Privatkunden

Immobilien-Investments: Felsen im Sturm?

Drei wesentliche Möglichkeiten gibt es für Anleger, in Immobilien zu investieren: durch den direkten Kauf einer Wohnung oder eines Gebäudes, durch den Erwerb von Anteilen an einem Finanzprodukt, etwa an offenen Immobilienfonds, oder über die Aktien börsennotierter Immobiliengesellschaften. Kann sich das als gewinnbringend erweisen – trotz Corona? In einer Studie der BNP Paribas heißt es: „Aufgrund der bereits wieder spürbaren Konjunkturerholung, der massiven staatlichen Stützungsmaßnahmen und der stabilisierenden Wirkung der Kurzarbeit gehen die Anleger davon aus, dass sich Deutschland relativ schnell erholen wird und sich die übergeordneten Trends der letzten Jahre anschließend fortsetzen werden.“ Zwar gab es im zweiten Quartal eine Delle, die aber im dritten Quartal wieder ausgeglichen wurde. Nun stellt sich die spannende Frage, wie es im letzten Drei-Monats-Zeitraum des Jahres weitergeht.

Anlegerverhalten in Corona-Zeiten

Das vierte Quartal steht vor der Tür. Für Anleger normalerweise eine gute Zeit, um Investments am Aktienmarkt zu tätigen. Doch was ist in diesen Tagen schon normal? Die Corona-Pandemie wirbelte nicht nur die Pläne vieler Menschen im privaten Bereich durcheinander. Auch an den Finanzmärkten ging es im Zuge hoher Infektionszahlen und weltweiter Lockdowns turbulent zu. Auf die starken Kursverluste im ersten Quartal folgten im zweiten Quartal vor allem bei Technologie-Aktien nicht minder starke Kursgewinne.

Eisenbahn-Aktien: Erträge wie auf Schienen

Das waren noch Zeiten: Die Aktien der Taunusbahn etwa waren bei der Emission um das 40-Fache überzeichnet. Viele andere Gesellschaften der Branche brachten den Anlegern für damalige Verhältnisse üppige Gewinne in nur wenigen Monaten. Innerhalb von gerade mal zwei Jahren stieg die Zahl der börsennotierten Eisenbahn-Gesellschaften von vier auf 17. Lange ist es her: Das war die Hausse des Schienenverkehrs in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Doch dann brachen die Kurse ein, und nach 1848 hatten die Deutschen keine Lust mehr, auf Eisenbahnunternehmen zu setzen. Wie viele Jahre später bei der Telekom hatten damals vor allem Kleinaktionäre das Nachsehen.