Carsten Brzeskis Blog

Unser Chefvolkswirt äußert sich kurz und prägnant zu aktuellen volkswirtschaftlichen Entwicklungen und Ereignissen. Die konjunkturellen Entwicklungen in Deutschland und Europa, Entscheidungen der Zentralbanken sowie Trends an den internationalen Finanzmärkten bilden dabei die Schwerpunkte seiner Kommentare.

Carsten Brzeski

Chefvolkswirt

Seit März 2013 ist Carsten Brzeski Chefvolkswirt für Deutschland und Österreich der ING. Er ist seit Anfang 2008 Mitglied des Research Teams der ING Bank und anerkannter Experte für wirtschaftliche und politische Entwicklungen in Deutschland und Europa, einschließlich der Geldpolitik der EZB.
 

E-Mail: carsten.brzeski@ing.de

 

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Carsten’s Corner: Omikron, Konjunktursorgen und das Jahr 2022

Mit Omikron geht eine neue Covid-Variante um, Deutschland befindet sich mitten in der vierten Corona-Welle und die Wachstumsaussichten schwinden. Kommt jetzt also der Rückzug vom Rückzug bei den Notenbanken oder bleibt doch erst mal alles beim Alten? Und was ist mit dem Dauerbrenner Inflation? Was die aktuellen Geschehnisse für den aktuellen Konjunkturverlauf und das Jahr 2022 bedeuten, erklärt Chefvolkswirt Carsten Brzeski im Gespräch mit Inga Fechner. Außerdem: Eine Kurzanalyse von Frau Merkels Musikauswahl anlässlich des Großen Zapfenstreichs.
Quelle: Google Mobility Reports, ING Economic & Financial Analysis

Das entscheidende Quäntchen Aktivität

In den vergangenen Wochen hat die vierte Corona-Welle in Deutschland an Fahrt aufgenommen. Letzte Woche wurden die ersten Maßnahmenverschärfungen angekündigt – doch Deutschland scheint schon länger die Aktivität einzuschränken. Dies könnte sowohl auf ein Abklingen der Nachholeffekte als auch auf selbstauferlegte Vorsichtsmaßnahmen zurückzuführen sein. Die sinkende Aktivität könnte den entscheidenden Unterschied zwischen einer stagnierenden und einer schrumpfenden Wirtschaft im vierten Quartal bedeuten.
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Carsten’s Corner: Wohneigentum und Inflation – die lange Reise der EZB

Was braucht man, um eine Taube in einen Falken zu verwandeln? Um diesen Trick zu vollenden, werden lediglich 0,3 Prozentpunkte benötigt. Denn genau diese dürften auf die aktuellen Inflationsprognosen aufaddiert werden, würden die Kosten für selbstgenutztes Wohneigentum in den harmonisierten Verbraucherpreisindex aufgenommen werden. Chefvolkswirt Carsten Brzeski erklärt im Gespräch mit Franziska Biehl, dass das bereits ausreichen würde, um den Einstieg in den Ausstieg aus der lockeren Geldpolitik zu rechtfertigen. Auch die starke Berichtssaison trieb unsere Volkswirte um – vor allem, weil sie eines erneut bestätigte: der private Konsum war zuletzt der Motor der Wirtschaft.
Quelle: Eurostat, EZB, ING Economic & Financial Analysis

Wie viel Inflation kann Wohneigentum?

Sollten die eigentümeräquivalenten Mieten im Warenkorb zur Berechnung der monatlichen Teuerungsrate aufgenommen werden? Sicherlich, denn besonders für Länder mit hohen Eigentümerquoten wird ein entscheidender Teil des Konsums aktuell nicht entsprechend abgebildet. Ist durch die statistische Änderung allerdings rückblickend ein schlagartiger Anstieg der Inflation zu erwarten? Keineswegs, aber der Effekt auf die Gesamtteuerungsrate könnte genau groß genug sein, um Tauben zu Falken zu machen.
Quelle: ING Berechnungen, FM Global

Krisenfest durch Innovation

Unser aktueller Innovationsindex zeigt: Die Förderung von Digitalisierung und Bildung ist wichtiger denn je. Wer in den Einzelkategorien Bildung und Digitalisierung in unserem Index weit vorne liegt, weist auch insgesamt eine hohe Innovationsstärke auf. Und nicht nur das. Zwischen der Innovationsstärke eines Landes und seiner Widerstandsfähigkeit besteht darüber hinaus ein positiver Zusammenhang. Innovative Länder scheinen resistenter gegen etwaige Wirtschaftskrisen zu sein.