Carsten Brzeskis Blog

Unser Chefvolkswirt äußert sich kurz und prägnant zu aktuellen volkswirtschaftlichen Entwicklungen und Ereignissen. Die konjunkturellen Entwicklungen in Deutschland und Europa, Entscheidungen der Zentralbanken sowie Trends an den internationalen Finanzmärkten bilden dabei die Schwerpunkte seiner Kommentare.

Carsten Brzeski

Chefvolkswirt

Seit März 2013 ist Carsten Brzeski Chefvolkswirt für Deutschland und Österreich der ING. Er ist seit Anfang 2008 Mitglied des Research Teams der ING Bank und anerkannter Experte für wirtschaftliche und politische Entwicklungen in Deutschland und Europa, einschließlich der Geldpolitik der EZB.
 

E-Mail: carsten.brzeski@ing.de

 

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Pressebilder zum Download 

Quelle: ING International Survey

Chart of the Week | 05.10.2018

Ob Wohnung, Musik oder Auto – das Teilen von Gegenständen oder Dienstleistungen – bekannt als Sharing Economy – ist inzwischen allgegenwärtig. Dabei wächst bei den deutschen Automobilkonzernen die Sorge, dass sich junge Leute nicht mehr für ein eigenes Auto interessieren. Und tatsächlich interessieren sich gerade junge Leute für das CarSharing, wie unsere Studie „CarSharing: Neuer Zufluchtsort nach Dieselgate?“ zeigt. Sollten Autokonzerne diese Kundengruppe also abschreiben?
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CarSharing: Neuer Zufluchtsort nach Dieselgate?

Während sich vor 10 Jahren gerade einmal 116.000 Nutzer in Deutschland für CarSharing-Dienste registriert hatten, so nutzen mittlerweile über 2 Millionen Menschen dieses Angebot. In Europa hat sich die Anzahl der CarSharing-Nutzer allein zwischen 2016 und 2018 verdoppelt, mittlerweile sind hier fast 12 Millionen Nutzer registriert. Geringe Kosten, eine nachhaltige Transportmöglichkeit und eine flexible Alternative zum eigenen Auto spielen dabei eine wichtige Rolle, wie eine repräsentative Umfrage der ING in 13 europäischen Ländern zeigt.
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ING-DiBa Innovationsindex: Strukturelle Schwächen bekämpfen

Was in der Bundesliga noch nicht gelingt, klappt wenigstens bei unserem Innovationsindex: Berlin ist die Nummer 1. Auch im dritten Jahr unseres Innovationsindex kann Berlin seinen Spitzenplatz verteidigen. Eine starke Gründerszene gepaart mit einer hohen Flexibilität und jungen Leuten sichern Berlin den ersten Platz. Weiterhin klaffen zwischen den Bundesländern und Stadtstaaten jedoch teils große Lücken auf. Nach wie vor schneidet der Osten Deutschlands vergleichsweise schlechter ab. Andere demografische Strukturen und eine geringere Innovationskraft sorgen für hintere Positionen im Ranking. Ein Grund mehr, um die Hightech-Strategie der Bundesregierung voranzutreiben und sich nicht in Nebenschauplätzen zu verlieren. Denn dass sich Investitionen in Innovation schon heute lohnen, beweist Sachsen-Anhalt eindrucksvoll: Gegenüber dem Vorjahresindex hat das östliche Bundesland die größte Steigerung bei der Punktzahl hingelegt.
Quelle: ING International Survey

Chart of the Week | 28.09.2018

Fast überall in Europa empfinden Verbraucher Wohnen mehrheitlich als teuer. Eine repräsentative Umfrage der ING in 13 europäischen Ländern sowie Australien und den USA zeigt außerdem, dass rund 63 Prozent der Befragten kurzfristig weiter steigende Immobilienpreise erwarten. Hohe Preise sind insbesondere für junge Menschen am Anfang ihres Berufslebens ein Problem, die noch keine Gelegenheit hatten, das nötige Eigenkapital anzusparen. In solchen Fällen könnte eine elterliche Finanzspritze beim Einstieg ins Wohneigentum helfen.
Quelle: Eurobarometer

Chart of the Week | 07.09.2018

Seit mehreren Jahrzehnten schickt die Europäische Kommission ihre Meinungsforscher zweimal jährlich mit einem umfangreichen Fragenkatalog in die Mitgliedsländer. Ziel ist ein umfassendes Stimmungsbild zu zahlreichen europapolitischen Fragestellungen, welches im Nachgang der Befragungen unter der Bezeichnung „Eurobarometer“ veröffentlicht wird. Dabei werden die Umfrageteilnehmer auch gefragt, ob sie eine Reihe verschiedener Aspekte der Europäischen Union jeweils befürworten oder ablehnen. Unter anderem wird auch die Zustimmung zu einer Wirtschafts- und Währungsunion abgefragt – oder kurz: zum Euro.