Unser Chefvolkswirt äußert sich kurz und prägnant zu aktuellen volkswirtschaftlichen Entwicklungen und Ereignissen. Die konjunkturellen Entwicklungen in Deutschland und Europa, Entscheidungen der Zentralbanken sowie Trends an den internationalen Finanzmärkten bilden dabei die Schwerpunkte seiner Kommentare.
Carsten Brzeski
Chefvolkswirt
Seit März 2013 ist Carsten Brzeski Chefvolkswirt für Deutschland und Österreich der ING. Er ist seit Anfang 2008 Mitglied des Research Teams der ING Bank und anerkannter Experte für wirtschaftliche und politische Entwicklungen in Deutschland und Europa, einschließlich der Geldpolitik der EZB.
Muss es eigentlich zwangsläufig Wirtschaftswachstum geben? Eine Hörerin stellt eine der grundlegendsten Fragen der Ökonomie. Sebastian Franke und Franziska Biehl erklären, warum Wachstum für Schulden, Renten und Wohlstand so wichtig ist, und weshalb steigende Staatsanleiherenditen die Debatte aktuell machen. Außerdem erklären unsere Ökonomen warum die eigentliche Frage nicht „ob“, sondern „welches“ Wachstum wir brauchen, lautet.
Um 3,0 Prozent sind die Erzeugerpreise in Deutschland im Juli 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat angestiegen. Nur wenige Monate zuvor im Februar hatte der Wert noch fast spiegelbildlich auf der anderen Seite der Achse bei -3,3 Prozent gelegen. Die Steigerungsrate im Juli ist die höchste seit April 2023, als das Statistische Bundesamt einen Wert von 4,8 Prozent verzeichnete.
Die Datenveröffentlichungen in Deutschland und Europa machen in dieser Woche hitzefrei, daher richten wir den Blick diesmal auf diejenigen, die sie sonst analysieren. Sebastian Franke und Franziska Biehl sprechen über den Alltag als Bankvolkswirte, ihre Lieblingsindikatoren und den Fluch, überall wirtschaftliche Zusammenhänge zu erkennen. Außerdem wird die Frage der Fragen beantwortet: Kommen beim Abendessen überhaupt andere Themen als Wirtschaft auf den Tisch?
Wer im Sommer umzieht, zahlt oft drauf: Daten zeigen, dass viele typische Umzugskosten von Möbeln über Renovierungen bis hin zu Umzugsdienstleistungen in Juli und August über dem Jahresdurchschnitt liegen.
Niedrige Wasserstände nach langer Trockenphase haben schon im Jahr 2018 mehrere Zehntelprozentpunkte an Wirtschaftswachstum gekostet. Ist es jetzt wieder so weit? Immerhin liegt der Rheinpegel bei Kaub aktuell sogar noch tiefer als damals und damit auf dem niedrigsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahre 1880. Carsten Brzeski und Sebastian Franke ordnen die aktuelle Situation ein und sprechen außerdem über weitere Herausforderungen der deutschen Wirtschaft.
Sommer, Sonne, Rekordtemperaturen – in so manchem verregneten Sommer früherer Jahre hätte man sich eine Wetterlage wie die derzeitige noch herbeigesehnt. Doch während die Sonnenanbeter an den Badestränden frohlocken, ächzen die Arbeitnehmer, denn bei weitem nicht jeder genießt den Komfort eines klimatisierten Büros. Dass man weniger schafft, wenn der Körper allein schon damit beschäftigt ist, mit den Temperaturen klarzukommen, kann wohl jeder nachvollziehen – doch nicht nur auf diesem Wege leidet auch die Wirtschaft unter dem heißen Wetter.
Carsten Brzeski berichtet im Rahmen seiner monatlichen YouTube-Beiträge unter dem Motto „Neues über die Märkte, Neues aus der Wirtschaft“ über aktuelle volkswirtschaftliche Ereignisse und Entwicklungen, Entscheidungen der EZB sowie Trends an den internationalen Finanzmärkten.
Wer Wachstum will, bekommt Wachstum. So oder so ähnlich hätte es vermutlich geklungen, hätte der neue Bundestrainer die Pressekonferenz zum Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal eröffnet. Zugegeben, titelverdächtig stark war die Wirtschaftsleistung nicht. Doch wie unser Chefvolkswirt Carsten Brzeski im Gespräch mit Franziska Biehl erklärt, ist das alles eine Frage der Perspektive. Außerdem ordnen unsere Ökonomen die Juli-Inflation ein und diskutieren die Marktreaktionen auf den „hawkish hold“ der US-Notenbank in dieser Woche.
An der Zapfsäule sind die Preise zuletzt fast wieder auf die Rekordstände vom April gestiegen – was auf den ersten Blick vor allem die Portemonnaies der Herren der Schöpfung belastet. Der Blick unter die Oberfläche zeigt allerdings, dass die weiblichen Budgets durch den Anstieg der Kraftstoffpreise stärker in Mitleidenschaft gezogen werden.
Nach der Leitzinserhöhung im Juni legt die Europäische Zentralbank auf ihrer aktuellen Ratssitzung zunächst einmal noch nicht nach. Dass es auf der nächsten Sitzung im September so weit sein könnte, scheint fast ausgemacht – aber eben auch nur fast. Im Gespräch mit Sebastian Franke erklärt Carsten Brzeski, was dafür gesprochen hätte, doch schon jetzt einen weiteren Zinsschritt nachzuschieben, und wie sich die Optionen im September voraussichtlich darstellen werden.