Carsten Brzeskis Blog

Unser Chefvolkswirt äußert sich kurz und prägnant zu aktuellen volkswirtschaftlichen Entwicklungen und Ereignissen. Die konjunkturellen Entwicklungen in Deutschland und Europa, Entscheidungen der Zentralbanken sowie Trends an den internationalen Finanzmärkten bilden dabei die Schwerpunkte seiner Kommentare.

Carsten Brzeski

Chefvolkswirt

Seit März 2013 ist Carsten Brzeski Chefvolkswirt für Deutschland und Österreich der ING. Er ist seit Anfang 2008 Mitglied des Research Teams der ING Bank und anerkannter Experte für wirtschaftliche und politische Entwicklungen in Deutschland und Europa, einschließlich der Geldpolitik der EZB.
 

E-Mail: carsten.brzeski@ing.de

 

Carsten Brzeski auf Twitter

Pressebilder zum Download 

Quelle: Deutsche Bundesbank, Monatsbericht Juli 2018; ING Economic & Financial Analysis

Chart of the Week | 27.07.2018

Nachdem die EZB schon im Juni die weiteren Schritte zum langsamen Ausstieg aus der lockeren Geldpolitik verkündet hatte, blieben beim gestrigen Treffen Neuigkeiten aus. Die EZB sieht die Eurozone weiterhin auf einem stabilen Wachstumskurs und vertraut auf eine Belebung des Inflationsdrucks. Überraschend positive Nachrichten aus den USA über eine Einigung im Handelsstreit mit der EU mindern zudem die Sorgen über den zukünftigen Wachstumsausblick.
Quelle: Berry et al. (1999), Voluntary Export Restraints on Automobiles: Evaluating a Trade Policy, ING Economic & Financial Analysis

Chart of the Week | 06.07.2018

Seit dem 23. Mai untersucht das US Department of Commerce, ob Importe von Autos, SUVs, leichten Nutzfahrzeugen und Autoteilen die nationale Sicherheit gefährden – das gleiche Vorgehen, dass auch bei den Zöllen für Stahl und Aluminium angewandt wurde. Im Herbst 2018 wird derzeit mit einer Entscheidung gerechnet, ob dann 20%-ige Autozölle beim Import von Autos anfallen. Die Autobauer diesseits des Atlantiks beginnen jedoch jetzt schon zu zittern. Denn mit dem Automobilmarkt nimmt Trump eine empfindliche Ader der europäischen Volkswirtschaft ins Visier.
Quelle: transfermarkt.com, ING Economic & Financial Analysis

Chart of the Week | 29.06.2018

Nun ist es also soweit. Kein Autokorso, keine Feier auf der Berliner Fanmeile – stattdessen Ratlosigkeit und eine ungewisse Zukunft: Zum ersten Mal in der Geschichte der Fußball-Weltmeisterschaft fährt die deutsche Nationalmannschaft schon zum Ende der Gruppenphase nach Hause. Als Ökonomen interessiert uns bei aller Enttäuschung natürlich auch die effiziente Mittelverwendung. Im Fußballkontext heißt das für uns: Wie verhält sich der Erfolg eines Teams zum Transfermarktwert der aufgebotenen Spieler?
Quelle: transfermarkt.com, kicker.de, SIX Financial Information, ING Economic & Financial Analysis

Chart of the Week | 22.06.2018

„Nach Golde drängt, am Golde hängt doch alles.“ Mit diesen Worten resigniert das Gretchen in Goethes Faust angesichts des menschlichen Drangs zu materiellem Besitz. Weniger um den materiellen Wert des Edelmetalls geht es den 32 Teams, die bei der Fußball-WM in Russland auf der Jagd nach Goldmedaillen und vor allem natürlich nach dem FIFA-WM-Pokal sind, der (neben zwei Ringen aus Malachit) aus fast 5kg purem Gold im Wert von rund 170.000 Euro besteht.