Carsten Brzeskis Blog

Unser Chefvolkswirt äußert sich kurz und prägnant zu aktuellen volkswirtschaftlichen Entwicklungen und Ereignissen. Die konjunkturellen Entwicklungen in Deutschland und Europa, Entscheidungen der Zentralbanken sowie Trends an den internationalen Finanzmärkten bilden dabei die Schwerpunkte seiner Kommentare.

Carsten Brzeski

Chefvolkswirt

Seit März 2013 ist Carsten Brzeski Chefvolkswirt für Deutschland und Österreich der ING. Er ist seit Anfang 2008 Mitglied des Research Teams der ING Bank und anerkannter Experte für wirtschaftliche und politische Entwicklungen in Deutschland und Europa, einschließlich der Geldpolitik der EZB.
 

E-Mail: carsten.brzeski@ing.de

 

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Ein Krieg, der keine Sieger kennt

Jetzt ist es deutlich! Bei Wirtschaftspolitik hat Donald Trump nur einen Berater: Donald Trump. Das ganze letzte Jahr konnten Analysten darüber spekulieren, ob die Wahlkampfaussagen von Donald Trump in der präsidentiellen Wirklichkeit in die Tat umgesetzt werden würden oder ob Trump durch Berater doch eines Besseren belehrt werden würde. Bis Ende letzten Jahres sah es so aus, als ob die Wirtschaftspolitik des US-Präsidenten nur warme Luft sei. In den letzten drei Monaten hat er aber gezeigt, dass er es mit seinen Ankündigungen ernst gemeint hat. Vor allem die Ankündigung von Strafzöllen zeigt allerdings, dass der wirtschaftspolitische Berater Trump besser einen Blick in die Geschichtsbücher gewagt hätte.

Chart of the Week | 21.02.2018

An der Frage, ob Geld glücklich macht, scheiden sich seit jeher die Geister. Verhaltensforscher sagen uns: „Wenn Geld Sie nicht glücklich macht, geben Sie es vermutlich nicht richtig aus" und raten uns beispielsweise dazu, es für Erlebnisse statt für Dinge zu verwenden. Allerdings kann nicht nur richtig ausgegebenes, sondern auch erspartes Geld zu unserem Glücksempfinden beitragen. In einer repräsentativen Umfrage der ING-DiBa in 13 europäischen Ländern sowie Australien und den USA zeigt sich jedenfalls eine deutliche Korrelation zwischen der Zufriedenheit mit der Höhe der eigenen Ersparnisse und dem allgemeinen Glücksempfinden der Befragten.

Chart of the Week | 08.02.2018

Das sollte Wasser auf die Mühlen der aktuellen Gerechtigkeitsdebatte sein: Mehr als ein Viertel der deutschen Verbraucher haben keine Ersparnisse. Das ist jedenfalls eines der Ergebnisse einer Ende 2017 durchgeführten repräsentativen Umfrage der ING-DiBa in 13 europäischen Ländern sowie Australien und den USA. Dabei bestätigte sich der Befund des Vorjahres, denn schon 2016 hatte Deutschland nach Rumänien den zweithöchsten Anteil derjenigen Befragten aufgewiesen, die angaben, keine Ersparnisse zu haben.