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Carsten Brzeskis Blog

Unser Chefvolkswirt äußert sich kurz und prägnant zu aktuellen volkswirtschaftlichen Entwicklungen und Ereignissen. Die konjunkturellen Entwicklungen in Deutschland und Europa, Entscheidungen der Zentralbanken sowie Trends an den internationalen Finanzmärkten bilden dabei die Schwerpunkte seiner Kommentare.

Carsten Brzeski

Chefvolkswirt

Seit März 2013 ist Carsten Brzeski Chefvolkswirt für Deutschland und Österreich der ING. Er ist seit Anfang 2008 Mitglied des Research Teams der ING Bank und anerkannter Experte für wirtschaftliche und politische Entwicklungen in Deutschland und Europa, einschließlich der Geldpolitik der EZB.
 

E-Mail: carsten.brzeski@ing.de

 

Carsten Brzeski auf Twitter

Pressebilder zum Download 

Quelle: Datastream; *Daten für USA bis inkl. Q3 2020

Ist mehr auch immer besser?

Keinen Titel konnte Deutschland in den letzten 10 Jahren so häufig für sich gewinnen wie den des „Exportweltmeisters“. Auch wenn der Sieg dieses Kräftemessens zuletzt an China ging, bleiben die Leistungsbilanzüberschüsse hoch – 2020 wurde ein Plus von rund 237 Mrd. Euro erzielt. Andere Länder, wie die USA, verbuchen jährlich hohe Leistungsbilanzdefizite. Während mit einem hohen Leistungsbilanzüberschuss oft die Stärke einer Volkswirtschaft verbunden wird, wird ein erzieltes Defizit als Schwäche angesehen. Aber kann weniger auch manchmal mehr sein oder ist mehr immer besser?
Quelle: Europäische Kommission, IWF, ING-Berechnungen

Wie europäische Länder finanziell die Corona-Krise bekämpfen

Die Covid-19-Pandemie stellt die öffentlichen Finanzen vor nie da gewesene Herausforderungen. Die erhebliche Ausweitung der staatlichen Ausgaben, der schnelle Rückgang der Einnahmen sowie die häufig zur Verfügung gestellten Sonderhilfen oder Kreditlinien führten zu einem rapiden Anstieg der globalen Haushaltsdefizite sowie der staatlichen Verschuldung. Dabei stellt sich schnell die Frage, wie finanzieren Staaten solch eine schwierige Lage? Mit dieser Frage beschäftigen wir uns in diesem Chart of the Week.
Quelle: ING Economic and Financial Analysis

Die schwierige Rückkehr zur Normalität

Seit beinahe einem Jahr begleiten uns Social-Distancing-Maßnahmen und Lockdowns durch den Alltag. Mit der Zulassung der ersten Impfstoffe in der EU, dem Start der Impfkampagnen für Risikogruppen und den langsam abflachenden Infektionszahlen ist die Rückkehr zur Normalität ein wenig greifbarer geworden. Diese Rückkehr gestaltet sich allerdings schwieriger als noch vor ein paar Wochen erhofft. Lieferengpässe bei den Impfstoffen und Virus-Mutationen verlängern Lockdowns und trüben damit auch die Konjunkturaussichten.
Quelle: Statistisches Bundesamt

Führt eine Pleitewelle zu Massenarbeitslosigkeit?

Die Corona-Pandemie hält die Welt nach wie vor in Atem. Dabei wird immer deutlicher: je länger uns diese Pandemie beschäftigt, umso größer werden auch die Sorgen hinsichtlich schwerer wirtschaftlicher Schäden. Bereits vor einiger Zeit schrieben wir über den befürchteten Anstieg von Unternehmensinsolvenzen in Deutschland. Doch heißt eine Pleitewelle auch, dass uns möglicherweise Massenarbeitslosigkeit bevorsteht?
© fotomek / Fotolia

Carsten’s Corner: BIP ist nicht alles

Das deutsche BIP ist ersten vorläufigen Schätzungen zufolge im vergangenen Jahr um 5 % gesunken. Das bedeutet, dass der gefürchtete Double-Dip im vierten Quartal abgewehrt werden konnte. Eine Überraschung, die sich wahrscheinlich im ersten Quartal dieses Jahres nicht wiederholen wird. Aber warum betrachten wir eigentlich nicht GPI oder NWI, statt BIP? Carsten Brzeski fühlt im Gespräch mit Franziska Biehl altbekannten und alternativen Kennzahlen auf den Zahn.