Carsten Brzeskis Blog

Unser Chefvolkswirt äußert sich kurz und prägnant zu aktuellen volkswirtschaftlichen Entwicklungen und Ereignissen. Die konjunkturellen Entwicklungen in Deutschland und Europa, Entscheidungen der Zentralbanken sowie Trends an den internationalen Finanzmärkten bilden dabei die Schwerpunkte seiner Kommentare.

Carsten Brzeski

Carsten Brzeski

Chefvolkswirt

Seit März 2013 ist Carsten Brzeski Chefvolkswirt für Deutschland und Österreich der ING. Er ist seit Anfang 2008 Mitglied des Research Teams der ING Bank und anerkannter Experte für wirtschaftliche und politische Entwicklungen in Deutschland und Europa, einschließlich der Geldpolitik der EZB.
 

E-Mail: carsten.brzeski@ing.de

 

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Pressebilder zum Download 

Der Chart zeigt die Entwicklung der Kraftstoffpreise in Deutschland (mit Tankrabatt) und Frankreich (ohne Tankrabatt) während des Sommers 2022.
Quelle: ifo, Tankerkönig, Le prix des carburants

Der Tankrabatt: Wirksamer als sein Ruf, aber dennoch nicht die ideale Lösung

Wenn die Benzinpreise steigen, dauert es meist nicht lange, bis die Forderung nach Entlastungsmaßnahmen laut wird. Angesichts des aktuellen Energiepreisschocks wird daher erneut über einen sogenannten Tankrabatt diskutiert, also eine zeitweise Senkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe, wie es sie im Jahr 2022 und auch bereits im Juni dieses Jahres gegeben hatte.
Carsten Brzeski & Sebastian Franke

Carsten’s Corner: Die EZB sichert sich ab – aber geht sie noch weiter?

Wie die vorherige wird auch die aktuelle Leitzinserhöhung der Europäischen Zentralbank als „insurance hike“ gesehen: in der aktuellen Situation nicht unbedingt erforderlich, sondern eher vorsichtshalber mit dem Ziel, die Glaubwürdigkeit bei der Inflationsbekämpfung zu stärken und Zweitrundeneffekten nach Möglichkeit vorzubeugen. Die Finanzmärkte preisen allerdings weitere Zinsschritte ein – und die Kommunikation der EZB rund um die aktuelle Erhöhung erweckt bei Carsten Brzeski und Sebastian Franke nicht unbedingt den Eindruck, als würden sie damit falsch liegen.
Der Chart zeigt den Beitrag der Gewinne zur Veränderung der Preismargen zwischen Q2 2025 und Q2 2026 in Prozentpunkten.
Quelle: Statistisches Bundesamt, ING-Berechnungen

Margen unter Druck, Inflation in Grenzen?

Die Inflation steigt, doch das bedeutet nicht, dass es wieder wie 2022 wird. Verschiedenes spricht dagegen, unter anderem, dass schwache Nachfrage und nachlassende Kaufkraft deutsche Unternehmen dazu zwingen, einen größeren Teil des Kostendrucks selbst abzufangen. Und, ganz im Gegenteil zu 2022, dürfte das die Unternehmensgewinne zum Puffer gegen eine breite Inflationsspirale machen.
Carsten Brzeski & Franziska Biehl

Carsten’s Corner: Finanzmarktstress und fiskalpolitische Schicksalswochen

Die Staatsanleiherenditen eilen von einem Mehrjahreshoch zum nächsten - die Gründe sind vielfältig, doch einer wiegt besonders schwer. Neue Eskalationen im Nahen Osten treiben die Märkte um. Und, wie unser Chefvolkswirt Carsten Brzeski im Gespräch mit Franziska Biehl erklärt, trüben auch die Kristallkugeln unserer Ökonomen. Was sie aber deutlich sehen: mehr als eine weitere Zinserhöhung der EZB ist aktuell unwahrscheinlich. Außerdem geht es neben der Geldpolitik auch um die in dieser Woche anstehenden Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt - und was die aktuellen Umfragewerte für Deutschland insgesamt bedeuten.
Der Chart zeigt den Verlauf des VPI, des HICP für Deutschland und des HICP für die Eurozone seit August 2025.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Eurostat

Leitzinserhöhung, ick hör dir trapsen…

Mit 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat beziffert das Statistische Bundesamt in seiner jüngsten Schnellschätzung die Verbraucherpreisinflation im August gegenüber dem entsprechenden Monat des Vorjahres. Nach einem Rückgang im Mai und Juni hatte sich der Anstieg der Preise schon im vergangenen Monat wieder beschleunigt und liegt nun gleichauf mit dem Wert aus dem April, dem bislang höchsten des Jahres.
Aktuelles von den Märkten

Aktuelles von den Märkten im August 2026

Carsten Brzeski berichtet im Rahmen seiner monatlichen YouTube-Beiträge unter dem Motto „Neues über die Märkte, Neues aus der Wirtschaft“ über aktuelle volkswirtschaftliche Ereignisse und Entwicklungen, Entscheidungen der EZB sowie Trends an den internationalen Finanzmärkten.
Carsten Brzeski & Sebastian Franke

Carsten’s Corner: Gute Stimmung und robuste Daten

Der Optimismus scheint ungebrochen: Die Stimmungsindikatoren fallen weiterhin höher aus, als man das anhand der schwierigen Umstände vielleicht erwarten würde. Aber auch die messbaren Daten zeichnen das Bild einer Wirtschaft, die sich erstaunlich unbeeindruckt zeigt von hohen Energiepreisen, Lieferkettenproblemen und niedrigen Pegelständen auf Deutschlands Wasserstraßen. Im Gespräch mit Sebastian Franke schaut Carsten Brzeski außerdem voraus auf die gerade beginnende Notenbankkonferenz in Jackson Hole und auf die Ratssitzung der Europäischen Zentralbank in zwei Wochen.
Sebastian Franke & Franziska Biehl

Warum brauchen wir eigentlich Wachstum?

Muss es eigentlich zwangsläufig Wirtschaftswachstum geben? Eine Hörerin stellt eine der grundlegendsten Fragen der Ökonomie. Sebastian Franke und Franziska Biehl erklären, warum Wachstum für Schulden, Renten und Wohlstand so wichtig ist, und weshalb steigende Staatsanleiherenditen die Debatte aktuell machen. Außerdem erklären unsere Ökonomen warum die eigentliche Frage nicht „ob“, sondern „welches“ Wachstum wir brauchen, lautet.
Der Chart zeigt Erzeugerpreise und Verbraucherpreisindex seit Anfang 2025, jeweils als prozentuale Veränderung gegenüber dem Vorjahresmonat.
Quelle: Statistisches Bundesamt

Die Erzeugerpreise sind wieder ein Thema

Um 3,0 Prozent sind die Erzeugerpreise in Deutschland im Juli 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat angestiegen. Nur wenige Monate zuvor im Februar hatte der Wert noch fast spiegelbildlich auf der anderen Seite der Achse bei -3,3 Prozent gelegen. Die Steigerungsrate im Juli ist die höchste seit April 2023, als das Statistische Bundesamt einen Wert von 4,8 Prozent verzeichnete.