je nach Entwicklung der enthaltenen Wertpapiere im Wert verändern. Im Gegensatz zu einer herkömmlichen Geldanlage steht das Vermögen jedoch erst im Ruhestand zur Verfügung.
Alle Informationen zu Chancen und Risiken des Altersvorsorgedepots sowie zu Auszahlungsmöglichkeiten beim Altersvorsorgedepot finden Sie in unseren weiterführenden Artikeln.
Warum wird beim Altersvorsorgedepot in Wertpapiere investiert?
Durch die Anlage in Wertpapiere sollen die höheren Renditechancen an den Kapitalmärkten für die Vermögensbildung genutzt werden.
Alle Informationen zu Chancen und Risiken des Altersvorsorgedepots.
Nach dem aktuellen Stand der Reform soll es neben den Angeboten von Banken und Versicherern auch ein staatlich organisiertes Standarddepot geben. Ist das vielleicht die sicherste Lösung?
Nein. Das Gesetz schafft zunächst nur die Möglichkeit, einen öffentlichen Träger mit einem Standarddepot zu beauftragen. Dieses unterliegt dabei denselben gesetzlichen Vorgaben wie die von Banken, Versicherungen und anderen privaten Anbietern angebotenen Standarddepots.
Wichtig ist: Staatlich organisiert bedeutet nicht staatlich garantiert. Auch das öffentliche Standarddepot wäre ein Altersvorsorgedepot ohne Kapitalgarantie. Sein Wert kann schwanken und es können Verluste entstehen.
Vor einer Insolvenz des Anbieters ist das angelegte Vermögen sowohl im öffentlich als auch im privat angebotenen Depot geschützt. Die Fonds oder ETFs im Depot sind OGAW-Sondervermögen und rechtlich vom Vermögen der Fondsgesellschaft getrennt. Auch die im Depot verwahrten Fondsanteile gehören nicht zur Insolvenzmasse der depotführenden Bank.