Privatkunden

Carsten Brzeskis Blog

Unser Chefvolkswirt äußert sich kurz und prägnant zu aktuellen volkswirtschaftlichen Entwicklungen und Ereignissen. Die konjunkturellen Entwicklungen in Deutschland und Europa, Entscheidungen der Zentralbanken sowie Trends an den internationalen Finanzmärkten bilden dabei die Schwerpunkte seiner Kommentare.

Chart of the Week | 02.08.2017

In 41 Prozent der deutschen Haushalte lebte im Jahr 2016 nur eine Person, so ließ sich dieser Tage das Statistische Bundesamt vernehmen, das die 41 daraufhin sogar zu seiner „Zahl der Woche“ krönte. In der Tat ist dies mit Abstand der höchste Wert unter den bevölkerungsreicheren EU-Staaten – nur in den vergleichsweise kleinen nordeuropäischen Ländern finden sich teilweise höhere Quoten. Auch die durchschnittliche Haushaltsgröße liegt nur in Schweden mit 1,9 Personen unter dem deutschen Wert von 2,0.
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Neue Euro-Panik?

Eine neue Angstwelle macht sich an den Finanzmärkten und in den Wirtschaftsseiten der Zeitungen breit: die Angst vor einem starken Euro. Wie mit den meisten Ängsten oder Wahnvorstellungen gibt es auch in der Angst vor dem starken Euro eine kleine Spur von Wahrheit. Grund zur Panik gibt es allerdings nicht.

Chart of the Week | 28.07.2017

Nachdem der Euro zum Dollar seit 2014 stark gefallen ist und sogar zwischenzeitlich die Parität zum Dollar vorausgesagt wurde, schwingt er sich seit einigen Wochen wieder in luftige Höhen auf. Beflügelt durch gute Konjunkturdaten und das bevorstehende Zurückfahren der lockeren Geldpolitik seitens der EZB auf der einen Seite sowie eine abwartende US-Zentralbank, schwächere US-Konjunkturdaten, das Schwinden der Hoffnung auf ein „großartiges“ Investitionsprogramm kombiniert mit einem allgemeinen Vertrauensverlust der Trump-Regierung auf der anderen Seite, hat der Euro Aufwind bekommen, während der US-Dollar nach unten gezogen wird.

Chart of the Week | 14.07.2017

Sommerzeit. Urlaubszeit. Zeit, diverse Verkehrsmittel zu besteigen, die gewohnte Umgebung (hoffentlich) gegen ein paar Tage Wohlfühloase zu tauschen und nicht an die Arbeit zu denken. Für Ökonomen sind Reise und Urlaub aber auch während der Arbeitszeit immer wieder ein interessantes Thema.

Chart of the Week | 14.07.2017

In der Bankenlandschaft ist es in den vergangenen Wochen wieder hoch her gegangen. Neben einer spanischen Bank, die bei ihrer Konkurrenz unterkam, mussten auch zwei italienische Banken gerettet werden, unter anderem doch wieder mit Steuergeldern. Faule Kredite, sogenannte „Non performing loans“ (NPLs), haben den geretteten Banken das Leben schwer gemacht und stellen auch immer noch ein großes Problem für den europäischen Bankensektor dar. Fast eine Billion Euro schlummerte davon Ende 2016 in den Bilanzen der EU-Banken, was ca. 7 % des gesamten Bruttoinlandsprodukts der EU entspricht.
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Blindflug ohne Bruchlandung

Erste Anzeichen von Höhenangst? Die Finanzmärkte gehen unruhig in die Sommerferien. Auch wenn die großen spektakulären Ereignisse, wie die ewige Griechenland-Rettung oder ein Brexit-Referendum, fehlen, eine leichte Unruhe ist an den Finanzmärkten zu spüren. Das Ausbleiben von den erhofften Investitions- und Deregulierungsprogrammen von US Präsident Trump ist einer der Gründe für die aktuelle Enttäuschung. Spekulationen über eine straffere Geldpolitik in den USA und Europa der andere. Vor allem die Aussicht auf eine straffere Geldpolitik hat die Finanzmärkte verunsichert. Zu Unrecht.

Chart of the Week | 30.06.2017

Ausnahmezustand in Hamburg. Unter der Bewachung eines gewaltigen Polizeiaufgebots treffen sich derzeit beim G20-Gipfel die Regierungschefs der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer. Aber auch Bürgerrechtler, Umweltaktivisten und Globalisierungskritiker sind in großer Zahl erschienen, um unter strengen Auflagen gegen das Treffen der Mächtigen und aus ihrer Sicht falsche Weichenstellungen der Weltwirtschaft zu protestieren.

Chart of the Week | 30.06.2017

Zwei Tage lang wird das hanseatische Gemüt auf die Probe gestellt. Dann nämlich, wenn sich nächste Woche die Staats- und Regierungschefs der 20 wichtigsten Volkswirtschaften in Hamburg treffen, um über die Weltwirtschaft, Klimaschutz, Migration und Digitalisierung zu sprechen.

Chart of the Week | 23.06.2017

„Ölpreise weiter unter Druck“, so lautet eine gängige Schlagzeile in der derzeitigen Wirtschaftsberichterstattung. Ein deutliches Zeichen dafür, dass sich die Einflussfaktoren auf dem Ölmarkt verschoben haben. Wer hätte vor 10 oder 20 Jahren erwartet, dass bei starken politischen Spannungen im Nahen Osten die Ölpreise sinken und nicht steigen?

Chart of the Week | 16.06.2017

Nach Exposition, Steigerung und Peripetie befinden wir uns im griechischen Drama wieder einmal in einem der zahlreichen retardierenden Momente. Der Vorhang hebt und senkt sich, das Bühnenbild bleibt jedoch stehen. Die Auflösung des Konflikts – die Komödie – oder der letztliche Untergang – die Tragödie – lässt auch nach Jahren noch immer auf sich warten.