Unser Chefvolkswirt äußert sich kurz und prägnant zu aktuellen volkswirtschaftlichen Entwicklungen und Ereignissen. Die konjunkturellen Entwicklungen in Deutschland und Europa, Entscheidungen der Zentralbanken sowie Trends an den internationalen Finanzmärkten bilden dabei die Schwerpunkte seiner Kommentare.
Carsten Brzeski
Chefvolkswirt
Seit März 2013 ist Carsten Brzeski Chefvolkswirt für Deutschland und Österreich der ING. Er ist seit Anfang 2008 Mitglied des Research Teams der ING Bank und anerkannter Experte für wirtschaftliche und politische Entwicklungen in Deutschland und Europa, einschließlich der Geldpolitik der EZB.
Das Weltwirtschaftsforum in Davos stand diese Woche ganz im Zeichen von…Donald Trump. Dessen Anspruchsbekundungen auf Grönland und vor allem die Zolldrohung gegen acht europäische Nato-Staaten, die auf der arktischen Insel gemeinsam eine Militärübung durchgeführt hatten, erregten die Gemüter weit über die Schweizer Grenze hinaus. Unser Chefvolkswirt Carsten Brzeski erklärt im Gespräch mit Franziska Biehl was die jüngsten Ereignisse für die transatlantische Beziehung bedeuten. Strafzölle, die einer, wenn auch fragwürdigen, wirtschaftlichen Logik folgen sind das eine. Sie einzusetzen, um politische Ziele zu erreichen eine ganz andere. Drohung zurückgenommen oder nicht – hier dürften Narben bleiben.
Ein Jahr nach Trumps Amtsantritt zeigt sich ein paradoxes Bild: Während die geopolitischen Risiken weiter eskalieren, bleiben Makro und Märkte bemerkenswert widerstandsfähig. Doch die jüngsten Spannungen rund um Grönland machen deutlich, wie fragil diese Gelassenheit sein könnte. Auch 2026 bleibt die transatlantische Beziehung der zentrale Stresstest für die große Entkopplung.
Carsten Brzeski berichtet im Rahmen seiner monatlichen YouTube-Beiträge unter dem Motto „Neues über die Märkte, Neues aus der Wirtschaft“ über aktuelle volkswirtschaftliche Ereignisse und Entwicklungen, Entscheidungen der EZB sowie Trends an den internationalen Finanzmärkten.
Es hatte den Anschein, dass Donald Trump nach der De-facto-Machtübernahme in Venezuela sein Augenmerk nun auf Grönland richten würde – doch möglicherweise befindet sich sein nächstes Ziel quasi gleich um die Ecke, nur wenige Straßenzüge vom Weißen Haus entfernt. Unter Beschuss gerät nämlich die Unabhängigkeit der Fed, der US-Notenbank. Was als relativ banaler Verwaltungsakt daherkam, versetzte offenbar Zentralbankchefs rund um den Globus so sehr in Sorge, dass sie sich genötigt sahen, in einer Erklärung ihre Solidarität mit Fed-Präsident Jerome Powell auszudrücken. Im Gespräch mit Sebastian Franke ordnet Carsten Brzeski die Vorgänge in Washington ein.
„Es gibt noch gute Nachrichten.“ Mit diesem Slogan bewarb in den 90er Jahren ein privater TV-Sender seine tägliche Nachrichtensendung, die in direkter Konkurrenz zur altehrwürdigen ARD-Tagesschau um 20:00 Uhr im Programm positioniert wurde. Ein mutiges Experiment, dem jedoch kein nachhaltiger Erfolg beschieden war – nennenswerte Einschaltquoten konnte man dem Platzhirsch nicht abjagen. Bald fand sich die Sendung auf einem anderen Programmplatz wieder. Hoffen wir, dass die guten Nachrichten, die uns in dieser Woche aus Wiesbaden erreichten, länger Bestand haben werden: Das Statistische Bundesamt vermeldete nach zwei Jahren in Folge mit schrumpfendem Bruttoinlandsprodukt für das Jahr 2025 wieder ein Wirtschaftswachstum von 0,2 Prozent.
Wer auf einen ruhigen Start ins neue Jahr gehofft hatte, wurde schnell eines Besseren belehrt. Mit Angriffen auf Venezuela und Anspruchserklärungen auf das zum dänischen Königreich gehörende Grönland startet 2026 mit einer militärischen Muskelshow aus den USA. Unser Chefvolkswirt Carsten Brzeski erklärt im Gespräch mit Franziska Biehl nicht nur was das für die USA, sondern auch für Europa, die Nato und die vor uns liegenden Monate bedeuten dürfte. Eines ist bereits jetzt deutlich: die geopolitischen Verschiebungen kommen nicht noch. Wir stecken schon mittendrin.
Laut einer repräsentativen Forsa-Umfrage haben sich etwa 59 Prozent der Deutschen Ziele für das neue Jahr gesetzt. Neben mehr Zeit für Freunde und Familie, Stressabbau und Bewegung ist mit 52 Prozent auch gesunde Ernährung einer der meistgenannten Vorsätze. Insbesondere nach den üppigen Festtagsessen zu Weihnachten und Silvester möchten viele ihre Ernährung umstellen.
Die letzte Folge des Jahres – aber statt besinnlicher Glühweinrunde müssen unsere Ökonomen doch nochmal an die Arbeit und besprechen die letzte Ratssitzung der Europäischen Zentralbank im Jahr 2025. Neben Feiertagsgrüßen für unsere Hörerinnen und Hörer hat Carsten Brzeski im Gespräch mit Sebastian Franke dann auch noch einen ganz besonderen Weihnachtswunsch für Europa. Machen Sie es gut, liebes Publikum – Sie hören im neuen Jahr wieder von uns.
In wenigen Tagen steht Weihnachten vor der Tür – das Fest der Liebe. Oder auch des Schenkens und des guten Essens. Und in den vergangenen Jahren auch immer mehr das Fest des Sparens. In diesem Jahr wird als Hauptgang allerdings deflationärer Druck serviert. Doch wen interessiert volkswirtschaftliche Theorie eigentlich noch, wenn es doch zu den Feiertagen um so viel mehr geht?
Carsten Brzeski berichtet im Rahmen seiner monatlichen YouTube-Beiträge unter dem Motto „Neues über die Märkte, Neues aus der Wirtschaft“ über aktuelle volkswirtschaftliche Ereignisse und Entwicklungen, Entscheidungen der EZB sowie Trends an den internationalen Finanzmärkten.