Carsten Brzeskis Blog

Unser Chefvolkswirt äußert sich kurz und prägnant zu aktuellen volkswirtschaftlichen Entwicklungen und Ereignissen. Die konjunkturellen Entwicklungen in Deutschland und Europa, Entscheidungen der Zentralbanken sowie Trends an den internationalen Finanzmärkten bilden dabei die Schwerpunkte seiner Kommentare.

Carsten Brzeski

Chefvolkswirt

Seit März 2013 ist Carsten Brzeski Chefvolkswirt für Deutschland und Österreich der ING. Er ist seit Anfang 2008 Mitglied des Research Teams der ING Bank und anerkannter Experte für wirtschaftliche und politische Entwicklungen in Deutschland und Europa, einschließlich der Geldpolitik der EZB.
 

E-Mail: carsten.brzeski@ing.de

 

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Die Roboter kommen (doch nicht?)

Vor gut drei Jahren veröffentlichten wir unsere Studie „Die Roboter kommen“. Seitdem tobt in Deutschland eine nahezu religiöse Debatte über die möglichen Folgen von Automatisierung und Digitalisierung für den Arbeitsmarkt. Es ist wichtig, in dieser Diskussion einen kühlen Kopf zu bewahren, denn in der Wirtschaftswissenschaft gibt es kein „richtig“ oder „falsch“. Lassen wir daher die Fakten sprechen. Und die zeigen, dass trotz Wirtschaftsboom und Rekord-Beschäftigung Automatisierung und Digitalisierung schon erste Spuren hinterlassen.

Chart of the Week | 08.06.2018

In weniger als einer Woche ist es soweit: Die Begegnung zwischen Gastgeber Russland und Saudi-Arabien wird am kommenden Donnerstag die 21. Fußball-Weltmeisterschaft eröffnen. Die einen werden nur alle zwei Jahre zu den internationalen Turnieren zum Fan, für die anderen sind die Spiele ihres Vereins das höchste der Gefühle und die Nationalmannschaft nur ein Lückenfüller. Aber auch wenn so mancher Fußballfreund bereits angekündigt hat, sich dem TV-Event zu verweigern – in den kommenden Wochen dürften wieder fast überall in deutschen Wohnzimmern und Eckkneipen die Fernsehgeräte heißlaufen.

Chart of the Week | 04.05.2018

Nicht nur Finanzminister Olaf Scholz hat diese Woche seinen Haushaltsentwurf für die kommenden Jahre vorgestellt. Auch die EU-Kommission hat einen ersten Budget-Entwurf für die Periode 2021 bis 2027 präsentiert. Es ist der erste langfristige Haushalt der EU ohne Großbritannien. Während der eine Haushaltsentwurf recht ambitionslos daherkommt, aber ohne größere Probleme verabschiedet werden sollte, ist der andere durchaus ambitioniert, aber wird es schwer über die 27-er Hürde schaffen.
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Magie oder Illusion

Magische Zahlen oder Grenzen erfreuen sich an den Finanzmärkten immer wieder einer großen Beliebtheit. Die 12.000-Grenze beim DAX, die Nullgrenze beim Leitzins oder Parität von Euro und US-Dollar. Jede dieser Grenzen versetzt Finanzmärkte in Spannung. Werden sie erreicht oder nicht? Dabei sind all diese magischen Grenzen eigentlich komplett arbiträr und mit keinem einzigen Automatismus verbunden. Man könnte diese magischen Grenzen daher eigentlich ziemlich schnell ins Reich der Fabeln verbannen, wären Finanzmärkte rational. Sind sie aber nicht.